— 125 —
Friedrich V. Doch ihr Tod war nicht des traurigen Krieges Ende.
Gustavs Kanzler, Arel Opxenstierna leitete den fortgesetzten Krieg,
er selbst von Frankreich geleitet. Auf's Neue wurde Bapern von
den schwedischen Führern Horn, Torstensohn, und Herzog Bernhard
von Weimar fürchterlich heimgesucht. Da starben die Bürger
Landöbergs unter den Trümmern ihrer Stadt den blutigen
Heldentod, und ihre tugendhaften Töchter stürzten ssch vom Felsen,
um der viehischen Zügellosigkeit der Schweden zu entgehen.
Da. kam Regensburg in der Feinde Gewalt, ohne daß Wallenstein
Hülfe sandte (&. Nov. 1033). Sengend und brennend schritt Horn
über Aichach, Frepsung, Moosburg vor Landshut, erstürmte die
Stadt, und übte jede Grausamkeit an ihr. Nicht viel besser als
dem unglücklichen Landshut erging es den Städten Neumarkt,
Deggendorf, Straubing und anderen. Während dieser Gräuelscenen
befand sich Max in der Festung Braunan. Oft widersetzten
sich seine Bapyern unter Johann von Werth und Altringer, aber
sie konnten, da sie Wallenstein nicht unterstützte, den wilden Strom
nicht bemmen. Darum ließ der Kaiser den hochstrebenden Wallenstein
in Eger tödten, und gab den Oberbesehl seinem Sohne
Ferdinand. Dieser rückte vor Regensburg, und nahm die Stadt
(20. Juli 1054). Die Feinde zogen sich nach Schwaben zurück,
und verloren die Schlacht bei Nördlingen (6. Sept. 1634).
Selbst Horn wurde gefangen. Es blieb nun Bapern auf einige
Zeit von den Schweden frei, und das Schwert würgte nicht
mehr. Da kamen Hunger und Pest, und raffte mehr als das Schwert
dahin. In München allein starben in kurzer Frist 15,000.
Max selbst weinte in Ranshofen über den geichnam seiner Gemahlin
Elisabeth, 4. Januar 1055. Dabei lagen die Getreidfluren
unangebaut, voller Disteln und Dornen; kein Pflug durchbrach
sie. Wölfe und reißende Thiere zeigten sich auf den Schutthügeln
verbrannter und verlassener Dörfer. Mit düsterm Schmerz sah
Maximilian Bapyerns unendliches Leiden. Es zu lindern, lag außer
seiner Kraft. Er konnte sich nicht mehr vom Kaiser treunen,
und mußte mit ihm den Kampf fortkämpfen. Darum beirathete
er eine Tochter des Kaisers, Maria Auna, und schloß sich dadurch
noch näher an Ferdinand an. Dieser starb 1057, und seinem Sohne