Full text : Gesetzblatt für das Königreich Bayern. 1818 (1)

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Friedrich  V.  Doch  ihr  Tod  war  nicht  des  traurigen  Krieges  Ende.
Gustavs  Kanzler,  Arel  Opxenstierna  leitete  den  fortgesetzten  Krieg,
er  selbst  von  Frankreich  geleitet.  Auf's  Neue  wurde  Bapern  von
den  schwedischen  Führern  Horn,  Torstensohn,  und  Herzog  Bernhard
  von  Weimar  fürchterlich  heimgesucht.  Da  starben  die  Bürger
  Landöbergs  unter  den  Trümmern  ihrer  Stadt  den  blutigen
Heldentod,  und  ihre  tugendhaften  Töchter  stürzten  ssch  vom  Felsen,
  um  der  viehischen  Zügellosigkeit  der  Schweden  zu  entgehen.
Da.  kam  Regensburg  in  der  Feinde  Gewalt,  ohne  daß  Wallenstein
Hülfe  sandte  (&.  Nov.  1033).  Sengend  und  brennend  schritt  Horn
über  Aichach,  Frepsung,  Moosburg  vor  Landshut,  erstürmte  die
Stadt,  und  übte  jede  Grausamkeit  an  ihr.  Nicht  viel  besser  als
dem  unglücklichen  Landshut  erging  es  den  Städten  Neumarkt,
Deggendorf,  Straubing  und  anderen.  Während  dieser  Gräuelscenen
  befand  sich  Max  in  der  Festung  Braunan.  Oft  widersetzten
sich  seine  Bapyern  unter  Johann  von  Werth  und  Altringer,  aber
sie  konnten,  da  sie  Wallenstein  nicht  unterstützte,  den  wilden  Strom
nicht  bemmen.  Darum  ließ  der  Kaiser  den  hochstrebenden  Wallenstein
  in  Eger  tödten,  und  gab  den  Oberbesehl  seinem  Sohne
Ferdinand.  Dieser  rückte  vor  Regensburg,  und  nahm  die  Stadt
(20.  Juli  1054).  Die  Feinde  zogen  sich  nach  Schwaben  zurück,
und  verloren  die  Schlacht  bei  Nördlingen  (6.  Sept.  1634).
Selbst  Horn  wurde  gefangen.  Es  blieb  nun  Bapern  auf  einige
Zeit  von  den  Schweden  frei,  und  das  Schwert  würgte  nicht
mehr.  Da  kamen  Hunger  und  Pest,  und  raffte  mehr  als  das  Schwert
dahin.  In  München  allein  starben  in  kurzer  Frist  15,000.
Max  selbst  weinte  in  Ranshofen  über  den  geichnam  seiner  Gemahlin
  Elisabeth,  4.  Januar  1055.  Dabei  lagen  die  Getreidfluren
unangebaut,  voller  Disteln  und  Dornen;  kein  Pflug  durchbrach
sie.  Wölfe  und  reißende  Thiere  zeigten  sich  auf  den  Schutthügeln
verbrannter  und  verlassener  Dörfer.  Mit  düsterm  Schmerz  sah
Maximilian  Bapyerns  unendliches  Leiden.  Es  zu  lindern,  lag  außer
  seiner  Kraft.  Er  konnte  sich  nicht  mehr  vom  Kaiser  treunen,
und  mußte  mit  ihm  den  Kampf  fortkämpfen.  Darum  beirathete
er  eine  Tochter  des  Kaisers,  Maria  Auna,  und  schloß  sich  dadurch
noch  näher  an  Ferdinand  an.  Dieser  starb  1057,  und  seinem  Sohne