Kummer 229
— —
Tas soeben erschienene neue Heft der „Miener
ode“ bringt, wie alljährlich um diese
t, eine reiche Auswahl reizender Handarbeit
für Weihnachten. Man versäume nicht, den
töteil der „Wiener Mode“ zu Hilfe
; —* wenn man an seine Weihnachtsgechenke
denkt. Man abonniert die „Wiener
Mode“ zum Preise von 3 Mark pro Quartal
in jeder Buchhandlung oder beim Verlage,
Wien VI/2, Gumpendorferstr. 87.
Ueber Land und Meer. In den neuesten
Nummern (5—8) dieser bekannten und beliebten
illustrierten Zeitschrift (Deutsche Verlags-Anstalt
Stuttgart) finden wir wieder eine Reihe
beachtenswerter Aufsätze. Was diese Artikel so
wertvoll macht, sind die seltenen Bilder, die sie
zieren. Wir erinnern nur an den Beitrag von
Dr. A. Moye: Beschützung der Kunstwerle im
Kriegsgebiet, womit in der Hauptsache Italien
gemeint ist. Auch die Vignetten zu der Heilbornschen
Abhandlung über das eiserne Geld
sind ebenso eigenartig wie unbekannt. Für Photographen
ist die Betrachtung über das Photographieren
feindlicher Stellungen geschrieben,
und wer die amerikanischen Herrschafien leunen
lernen will, die sich an den Kriegslieferungen
für unsere Feinde beteiligt haben, schlage das
Heft auf, das den Baumannschen Aufsatz: Die
amerkkanischen Kriegslieferungen enthält. Wie
und was eine Sanitätsfompagnie im Felde zu
arbeiten hat, schildert uns Karl Gengler; wie
August Heimbeck
Agnes Heimbeck
—. .
Vermähhlte.
llamenstackt Rosenhelm
80. November 1915.
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Rosenheimer Unzeiger
cs in der Engländerstadt in Ruhlelen bei Spandau
aussieht, weiß uns Dr. Alfred Gradenmitz
anschaulich zu erzählen. Ueberraschend reichhaltig
ist der Bilderschmuck, lebendig und zeitgemäß
sind die Titelblätter, von denen uns
zwei Darstellungen in das Ortlergebiet führen,
die gut zu dem Aufsatz: Der Krieg im Hochgebirge
passen. Eine der packendsten Originalzeichnungen
ist die von A. Dondé: Lanzen
zur Attacke gefällt! Auch Claus Bergens Bild:
Ausfahrt deutscher 1U. Boote und bulgarischer
Kriegeschiffe aus Warna wird gefallen. Die
unterhallenden Beiträge stammen aus der Feder
bedeutender Schriftsteller, von denen wir
nur Wilhelm Bölsche und Maxrim Hauschild
neunen. Mehr wollen wir nicht verraten: wer
Ueber Land und Meer noch nicht kennt, möge
sich eine Probenummer geben lassen.
Das eiseene Warhzeichen.
Mit Eisennägeln schwer beschlagen
Im Kirchlein sich ein Kreuz erhebt,
Und steht es erst seit etlich' Tagen,
Hat's doch schon recht viel Klag' erlebt.
Denn unter dieses Kreuzes Schatten
Tut mancher Schild von Braven kund,
Von ihrer Heldenfaust Ermatten,
Von der erhalt'nen Todeswund“.
Die junge Witwe schaut in Tränen
Den Namen, der so lieb ihr war,
Vorbei ist alles Hofsen, Sehnen,
Die Zeit enteilt, die Jahre schwinden,
Und Friede ist schon längst im Land,
Die Eisemägel aber künden
Noch immer von dem Weltenbrand.
Und vor dem Kreuze siehet wieder
Die Frau, sie führt an ihrer Hand
Ein Kind und beugt sich zu ihm nieder,
Erzählt vom Vater ihm und mahnt:
„Mein Kind, es waren schwere Tage,
Als du geboren warst zur Welt,
Noch hallte nach die Totenklage
Um ihn, der fiel und starb als Held.
In meinem Schmerz ließ mich vertrauen
Das „Gott mit uns“ am Kreuze dort,
Ich lonnte hoffend vorwärts schauen,
So oft ich las das heil'ge Wort.
Seitdemnm war Gott mit uns all’' Jahre,
Er gab mir immer neuen Mut,
Er, der ja zählt des Hauptes Haare,
Dat auch für uns gesorgt so gut.
Das halte fest für's ganze Leben
Donnerstag, 2. Dezember 1915
Er wächst heran; in später'n Jahren,
So oft er komm am Kreuz vorbei,
Spricht er zu ihm: „IJch will brurheen,
Was ich gelobt, stets fest und 1
Und er hat wacker auch gehalten,
Was er gelobt der Mutter schon,
In jungen Tagen wie in alten
War er der brave Heldensohn. G. D.
Spitzstein-Haus
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Auch EMEF können jederzeitdem Vereim ale Nit-Elieder
beitreten. Anmeldecheise hegen in cer Pal.
des „Rosenheimer Anzeigers“ auf.
Und dank ihm oft und inniglich;
Des Vaters Geist wird dich umschweben,
Bleib treu, und er wird segnen dich!“
Sie schweigt; und aus dem Mund des Kleinen
„Lieb’ Mütterlein,
Klingt's wie ein Schuur:
Vorbei das Glück nach einem Jahr. —
E,Stadt-Minematograph“.
Mutwoch, deu 1. und Donnerstag, den 2. November 1913
Henrliches Progrann.
Akten.
ist stets zu haben bei
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Abgabe von Praunen Nabattmarken bei Weißbrot
nund Landsbuterbrot.
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— Die nenesten Aufnahmen vom Kriegsschauplatze.
„Die Indierin““
„Ein Abschied auf ewig“.
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„Die Konservenbraut“ Ein glänzender Lustspiel-Schlager.
„„Es war ein Traum“ mit Erna Morena in der Hauptrolle.
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Ich will ein Heldenkind dir sein.“ — ..»».. m«c"·«
Bekanntmachung
über pie eltse anng der Breise für Wilb.
Vom 25. November 16012.
Auf Grund der Verordnung des Bundesrats vom 23. ktoher 191°
(Reiche Geseybl. S. 710) wird uder die Regelung der Wildpreise folgendes
bestimmt: 1.
Der Preis für Wild darf beim eriten Verkause für be'te Wate folgende
Sie ian überschreiten
und Dammm uͤd für 0.5 Kil -*- mit Decke Ma:7 °.60
doP Not für 0.5 Rilonramm ##t Mark (.70
bei Wildschweinen für 0.5 Rilogramn — eae (Schwarte) Mark 60.55
bei Hasen fur tuck mit Fell (B Mar! 3.7
bei Kaninchen für das Stück mit Fell is Mart 1
bei Fasanenhähnen fur das Siuck mit Federn Mark 2.50
bei Fasenhennen fur das Stuck mit Federn Mar' 1.75
Die Preise gelten nicht sur den Verkauf an den Verbraucher, soweit er
nicht Mengen von mehr al= 10 Kilogramm zum Gegenstande han.
2.
Insomeit fur Wild gemaßz § 4 der Verordnung des Hundesrat romn
28. Oklober 1015 (Reichs (Geseybl. S. 10) Hochltoreise fur die Abg
Kleinhandel an den Aerbraucher sengesetzt werden, dürsen sie a an
Waren solgende Sahe nicht uberichteiten:
bei Rot und Damimwild für C.5 Kilogremm Mar 1,.40
bei Rebwild für 0.9 Kilogramin Mark 1.8)
bei Wildschweinen fur 0. m# zramm Mark 1.10
lei Hafen fur das Siuck ohne Fenl Mark 3.50
bei Halen fur das Suck mit Fell Martk.
dein Kaninchen fur das Siuck ohne Fell. Moark 1.30
bei Kaninchen fur dan Stuck mu Feil Mark 1.00
bei Fafanenhahnen für das Stuck mit Federn Maik ½.50
bei Fafancubennen fur das Siuck mit Federn u 50
Vei aburichende- * der rund'r. cste gemah S der Vetorrnung
des Bundes Okiobr: 1015 (Rcichs 4 10)
trilt eine ripuhnere 2“ ung dieier B ein
3.
Diese Bemim-uung iritn imit dern 1. Deit##br: 1515 in Kraft.
Berlin, den 2. Nope#ber 101)0.
Der ueslbertrete des Wechslonlers:
brück
beiprioer Fluer VinshernKan l
Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenninis, doß wir
die zuletzt don Herrn Obers derwaltete Hauptagentur
heren Miolans Prell in Nosenhelm
Münchenerstraße We. 34
übertragen haben.
Mülnchen, 30. November 1915.
Die Generalagentur.
Unter Bezugnahme auf Obiges haltle ich mich zur Entgegennahme
von Berfücherungsanträgen gegen Brandschaden u. Einbruch.
diebstahl bestens empfohlen.
*r.l Prell, Bezirksagent.
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