nummer 72577
200 Mann sind ertrunken. In den Gefechten bei
Macva wurden englische und russische Gewehre
und Munition erbeutet.
Serbien beruft seine lehten Reserven
ein.
Berlin, 2. Nov. Aus Serbien nach Konslantinopel
gelangte Nachrichten besagen, daß
die Regierung infolge großer Nerluste die
Einberufung neuer Kontingente bis zum 50.
Lebensjahr anordnete. Die Erregung unter den
Mohammedanern und Bulgaren steige immer
mehr. Drei serbische Dörser in der Ungelung
von Köprülü seien durch bulgarisch-türlische
Banden zerstört worden.
Anarchische Zustände in Serbien.
Wien, 2. Nov. Aus Nisch wird über Sofia
gemeldet: König Peter ist schwer krank. An
geblich hat er ein Gehirnleiden. Er hält sich oftin
dem Badeorte Branja auf. Sein Zustand
soll kritisch sein, und man hat wenig Hoffnung,
daß der POjährige König völlig wiederhergetellt
wird. Der Thronfolger und Prinz Georg
zind verwundet. Der Thronfolger ist bereits
außer Bett und erledigt auch Staatsangelegen
beiten. Prin: Georg erlitt mehrere Verletzungen.
Der edle Prinz erhielt für sein tapferes Verbalten
eine hohe russische Auszeichnung. Re
serve-Armeen gibt es nicht mehr, sämtliche Truppen
stehen an der österreichischen Grenze. Es
lam #war eine russische Abteilung, doch für die
rankt man dem großen Verbündelen nicht. Die
russischen O ffiziere erteilen ihren serbischen Ka
meraden sortwährend Beselle und kritisieren
ihr lisheriges Vorgelzen. Der Preis der Le
beusmittel ist ins Ungeheuerliche gestiegen. Der
Gesundheilsustand ist sehr traurig. Es gibtl
laum Aer#te für die Verwundeten, und auch
Rußland lann keine Aerzte senden, denn auch
in der russischen Armee ist Aerztemangel. Die
Cholera hat 2000 Opfer gefordert. Auch vereinnelte
Pestfälle kamen vor. Die Todeszahl
der Verwundelen ist ungehener. Pasic ist se
unpopulär geworden, daß er sich kaum mehr am
die Straße wagt. Das im Verkehr befindliche
Weld ist russischen Ursprungs. Auch haben die
Serben noch keinen Bericht davon, daß Belgien
———
Der Deutsche Kronprinz bel den Bayern.
menhang und ist nur auf die Meinungsverschiedenheiten
zwischen Salandra und Nubini
zurückzuführen. Es heißt, in der auswärtiger
Politik werde keine Aenderung eintreten. In
gleichem Sinne äußert sich auch ein beachtens
werter Artikel des „Giornale d’Ttalia“, der
Eintrachte. überschrieben iit. und in dem es
u. a. heißt: „Die parlamentarisch- Krise wird
mit weitem Mliqk und grohßer Schnelligleit gelött
werden. Das Land, das seine ruhige, vertrauensvolle
Haltung zu Salandra bisher aufrecht
hielt, wird heute das gleiche Schan.
spiel der Ruhe und Ceschlossenheit geben. D
Parteien und parlamentarischen Gruppen er
den Manneszucht beweisen. Salandra wird
mit der Bildung des Ministeriums beauftragt
werden. Sein Ruf wird an Männer von gutem
Willen ergehen und lann nich: wirlungslos
verhallen. Es gilt, eine starke, gewissenhafte
und erleuchtete Regierung zu schassen.
Eintracht ist die erste Vürgschaft und das vornehmmste
Interesse für das Vaterland.“ Unter
den Männern, mit denen der Könmg die Lage
zu besprechen gedenk", werden vor allem Maufredi,
Marcoro, Giolitti. Sonnino, Luzzatti,
Corcano, Serchi und Vissolati genannt.
von den Deutschen erobert ist.
selbst russische Blätter dürfen nicht in das Land
inein. Die Soldaten werden äußerst mangelhaft
verpflegt, sie haben nicht einmal Winterbekleidung.
Die 8 auf dem Ballan.
Berlin, Nov. Eine hohe diplomatische
Perilickteit nhen sich über die Lage auf
dem Ballan wie solgt: Der Abbruch der Beiiehungen
zwischen Konstantinopel und Petersrurg
ist zwar für uns nicht unerwartet gekom.
men, aber er ist doch geeigne#t, die Lage auf
dem Ballan zu lomplizieren. Es liegt jedoch
kein Grunk vor, der gegenwärtig befürchten
ließe, daß eine Aenderung in Aussicht sleht.
Denn alle Balkanstaaten und ihre Regierungen
find entschlossen, an der Neutralität sestiuhalten.
Was Bulgarien angeht, so kommt allein
Serbien als Gegner in Betracht. Griechenland
hal am wenigsten Anlaß, aus seiner Zuzindbaliung
hervorzutreten, denn seine Intereisen
sind von allen Großmäch lten anerlannt
worden, und die aus polizeilichen und wirtschaftlichen
(Gründen erfolgte Besethung der epirotiich
allanischen Gebiete hat bei allen Mäch
len Villigung gefunden. Rumänien ist ebenjallo
gewillt, neutral zu bleiben, vorausgesetzt.
kan teine schwerwiegenden Umstände eintreten.
die es #u einer Aenderung seiner Hallung zwingen
lönnten. So verletten sich die Interessen
der drei neutralen Ballanstaaten gewissermaßen
einem Ring, dessen Elieder ineinandergreifen
und aneinander halten.
Der Buren-Aufstand.
Kapstadt, 2. Nov. Oberst Albert hat die
Ausstänk ischen " Distrikt von Lichtenburg geschlagen.
Solirische Kundichen.
Anslans.
Die italienische Kabinettskrise.
Köln, 2. Nov. Ueber Rom und Zurich
hier 1 Depeschen bestätigen, daß die
Ministerkrife eine weitere Folge des Wecchsels
im Kriegoministerium sei. Es wird angenommen,
daß Salandra mit der Neubildung betraut
werden wird, die spätestens Donnerstag erwarlet
wird. Gut informierte Kreise versichern,
Rulbini sei ein Anhänger der strengsten Neutralität
gewesen. Er meinte, Italien solle so
lunge aus der Neutralität nicht heraustreten,
als es nicht unmittelbar angegrifsen werde. Wegen
der bedeutenden militärischen Neuforderkungen
lam es zu einem Konflikt mit dem
Kriegsminister. In der Presse wird die Vermutung
geäußert, Salandra wolle die Gelegenheit
benützen, um dem Kabinett eine größere
Einheit bezüglich der allgemeinen Politik zu
geben. (J.)
Wien, 2. Nov. Die Ministerkrise in Italien
steht nach Angabe unterrichteter diplomatischer
Kreise mit dem Ausbruch der türkischrussischen
Feindseligleiten in 'einerlei Zusam-
Lerschlede#ne Nachrichten.
Meran, 2. Nov. (Auszeichnung eines Tiroler
Kapuiners.) Das Goldene Verdienstlrenz
mit Krone am Vand der Tapferkeitemedaille
in Anerkennung des tapseren und aufopsernden
Verhaltens vor dem Feinde wurde dem Pater
Taius, Mitglied der Nordtiroler Kapn zinerbprovinz,
verlsiehen. Pater Caius isl im Kapuinerkloster
Meran stationiert und steht jetzt als
Feldlurat im Felde.
Parie, 2. Nov. Der Temps meldet: Der
w#anhe Wise fent die Esffelktioftärle fur
1915 a 0 763 Mann Landheer. 11 096 Matrosen
in 3 Marine Infanterie sest.
EIIEIITTIIII
München, 2. Nov. Der Vegationsjelrelär im
Ministerium des K. Hauses u. des Aeußern, v.
Brentano, ist in die dentsche JZivilverwallung in
Belgien einberusen worden und hat jich beim
Thef der deutichen Zivilverwallung in BrusiTl
zum Dienstantritt gemeldet. Der bis zum
Ausbruch des Krieges bei der bayerischen e
sandtschaft in Pari= beschäftigte Legalionsseire
tär Freiherr v. Paxius ist bis auf weiteres
der- d#nal Gesandtschaft in Berlin zugeteill
w. 2. Nov. Von Seiner Königlichen
Hoheit dem Großherzog von Hessen im dem
Staatsminister des Innern für Kirchen:= u.
Schulangelegenheiten, Dr. von Knilling. das
Großzlreuz des Verdienstordens Philipps des
Grohßzmütigen verliehen worden.
Känchener Nenuipkeilen.
München. 1. Nov. In München üfl die erste
englische Kanone eingetroffen. Sie ist volllommen
komplett, gut erhalten und ähnelt in ihrem
Aeußeren sehr viel den banerischen Feldgeschützen.
Der Protzlasten war fast vollständig
mit scharfen Geschossen, wobei Kartusche und Geschoß
zu einer Patrone vereinigt ist, geladen.
Bauerische Aachtichlen.
Fürstenfeldbruck, 31. Olt. Bei Emmering
wurde die Leiche eines neugeborenen Kindes
gefunden. Die Leiche dürfte etwa drei Tage im
Wasser gelegen sein.
Osterhofen, 1. Nov. Der Lehrling Hans
Herbõch des Schneidermeisters und Mesners
Glashauser hatte sich letzter Tage zum Zwölfuhrläuten
ins Glockenhaus der Stadtpfarrlirche
begeben. Während des Läutens stürate plötzlich
das zentnerschwere Wewicht der Turmuhr
insolge Reißens des Seiles aus sehr großer
Höhe herab, vurchschlug drei Etagen und blieb
neben dem zu Tode erschrokenen Jungen liegen.
Mit dem Ausruf: „Eine Bomde ist auf den
Kirchturm geworfen worden!!“ stürzte der Lehrling
leichenblaß zu seinem Meister. Es ist wie
ein Wunder, daß der Zunge unverletzt blieb;
er hatte einen guten Schutzengel.
Melheim, 1. Nov. Der Postbote Bauer in
Tengn wurde auf seinem Postbotengang von
einem Unbelkannten angeariffen, der drei Schüsse
auf ihn abgab, von denen ciner Bauer an der
Ferie verwundele. Ein zweiter Schuß hatte die
Positaiche getroffen.
Langquaiè, 1. Nov. Als die Kaufmanns
witme Scharrer die Nachricht vom Heldentode
ihres Sohnes erhielt, traf sie vor übergroßem
Schmerze ein Schlaganfall, der sie augenbli#
lich tötete.
Lürnberg. 2. Nov. Größere Erfolge der
deunichen Wassen werden der Einwohnerschaft
in Zulunft durch drei Kanonenschüsse von der
Burg und durch Geläute der Kirchengloden angelundigt,
damit die Häuser sofort beflagg
werden können.
Beyerisches berlans.
Verchtesgaden, 2. Nov. Gestorben ist der
frühere langjährige Bürgermeisler, Privatien
Jalob Kerichbaumer im Alter von 91 Jahren
Die (Hemeinde haltte ihm für seine Verdienstt
das Ehrenbürgerrecht verliehen.
Cokaluachrichten.
Rosenheim, 3. Nov.
Auf dem Felde der Ehre Jefollen:
Wilhelm Hinderer, Inzanterist im 12. banerischen
Infanterieregiment 3. Komp., Sohn
des Herrn Wilh. Hinderer ier.
Das Eiserne Krenz. Das Eiserne Kreuz
wurde ferner verliehen dem Lauinamn im 4.
Magdeburg. Inf. Reg. Nr. 67 M. G. K. Hubert
Butsch, Sohn der W##arsehnde“
inspekiorewitwme Butsch, geb. Steinböck, in Ro
senheim.
Krieg und unausgebildeter Land
sturm. Es herrscht vielsach die Meinung, daß
die in den Liiten eingetragenen Jahresllassen
des unausgebildeten Landütnems noch
einberufen werden. Hie zu wird von militä
riseher Seite mirtgeleilt, daß vorläufig nicht
daran gedacht wird. Für den Truppeneriatz
lommen zunächu die Rekruten des Jabrganges
1314 in Betracht, von denen ein weilerer Teil
anfangs Oczember einge zogen wird. sowie weiiers
die Relruten des Jahrganges 10915, deren
Einberniung bereits in den ernen Monaen des
nenen Jahres erfolgen dürfte. Di: Aurbil
dung der Relrulen beaufurucht io sehr vie
zur Veriugung i#uehenden Ausbitdungekräfte,
daß es nabezu unmoglik i'l, noch Leuie des
unausgebildeten Landilurms für der Kriegs
dienst heranzubilden.
die
Zudem unnd diese Leuir,
schon bei der Rekrutierung nicht als militärtanglich
befunden woroen lind, wenig geeignet
für den Heeresdienst; es lbnnte nur
sein, daß einige Leute, die enliprechend ihren
Kenntnissen und ihrem Beruse für gewisse
Dienstleistungen, z. B. im Intendanzurweien.
als geeignet erscheinen, eingesogen werden. Im
allgemeinen muß wiederholt allen unausgebil
deten Landsturmleuten dringeno empfohlen
werden, ihre Stellungen wegen Militäcpflicht
nicht zu kündigen oder zu verlassen. Auch die
Arbeitgeber mögen derartige Lente ruhig meiter
beschäftigen, oder in Dienst nehmen.
Unpfändbarkeit der Kriegsunterstützungen.
In einer Ministerialentschließung
über die Unterstützung der Familien von Kriegs
teilnehmern wird u. a. beilimmt: Die gesetzlichen
Unterstügungen und die gemeindlichen Erholtungen
dazu können nicht abgetreten, nicht
aufgerechnet, nicht verpfändet und nicht gepfändet
werden. Sie dürfen daher auch nicht
zur Tilgung von Stenern, Umlagen oder anderen
öffentlicken Abgaben zurückbehalten oder
gemindert werden.
25jähr. Priesteriubiläum- Der hoch
verdiente Leiter des Vollsverels für das latholische
Deutschland, Herr Generaldireltor Dr
Pieper, hat am 23. Okt. in aller Stille sein
25jähr. Priesterinbiläum gefeiert. An dem
Aufblühen des Volksvercins, der jetzt 800 000
Mitglieder zählt, hat Dr. Pieper den hervorragendsten
Anteil. Er gehört jowohl dem
Reichstage als auch dem preub. Abgeordnetenhause
an, wo er in sozialpolitischen Fragen ala
erste Autorilät gilt.
MilIch, J. Hovssber 19514
Der Winterfohrplan hat mit dem
2. November eine wesentliche Erweiterung ersahren.
Wir verössentlichen die jür Rosenheim
und Umgebung hauptsacklich in Betracht lommenden
Strecken in der hentigen Nummer,
worauf unsere ge esch aßgten Leser leionder; auf.
merlsam gemacht seien.
Ehrenvolle Auszeichnung. Oin.Thomaos
Hinterstocker von Schloßberg wurde durch
Seine Majestät den Konig das Militär Verdienstkreuz
3. Klasse mit Schwertern verliehen.
Während einer Schlacht auf dem wesilichen
Kriegsschauplatz war die ganze Bedienungsmannschaft
seines Geschütes lsampfunfähig gemacht
worden. Hinterstocker bediente sein Ge
schutz allein noch weiter und konnte noch 32
Schuise abgeben. Hinter'locker war lis ## seinem
Einrucken Zimmermann beis de: Firma
F. P. Hamberger und Vorstandemitlled de?
Burschenvereino. Unsern Glück##nsch!
Warnung vor falschen Zwanzig-Markscheinen.
Die Münchener Polizeid:
rektion ermahnt zur Vorsicht bei Einnahme
von Zwanzig-Markscheinen und Tittet, wenn
jemand solche anbieten würde, um Morsich:.
Der Warnung geht eine Meldung mit, die die
Polizeidireltion aus Saarbrücken erhi#lt. wo
ein Z8jähr. Mann beim Kauf von Schuhen
mit zwei falschen Zwanzig Marlscheinen 2ahlte
und entkam. Diese Scheine sind von grobem
Pergament gemacht und plumver a#ls die echten
gedruckt. Es fehlt bei den falschen Banknoten
der Ausdruck: „Wer echte Ban'noten nachahmt
oder verausgabt, wird beßroft. Auch in der
Aufdruck „NReichsbanknote'“ verstümmelt gedruckt
und fehlt der bei der etzten Vanknote
achtmal ausgedrucle Vermerk „.20 Mark.“
Laistkraftwagen. Dem Vernehmen nach
veriuchen Händler Lankraftlwagen ausländiichen
Ursprungs zu verhaltmniemäßig hohen
Preisen in Deutschland zu verkanf n. Es wird
darauf bingewiesen, daß alle derarligen Wagen
auf Grund des Kriegsleiftung:geseßes ausgehoben
und für Heererzwecke nunvar gemall#t
werden lönnen. Der Abschagung wird keinesfalle
der bezahlte Preis, sondern lediglich
der reine Zeilwert zugrunde gelegt.
Viehzählung am 1. Dez. 1914. Eine
Bekanmmachung des Minister; de: Innern
besagt: Nach Beschluß des Bundesrats hat am
1. Dez. 1914 eine Viehzählung ftattzufinden.
Die Erhebung erstreckt sich auf Pierde tohne
Militärpferde). Rinder. Schweine. Schafe u.
Ziegen. zu zählen find die Piepnen
der Nacht vom 80. Nov. zum 1.
in den einzelnen Haushallungen hehesn
Schlachthaus. Vergwerk #s.) vohonde sind,
ohne Unterschied, ob fie dem Haushaliungevoriland
oder einem anderen, ob jsie einem
oder mehreren Eigeniumern Jehore't. Nur vorübergehend
tauf Reisen, Fuhren uru.) abwesendes
Vieh in bei der Haushaltung mitzuzählen,
zu der es gehört. dagegen dor:.
2s nur zufallig und vorübergehend aunwes
i. nicht zu berücksichtigen 1 W. das in eihven
Wirthaus vorubergehend eingestelt: iteme
Vieh). Auf längere Zeil, nämlich fur 1a naer
als eine Woch: eingenellter Vieh in w'ie eige
ne: zu behandeln. Die Erhebun wird gemein-=deweise
ron den Gemeindebehorden dur##ße#.
juhr!. Soweit reranlatzt, it der ieeinde
bezir: in mehrere Zahibe zirle eirzuleilen. die fur
den gamzen (Cemeindebezir! durchlaufend zu
numerieren ĩind. Einem Balier tun;
lichin nicht mehr als 63 72 Viehgattungen
zugetei werden.
„dös is notsowicht:
La- id- turmleute lurzlich von Oratena:
zirlskommando Deggendorf 'uhren.
aus jeinem Rucksack eine großn#
Schmal lertabal beraus und bot diltien sei
nen Kriegskameraden an mit den Workl#en:
„Dieser muß hin sein. bie wir nach Deggen:
dorf lommen!“ Einer der Ranlera## #
er moge sicn doch fur spatere TLage davon
einen Vorrat aufheben, worauf der Spender
entgegnete: „Jhab ja no füun solche Bladern
bei mir!“ Ein anderer Kamerad ftagte
den ..Schmai“ Besitzer,. ob er warme Hemden
und Unterhosen bei sich habe, woraui ihm
entgegnet wurde: „O, doanr is nöt so wichti!“
Feldpostbriefe und Feldposlkarlen.
Rosenheim.
Herr Orgelbauer Hadl erhielt von
Sohne folgenden Feldpostbrief,
--ollen
W# knebrere
zum e
on einer
Blase mit
3. Rav.
seinem
den wir (nach
Genehmigung durch das sielld. (rnerall#e#
mando unter dem 23. Ollober) bi# vdet—-össentlichen:
Meine lieben Eltern! Teile Euch nun einen
lurzen Bericht uber unsere lenzte Lage mi
Am 13. Sept. 1914 veriteßen wir, große
Mariche vor Augen habend, das schöngelegene
Dorf Lopyers in Belgien. Das mar der lebte
längere Aufenthalt (7 Tage) für uns. Die
Leute waren dort sehr freundlim. Wir lonnten
uns Butier, Eier, ufm. kansen. Hier und da
traf uns ein „Hendl“ in den Feldlessel hinein
und jo leblen wir dor: nicht schlecht. Nun
aber lamen die großen Märsche. Morgens um
halb 3 Uhr war Abmarsch au- unserem herr.
lichen Heutadel. Mir marcchierten in zugi
gem Tempo die düstere Nacht hindurch. Se-