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it Silber empfängt, dem Namen nach mit altem Gelde bezahlt,
eber in Wirklichkeit erhält er ca. 20% Metallwerth weniger,
els er zu fordern hat. Wenn der Arbeiter hiervon nichts
tierkt, so rührt dies lediglich daher, weil der erste verfehlte Gewalts
reich sofort einen zweiten gesetzlichen Gewaltstreich nothwendig machte,
nämlich den Zwangscurs für die Silbermünzen, kraft dessen jedermann
in Deutschland nicht nur unsere silbernen Scheidemünzen, sondern auch
die noch vorhandenen alten Thaler zu ihrem Neunwerthe also für vollderthig,
was sie nicht sind, annehmen muß').
Wenn daher durch Einführung der Doppelwährung die Nachfrage
nach Silber und damit sein Preis soweit steigt, und gleichzeitig wegen
ter verminderten Nachfrage nach Gold, dessen Preis soweit siukt, daß
hierdurch das alte natürliche Werthverhältniß, 1:15½). wieder
zergestellt wird, alsdann empfängt nicht nur der Arbeiter, sondern
edermann, wenn er in Silber bezahlt wird, den vollen
(Metallwerth, den er zu fordern hat, während er ihn zur Zeit nur
scheinbar erhält.
Die Art und Weise wie Herr Dr. Bamberger die Sache darstellt,
lönmte zu der Meinung verleiten, die Arbeiter würden durch Einführung
ler Doppelwährung in zweifacher Weise geschädigt, denn einmal würde
aas Geld, welches sie als Lohn eipfingen, weniger werth, und zum
nudern würden ihre Bedarfsgegenstände theurer, allein dem ist nicht so;
sienn die beiden Redensarten: „das Geld wird billiger“ und „die
-Bedarfsgegenstände werden theurer“, oder auch umgekehrt, besagen Eines
mo dasselbe, weil das Billigerwerden des Geldes gleichbedeutend ist mit
dem Theurerwerden der übrigen Bedarfsgegenstände. Daher empfinden
jie Consumenten das Billigerwerden des Geldes nicht etwa in doppelter
Peise, sondern sie empfinden es nur einmal nämlich dadurch, daß
ie von ihrem billiger gewordenen Geld nunmehr für die zu kaufenden
(Bedarfsgegenstände mehr hingeben müssen, d. h. daß diese theurer gevorden
sind. Wenn aber die Preise aller Bedarfsgegenstände steigen,
'o steigen auch die Verdienste ihrer Produzenten und Fabrikanten, wojurch
diese dann in die Lage versetzt werden, die Löhne ihrer Arbeiter
rhöhen zu können, und daß dies auch wirklich geschieht, dafür sorgen,
vie die tägliche Erfahrung lehrt, die Arbeiter schon selbst.
Das schlimmste, was dem Arbeiter begegnen kann, das sind nicht
twa hohe Lebensmittelpreise, auch nicht niedrige Löhne, sondern es ist
sie Arbeitslosigkeit; bei ersteren kann er doch sein Leben wenigstens
* Vgl.: Die Goldwährung Seite 58 ff.