Full text : Rosenheimer Anzeiger. 60. Jahrngang (60)

ummer  30

Rosenhelmen  Anzelgen

Freitag,  #  6.  Februar  1914

 

en  zu  sich  zu  t  Hostafel  gela-Die

  Tasel,  die  im  Hofballsaale  stattfand,
Hie  150  Gedecke.  Die  Tasel  selbst  war
eic  mit  Aussätzen  und  Blumen  geschmückt.  Rechts
e  links  von  dem  König  saßen  der  Präsidene
Abgeordnetenkammer  fr.  v.  Orterer  und

"5rn  Vizepräsident  von  Fuchs.  Weiter  schlos-;äsich
  nach  rechts  bezw.  linko  an  die  Staatseiuster,

  die  übrigen  Mitglieder  des  Direktoums
  der  Kammer,  die  Vorsiczenden  des  Austüsse
  und  die  Fraktionevorstände,  sowie  dieAbrordneten
  der  einzelnen  Fraktionen.  Mit  Ausahme
  der  ZSozialdemokraten.  Außerdem  wan
  noch  geladen  der  Bureauvorstand  der  Kam-„

  der  Abgroroneten,  Oberregierungerat  Will,
der  Vorstand  des  Stenographischen  Insti-6

  beim  Landtage,  Regierungsrat  Geistlicher
r  Aesen  Alteneder.

Sozlale  Runoschau.

4.  Kebr.  Der  Geburtenrückin
  der  Budgetlommission  des
zeuktischen  Abgeordnetenhauseo  vom  Dienstag
u  wgenstand  einer  längeren  Erêrterung.
er  er  Negierungsvertreter  ertlärte,  daß  des  unrine
  Nthältnie  zwischen  Geburten=  und
slerbezahl  rapid  zunehme.  Es  gebe  schon
vric.  uo  die  Slerbezahl  größer  sei  als  die  Getcnzabl.
  Ein  Nückgang  der  Eeburtenzahl
ge  lich  lefonders  in  den  größeren  Slädten
1d  in  den  Industriebezirken  und  namentlich  unr
  der  handarbeitenden  Bevölkerung.  Der
rgang  der  Geburtenzahl  trete  in  allen  Kultländern
  hervor,  in  Europa.  wie  in  Amerilka.
ieier  Nuckgang  sei  nicht  auf  die  #  Daahme  der
#ollstrait  zurückmführen.  In  dieser  Benieng
  sei  vielmehr  ein  Fortschrilt  zu  tonanieren,
bei  dem  Aushebung:  geschäft  zutage  tret
zeige  sich.  daßß  die  Körperlänge  Maiehmeeiner
  Mrelendung  der  Massen  lönne  keine
1.  Die  durchschnillliche  Lebens  haltung
esier  *  früher  und  niemal:  seien  so  Wonig
eur  aus  Deutschland  ausgewandort  mit  jetzt.
arfache  iei.  daß  der  Durchschnitt  der  Bevölkern
  beserebt  sei,  die  Zahl  dec  Kinoer  zu  verindern.
  Eine  solche  Volkskrankheit  sei  durch
lelizeimasnahmen  nicht  zu  beieitigen,  wohl  aber
be  es  andere  Mittel  und  Wege,  ihr  entgegen-’nclen.
  In  der  Bevêllerung  wisse  man  gar
#.  eine  mir  große  Anzahl  junger  Mädchen
nd  Frauen  zugrunde  gingen  oder  schwer  erl#t  aul.
:  infolge  der  Mittel  zur  Besfeitigung  der
angersckest.  Der  Handel  mit  Milcin
  zur  Verhütung  der  Empfängnis  müsse
:  Auge  gesaßt  werden.  In  dieser  Beziehung
allen  die  Nachforschungen  zu  ganz  unglaubchen
  Ergebnissen  geführt.  Die  Händler  schick-:
  bei'pieleweise  an  ganze  Beamtenlategerien
lurzlich  an  die  Postbeamten  —  diese  Mitund
  versprächen  denjenigen,  die  größere
Tüchungen  alautrierten,  größere  Prozentsaye.
ie  umfangreichen  Erhebungen,  die  über  den
ackgang  der  Geburtenzahl  angeordnet  worden
ien,  jind  in  ihren  Ergebnissen  gesammelt
orden  und  sollen  zu  einer  Denkschrift
tatbeitet  rerden.  Außerdem  ist  in  Aussicht
znommen,  die  Vereine  zur  Vekämpfung  der
äuglingesierblichkeit  zur  Aufklärung  heranzu-Perschiedene

  Nachrichken.

Verlin,  4.  Febr.  Berlin  hat  auch  im
ayre  1013.  wie  in  den  vorhergegangenen
a#ten,  nach  den  vorliegenden  sialistiscken  Erüleiungen
  einen  großen  Verlust  an  sleuerajiigen
  Zensiten,  besonders  an  Millfonären,
buchen.  Es  zogen  im  vergangenen  Jahre
i  60  977  Steuerzahler  zu,  dagegen  61  374
b.  gezen  66  453  bezw.  82  198  fm  Jahre  1912.

Verlin,
aug  bildele

vl#%

 

  

 

 

 

 

Schloß  Hiederstein.

Die  Besitzer  des  Schlosses  Biederstein,  die
Hetrzoge  Siegfried,  Chrisioph  und  Luitpolo  in
Bayern,  beabsichtigen,  ihr  Besitztum  in  absehbarer
  Zeit  zu  veräußern.  Wie  bekannt,  baut
sich  zurzeit  der  jüngste  der  Söhne  des  verstorbenen
  Herzogs  Mat  Emanuel,  Herzog  CLrit
Gäte  am  Ringberg  bei  Tegernsee  ein  gigenes

Schlos,  das  im  Sommer  fertiggestellt  sein
wird;  der  b%  wird  dann  seine  gant  Haus- 



baltung  in  das  neue  Schloß  verlegen.  Mit
dem  Schloß  Biederstein  bei  München  ist  ein
Erundbesitz  von  52  Taguerk  verbunden,  der
teils  aus  dem  herrlichen  Park,  teils  aus  Parlen,
  Wiesen  und  Geldern  besieht.  Dos  althisterische
  Schloß  mit  semen  großen  Parkanlagen
wurde  von  König  Marimilian  l.  als  Landoaufenthalt
  benützt  und  nach  seinem  Tode  häutig
  von  der  Königin  Karoline  bewohnt.

 

Jahre  wie  folgt:  Es  zogen  16  Personen  mit
mehr  als  50  000  Mk.  jährlichem  Einlommen
lort  und  nur  26  zu.  In  der  nächmen  Steuersiufe
  ist  der  Verlust  noch  bedeutend  größer.
Von  Steuerzahlern  mit  einem  jährlichen  Einlommen
  von  25  500  bis  50  000  Ml.  zogen  nur

6  nach  Berlin,  dagegen  105  fort.  Verlust  69.
der  nächsten  Steuerstuse  ist  ein  Verlust
von  62  Zensilen,  in  der  dann  solgenden  Stufe
von  72  Zensiten  vermerlt.  Er  sieigt  von
Stuse  zu  Stufe.

Wiesbaden,  3.  Febr.  Der  bei  der  hiesigen
  Inlagsabeel  der  Chemischen  Fabrit  Kalle
u.  Co.  in  Biebrich  angestellte  Kassenbote  Helserich
  isl  einem  Raubmorde  zum  Opfer  gefallen.
Lelferich  wurde,  wie  sich  jetzt  herausstellt,  am
Samstag  abend  von  drei  maskierten  Räubern,
  die  davon  Kenntnis  erhalten  hatten,
daß  er  eine  größere  Summe  für  die  Lohnauezahlungen
  holen  mußte,  auf  dem  Rückueg
von  der  Bank  überfallen  und  getötet.  Die
Räuber  entrissen  ihm  seine  Geldtasche;  doch
fanden  sie  kein  Geld,  da  Helferich  den  abgehobenen
  Betrag  von  der  Bank  dem  Kassierer  bereit?
übergeben  hatte.

Heilbronn,  4.  Febr.  Hauptlehrer  Wagner,
  der  16sache=  Mörder  von  Mühlhaufen  und
Degerloch.  ist  infolge  Beschlusses  der  Straflammer
  im  Einverständnie  mit  der  K.  Stoatsanwaltschaft
  außer  Verfolgung  geset  und  für
dauernd  in  eine  Irrenanstalt  überführt  worden.

Petersburg,  4.  Febr.  In  Semiplatinsk
(Süöhsibirien)  lieserten  sich  Bauern  und  Kirgisen
eine  förmliche  Volksschlacht.  300  Mann  nahmen
  mit  Keulen,  Heugabeln  und  Knüppeln  bewaffnet
  on  dem  Kampfe  teil.  Personen
wurden  getötet,  60  mehr  oder  minder  schwer
verletzt.  «
London,  4  .  Febr.  Der  Streik  der  Volksschullehrer
  in  der  Grasschaft  Hereford  hat  gestern
  noch  eine  weitere  Verschörfung  erfahren.
Auch  die  Schüler  meigern  sich  nun,  ihren  Arbeiten
  nachzukommen.  Die  Regierung  wollte
die  streilenden  Lehrer  durch  Hiliskräfte  ersetzen.
aber  die  Schüler  weigerten  sich,  oiese  anzuerlennen.
  In  verschiedenen  Schulen  sino  die
HSensteischeiben  eingeworsen  worden.  Die  Schuler
  weigern  sich,  die  Schule  zu  besuchen,  bis  die
alten  ehrer  wieder  zurütgelehrt  sino.

Münchener  Neuigkeilen.

München.  4.  Febr.  Frau  Prinzessin-Wiln#:
Arnulf  von  Bayern  hat  die  Inhaber  der  Münchner
  Koch  berd-  und  Ofenfabrik  F.  Wamosler,  die
Diplom-Ingenieure  Dr.  Frin  und  Karl  Wamsler,
  d  Hojlieferanten  ernannt.

hen,  4.  Febr.  In  jeiner  Wohnung  an
der  Sce  hat  sich  heute  Nachmitlag
  ein  Chamseur  erschossen.  Das  Motiv  zur
Tat  inunbelannt.  Heute  gegen  Mittag  en:stand
in  einer  chemischen  Fabril  an  der  Hochstraße
durch  lleberlaufen  eines  gejüllten  Kessels  ein
Brand.  Dabei  war  ein  15jähriger  Lehrling,
der  beim  Ausbruch  des  Brandes  hinter  dem
Kessel  gestanden  hatte,  gezwungen,  durch  die
brennende  leerige  Masse  hindurchzuwaten,  um
sich  in  Sicherheit  zu  bringen.  Er  erlin  dabei  so
schwere  Verbrennungen,  auch  im  Gesicht  und  an
den  Handen,  daß  er  in  das  Krankenhaus  verbracht
  werden  mußte.

Bayerische  Nachrichten.

ürnberg,  4.  Febr.  Heute  früh  1:7  Uhr
wurde  Ecke  der  Raab=  und  Fürtherstraße  der
Eisendreher  Aoolf  Beyer  von  einem  Automobil
nderfahren  und  so  schwer  verleyt,  daß  er  auf
dem  Tran'vort  ins  Krankenhaus  starb.  Eig:-nes
  Verschulden  scheint  vorzuliegen.

Schwabach,  4.  Sebr.  In  dem  Dorfe  Winkelhaid
  überfiel  der  26  Jahre  eall#e,  erst  seilt
einem  halben  Jahr  verheiralete  Bauer  Georg
Hirschmann  seine  Dienstmagd  Heidinacjelter  in
der  Scheune,  warf  ihr  einen  Strick  umn  den
Hals  und  wmollte  6  auf  dem  Heuboden  aufhängen.
  Dabei  wurde  er  blönlich  von  einer
Ohnmacht  vrfellen,  so  daß  er  sein  Vorkaben
nicht  ausführen  konnte.  Die  Magd  die  sich  verzmeiselt
  gewehrt  hatte,  lief  sofort  zum  Bürgermeister
  und  erstattete  Anzeige.  Hirschmann
war  inzwischen,  wahrscheinlich  durch  die
Aufregung,  so  schmer  erlrankt,  daß  von  seiner
Nerhaftung  vorläusig  Abstand  genommen  werden
  mußte.  Er,.  sowie  die  Dienstmagd  hatten
lei  dem  Kompfe  Kratzwunden  das  bongrtkoen.
Wie  man  hört,  soll  das  Dienstmäochen,  das
jer  Tage  seinen  Dienn  verlassen  wollte,  lich  u
anderen  Umständen  befinden.  Ob  die  Tat

 

des  ascmäller  damit  in  Verbindung  stehk.
ist  noch  unaufgeklärt.  Die  chwister  des
Hirschmann  sind  geislesbeschränkt  und  in  Heilanstalten
  untergebracht

Zarburg  i.  R.,  4.  Febr.  Ende  Januar
siellte  sich  bei  der  Genoarmerie  in  Harburg
der  Feilenhauer  Max  Lommel  von  Remschcio
mit  der  Beschuldigung,  er  habe  einen  Mord  begangen.
  Lommel  gab  an,  daß  er  im  Februar
1913  bei  Höchst  mit  zwei  Hellern  einen  Arbeiter
ausgeraubt  und  den  Mann  dann  in  den  Main
geworsen  habe.  Lommel  wurde  dem  Amtsgericht
  Donauwörth  vorgeführt  und  es  kind
Erhebungen  im  Gange,  inwieweit  die  Angaben
des  Verhafteten  der  Wahrheit  entsprechen.

Stockstadt  (Main),  4.  Febr.  Der  seit  acht
Tagen  veimißte  Landwirt  Josef  Gerlach  ist
heute  zwischen  Stockstadt  uno  Mainflingen  am
Fluß  erfroten  aufgefunden  worden.  Die  Leiche
lag  am  User  mit  dem  Gesicht  auf  dem  Eise.
Anscheinend  wollte  Gerlach  Selbstmord  bege
hen.  Was  den  wohlhabenden  Mann  zu  diesem
Entschluß  getrieben  hat,  ist  noch  nicht  bekannt.

das  schützenfest  in  Neubenern.

Neubeuern,  4.  Febr.

Begünptigt  durch  die  prächtigen  Wintertuge
sand  unter  zahlreicher  Beteiligung  hie'ger  fsowie
  auswärtiger  Schützen,  120  an  der  Zahl,
das  auf  1.,  2.  und  3.  Februar  senngesegte  Königs=
  und  Jubiläumsschießen  siatt.  Der  grobße
Theatersaal  im  Gasthaus  zum  Schloß  wurde  in
eine  großzügige  Schießstätte  verwandelt,  geschmackvoll
  dekoriert  und  praktisch  eingeleilt,
U#rüber  von  sämtlichen  Schützen  volles  Lob
ausgesprochen  wurde.  er  von  Herrn  Schloßgärtner
  Müller  in  sachmännischer  Weise  zusambrngestellie
  Ehrengabentempel  war  mit  42  werl.
vollen  Preisen  versehen.  Sie  machten  auf  iedes
  Schützenblut  den  Eindruc,  sich  mit  Fleitz  an
dem  Schießen  zu  beteiligen.  Jortung  sorgle
fur  eine  zufriedenstellende  Verteilung  der
Freiie.  Vor  Beginn  der  Preisverteilung  hielt

Schutzenmeisier  Mar  von  Egloffstein  eine
unies  Ansprache,  wobei  er  das  feste  Zusammenhalten
  der  hiesigen  Schühengeseilschaften  herhob;
  er  sprach  den  Dantk  aus  für  die  hahlreiche
Beteiligung,  sowie  den  Spendern  der  Ehrengaben.
  as  von  ihm  auf  König  Ludwig  ausgebrachte
  Hoch  wurde  begeistert  ausgenommen.

 

Folgende  Herren  Schlen  haben  lich  nacksiehende
  Preise  erwor

Königs=  und  Jaubilcumestenteè  1.  Meier
Hans,  Neubeuern:  2.  Manyer  Stefan,  Raubling;
Z.  Fellner  Franz;  1.  Hofhammer  And.,  Ro'enheim;
  5.  Maier  Taver;  6.  Buchauer  Mick.,
Oberaudorf;  7.  Schmid  Jeieb  Fischbeach:  8.
Scherer  Peler,  Reischenhart:;  Adamer  Woklfhang,

  Nußdor';  10.  n  uer  N.;  11.  Heiß
Jos.  Neubeuern:  12.  Danner  Ggq.;  13.  Thänklin
  Ludwig;  14.  Weiler  Ferdinand;  15.  Hollinger

  Joh.,  Altenbeuern;  16.  Berger  Ferd.,
Prien;  17.  Bender  Erich,  Neubeuern;  18.  Thaller
  Ludwig,  Rosenheim:;  19.  Maier  Jos.;  20.
Nägele  Konrad;  21.  Lobendank  Jos.,  Aibling:
22.  Piginger  Franz:  23.  Kaiser  G.,  Aschau;
24.  Wolf  Johann:  25.  Kleinmeier  Jolz  Oberaudorf;
  26.  Robeus  Jol.,  Nofenheim;  2  27.  Poul
B.,  Neubeuern;  23.  Oberndorfer  Ludwig:  29.
Reiter  Pantalcon,  Brannenburg;  30.  Paul
Franz,  Altenbeuern;  31.  Dr.  Rilter,  Oberaudorf;
  32.  von  Egloffüein,  Neubeuern;  33.  Kloo
Peler,  Rosenheim;  3  1.  Liegl  Konrad.  Neubeu.
ern;  35.  Krammer  Georg:  36.  Feicht  Joh.,
Fischbach:  37.  Weidinger  Karl,  Haimhausen;
38.  Eberle  Karl;  39.  Gschwendtner  J..  Oberaudorf;
  10.  Heiß  Franz,  Altenbeuern;  11.  Ja
nosff  Gabriel;  32.  Jakob  Hans,  Neubeuern.

 

wer  Verlust  Beclins#beziffert  sich  im  vorigen

   
      
   
 

.  h  k«  m)  mich  lieber  meines  Anteils  an
Schatze,“  antwortete  er  mit  warmem  Tonc,
*  von  den  Augen,  die  halb  bittend,  halbd
  auf  ihn  blickten.  „Wenn  Wade  aber
zuuheu  gesprochen  hat,  so  stellen  die  Steine
eucrmen  Reichium  dar;  und  das  Vlut  locht
im  Leibe.  wenn  man  bedenkt,  daß  das
jo  alaltblütig  entrissen  werden  soll  von
lch  einem  Schurlen.“

„Aber  denlen  Sie  nur  an  das  Unheil,  daß
SEleine  sast  uber  jeden  gebracht  baben,  der  mit
nen  in  Verüindung  war,  sagte  sie  traurig.
der  arme  Wade,  der  Matrose,  beide  musten
abten  und  auch  Papa  war  in  großer  Geshr.
n  jind  so  alucllich,  daß  wir  wieder  beisammen

Uapa  und  ich.  Sind  die  Steine  wirklich
daeß  man  um  ihretwillen  so  viel  we-  agi?“

Er  wollte  gerade  autworten,  als  Charters
eiten  Stück  Papier  in  der  Hand  eiligst
irder  eintrat.

e

t
B

„Lesen  Sie  das  dal“  rief
unerenk.
Auson  nahm  das  Papier  und  las:
Colombo.

Wenn  Sie  llug  sind,  fahren  Sie  mit  dem
ichsten  Schisse  nachhause.  Es  geht  heute  ab.
h  hale  die  Opale  und  Sie  werden  sie  nie  von
elangen  lonnen.  Sie  sind  mein,  weil  ich  sie
auemem  2  Besitz  habe.  Sie  können  mir  nicht  benien,
  daß  ich  sie  nicht  mit  Recht  besitze;  der
6#ô  Weg,  durch  den  Sie  je  hoffen  G#mnen,  sie
„erlangen  —  ist  Gewalt!  Muß  ich  Sie  daran
innern.  daß  man  Gewalt  wier  mit  Gewalt
gegnen  lann?  Sie  h'ben  eine  Tochter.  Ich
P*rP  A#nz  allein  in  der  Welt  da.  Sie  setzen  mehr

Erpiel  als  ich  und  ihr  Risiko  ist  größer  als

mneine;  das  Ihrer  Tecbiirr  aber  ist  noch

einr  als  mein  und  Ihr  Risiko.= 



Anion  ba
ru  allte  die  F  Wi.  als  —  dieses  Schreiben  zur

las.  Ir  diesem  Momeme  würde  er  seinen  Mr
an  den  Opalen  mit  Freuden  dafür  eingelauscht
haben,  wenn  er  DTurand  nur  fünf  Minuten  Lng
unter  vier  Augen  hälle  sprechen  löonnen.  Das
war  ja  um  Verrücktwerden,  daß  er  nun  gar
Csielle  bedrohle.  Anson  schaute  Charters  an.
dessen  Augen  ihm  mit  zornentflummien  Blicken
antworteten.  Gefahr  hin,  Gefahr  her,  sie  duriten
und  klonnten  sich  nicht  wie  lleine  Kinder  einschüchtern
  lassen.  Sie  waren  ja  zwei  genen  einen.
Aber  auf  Eslelle  mußte  man  gut  achten.  Sie
durfte  das  Hotel  nicht  verlassen,  da  war  sie
wenisstens  sicher,

Estelle  wollte  nicht  zugeben,  daß  Anson  ihren
Vater  allein  zum  Schisse  gehen  lasse,  da
Ausdruck  ihrer  Gesichter  sie  erraten  lieh,  daß  die
beiden  Männer  Nachricht  von  Durand  erhalten
baben  mußten.  So  wurde  sien  denn  unter  der
Obhut  einer  jreundlichen  alten  Dame,  drren  Belanntschaft
  Anson  auf  dem  Schife  gem.  icht  hatte
und  die  entzückt  war,  solch  ein  liebliches  junges
Geschöpf  behüten  zu  können,  zurückgelussen  und
Auson  und  Charters!  machten  sich  auf  den  Weg.

Sie  hatten  die  Straße  noch  kaum  erreicht,
als  Charters  plötzlich  inen  Sprung  machte.  „Was
für  cin  ungeheurer  Narr  bin  ich  doch!“  schrie  er
und  schlug  sich  an  die  Stirn.  „Ich  verdiene  ja
nicht  einmal  solch  ein  i  Glück!“  und  er  begann  zu

Anson,  der  ausgeregt  um  sich  blickle,  um  die
Ursache  dieser  plötzlichen  Bewegung  zu  suchen,
konnte  jedoch  nichts  ungewöhunliches  bemerlen  und
solgte  Charters  neugierig  nach.

Allmählich  wurde  Caner  Lauf  wieder  lang,
samer,  er  zog  eine  Zigarette  beran  und  sucht
in  allen  Taschen  nach  einem  Streichholz.

zm  ein  Haar  wäre  er  mir  bole,  menl--sließ
  er  noch  atemlos  Pror.

 

„Was.
Durand?
.Durond?  Neim!“  antwortete  Charters  und
versolgte  jeinen  Weg.  diermal  aber  wieder  langsam.
  „Nein:  Aber  seinen  Boten“  und  er  zeigte
auf  emen  Mala  henknaben  von  nenn  oder  zehn
dabren  der  vor  ihnen  durch  die  Gassen  schleuerte.
  Der  Buriche  schien  er  nicht  eilig  zu  haben,
zu  seinem  Auftraggeber  zurückintehren  und  wanderte
  sorglos  aumher.  Vald  büeb  er  sichen,  um
mit  weitanfgerissenen  Augen  eine  Englanderin  an,
ingaffen,  die  eben  vorbeig  ng,  bald  wieder  schwätze
er  mit  Freunden  in  semem  Alter  und  seiner  Rasse:
aun  begann  er  in  ingendlichem  Uebermm  zu
tanzen  und  zu  springen  und  ein  ige  Schritte  weit
zu  laufen,  so  daß  den  Beobachtern  das  Herz  he  s#ig.
pochte,  vor  Angst,  ihn  in  der  Menge  aus  den
Augen  zu  verlieren.
„Um  Got#es  zwillen“  sagte  Charters.  „halten
Sie  ihm  nur  feit  im  Auge,  denn,  wenn  wir  ihn
haben,  haben  wir  auch  Turand.“
Anson  war  nicht  davon  überzeugt.  Es  kam
ihm  vor,  daß  nach  alledem,  was  sic  von  Durandn
Schlauheit  bisher  ersabren  mußten,  dies  zu  leicht
und  schön  war,  als  das  es  wahr  sein  konnte;
und  sein  Gedankengang  wurde  beslätigt,  als  der
Kleine  schließlich  in  einen  kleinen  Bozar  eintrat
und  seinen  Plag  hinter  einem  Verkaufspult  nahm,
as  mit  Haufen  von  dünner  Seide,  Birmingham-Schmuck
  und  anderem  unechten  „orientalischen-Krimslams
  bedeckt  war,  der  für  solche  Reisende
bestimmt  war,  die  von  der  Sammelwut  behaftet
waren
Einen  Augenblick  warteten  sic  draußen  und
hofften  entgegen  aller  Wahrscheinlichkeit:  nachdem
der  Knabe  einer  enthusiatischen  jungen  Dame,  die
mit  dem  lebten  Schiff  angelommen  war,  einen

haben  Eu,  .  esebe  fragle  Anson.
Wo  ist  er?

 

zindischen“  Shawl  verkauft  halie,  ir
den  Laden  ein.

.„Vor  einer  Weile  hast  Du  in  das  Hotel
Cccidendal  eme  Botsch  ait  gebracht?“  iaate  Gharters
und  hielt  verleckend  einen  Schilling  zwischen  den
Fingern  in  die  Hohe.

„Ja.“  sagle  der  Knabe
Müm  ze  erwart  igsvoll  an.

nan  Tu  sie

Chariers  ernit
Kuli  —  Malavisch  Mann  mir  geben.  wenn
Bazar  auigemacht,“  antwortete  der  Junge  ruhig,

zueehien  mir  zu  bringen  in  das  Cecidental=„Kennst

  Du  nicht  den  Mann!--Chariers
  weiter.  „Wo  wohnt  er2“
machte  ein  langes  Gesicht.

„Nein.=  sagte  der  Knabe  offen,  „nie  geschen
Mann  fruber.=Es

  war  llar.  daß  der  Junge  die  Wahrbeit

ien  nie  in

und  schaute  die

belommen?“  fragte

fragte
Charters

sprach:  sie  gaben  rhm  die  Munie  und  gingen
hinaus.  Al-  sie  wieder  auf  der  Straße  linaus.
traten.  blicb  Aufon  sieben,  denn  cs  war  ihm  ein

guter  Gedanke  gelommen.  Turand  mußte  die
schriftliche  Mitteilung  für  wichtig  gehalten  haben,
oder  er  hatte  sie  nicht  geschickt.  Wahrscheinlich
hatte  er  gemeint,  sic  mit  seinen  Trohungen  einschüchtern
  zu  können,  oder  er  haite  vielleicht
gedackht,  sie  damu  aus  ihrer  Reserve  zu  locken  und
so  einen  Einblick  in  ihre  Planc  zu  gewinnen.
In  diesem  Falle  würde  er  gewiß  Nachricht
abwarlen,  wie  seine  Bolschaft  aufgenommen
wurde  und  wie  die  Antwort  auosiel,  wenn  eine
erteilt  wurde.

(C##t##ch##  lolail