ser in München, Mathias Mayr, und den
z. Staotanwalt beim Landgericht München II,
Anoreas Pfeiffer.
münchen, 13. Juli. Am Sonntag kam die
Buchhalterin Anna Ebelt von München blutend
in das Hotel Jäger am See in Urfeld und erzählte,
sie sei auf dem Wege von der Jachenau
nach Sochenbach von dem Handlungsgehiifen
Hopf in die Brust geschossen worden, weil sie
sich geweigert habe, mit ihn nach Amerika zu
gehen. Nach ihrer Verwundung habe Hopf auch
auf sich selbst geschossen, iob er tot sei, wisse
sie nickt, da sie davongelaufen sei. Die Verletzung
ner Frl. Ebelt ist schwer, aber nicht lebensacjährlick.
Am Montag nachmittag wurde die
Leiche des Hopf gefunden, er hatte sich durch
einen Schuß in die Schläse gelötet.
München. 13. Juli. Wider Erwarten hat
lcch die Vermutung bewahrheitel, daß der Versicherungeinspektor
Jakob May aus Augsburg,
der am 7. Juli seinen 4 Jahre alten Knaben in
den Glockenbach geworfen hat, seinen in einem
Briese an seine Frau angelündigten Entschluß,
ich ebenfalls das Leben zu nehmen, nicht auageührt
haben lönnte. Wie man aus Wien meldet,
rollte sich dort in der Nacht zum Montag von
eer Neichsbrücke ein Mann in die Donau slürzen.
Er wurde von einem Sicherheitswachmann
daran gehindert und zum Polizeilkommissariat
getrrocht. Dort gab er an, mit dem 30jährigen
Kaufmann und Versicherungsbeamten Jakob
Mapv in Augsburg identisch zu sein. Ueber
die Ursache seines Beginnen? befragt, gab er
aun, er habe am 7. ds. Mts. in München sei
nen jünesten 4jährigen Sohn in die Isat ge—
seoßen. Er selbst habe dem Kinde nachspringen
wollen, doch habe er hinter sich seinen Schwager
stehen sehen und sei deshalb wieder ane
User gestiegen. Danach verließ er München und
reisle nach Wien. Hier las er in einem Münchnner
Blatt die Nachricht von seinem Selbstmord.
Als Ursoche des Mordes an seinem Sohn und
oes eigenen beabsichtigten Selbstmordes bezeichnete
er finanzielle Schwierigleiten. Die verworreien
Reden lassen die Angaben des Mannes
meniq glaubwürdig erscheinen und er macht den
Einoru cines Geistesgestörten.
Bayerische Nachrichlen.
Starnberg, 13. Juli. Am Montag ftürzte
die Kinokassierin Elisabeth Hufnagel aus München
in der Nähe von Starnberg von einem
Kahn aus in den See und ertrank.
Garmisch, 13. Juli. Am Sonntagabend 6½
Uhr trat auf beiden Slrecken der Mittenwald-Vahn
eine größere Störung infolge eingetreener
Stromlosigkeit ein. Die vermutiiche Urache
soll in einem Blitzschlag zu suchen sein,
on dem das österreichische Transformatorenbaus
in Keith bei Seeseld getrosfen worden ist.
Zwischen Garmisch und Scharniß einerseits und
Garmisch und Griesen andererseits mußten bayefrische
und österreichische Dampflokomotiven in
den Be'rieb eingeschaltet werden. Die einzelnen
Züge erlitten Verspätungen bis zu eineinhaib
Stunden. Verschiedene Züge mußten
hanz ausfallen.
Hfaftenhofen, 13. Juli. Auf der gestriigen
Dult füllte ein Mineralwasserfabrikant mit
dem Kohlensäuredruckapparat sog. Springerl ab.
Plötzlich explodierte der Apparat infolge zu
starken Druckes, wobei der danebenstehende achtjährige
Sohn des Friedhofaufsehers Feßl so un-#tücklich
an den Kopf getroffen wurde, daß ihm
die Schädeldecke zertrümmert wurde. Das Kmd
war sofort tot. «
Aus dem Baverischen Wals, 13. Juli.
Ein schlimmer Feind erstand heuer dem Landmanne.
Fast alle Kornfelder sind von dem Getreideroste
befallen. In manchem Felde findet
nan nur mit Mühe einen Halm, der von dieser
Krankheit verschont blieb. Begünstigt durch
die nasse Wilterung, hat der Rost auch auf die
Körner übergegriffen, die davon ganz durchletzt
find. Mancher wird mit Bangen der Ernte
entgegensehen. — Mit 15. Juli beginnk in alleu
Waldbezirken der Einkauf und Versand der
Waldbeeren. Welch ergiebige Einnahmequelle
diese Zeit für die arme Waldbevölkerung ist,
ergibt die Schätzung, die den Versand an Beerenfruchten
aus dem ostbayerischen Grenzgebirge
jährlich auf nahezu 3 Millionen Mark veranschlagt.
Aus dem unteren Walde werden die
Vecren sast alle nach dem Rheinland rerfrachliet,
wogegen sie aus dem oberen und oberpfälaischen
Walde durchgehends nach Sachsen gehen.
Vamberg, 13. Juli. Heute nachmittag wurd:
der Gärtnermeister Burgis auf sreiem Feloe
während eines heftigen Gewitters rom Blitze
arschlagen, sein Sohn wurde betäubt. In der
Ortschaft Kammern hat der Blitz ein Anwesen
in Vrand gesteckt.
würzburg, 13. Juli. In den Laubholzwaldungen
des Spessarts nimmtsdie Vermehrung
der Kreuzottern erschreckend zu. Die Kreisverwaltungen
haben Prämien für die Vertilgung
der giftigen Nattern bis zu 1 Mk. pro Stüt
gerährt. Auf dem Truppenübungsplah bei Bad
Orb im Kreise Gelnhausen haben sich große
kengen von Kreuzottern auf den Waldblößen
Mlammengezogen. In einer Woche wurden 506
Stü rertilgt.
— — —
— — ——
Ereiwillige fsür Albanien.
Zur Zeit ist man überall in ben eutopäĩschen
Ländern bemuhl, Freiwillige fur den schwer
bedrängten Fürsten von Albanien anzuwerben.
Aus England, Italien und Numänien mm. Haben
sich bereits Freimillige in ziemlicher Anzaht
gemeldel, die für den Fürsten Wied lämpien
wollen. Nor einigen Tagen sind die ersten in
Duranzo eingetroffen. Unser Bild Kigt. wie diese
mit einer Barke an das Land gebracht we#eden.
Bayerijches Oberland.
Flintsbach, 13. Juli. Am Sonntag den
12. ds. Mts. war in Flintsbach das Theater
sehr gut besucht, die Bundes Musillapelle von
Thiersee, sowie viele Thierseer besuchten die
Aufführung. Auch Hochm. Dr. Professor Reimer
aus Seitenstelten bei Wien war unter den
Zuschauern und hat über die Ausführung sich
lobend ausgesprochen. E#s ist ein Ritterschauspiel,
welches heuer in Flintsbach zur Aufführung
kommt, ernste und humorvolle Szenen
mechseln ab, welche die Flintebacher zur Zufriedenheit
der Zuschauer darstellen. Unter den
männlichen Darstellern ist es der Mohr, melcher
seine Rolle am Te#ten gibt. Die weiblichen
Rollen sind alle in gulen Händen; die Darstellerin
der Gräfm Dorothea sieht an ihrer
Spitze und man darf wohl sagen, ihresgleichen
mird man auf den Landbühnen schwerlich sinden.
Die Kinder, besonders die Grafenkinder.
haben Talent und Eiser, ein gutes Zeichen
für die Zulunft oes Theaters.
Höhenmoos, 14. Juli. Unser Ort, an der
Lolalbahn Rosenheim-Frasdorf in 600 Meter
ũ. M. gelegen, ist Frischen Tausende von Obstläumen
in eine herrliche Vegetation gebettet,
so daß nur der Kirchturm und einige ziegeldächer
aus diesem Meer von Bäumen hervorlugen.
Wer längere Zeit oder nur einige Stunden
Erholung sucht, hier findet er sie in reichem
kate. Hier ist auch noch Gelegenheit geboten,
die Natur in unverfälschter Reinbeit
zu genießen, kein staubaufwirbelndes Achik#el
belästigt hier den Wanderer. Das sich dem
Auge bietende Panorama ist eines mit der
schönsten in unferem Vorgebirge. Hier hat die
Natur in bezug auf (Schönheit ihr Füllhorn
in reichem Maße ausgeschüttet. Möchten recht
vicle Gelegenheit nehmen, diesen Ort, welcher
non der Bahnstation Achenmühle in 10 12
Minuten zu erreichen ist, zu besuchen. Für
einen frischen Trunk aus der Schloßbrauerei
Hohenaschau ist im Gasthause gesorgt.
Hrien, 13. Juli. In Söllhuben fand am
Sonntag eine Versammlung statt, welche sich
mit dem Bau einer Distriltsstraße von Riedering
über Söllhuben nach (Wildenwart und
Prien beschäftigte. Aus allen interessierten Gemeinden
waren viele Teilnehmer gekommen
welche den Bau der Strate einstimmig guthießen.
Ein Komitee, an dessen Spitze Apothekenbesitzer
Dr. Weinhart steht, wird die Weiterarbeiten
betreiben.
Bas AMibling, 14. Juli. Die Spezerei= und
Koleonialwarenl andlung von Frl. Immser am
Hechberg ist von Herrn Otto Griesinger in
Rosenheim täuflich erworben woroen. Die
Uebernahme ersolgt bereits in diesen Tagen.
BHausham, 13. Juli. Gestern verunglückte
der verheiratete Hauer Simon Zitzelsberger.
Er geriet mit der linken Hand zwischen die Pufser
zweier Kohlenhunte, wodurch ihm ein Finger
abgequetscht und zwei andere schwer verletzt
wurden. Am Vormittag hat die Frau
des Verungläten einem Kinde das Leben genlt.
Tittmoning, 13. Juli. Zwischen der bayerischen
und der österreichischen Regierung lind
die Verhandlungen wegen des Neubaues einer
Salzachbrüte soweit gediehen, daß das Profekt
noch veelen Herbst oder spätestens Frühjahr
1915 in Angriff genommen werden kann.
ur hebung des Fremdenverlehrs.
Rosenhneim, 14. Juli.
Der Ausschuß des Fremdenverlehrsvereins
war am Montagabend im Hotel „König Otto“
versammelt. Er beschäftigte sich wieder mit
rerschiedenen Fragen, welche den Fremdenverichr
betrefsen. Den Vorsitz führte Herr Bankdektor
Beßtler. «
Zunächst-namecinSchkcibendesMünchei
ner zentralvereins bekannt gegeben, welches
die für Rosenheim geplante Wandewersaminlung
betrifft. Von Nosenheim aus war beabsichtigt,
diese Versammlung in der Zeil des
Vollssesltes hier abmwalten. Muuchen ralet
aber von diesem Termin ad, da um jene Zeit
riele Herren noch in Urlaub weilen. Infolsedessen
wurde beschlossen, die Wandewersammlung
nach dem Vollsfeste, etwa Mille Oktober,
abzuhalten.
In der Sportplahfrage ist von Helrn Kaufmann
Klepper ein neues Projelt angeregt worden.
Es bezieht sich auf die Kasteranu. Der
Berein hat oie Anregung, der auch eine Slizze
beigelegl war, an den Rennveren hinübergeleitet
mil dem Anheimgeben, evenluell Stellung
dazu zu nehmen. In der Scche selbst
haue der Voriitzende Gelegenheit, mit Sporllreisen
aus dem Nottat zu sprecen. Er
lonnte dabei erfahren, daß man dort der
Verwirllichung der Sxortplatgfrage in Rosenheim
grostes Interesse entgegenbringl. Ein mit
weit über fünftig Untersch#if enbedelles Schreiben
bringt dieses Interesse besonders noch zum
Ausdruck; weitere Unterschriften werden noch
solacn. Von diesem Faltum lann wan in Rrscenheim
gewiß nur angenelm berührt sein.
Kenntnis genommen wurde auch von der Mitleilung,
daß sich ein Bayerischer Sliberband a#s
Zweig des Deutichen Skiverbandes gebildet hot.
In diesem Verbande soll auch die Inngan
mit Nosenheim vertreten sein. Einüveilen wird
der Verein durch Herrn Rechtsan#alt Hauch
darin vertreten. ·
Imbesonderenbeschäftigtesichtchlusschuiz
weint-mitbckagc,inchchekWeisen-durch
VeranstaltungcinctthtkaltiouiichamVIIlsifestbetciligcanLDerPLKorjitzcnockonntcdie
erfreuliche Milleilung machen, daß der Aeroklub
unter außerordentlich günstiten Bedingungen
Vallonausstiege anbielet. Dabei ist
an eine Reihe von Fesseljahrten und an eine
große Fernjahrt geoackt. Führer oird wiecer
Herr Oberpostinspeltor Bletschacher sein, der
ron dem vorjährigen Ballonaufstieg hier noch,
bestens belannt ist. Der Klusschuß erktllrte
sich mit der Anregung einrerstanden, so das,
also in die Festzeilt auch ein Ballomag eingereiht
werden kann. Dabei ist Vorsotge getrofsen,
daß mit den Fesselfahrten frühseitig begonnen
wird und daß die Aufstiege in nächiter Nähe
des Festplates stattfinden. Man denkt dabei
bauptsächlich an den Plat binter dem Kaiserbao,
sv oaß also durch das Kai#erbad eine
direkte Verbindung zwischen Aufstiegsplatz und
Festwiese geschaffen wäre. Es ist selr zu besrüßen,
daß auf diese Weise eine weinne Attraktion
zum Volksfest durch den Fremdenverteh:sverein
gesichert werden konnte. Mlleicht gelingt
noch eine andere Veranstaltung. Wurde
doch auch von der Abbaltung eines Armbrunscießens
durch das Wintzerer Fätrdlein in
München gesprochen. Das wäre für Nosenheim
ganz neu und mürde gewiß allseitigem Interesse
begegnen.
Zum Schluß der Sitzung wurden noch verschiedene
lleinere Sachen erledigt. Auch Retlamemarten,
Postlarten usm. der Werkbundausstellung
in Köln zirkulierten. Für den
neuen Führer ist von Herrn Oswald inn., eine
sehr interessante Aufnahme „Die Sühütte auf
der Hochries im Nauhreif“ zur Velfügung aestellt
worden. Die Aufnahme wid bei der
Drucklegung Verwendung finden.
Oclsgruppe des Vereins südmark
RNosenheim.
Rosenheim, 1. Juli.
Der Verein Süomark kann in diesem Jahre
auf dos 25. Jahr seines Bestehens zurückblicken.
Die bei ihre: Gründung so kleine Gemeinde
der Südmäditer bat sich n diesen 25 Jahren
zu einem weitver'weigten, blülenden, nach innen
und außen gefestigten, mächtigen, unttschaftlich
deutschen Schugßrerein entwickelt. 25 Jahre harten
Kampfes, unvertagter opferfreudizer Arbeit
Suum Schutze deutscher Erde und der deutschen
Muttersprache verzeichnet heuer der Schutz-Verein
Süomark.
Vor uns liegt die reichhaltige Jab#esverichtsnummer
pro 1913. Aus ihr ersehen wir, wie
die Südmark bestrebt war, gefährdeten deutschen
Boden zu erwerben, durch Verleihung v### Geldspenden
und Darlehen an arme dentsce Bauern
und Gerwerkelreibende, diese zu llärlten und
zu schüten, die Bildung von Sprachvereinen zu
ermöglichen, das deutsche Genossenstaftswesen
zu fördein, Stiftungen oder Unterstühungen an
Mittel- und Hochschüler, an Mägdenbeime,
Schulen und Kindergärten zu verleihe, Wollsbüchereien
zu gründen und erholten; wenn
weiters auf die Waisenfürsorge und die deutsche
Besiedlung im zweisprachigen Gebiete von Untersteiermark
hingewiesen wird, so ist es insbe-
jonoere oiejses leijtere urbensseid, nir weines
im heurigen Gedenkjahre ein erhohtes Interesse
bei den deutschen Volksgenossen erwe t werden
mochtc.
Ter Zwet der Südmark-Besiedlungstatigkeit
ist die Verbindung der Marburger Sprachinsel
und des Drautales als Vorposten auf dem
deutschen Wege zur Adria mit dem deutschen
Srrachgebiete Mittelsteiermarks. Die Kämpfe,
welche die Deutschen in Oesterreich führen, sind
nur die Vorpostengesechte im Anslurme des Slarentums
gegen das ganze Germonentum in
Mittereuropa. Darum sollten alle deutschen
Männer, Frauen und Mädchen, denen es darum
zu tun ist, daß der deutsche Einftuß in
Desterreick gewahrt bleibt, und die gewillt sind,
mitzuhelfen an dem großen Werle der Erhallung
dentscher Macht und deutscher Art, Mitglicder
des Vereines Südmark werden.
Am Ende des Jahres 191.3 zählte die Südmar!
994 Ortogruppen mit 37 995 Mitgliedern;
darunter befinden sich auch 20 reichs
dintiche Städte mit zirka 1200 Mitgliedern
und unter diesen mit 213 Milgliedern, sieht
Nosenheim an erster Stelle. Die Orksgruppe
Resenheim hat im Jahre 1913 765,33 Kronen
an Mitgliederbeiträgen und für Webrschatzmarlen
usw. an die Hauptleitung in Graz eingesendet.
Der Verein Südmark verfügte im Jahre
1913 über eine Gesamteinnahme von 514 442.17
Kronen, die sich in der Hauptiache aus 157 431
Kronen Mitgliederbeiträge, 50 934 Kr. erhaltene
Spenden, 25 765 Kronen Sammelbüchsenerträgnisien,
45 356 Kronen Lotterie-Ertraz und
61.07.3 Kronen Reingewinn der Wir: ftsableitung
(Webrschapymarlen, Postkarten usw.) u.
a. zusammensegzt.
Für Besiedlung wurden 49 152 Kronen, für
Booenschug 56 891 Kronen, für Unterstützungen
89611 Kronen, für Vollsbuchereien 18 658
Kronen verausgabt. Das Vereinsvermögen ist
seil dem Jahre 1512 um nahem 150 000 Kroner
gestiegen und belrug am 31. Dezember 1813
1 402 UO82 Kronen.
Dae auch in den DQahlen merkbare Erstarken
des Vereins, das insbesondere noch in dem aussührlichen
Rechnungsberichte und in den Einzeiberichten
zum Ausdruck lommt, ist der bene
Bemess für dessen Lebenskraft und Volkstümlichteit.
Möge der völtische Gedanke und dos
Ver#ändnis für den Wert deutscher Schuyzarbeit
in immer weiteren Kreisen Platz greifen und
dem Verein Südmark und ieiner segensreichen
Tätiglei: immer mehr Mitglieder zuführen. Mit-Sliederaumeldungen
(Jahresbeitrag 2 Mark)
nimmt entgegen: L. Gmeinwieser, Eisenbahnjetretär,
Sonnenftr. 3, 2. Et.
Schulschlußfeier.
Rosenheim, 11. Jull.
Im K. Dumanist. Gömnasium.
Da-= K. Pum. Gumnasium hatte an die Angehörigen
der Schuler und alle Freunde der Anslait
Einladung zur Teilnahme an der leu:igen
Schlußfeier ergeben lassen, der zal#treich Folge
geleistet wurde. Die Feier wurde eröfenet dur
den Friedensmarsch aus „Zenobia“ von K.
Reincde. vorgetlagen vom Etreichocchesier.
Hierauf solgte der Vortrag des Liedes Du
bist mein Gott“ von L. Meinhardt, dem sich c##
„Andante aus der Symphonie Nr. 10“ ven
Mor#art anschloß. Die Vorträge erfreoten sich
unter Herrn Musiklehrer Striegel tadelloser
Wiedergabe.
Hert Abilturient Anion Beh ergriff nun das
Wort zu einer prächtigen Ansprache an das
Lehrerkollegium und seine Mitschüler. Er gedackie
der großen Aufopferung, weiche den
nunmehr von der Anstalt ausscheidenden Arsolrenten
während der langen Studienzeit durch
das Lehrerkollegium zuteil wurde und lnüofte
an die Versicherung des Dankes das Veriprecien
an, ebenso wie seine Kameraden stets der
im (GGSomnasium Rotenhbeim erhaltenen Lehren
eingedenk zu bleiben und sich der für sie gerrtachten
Opier würdig zu erweisen.
Das Lied .„Zum Abschied“ von A. Franz
wurde hieran anschließend vom gemischten Knabenchor
in gefuhlvoller schöner Weise zum Vortrag
gebracht, worauf Herr K. Oberstudienrat
Restor Dr. Lutz die Gäsie, das Professorenlollcafum,
die Abiturienten und die übrigen
Schüler begrüßte. Er gab seiner Freude darüber
beredten Ausdruck, daß das von den Abiturienten
so lange erstrebte Ziel nun erreicht
sei und richtete an die Auseretenden erni#le
Mahnungen und Glückwünsche für ihr serneres
Woahlergehen. Herr Rektor Dr. Lutz ermähnte
in seiner Rede, daß sowohl am hum. Gumlasium
Rosenheim als an allen gleickartigen
Anstalten Bayerns neben der Bildung des Gcistes
namentlich auch der des Kötpers und
dem Sport besondere Sorgfalt gewidmet werde,
was sich ja in deutlicher Weise aus dem Ergebnis
des Luitpoldtages nicht nur in Rosenheim,
sondern im ganzen Vaterlande zeige. Hierauf
übergab er den Ubiturienten das Reife-Lgeugnis
und verabschiedete sich mit herzlichen
Worten von ihnen.
Den schönen Abschluß der gediegenen Feier
bildee der Vortrag der markigen „Ludwigshymne“
von S. Breu durch den Gesamtchor
in mustergiltiger Weise. Den hinausziehenden
Abiturienten wünschen auch wir zur Beendigung
ihrer Gymnasialzeit alles Gute; möge
css allen vergönnt sein, ihr Ziel zu erreichen.