Full text : Rosenheimer Anzeiger. 61. Jahrngang (61)

Kummer  81

Nosehleier  Aunseise

Uonnerskag,  §s.  April  7913

 

möglichen  sind.
teln  demoralisiere  die

die  Kriegsbegeisterung  nieder.  (.).)

Meuterei  in  Kalkutta.
Mailand,.  6.  April.  „Sera“  berichtet
über  Amsterdam  aus  Batavia:  In  Kalkutta

mentern  vier  indische  Regimenter  gegen  ihre

engüüschen  Oüliheere:  Die  Unruhen  waren  bei
Abgang  der  beldun.  noch  nicht  unterdrückt.

J.
4

Ae  Kriegslage.
(Aus  der  letzten  Nummer  wiederholt.)
WTBl.  Großes

6.  April,  vormittags.  Amtlich.

Westlicher  Kriegsschauplat

Die  Franzosen  sind  seit  gestern  zwischen  Maas
und  Mosel  besonders  tätig.  Sie  griffen  unter
Einsatz  starler  Kräfte  und  zahlreicher  Artillerie
nordöstlich,  öfllich  und  südöstlich  von  Verdun
u.  bei  Ailly,  Apremont.  Ellren  und  nordwesilch
von  Pontea-Mousson  an.

Nordösllich  und  östlich  von  Verdun  kamen  die
Angrifse  in  unserem  Feuer  überhaupt  nicht  zur
Entwicklung.  Südöstlich  von  Verdun  wurden
sie  abneschlagen.  Am  Ostrand  der  Maashöhen
gelang  es  dem  Feind,  in  einem  lleinen  Teil
unseres  vordersten  Grabens  vorubergelend  Fu##
zu  sassen.  Auch  hier  wurde  er  in  der  Nacht
wieder  linausgemorfen.

Der  Kampf  in  der  Gegend  Ailly  und  Apremont
  dauerie  währe  :d  der  ganzen  Na.ht  ohne
jeden  Erfolg  für  den  Gegner  an.  Erbitlert
wurde  in  der  Gegend  Fliren  gefochien.  Mehrsache
  fran#ösische  Angrisse  wurden  dort  abgewiesen.


Westlich  des  Priesterwaldes  brach  ein  flarle#r
Angriff  nördlich  der  Straße  Ilirein  Ponlra-Monusson
  zusammen.  Tros  der  sehr  ichweren
Veriuste,  die  der  Gegner  bei  diesen  Gefechten
erlitten  hat,  muß  nach  seiner  neuerlichen  Kräfteverteilung
  angenommen  werden,  daß  er  seine
Angriffe  hier  sortjetzen  wird,  nachdem  die  gänzliche
  Aussichtelosigkeit  aller  seiner  Bemühungen
  in  der  Champagne  llar  zutage  geiriten  ist.

Oesllicher  Kriegsschaupiag.
und  südlich  von
Auguito#  waren

öfllich
von

Russische  Angrifse
Kalwarja  sou  ie  ösilich
erfolglos.

Im  übrigen  ist  die
ändert.

Lage  im  Olsten  unver—

Oberste  Heeresieilung.

Fe#  Mratachen  uegaichgugials.
Feindliche  Flieger  am  ÖOberrhein.
Müllheim  in  Vaden,  6.  April.  Gestern

Abend  warf  ein  feindiicher  Flieger  zwei  Bomben

  über  die  Stadt  „wodurch  kein  militärischer

Schaden  angerichtet,  wohl  aber  drei  Zivilpersonen

  getötet  wurden.  (Z.)

Französische  Flieger

in  der  Schweiz  gelandet.
Basel,  v.  Ap#il.  Ein  fragßösischer  Doppeldecker,
  der  von  den  Deutschen  verfolgt  wor-Der

  neue  Bankdirektor.

RNeisbold  DOrtnons.
1  GOh##k  verthze

ich  erllarte  ihm  schon  nach
den  ersten  Tagen  meines  Aufenthalts,  daß  ich
dies  nimmermehr  tun  würde,  weil  die  srze
Zeit  hingereicht  Baue,  mich  zu  überzeugen,  wie
wenig  aufrichtig  die  Liebe:-  und  Feeundsc#  i5-versicherungen
  waren,  mit  denen  Donna-  Maria
und  ihre  Tochter  mich  überschütteten.  Sie  verabscheuten
  mich  um  der  fremden  Beimischung
in  meinem  Plute  willen  —  sie  haßten  mich
wegen  meines  Rrichtums  —  und  sie  fürchteien
mich  wohl,  auch  ein  wenig,  weil  sic  fahen,  daß
ich  ofiene  Augen  hatte,  alle  die  Absicheulichkeiten
zu  dureiischauen,  die  in  ihrem  Hause  geschahen.
Nanzenilich  J'iabeila  wollte  es  nicht  ininer  ge
lingen,  die  Komödie  durch  zuführen,  zu  der  sie
von  ihren  tern  angebdalten  worden  war.
Mehr  als  einmal  oisenbarte  sie  mir  ihre  tiefe
Abneigung,  und  es  ware  sicherlich  bald  zu
irgendeiner  Kataftrophe  gekommen,  wenn  man
mich  gezwungen  Laue,  unter  jenem  Dache  zu
bleiben.  So  geitallete  man  mir  denn,  in  das
Klofter  der  Dominikanerinnen  über  zujiedeln,
wo  ich  mit  der  Behano#ung.  die  man  mir
Zutcil  werden  ließ,  um  allgemeinen  wohlzuf  rieden
sein  konnte.  Man  war  dort  vom  ersten  Taye
an  freundlich  und  rücsichtsvoll  degen  mich,
man  beichrantte  mich  nicht  allzusehr  in  meiner
personlichen  Ureiheit,  und  ic  wurde  taum
rinen.  Grund  Ehabtr  haben,  mich  zu  beklagen,
ich  in  Stadt  nur  einen  einzigen
Meen  lalbber,  hätte,  dem  ich  mich  ver-Der

  Mangel  an  Lebenemit-Bevölkerung
  und  drücke

Hauptquarlier,  den

Die  „Quren  Glikabeih-  bei  der  Gelchiehars  der.  Dardanellensoo#t#.

 

 

 

den  war,  verirrle  sich  auf  seiner  Fiucht  und
mußle  auf  Schweizer  Gevien  nahe  bei  Prunerut
niedergehen.  Die  beiren  Glieger,  ein  Führerund
  ein  Vegleitoffizier,  vurden  inlerniert.  Sie
erllärlen  sich  für  gluckkich,  aus  Schweizer  BVoden
gelandet  zu  sein,  da  sie  bestimmt  glaunblen,  den
Deutschen  in  die  Hände  gelangt  zu  sein.  Der
Vorfall  rief  unter  der  Beböllerung  Aufregung
hervor.  (Z.)

Wieder  ein  englisier  Mißbrauch.

Berlin,  6.  April.  Der  t„Daii;  Telegranhr“
bringt  in  seiner  EIIIIIIII
der  Ueberschrif:  „Komsort  an  der  C#.  ..  .
gende  Mitteilung:  „Der  König  besi.0#  wn
siern  eine  Einrichtung,  die  von  der  ei  *m
Leilsarm  lee  zur  Verarrei  ichun)  warmer  Geled.  «
an  die  Truppenn  an  der  From  erfunden  worden
ist,  und  sprach  seine  volle  Befriedigung  über  das
Gesehlene  aus.  Es  handelt  sich  um  fahrdare
Motor-  Feldlüchen,  die  so  bald  als  mönlich  zum
franzöf  *B  Kriegsichauplat  a##geandt  werden
sollen.  Die  Wagen  ruhen  auf  einem  kNarlen
Unte  Dtrran  und  haben  das  Ausselen  von  Motor-Amkulanen,
  da  sie  beitimmt  lind,  in  Verbindung
  mit  dem  Noten  Kreuz  zu  arbeiten.  Aus
diesem  Grunde  tragen  sie  auch  das  Feichen
des  Roten  Kreuzes.  Es  besteht  die  Absicht,  sie
so  nahe  als  möglich  an  die  Linie  der  Schützengräben
  vorzubringen,  um  den  Soldaten,
von  der  Feuerlinie  kommen  kzw.  dort  vo  rgehen,
Dheißen  Tee,  Kassee,  Kakao  und  Fleischbrühe  verabreichen
  zu  lönnen.  Auf  jedem  Wagen  befindet
sich  ais  ständige  Beiagung  ein  Prediger  der
Heilsarmee  und  ein  Chaufsear.  Zur  Innenausjrattung
  gehört  jerner  ein  Behälter,  in  dem  sich
alle  fur  die  Kommunion  erforderlichen  Ges  zenstände
  befinden  und  ein  tragbarer  Aitar,  ein
Kelch,  cin  Chorbemd  und  anderes.“  Wir  stellen
sest,  daß  die  Engländer  das  Zeichen  des  Roten
Kreuzes  zum  Schune  ihrer  militärischen  Einrichtungen
  mißbrauchen.  Es  erübrigt  sich,  darauf
  hinzuweisen,  daß  die  Verbindung  der  Feidlüchen
  mit  Einrichlungen  zur  Erteilung  der  Kommunion
  nicht  über  die  abermals  von  englischer
Seile  begangene  Verlehung  der  Volkerrechte  hinwegzutäuschen
  vermag.  (.3.)

Der  Krieg  gegen  Englaus

Der  Handelekrieg  ngegen

England.
Nach  dem
die

Lon-Amsterdam,

  6.  April.
doner  „Standard“  beabsichtizt

Stunden  der  Benubnis  oder  der  Narl##  Aigten
mein  Herz  häte  aushlen  lörnen.  Aber
kannte  niemand  und  miöle,  daß  niein  Öß#
sobald  es  nur  immer  in  sein  en  mnen  #and,
jeden  meiner  Schritile  überina##le.  ber  ich
langweile  Sie  mit  Teiner  lunistanndtichen  Crzählung,
  nicht  wahr?

„Gewiß  nicht,  Sennorita!  Ich  bine  Sie
vielmehr,  mir  nichts  zu  veitchmeigen,  damit
ich  vonin  llar  sei  Aus  Grunden,  die  ich
Ihnen  vieileicht  ###er  mitteiten  werde  halen
alle  diese  Singe  ir  mich  ein  sehr  sturkes  personleche:
  Interesie.

eine  en  iht  als  Vormund  schien  mein
ohein  mit  jfast  übergroßer  Gewisfenhastigleit
zu  erfüllen.  Er  umernahm  keine  mit  der  3
waltung  meines  Vermögens  in  irgendwelchemn
Iusommenhonge  slehende  Handlung,  ohne  mich
on  zu  unterrichten  und  ohne  meine  Zubonn
  einzuholen.  Ich  mußte  mein  Bengtum
  in  den  allerbesten  Handen  glauben,  bis  er
eines  Tages  unt  einer  Eröffnung  zu  mir  kam,
die  zu  überraschend  war,  als  daß  sie  nicht  hätte
meinen  Argwohn  wachrusen  müssen.  Mein
Vater  hatte  seine  selbständige  kaufmännische
Tätigkeit  vor  Jahren  im  Verein  mit  einem
Teilhaber  begonnen,  an  dessen  Persönlichkeit
ich  keine  Erinnerung  mehr  habe,  und  von  dem
ich  nur  aus  gelegentlichen  Mitteilungen  meiner
Eltern  weiß,  daß  er  seiner  Kränllichteit  wegen
bald  wieden.  us.  cer.  F  a  ausgeschieden  sei,
uin  dann  b  in  gzunndine  deistige
inn  zu  oenouen  esem  Zustande
hat  er  dann  noch  eine  Reihe  von  Jahren  ver-3
  bie  er,  ohne  auch  nur  vorübergehend
mieder  zu  geistiger  Klarheit  gelangt  zu  sein,
beinahe  gleichzellig  mit  meinem  Vater  aus

 

 

trauensvoll  halte  anschließen  und  dem  ich  in

dem  Leben  schied.  Es  ist  selbstoerständlich.

 

die

1

 

englische  #
!m-'ie  .  ..  .  s-Regierung,
  an  uordnen,  daz  alle  englischen  Han-  Sreler
Reg

 

und  es

delsjchisse  die  euglischen  Häfen  nur  nachts  verlassen
  dürfen.  Wie  holländische  Blätter  beurrhten,

  geschichl  dies  bereits  seit  längerer  Zeit.

Die  englische  Ohnmacht  n
gegenüber  dem  U-Krieg.
London,  6.  April.  Der  Flottenkorrespondent
  der  „Morning  Post“  schreibt:  Die  Verheerungen
  der  deulschen  Unterseeboote  dauern
mit  aufreizender  Einsörmigleil  von  der  Nordsee
  bis  zum  Kap  Finisterre  sort.  Es  ist  eine
selllame  Lage.  Einerseils  sagt  man  uns,  daß

die  englische  Flolle  rie  vollfländige  Seeherrseraft

  ansle,  andererseis  lesen  wir  täglich  von
Verluflen  eine:  vder  mehrerer  Schiffe  in  den
I#n#saulen  (Pewessern.  Unsere  große  Flotte

leiindel  sich  irzendwo,  und  die  Tatsache,  daß
ie  1##  ircuo  befindel,  nöligt  Deutschland
zur  Seereuberei  unter  der  See.  Das  Blait
sähll  ser::  Tas  nüßt  es,  ein  Schif’  zu  kauen,
das  21.  Bülionen  Pfund  kostel,  wenn  es  nicht
in  See  gehen  lann,  auer  in  großer  Cutsernung
von  der  Basis  der  Tauchboote.  Wenn  der
Feind  so  entzegenkommend  wäre,  und  zu  einer
Schiachl  in  der  Milte  des  Stillen  Ozeans  ein.
zuladen,  dann  wäre  alles  schön.  Die  Unterseeloote
  und  Minen  haben  tatsächlich  jetzt  un
jere  Fioine  zwischen  Wind  und  Wasser  gesaßi,
hat  leinen  Zwecl,  anzunehmen,  dast
diese  neuen  Elemente  etwas  Vorübergehendes
oder  Unbkedentendes  würen.  Die  Lösung  des
Problems  mag  durch  Wasierflugzeuge  möglich
sein;  aber  das  liegt  mehr  in  der  Zukunft  als
in  der  Gegenwarl.  Laßt  uns  alle  von  Herzen
bkossen,  daß  die  Lösung  kommen  werde!  (3.)

—:
1

Bootmannschaften.


e  gesangenen  U#

Haag,  6.  April.  Gegen  die  von  Grey  ver
suchue  Nechlserigung  der  Behandlung  deutscher
  I#.Bootomannschaften  wendet  sich  der  Bischof
  von  Virmingham  in  seinem  wöchentlichen
Briese  an  seine  Diözese.  Er  sagt  darin,  er
könne  sich  nicht  einverstanden  damit  erklären,
daß  Mannschaften,  weil  sie  an  der  sogenannten
Blodade  mitgewirkt  haben,  als  Misseläter  be
handeit  werden  sollen.  Er  würde  es  lieber
sehen,  daß  Engiand  sich  ritlerlich  zeige  auch
gen  Personen,  die  es  vielleicht  nicht  verdient

Er  sei  der  Ansicht.  daß  wenn  britische
te  und  Soldalen  über  die  U-Bootsleute

er  bei  seinem  ##  für  den  Verzicht  auf
seinen  Geschäftsamell  Lolständig  abgefunden
worden  war.  Ich  w  i  das  aus  meines  Vaters
eigenem  Munde,  ½  un  ich  mich  auch  nicht
mehr  erinnern  lann,  bhei  welcher  Gelelsentet
dauon  die  Rede  gewesen  ist.  Auch  die  schriftlichen
  Beläge  für  dirse  Zbündung  waten  natürlich
  vorhanden  und  müssen  noch  heute  vorhanden
  sein:  denn  bei  einem  Brande,  von
dem  unser  Haus  spater  einmal  heimgesucht
wurde,  sind  zwar  die  Geschäftsbücher,  E
aber  keine  Dofkumeme  von  irgendwelcher  B
deutung  verloren  gegangen.  Weder  von  demr
Kranken  noch  von  einem  selner  Angehörigen
sind  denn  auch  zu  Lebzeilen  meines  Vaters
irgendwelche  Ansprüche  erhoben  worden.“

Erst  nachdem  beide  Männer  tot  waren  und
mein  Sbce  bereils  seit  einer  Reihe  von  Monaten
  mein  Vermögen  verwaltete,  kraten  plöglich
  die  Erven  jenes  im  Wahnsinn  Verstorbenen
mit  der  Behauptung  hervor,  er  hätte  für
leinen  Jesihantel  an  ausgedehnten  Ländereien

n  der  Provinz  Tucuman  keine  Abfindung  erhonten,
  und  die  Hälfte  jener  Ländereien  sei
darum  ihr  rechtmäßige  Eigenlum.  Nun  bedeulen
  aber  gerade  diese  Ländereien  bel  weitem
  den  größten  Ven  meines  Vermögens,  und
sie  sind  in  der  Jwischenzelt  durch  Eisenbahnbauten
  und  durch  das  Entstehen  neuer,  stark
bevölkerter  Ansiedlungen  etwa  um  das  Dreißigsache
  ihres  einstigen  Kaufpreises  an  Wert  gesiegen.
  Die  einst  beinahe  unverkäufliche
Wildnis  würde  heute  vel  einer  Veräußerung
mehrere  Millionen  aintegen,  und  Millionen
sind  es,  um  dle  ie  mich  zu  berauben  verucht."


Erstaunt  blickte  2
Mädchen,  das  in  jel  er  nge

  

—

Tonnen  verloren.

 

—  viel  mehr!

zu  Gericht  sizen  würden,  dah  diese  anders  urteilen
  würden,  als  bisher  von  vielen  Seiten
verlangt  worden  ist.  (3.)

Torpediert  und  gesunken.

London,  6.  April.  (Reutermeldung.)  Der
englische  Dampfer  „Northlands"  ist  gestern  auf
der  Höhe  von  Beachy  Head  torpediert  worden.
  Die  Mamrschaft  ist  geretlet  worden.  (#33.)

London,  6.  April.  (Neulermeldung.)  Aus
Blyth  wird  gemeldet,  daß  der  englische  Segler
„Acantha“  gestern  in  der  Nordsec  auf  der  Höhe
von  Longstone  ltorpediert  worden  ist.  DTie  gesamte
  Mamschaft  von  13  Mann  wurde  durch
einen  schwedischen  Dampser  geretlet.  (Z.)

Die  englischen  Schifsverluste

im  März.

London,  6.  April.  Laut  Mitteilung  des
Handelsamtes  gingen  im  Monal  März  33  englische
  Dampser  mit  einem  Gehall  von  61  383
Hiervon  wurden  26  Schisse
mit  49  449  Tonnengehalt  torpediert,  ein  Schiff
von  115  Tonnen  lies  auf  eine  Mine.  Inege
samt  lamen  bei  den  Schiffsverlnsten  217  Mann
ums  Leben.  Die  Zahl  der  verloren  gegangenen
  Segelschisse  beträgl  25  mit  einem  Gehalt
von  8110  Tonnen,  hiervon  find  drei  torpediert
worden.  ().)

Gegen  den  Flaggenmißbrauch.

London,  6.  April.  Das  Neuterbureau  meldet
  aus  Washington:  Die  holländische  Regierung
  teilte  der  Regierung  der  Unionslaaien  mit,
daß  leinem  fremden  Schisse,  welches  die  hol

ländische  Flagge  mißbrauchte,  gestallet  wird.
holländische  (dewässer  zu  durchsahren.  („I.)

Die  amerikanische  Note  an  England.

Amsterdam,  6.  April.  Neuter  veröfsent:!
licht  den  Jnhalt  der  Noie  der  Vereimgien
Slaaten  an  England,  wegen  der  englisaz  französischen
  Maßnahmen  zur  Verhinderung  des
dentschen  Handels.  Darnach  weist  die  Note  darauf
  hin,  daß  die  englische  Blockade  eine  neuc
Mcthode  einführe,  indem  sie  den  freien  zu
gang  zu  vielen  neutralen  Häsen  behindere,  vie
zu  blockieren  England  nicht  berechtigt  sei.
Wenn  auch  die  Note  anerlennt,  da  große  Veränderungen
  in  der  Kriegsführung  zur  See  Platz
genrissen  hälien,  so  weise  sie  doch  darauf  hin.
daß  es  leicht  durchführbar  wäre,  dem  rechlmäßigen
  Handel  sreie  Durchsahrt  zu  und  von
neutralen  Häfen  durch  den  Blockadekordon  zu
verschassen.  Selbst  wenn  die  Feinde  Englands,
so  fährt  die  Note  fort,  sich  nicht  an  die  Kriegsgebräuche
  haiten,  die  von  allen  Kulturstaat#en
anerlannt  wurden,  so  müsse  doch  an  die  Grund
sätze  erinnert  werden,  an  die  sich  England  bisher
  sorgfällig  gehalten  habe  (7).  Amceita
lönne  sich  deshalb  nicht  deulen,  daß  Englemd

einen  Flecken  auf  seiner  Ehre  wilsen  wollc.  Die
Note  gibt  sodann  die  Auffassung  Ameril#us

über  die  rechtliche  Seile  der  Angelegenheil  wieder
  und  außert  ihre  Genugtuung  über  die  Versicherung
  der  englischen  Regierung  über  die  Art,
wie  die  Blockade  ausgesührt  werden  solle.
Ferner  äußert  die  Nole  die  Meinung,  daß  England
  vollen  Schadenersau  leisten  werde  für  den
Fall,  daß  die  Rechte  der  Neutralen  verlezt
würden.  (J.)

—
Kleide  so  einfach  und  basrachelos  dor  ihm  sah,

„Wlie,  Sennorita!"  sa  ie  w#a
*-  die  Besiyerin  eindlt  seriuicchen  *

ns

ne  fast  verächtliche  Vewegung  der  Schultern
  Eine  satt.  Conchitas  Antwort.  „Ach,  dieser
Reichtum!  Um  wieviel  glücklicher  würde  ich
lein,  wenn  mein  Vater  mir  nicht  mehr  hinterlassen
  hätte,  als  ein  kleines  Kapital,  das  eben
hinreicht,  meinen  Lebensunterhalt  zu  bestreitn.
Meine  Habe  hätte  dann  nicht  die  Vegehrlichleit
schlechter  Menschen  gereizt,  und  alle  diese  trau
rigen  und  widerwärtigen  Ersahrungen  wären
mir  erspartl  geblieben.

Handelte  es  660%  um  nichts  anderes  a#s
um  den  Verlust,  den  ich  durch  die  geschict
eingefadeite  Intrige  meiner  Widersacher  erleien

  soll,  so  würde  ich  ihnen  vielleicht  freiwillig
Henlai-  haben,  was  sie  verlangen.  Aber
handelt  sich  um  etwas  viel  Wertoolleres,  um
etwas  für  mich  ganz  ahn  —  um  die
Ehre  meines  toten  Vaters  den  Anspruch  dieser
Leute  anerkennen,  heißt  #  des  Betruges
sähig  glauben,  des  hunenn  e  Beiru  es
gegen  einen  armen  Gelsteskranten.  Und  ich  bin
darum  entschlossen,  bis  zum  letzten  Atemzuge
für  mein  gutes  Necht  und  für  seinen  ehrlichen.
Namen  zu  kämpfe

„Wie  dürsten  Sie  auch  anders  denlen,
Sennorita!  Aber  ich  verstehe  noch  nicht.  welcer
Vorwurk  in  dieser  Angelegenheit  den  Sennor
del  Vasco  treffen  konn.  War  er  denn  wildens,
Ihre  Rechte  preiszugeben?“

Conchita  erhob  den  Kopf.
ihre  Augen  in  leidenschaftlichem
und  wie  die  kleine  Hand,  die  in
ruhle,  sich  unwillkürlich  ballte.

Er  sah,  wie
Jorne  blitzten,
ibrem  Schoße
„Mehr  als  das
Kein  anderer  als  er  ilt  der