Aummer 232
IECCCCCA
FJaeeitss, S. Oetober soss
Beuuciiche RKundschen.
Aue dem Reichslag.
„Der Hauptausschuß des Reichstages führte
am Mittwoch die slreng vertraulichen Berhe#ndlungen
im engeren Kreise mit der Negiecung
fori. Inzmischen sind diese Beratungen, zu denen
bekanntlich die Mitglieder des Reichslugs
als Zuhöbrer leinen Zutritt haben, so gesördert
worden, daß sie jetzt zum Abschlun kommen
tonnten. Dann wird der Hauptausschuß die am
Samttag abgebrochenen Veratungen wieder aufnehmen,
die zwar ebenfalls vertraulicher Na.
tur sind, zu denen aber Abgeordnete nis Zuhörer
wieder zugelassen sind.
König Lahwig und die Volksernährung.
München, 4. Okt. König Ludwig hat an
den Slaatseminister Dr. Freiherrn von Soden
aus Berchtesgaden unter dem 3. Oktober ein
Handschreiben gerichtet, in dem es heäßt:
„M#t lebhaflem Interesse verfolge Ich alle
Mahnahmen und Einrichtungen auf dem unter
cen gegebenen Verhältnissen so wichtign Gebiete
der Vollsernährung. Unter den Vorschlägen,
durch die besonders in den Städten
die Lage der von den Ernährungsschwierigkeien
bedrängten Bevölkerungskreise erleichtert
werden soll, erscheint Mir der Gedanke, in
großzügiger Weise Vollslüchen und ähnliche
öfsentliche Speiseanstallen einzurichten, vorzugsweiser
Berücksichtigung und nachdrücklicher Un.
terstützung mert. Mit Vefriedigung höre ich.
daß die weilere Ausgestaltung und Einführung
derartiger Einrichtungen in den Stadten des
Landes 1#:kräftig in Angriff genommen werden
soll. Ich sinde Mich deshalb bewogen, der
Förderung solcher Unternehmungen die Summe
von 2000 0000 Mark aus dem zu meiner Versugung
siehenden Mitteln hiemit zuzuwenden.
Die Königliche Hoflasse i#t zur Auszahlung
dieser Jumme an das Staateministerium des
Innern beauftragt. Moge es der zielbewußten,
unverdrossenen Arbeit der slaatlichen und gemeinolichen
Stellen gelingen, im Vollke die
Erlenntnis zu Karken, daß für seinen Ernäh.
rungestand ausreichend gesorgt ist. Ich vertraue
darauf, daß alle Volkskreise in ihrer
während des ganzen Krieges bewährten Opferfreudigleit
aueharren, getragen von dem Be.
uhtsein, daß sie hierdurch zu Hause mitwirsten
an dem siegreichen Kampse gegen unscre
Feinde und daß die in der Heimat gebrachten
Opfer weit zuruckslehen hinter den ungleich
groheren Müllen und Drangsalen unserer hel.
denhaften Kämpfer auf den Rriegsschauplätzen“.
Durch diesen hocherfreulichen Schritt des
Königs erfährt die Vollkslüchenfrage eine
wesentliche Förderung. In den Worten, die
der König an den Minister des Junern richtet,
zeigt sich sein klarer Blick für die Schwierigkeilen
die der Lösung gerade auf dem Gebiel der
Volksernährung harren, und das tallräftige
Beispiel, das der König mit seiner Spende
gibt, ruft zugleich alle, die durch ihre günstigere
Vermögenslage doppelte Pflichten der
Sorge um das. Vollswohl in diesen Zeilen
eines harten Kampfes um den Bestand des
deutschen Vaterlandes auferlegt bekommen, zur
werklätigen Mithilfe auf.
berschiedene Nachrichen.
Berlin, J. Okt. Auch Berlin leidet. ebenso
wie München, an Eierlnappheit, meshalb von
der Reichs-Cierstelle verfügt wurde, daß bis
auf weiter? nur zwei Eier für drei Wochen,
slatt ein Ei pro Kopf und Woch: #bgegeben
werden.
Verlin, 4. Okt. Zwei 16 und 17jähria:
Schüler hatten sich aus der ellerlichen Kasse mit
Zl!00 Mark in barem Geld und 1400) Mark
in Sxarkaisenbüchern und Kriegsanlete versehen,
um nach Amerika zu gehen. Zunäht
woliten sie von Stettin nach Schweden sahren.
Sie sanden aber in Slettin keinen Dumpier zur
Ueberfahrt. Nun wanderten sie einige Tage
zwischen Stetlin und Berlin. Dann beschleisen
sie, in Berlin zu bleiben, wagten sich aber nicht
nuch Hause. Aus Furcht, daß ihnen oie, Papiere
gesiohlen werden lönnten, padten sie sie in
eine Aktenmappe, beschwerten diese mit Steinen
und versenkten sie am Kölnischen Fiichmarkt #½
ie Spree. In einem Keller sanoen sie ein
Nachtquartier. Die Polizei wurde auf sie aufmerksam
und brachte sie zu ihren Eltern. Die
Abenteurer gaben an, wo sie die Werte gelassen
hatten. Fischern, die mit Stangen u. Nelzen
das Wasser absuchten, gelang es, die Mapbde
mit dem Inhalt wieder ans User zu bringen.
Csisen, 4. Olt. In Oberhausen sind :ehn
Personen an Pilzvergiftung geslorben.
Dortmund. 4. Oit. Der Leiter der StaotO
lartofselitelle in Hagen erläßt eine Belannimachung,
die des Humors u. einer schönen Ur
wüchsigkeit nicht entbehrt. Es heißt da: „Alle
Einsender, die an Stelle eines Hamens einen
Gedankenstrich haben, oder zu der Fiema „Xiner
für viele', gehören, überhaupt #n, d
vorhaben, unter der Rubrik „Eingesanot in
diesem oder dem nächsten Jahre eimas über
die Karkoffelversorgung der Stadt Hagen z
schreiben, ersuche ich dringend, damit jie keinen
Unfinn schreiben, vor Anferligung des Auf
satzes zur Stadt Kartoffselstelle u sommen uno
dort oder im Städt. Hochbauamt den Uatir
Leichneten über den Sinn oder zusammenhang
der einzelnen Maßnahmen zu befragen. Ter
Unterzeichnete in gern bereit, weitenlgehende
Auslkunft zu erteilen. Liebenswürdiger Emnsang
wird zugesichert. Es wird auch ulatt 910.
sprochen. Wer quarscht, ohne daß er sich vorher
unterrichtet hat. erhalt leine Antwort. (Gr.)
Figge, Stadtbaurat.“ Hoffentlich hüft:t##
eas ersonalnuchrichten.
Stuttgart, 5. Olt. Konig Wilhelm von
Wurttemberg feiert morgen sein 25. Regie
rungsiubilaum. Es entixricht so recht dim We
sen und den Wunschen dieses Lerischers, der
jeder rauschinden Feier zu Ehren seiner Person
abhold im. daß er in Anbetracht de# ##e#n
lirieges jede Geier des Tages ubgelehn: hau.
Im ganzen Deutschen Reiche gedenlt man morgen
mit den innigsleun Wünschen j#nes königlichen
Inhabers, der, ireu zu Kaiser und Reich
nehend. flet des großen Vaterlandes Interu
sordert. Im benachbarten Bayern blickt man
lenderer Verehrung auf den Fursten in Anbelradn
der ireuen Freundschaft der Dynauen
Wittelsbach und Württemberg und dem
Zu Lmmenhalten der beicen suddeutschen Stäm.
me in Freud und Leid.
HNünchener Neuisteitlen.
München. 4. Okt. Wie wir erfahren, ist Hr.
Oberstudienrat und Kammerprä#ident Dr. von
Orierer neuerdings sehr ichwer erltantt. Der
Zunand des Patienten ist sehr ernst; er wurde
bereils mit den Sterbsakramenten versehen
und in die chirurgische Klinik verbracht.
München. 4. Okt. Im Schlachthof mußte
eine Schafberde von über 300 Stück notgeschlachlel
werden. Die Schafe wurden von einem Mühlenbesiter
von Eggenfelden an einen hiesigen
Schafhändler verlauft und auf der Straße nach
Munäden geschafft worden. Hier wurden sie als
randig erllaärt und es murde infolgedessen die
Rolic lac tung verfugt. Unter din Süasen befanden
sich über hundert trächtige Tierc.
HMünchen. 4. Oll. Der Wildbrethandler Jojeolh
Bader an der Augustenstraße, dem betannilich
vor einiger Zeit wegen seines geschäftowidrigen
Verhaltens sein Laden geschlossen
wurde, wurde heute auf Grund eines Vorführungebeseble
dm ,erichie Lorgefuhrt. benahm
sich aber beim Verhor gegenuber dem
Richter derart frech, daß er in eine rofort woll-#iehare
Ordunngestraf: von drei Tagen Haft
rerurteill wurd:. Da er weiter geltend machte.
daß er Epileptiler sei, wurde die Strafverhandauesgesent
und der Angeklagte in das Gefängnis
am Neudeck uberführt.
Los Ergebnis der Niehzählung
in Boyern.
Munchenn. I1. O#l. Die Arbeit der Viehzucht
lremenden Lanewirte im Zusammenhang
mit den Maßnallinen der Banerischen Fleiichversorgungertelle
at, wie die Niehzählung vom
1. Sel. 11 jeig: zu einem Ergebnis geführt,
inel! dem Vapern wohl zufrieden sein
laun. E## in gelungen, einen der wertvollsten
eestonaleile der banerischen Vollsvermögens,
den hayerischen Viehbestand, in seiner Leiungssahiglei:
zu erhallen. nnsammen mit
den bis jeßt belannten ebenfalle gunnigen Er.
gebnissen anderer Bundesstaaten sagt der gegenwärtige
Stand der bayerischen Viehhaltung
unseren Heiwen deutlich, daß auch auf diesem
wirtschaftlichen Gebiet von einer Erschöpfung
nicht im entferntesten die Rede sein kann. Ge
genüber der Viehzwischenzählung vom 15. April
1916 hat sowohl die Zahl der Rinder als auch
der Schweine zugenommen; eine Abnahme zeiqt
lediglich die zahl der Schafe. Vom Rindviehbestano
haben nicht nur die Kälber unter 3
Monate um ungefahr ein Drittel ihres Be
standes zugenommen, auch die Zahlen der über
zmei Jahre ailten Rinder, selbit der Kühe (einich
lielich Färsen und Kalbinnen) sind nicht,
wie oft angenommen wurde. zurückgegangen.
sondern in einer sehr erfreulichen Weise gefiegen.
Eine geringe Abnahme ist nur bei
Jungviel) uwischen : Monaten und 2 Jahren)
bemerkbar. Dagegen weist der Schweinebesland,
wie bereits erwähnt, eine sehr erireuliche Zu
nahme ausf: Die Aprilzifser it um ½ übertrofsen.
Dabei ist allerdings zu berücksichtigen,
daß es sich hier hauptsächlich um eine Vermehrung
jüngerer Tiere handelt, und nicht zu
vergeisen, daß der Stand der Schweinehaltung
zu Beginn dieses Jahres keineswegs befriedigte.
Alles in allem zeigt das Zählungsergebnis
ein Bild. dus mil froher Hoffnung für die
Zukunft erfullst. Selbstverständlich ist damit
nich! gesagl, daß nunmehr aus dem Vollen
gewirtschafiet werden kann. Das Ergebnis ist
vielmehr ein deutlicher Beweie dafür, wie notwentig
es ist. in der bisher bewahrten Weite
mit den Viehbeänden haushällerisch umzugeben
und nicht, wie es fruher geschehen, auf
Koiten der zukünftigen Versorgung wahllos u.
rücksichtslos in die Beitande einzugreifen.
Neue wirtschastliche maßoahmen.
Der Höchstpreio für Sauerkraut.
Berlin, 3. Okt. Die Höchstpreise für
Sauerkraut lraten am 1. C kiober in Kratft.
Danach darf in Ladengeschäften Sauerkraut
nur noch zum Preise von höchstens 16 Pfennig
das Pfund verkauft werden. Ueberschreitungen
dieses Preisee werden mit Gefangnisstrase bis
zu 1 Jahr und 10.000 Mark Geldftrafe oder
mit einer dieser beiden Strafen geahndet.
Käseversandt und Käsepreis.
Berlin. 4. Okt. In den nächsten Tagen
wird eine Bundesratsverordnung erscheinen, in
der der Ponversand von Käse in 5 Kilo-Paleten
an ANerbraucher zu Kleinbandelspreiien
verboten und gleichzeitig eine Erhöhung der
Kasepreise feitgesent wird.
Neuregelung des Verkehrsmit
Milch.
Bellin, 1. Ot:. Wie die „Verl. Volke g.
0ell. ich! der Erlaß ziner Verordnung unm.:-tlbar
beror, die die Berĩorguna mii Wilch. in
bsceendere auch mit Magermilch, fur das as-Reich
egebiet einbeimich regellt. nachdert
. VBorverĩoragung der Kinder und Kranken inm
vielen Beinen b#eits jen mehreren Woche:
durchgefuhrt im. Ebenso dürfien ichon u de#
nachuen Tagen neue Befummungen für ken
Verkehr mit Käis:, der schon se:t Wochen a##
dem Verlehr so gu: mie vollig verichwunten
n. in erwarten sein.
Hiereu liegt noch folgende Meldung aus
Verlin vor: T unmittelbar bevoritehende
LW
Die
Neurtegelung der Milch und Kascversorgung im
nonzen Reich irägt. der Tallache Rechnung. daß
wir nur mit der graßien Sparfamkeint eer e
moglien#l#en, wenigstene denjenigen Per-
sonen den Bezun von Volli#ch zu sichern, die
ar: (#rnden der Nollegenndleilt in erser
, ...c:.
Linied.1i"anf«311s.7vrud:Lake-hdasfikldsiinbch
··«ir«;lawohindrkeigcsicttd)ätcsljch-Itlchtlk
Ween ihres Mannes, in der Nähe
eliebien Kinder.
iils Gedanke elekuisierte sie jörmlich. Aber
wenn sie sich in die Vorstellung vertiofte, daß
ulles wieder wie einst sei, schien es, als gähne
eine liese, unuberbrückbare Kluft zwischen daund
jetzt.
aez S#leem — ein Paradies, ihr für alle
Zeit verschlossen. Durfte sie Hans wirklich zumuten,
daß er ihren Billen nachgab, ihr erlaubte,
dort zu walten, wo sie ihn so maßlos
eträntt?
o Sie sürchtete Hans, seinen Blick, seine schwelgend
verurteilende Art. Er war unendlich gut,
duldsam, nachgiebig, nie hatte er sie auch nur
mit einem Vorwurf verwiesen, auch wenn dies
und jenes im Haushalt nicht stimmte.
Aver freilich, das Zeugnis einer tüchtigen
Hausfrau durite sie sich getrost geben. Nur
in der allerletzten Zeit, schon bevor sie — Bitt.
ner begegnet, ließ lie sich einiges zuschulden
kommen. * "
Jetzt wußte sie auch, woher ihre Apatbie.
ihre Mattigkeit und Fahrlässigkeit zekommen.
Ueberarbeitet hatte sie sich damals, durch die
Seidenstickereien sich zu viel ausgebürdet.
Mit der Heimarbelt hatte sie den Unfrleden
#n ihr Haus gelragen, da war sie eine andere
E#':’ heftig, ungerecht, verbotene Wünsche
atten sich in ihr geregt.
enn sie stalt dessen mit ihrer Garderobe
sich veschieden halir. mit den Kindern sieihig
ipazierengegangen wäre, so bätte sie ihre Stelle
als Frau und Muner besser auoge ullt. und nie
wäre es wohl dabin gekommen, daß sie alles
in törichter Verblendung aulgegeben für ein paar
Stunden vi lde
Aber die
NMoen uum 1.
gerisien u.u:#i.
Die un eines
alles Sdmun, um
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Ete u. dan der einzelne mit forl.
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sduivv0 geklei: !;om. Uine
lherbol ie amen an Aunin uno: dbo die Cin.
nahmen ##- WMünies cs cilunolen oder liunt,
dalauf lam c5 deiei ni#eht an
Wo cs diumans naht rei.y:3. da verdienten
die manen mit. Cine wollte ##77
der anderen uun zuruchiehen, tre ##
lollten ebemo adirit und nath de:i n##uen
Mode auge sogen jein wie die, Qoren det Frenndin
oder Velnnnten.
„Sleinberar Mieze lauft den ganien Some
moer in cinem verwaschenen Kleid heiim. u2
die Frau sieyt man seit zivei Jahren in Leine
selben Hut. Die konnten amm wohl dafur
slorgen, daß sie nicht zZum Speltalel herum;
laufen! Wo lasien die Leute ihr Geid?“
So war es im Verein zeitweise über Dora
und ihre Kinder hergegangen, nur weil sie
ihre Garderobe geschont und nicht immerzu
Neues geschasft.
Sie hatte, wie Haus es lat, mit Humor
über diese Angiifie sich binwegietzen lonnen.
Aber das brachte sie nicht zertig. Im Gegenteil
nahm sie sich damals vor, den Beiannten
nicht wieder Gelegenbeit zu ähnlichen Spiczn.
digkeiten zu geben. Denn die Vlicke der anderen
peinigten ise wie Nadelspigen.
Später sahen die anderen dann wieder
scheel, co wurde ihr Putzsucht vorgeworfen.
Sie war hübsch, und ihr: Kinder wie die
kleinen Engel sie überftrabiten leicht die anderen.
Da begann dann der Neid zu sinstern,
und das i#limo .. be „Nun cn
lech:#t:
So d:
volzanna
**) lanbian ein — #de
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iei!,jusi-u.i1rsi.s.)
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Cicbcinfskknst.:x.rnxso ootlmcttige5(sjluck,
d.1s3j·.cii.iiduujiErt.1’c1.-isnnich1lmncauis
reizen zu laisen manchen.
Aber ex bereitete zr doch einc ichmerz.
liche Befriedianne, in Gedanken feftzumeillen,
wie c lnen konnie daß sie, eigentlich
das Muiter einer (Hann und Mutter, die Mann
und ##nder min so inniger treuforgender Liede
um'ng. ihr Chluct mu Fußen trat, daß sie
hier einkam und verlassen saß. zu denen geborte,
uber welche man mit einem Achselzucken
hinweauseben pfleot.
Ader konnte nicht noch alles gut werden?
Sie brauchte vor Hans nicht die Augen
nieder zuschlagen. Nichts haue sie sich zuschulden
kommen lassen, als daß sie ihn verlassen.
Das konnte er ihr verzeihen, und er würde
es auch tfun, sie hoifte es ganz secher.
Ach, sie wollte gulmachen, nur auf sein
Wohl bedacht, ihn mit all ihrer Liebe ume
sangen, ihn und die süßen geliebten Kinder.
im Grunde hatte sie ja nie aufgehort, Hans
zu lieben. es hatte sie nur hinausgelockt aus
dem Einerlei der Tage, und als die Versuchung
an sie herantrat, war sie erlegen.
Ja, ja, zuruck Iin lhr Heim, zu den gelieb.
rsn
tlten Menschen! Am Abend. menn die Kinder
schlieien, wollte i#c Hans überraiden, nia.t cher
ELEIEIEEIEIIEEIIIIIE
bleiben und zu iunnen.
Am nachsten Mo#n soen ihre Lieblinge
nicht mehr vergeblich nach de: ##i
da wollte ste an lre Bellchen #n
wechselud herzen und kullen ohne Ende.
Mut seinem Takl mußte #ie es sich angelegen
sein lassen, das Vertrauen ihres Manncs
zurücksugewinnen.
Ummögliches durfte sie nicht verlangen, auch
nicht verzagen, wenn nicht so bald alles wurde,
wie sie es sich ausmalte.
Doch darum keine Sorge! Sie würde sich
keine Mühe verdrießen lassen. Am eigenen
Herde kochen zu dürfen, unter dem Schunze ihres
Mannes zu leben, nicht mehr dem verwehten
Blatte gleich, —n jedem Luststrom bald bier,
bald dorthin getrieben zu werden, das war eine
Seligkeit, die in Gedanken sich auszumalen sie
e.
nicht müde wurd
hatte nun aber großen Hunger bekommen,
sie ließ sich in der nächsten Bar warmes
Essen geben. Den Nachmittag verbrachte
sie wie im Traum.
Nicht wieder in das möôblierte Zimmer zurückzumüssen,
ach, der Gedanke berauschte sie
förmlich.
Die Stunden wurden ihr nicht tang. Planlos
ging sie durch die Straßen. Vielleicht hatte
sie sogar die Zeit aushallen mögen, denn je
näher der Abend rückte, um so banger wurde
ihr ums Herz.
U#c# #