Full text : Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

Lummer  49.

erdun.

Es  lind  jetzt  sast  auf  den  Tag  gerade  12  Monate
  her,  daß  nördlich  von  Verdun,  südlich  Malancourt,
  der  letzte  grotze  Sturmangriff  unserer
  Truppen  in  diesem  Raume  stattfand.  Am
28.  Februar  meldete  nämlich  unsexe  Oberste
Heeresleitung  die  Erstürmung  mehrerer  hintereinander

  liegender  feindlicher  Stellungen  nördlich

von  Verdun,  die  uns  außer  Gelände  noch  mehrere
  Hundert  Gefangene  und  beträchtliches
Kriegsmaterial  einbrachte.

Die  Bedeutung,  welche  diese  Festung  in  dem
Verteidigungsgürtel  Frankreichs  hat,  wurde  in
den  Stellungskämpfen  dieses  Krieges  noch  beträchtlich
  dadurch  erhöht,  daß  sie  das  „Knie“
unserer  Front  bildet,  die  hier  von  Norden  nach
Süden  abbiegt.  Die  Franzosen  haben  mehrfach
versucht,  ihre  Stellung  hier  zu  verbessern  und
unsere  Front  sowohl  nach  Norden  wie  nach
Osten  adzudrängen,  um  der  Einkreisunge=  Und
Einschnürungsgesahr  zu  entgehen.  Desgleichen
tam  es  zu  Vorstößen  gegen  die  Combreshöhen,
südlich  von  Verdun.  Im  großen  und  ganzen
wurden  aber  entscheidende  Schläge  bisher  bei
Verdun  weder  von  der  einen,  noch  von  der  anderen
  Partei  erreicht.

Neaoem  nun  meyrere  Monate  lang  unsere
Front  im  Weslen  uu  auf  die  Berleioigung  oes
behaupieten  wGelanoes  beschräntt  hatle,  ba  winhuge
  Borgänge  an  anderen  Stelien  die  Kräsie
nuseres  Hecres  m  Anspruch  naymen,  begann
im  lehten  Drittel  des  Monalrs  Jamar  im
Westen  eine  TCssenswe  unjerer  Truppen,  die
schon  auf  meyrerch  Teiliriegsschauplaen  schone
Krrlolge  zu  verzeichuen  hate.  Her  bei  wenem
bedeurenolle  wucoe  aber  jent  un  „Knie  von
Verdun“  erzielt,  sowoyl  was  die  Busdehnung
nach  Länge  und  Liese,  als  auch,  was  die  Zayl
der  feinduchen  Verlusie  anberruft.  Der  jüngle
Sieg  hat  narurgemaß  auf  die  Lage  von  Derdon
  einen  nicht  zu  unterschahenden  #instuß,  den
die  Franzosen  auch  richug  ertennen.

Verdun  ist  von  einem  doppelten  Fortgürtel
umgeben,  in  dem  der  außere  der  hauptlachlichlee,
jtärisie  ijt,  und  in  ihm  wieder  bildet  oie  Panzerseste
  Vouaumont  einen  für  die  Verteidigung
  wie  für  den  Angriff  sehr  wesemtlichen
WPuntt  In  den  Kämplen  an  der  gewaluigen
achinesischen  Mauer“,  die  Frankreich  von  Verdun
  dis  Bellort  zur  Bekrästigung  leiner  friedlichen
  Gesinnung  gegen  Deuischand  im  Osten
errichtete,  isl,  wie  ermnerlich,  schon  im  eren
September  eine  wichtige  Lücke  geschlagen  worden:
  Am  24.  Sepiemoer  1914  siel  nach  schweren
  Kämpfen  das  starte  Sperrfort  Camp  des
Romains  bei  St.  Mihiel  an  der  Maas  in
unsere  Hände,  und  damit  war  in  die  Fortkette
Verdun-Toul  ein  Loch  gestoßen  und  ein  Uebergang
  über  die  Maas  gewonnen.

Heute  findet  dieser  Stoß  eine  kräftige  Fortsetzung,
  welche  die  schönsten  Erfolge  verspricht.

Was  Verdun  im  Rahmen  der  franz.  Stellung
bedeutet,  liegt  auf  der  Hand.  Fiele  dieser  starle
Stützpunkt  an  der  feindlichen  Nordosifront,  so
würde  das  einen  befltinimenden  Einfluß  auf  die
ganze  franz.  Verteidigungslinie  ausüben  müssen.
  Es  in  freilich  heute  noch  nicht  an  der
Zeit,  und  auch  nicht  nötig,  sich  in  Erwägungen
über  Mmögliche  Ereignisse  der  Zukunft  zu  ergehen.
  Das,  was  unsere  Truppen  bis  jetzt  geleistet
  haben,  ist  schon  so  groß  und  gewalig,
daß  wir  darauf  stolz  sein  können.  Die  A
gabe,  die  hier  vor  Verdun  bewältigt  werden
muß,  ist  vielleicht  die  schwerste,  die  bisher  unserem
  Heer  gestellt  war.  Aber  die  Art  ihrer  Bewältigung
  entspricht  der  Schwierigkeit  der  Lage.
Sicherheit  und  Kühnheit  der  Operation  sind
hier  ebenso  groß  wie  der  Mut  und  die  Schneid,
mit  der  sie  durchgeführt  wird.
.““““

Siegesziel.

Sussenahln  on  W.  H.  Geinborzg.

Cachdoick  verboten.)
Bernhard  Sewald  war  wieder  still  und  geduldig
  geworden.  Aber  es  war  nicht  mehr  die
Geduld  des  bilflos  Schwachen,  sondern  die
heroische  Gefaßtheit  des  Starten,  der  sich  mächtiger
  fühlt  als  das  feindliche  Ge
ugeln  umzischten  ihn  —  die
Granaten  fuhren  heulend  über  ihn  dahin,  ehe
se  mit  betaubendem  Krachen  drüben  einschlu-##
  er  sah,  wie  die  Schrapnells'  mit  scharfem
nall  über  dem  sranzösischen  Schützengraben
gerberlten,.  aber  er  lag  inmitten  all  des  Infernalischen
  Tobens  wie  un  tiessten  rieden,
nd  seine  Gedanken,  die  so  la  n  den
Leiden  des  Körpers  gesesselt  and  zitzehunten
worden  waren,  jetzt  begannen  sie  zu  wandern.
Welt,  weit  hinweg  bis  in  die  serne  deutsche
Heimat,  die  ihm  niemals  teurer  gewesen  war
ols  jetzt,  da  er  die  Gewißheit  hatte,  sie  niemals
  wlederzusehen.  Viel  liebe  Gesichter  zogen
en  seiner  Seele  vorüber:  eines  aber  blieb,  als
elle  die  anderen  Schautenbet  wieder  entschwunden
  waren.  Es  von  braunen  Flechten
umrahmt  und  bater  Margarete  Willims.  fanste
ge.  wußte  er  zu  deuten,  was  ihm  so
bitter  und  schmerzlich  durchs  Herz  gegangen
war,  a  hm  das  von  ihrem  Vater  ver-*
  Morphium  aus  freien  Stücken  gebracht
Late  Er  hatte  5%  dals  einen  Bewels  dafür  genommen,
  daß  sie  ihn  nicht  liebte.  Denn  wie
n  eln  liebenbes  Welt  es  über  sich  gewinnen
der  ihr  das,  Teuerste  auf  der  Welt
IEIIIII  Todeswafste  in  die  Hand

 

      
      
   
   

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Dleqroßeschlactvelveednm

Berlin,  27.  Febr.  Ueber  die  Kämpfe  vor
Verdun  berichtet  Dr.  Mar  Osborn  der  „B.  Z.“
vom  westlichen  Kriegsschauplatz  u.  a.  folgendes:
  Auf  dem  ganzen  Frontabschnitt  begann
am  21.  Februar,  morgens  129  Uhr,  ein  mörderisches
  Feuer  unserer  Artillerie.  Durch  die  ausgezeichnete

  Tätigleit  unserer  Flieger  wurde  den
Heirallchen  Flugzeugen  die  Einsicht  in  den  Luftbereich
  hinter  unserer  Front  verwehrt  und  dadurch
  die  Beobachtung  des  Gegners  gestört.
Bis  zum  späten  Nachmittag  raste  an  diesem  21.
Februar  unser  Feuer  mit  schwerster  Wucht  gegen
die  über  alle  Begriffe  festen  Stellungen  des
Feindes,  die  Gräben  zerstampfend,  die  Drahtverhaue
  in  Fetzen  zerreißend  und  jeden  Zugang
vom  Süden  sperrend.  Um  5  Uhr  nachmittags
drang  unsere  Infanterie  zunächst  in  der  Mittle
des  Abschnittes  vor.  Das  gesamte  Waldgebiet
war  von  den  Franzosen  nach  und  nach  zu  einem
einzigen  kolossalen  Hindernis  ausgebaut  worden,
in  dem  sich  der  Drahtoerhau  von  Baum  zu
Baum  fortpflanzte.  Das  gewaltige  Artilleriefeuer
  aber  hatte  das  undurchdringliche  Retz  gesprengt
  und  so  konnten  sich  die  Unsrigen  mit
geringen  Verlusten  des  Waldes  bemächtigen,
der  abends  8  Uhr  vollständig  in  unserer  Hand
war.  Am  folgenden  Tage,  dem  22.  Februar,
wiederholte  sich  das  gleiche  Spiel  des  Zusammenwirkens
  von  Artillerie  und  Infanterie.  Die
Batterien  lenkten  ihr  Feuer  weiter  sudlich  auf
die  nächsten  Stellungen  des  Feindes.

um  5  Uhr  nachmittags  degann  der  Sturm  uno
nach  einer  halben  Stunde  war  der  Ort

mont  in  deutscher  Hand,  während  zu  derselben
JZeit  östlich  der  Caures-Wald  ganz  durchstoßen
war.  Weiter  ging  die  Bewegung,  die  sich  in
südwestlicher  Richtung  vorschob.  Jetzt  war  das
Ziel  die  sog.  Brabanter  Stellung  der  Franzosen,
die  sich  an  den  Ort  Brabant  anlehnte.  Mörser
und  Haubitzen  spien  Tod  und  Verderben  gegen
diese  feste  Verschanzung.  Am  23.  Februar  waren
die  Brabanter  Stellung  und  der  Ort  genommen.
Aber  immer  weiter  wälzte  sich  der  unaufhaltsame
  Strom,  immer  in  dem  methodischen  Wechsel
  zwischen  Beschießung  und  Sturm.  Die  Tattraft
  und  Ausdauer  unserer  Truppen  in  allen
diesen  Kämpfen  waren  unvergleichlich.  Kommandeure
  und  Offiziere  können  nicht  aufhören,

zu  drücken!  Er  war  voll  herben  Grolls  gewesen
in  jenem  Augenblick  und  voll  brennender  Enttäuschung.
  Mühsam  nur  halte  er's  ihr  verhehlt.
Jetzt  aber  sah  er  es  anders.  Jetzt  empland
  er  ihr  Geschenk  als  das  Köstlichsie,  dct
er  je  aus  eines  Menschen  Händen  empfande
  darüber  F  r  sich  keiner  Täui
  daß  es  am  Ende  doch  nur  der
gesitz  ut-  erlösenden  Pulvers  war,  was
ihn  mit  so  wundersamer  Stärke  und  so
heroischer,  Krast  der  Selbstüberwindung  erfüll
  Es  war  halb  sarkastisch  gemeint  gelache:
  als  er  davon  gesprochen  hatte,  daß  er
lie  vielleicht  in  einem  kritischen  Augenblick  als
seine  Wohltäterin  segnen  würde.  Nun  aber
flehte  er  wirklich  in  heißem  Gebet  allen  Segen
des  Himmels  auf  ihr  Plieoten  Haupt  herab.
Und  als  er  nach  einem  Tage,  der  für  ihn  nicht
vierzehn  Stunden,  sondern  vierzehn  Jahre
ewährt  hatte,  bei  eintretender  Finsternis  das
ache  Holzschächtelchen  unter  seinem  Unisormrock
  bervorzog,  da  küßte  er  4½  so  inbrünstig,
wäre  es  ein  frischer,  keuscher  Madchenmund,
  der  sich  seinen  fleberheißen,  geborstenen
Lippen  dargeboten  habe.  —

gen.

Beim  Morgengrauen  hatte  das  deutsche
Batalllon  den  vordersten  französischen  Schützenraben
  im  Bajonettangriff  genommen.  Als  sle
suͤ  türmend  *Wn  hatten  einige  in  der  lang
ausgezogenen  chützenlinle  schwache  Zuruse
vernommen,  die  nur  von  einem  deutschen
Verwundeten  kommen  konnten.  Und  d
der  Bewältlgung  des  Feindes  das  —  elände
  nach  Toen  und  Vereeten  abgesucht
wurde,  f  auch  die  Lueberresse  der

 

dieser  Lesstungen  in  Ausdrücken  des  Lobes  und
der  Anerkennung  zu  gedenken.  *  Verluste
waren  glücklicherweise  nicht  sehr  groß.

ri  e  e
Der  Sturm  auf  Douaumont.

Berlin,  27.  Febr.  Der  Kriegsberichterstatter
  des  „B.  I.“  meldet  aus  dem  Grohen  Hauptquartier
  unter  dem  26.  Februar:  Gestern  nachmittag
  haben  brandenburgische  Truppen  das
ganz  moderne  Fort  Douaumont  der  Festung
Verdun  erstürmt.  Ebenso  wie  die  französischen
Militärschriftsteller  Verdun  als  ihre  bestangelegte
  und  uneinnehmbarste  Festung  bezeichnet
haben,  wird  man  wahrscheinlich  dieser  Tage
lesen  können,  daß  Verdun  veraltet  und  von  geringer
  Bedeutung  ist.  Das  Werk  DTouaumont
wurde  als  stärkster  Teil  der  Festung  selbst  gebaut,
  es  bildet  durch  seine  Lage  tatsächlich  den
Eckpfeiler  der  ganzen  Ostfront,  es  ist  von  dem
Mittelpunkt  Verduns  gerade  eine  deutsche  Meile
entfernt.  Die  riesige  Beton=  und  Stahlpanzerung
  liegt  in  Trümmern,  ein  zweites,  unweit
gelegenes  Fort  ging  durch  einen  einzigen  schweren
  Schuß,  der  es  von  oben  durch  alle  Stockwerke
  bis  in  die  Munitionslammer  durchschlug,
ganz  wie  seinerzeit  das  Fort  Loucin,  in  die  Luft.
Die  Organisation  des  Angriffes  auf  die  Nordfront
  von  Verdun  war  ein  Meisterstück  für  sich
Arbeiten  von  ungeheurem  Umfange  mußten  erst
in  völliger  Verborgenheit  ausgeführt  werden,
sollte  der  Kampf  gegen  die  uneinnehmbare  Festung
  wirllich  gelingen.  Die  Entfernung,  die
von  der  schweren  Arkilleric  abseits  der  normalen
Eisenbahnlinien  zurückzulegen  war,  wurde  durch
das  anhaltende  schlechte  Wetter  und  den  dadurch
  eintretenden  Zustand  der  Straßen  zur
großen  Schwierigkeit.  Hunderte  von  Menschen
mußten  erst  eine  Verbesserung  der  Wege  vornehmen.
  Wie  sabelhaft  genau  geschossen  wurde,
wissen  wir  heute.  Es  war  offenbar  auch  gelungen,
  die  Telephonverbindungen  mehrerer
Artilleriebeobachter  zu  zerstören,  da  die  Artil-Lebend

  sreilich  nur  noch  einen:  den  Bizeseldwebel

  Sewald.  Und  auch  den  dielt  man
seinem  Aussehen  nach  für“  einen  Sterbenden,
obwohl  er  die  vertraumen  Gesichter  der  ersten
Kameraden,  die  ber  ihn  herabneigten,
mit  einem  LZächeln  begruhe  5  konnte  nur
Hüstenn,  und  durch  die  Herzen  der  Männer,
ihn  behutsam  aus  seiner  halben  Verschürdaen
  butiten  ging  ein  Erschaeern,  als  er
sagte,  er,  während  der  letzten  zwanzig
Stunden  Pouuktos  und  der  vollem  Bewußtsein
gelegen  habe.

Noch  untker  dem  Schutze  der  Morgennebel
trugen  sie  ihn  auf  einer  Zeltbahn  dis  zum
Nerbanopat,  zurück.  Er  fühlte  nichts  davon,

man  hatte  sich  beeilt,  ihm  eine  Morvennn
  men  hatten  zu  geben.  Ehe  er  sie  aber
empling,  hatte  er  dem  Hauptmann,  der  in
heralichen  Reundegworten  zu  ihnn  sprach,  neben
seiner  Briesiosche  und  etlichen  Wertsachen  auch
eine  winzige,  flachrunde  Holgschachtel  rie
händigt,  mlt  der  innigen  Vilte,  sie  ihm
verwahren  —  für  den  Fall,  daß  er  durch  #
Wunder  mit  dem  Leben  davonkommen  sollte.  —

·  "  ·

Eln  Wagen  hlelt  vor  dem  Hause,  und
Margarete  Wn,  dle  am  Fenster  saß,  well
sie  dle  Heimkehr  ihres  Valers  aus  dem  Lazarett
  erwartete,  sah  einen  Herrn  im  Osflälersmantel
  ausstelgen.  Aber  sie  erkannte  alorn.
daß  es  ch  der  Erwortete  war.  So  chl
und  so  hoch  gewachsen  war  der  Sanilösfsrat
Wiun  8  und  er  bemegt  lich  auch  s

mühsam  der  da  unten.  Hastig  schob
e  die  rm—i  geleir  um  besser  se  4  zu

 

 

Vatraullle  n  F#rgesirtgen  Abend.

anen,  und  in  dlesem  Augenblick  hob  der

Oausgestatteten  Gefangenen  erzählen,  d##ß
beschreiblich  furchtbar

fangenen  waren  sichtlich  erleichtert,  dieser  Hölle

 

Dienstag,  29.  Februar  1916

lerie  pon  Verdun  manchmal  in  sehr  wichtigen
Augenblicken  schwieg.  Die  übrigens  sehr  gut
die
Wirkung  unserer  schweren  Artislerie  galiz  ungewesen
  sei,  niemand
könne  dies  längere  Zeit  aushalten.  Die  Genunmehr

  entronnen  zu  sein.

Aus  dem  Großen  Hauptquartier  wird  dem
„Lokalanzeiger"  berichtet:  Die  Panzerfeste
Douaumomt  liegt  schon  seit  Donnerstag  in  ihren
Trümmern.  Vier  Schüsse  unserer  schweren  Ge.-schütze
  waren  auf  sie  abgegeben,  ein  jeder  dieser
Schüsse  war  als  ein  Einschlag  in  das  serne  Ziel
gegangen.  Explosionen  im  Innern  der  stolzen
Pfeilerwehr  waren  den  Einschlägen  gesolgt,  und
was  alle  Befestigungskunst  Frankreichs  in  zehn
Friedensjahren  und  112  Jahren  dieses  Krieges
mit  allen  Mitteln  der  Festungsbaukunst  gerüstet
hatte,  lag  von  der  deutschen  Tatkraft  und  Fähigkeit
  hingestreckt.  Das  Symbol  der  Unbezwinglichkeit
  ist  in  unserer  Hand,  so  wie  die
füdöstlich  in  der  gleichen  Höhe  hinziehenden
Plätze  Dieppe  und  Fromezey  an  uns  gefallen
sind.  Die  Tiefe  unseres  Vorstoßes  in  das  während
  dieses  Stellungskrieges  von  unseren  Gegnern
  gehaltene  Gebiet  östlich  der  Maas  und
nördlich  von  Verdun  hat  damit  aus  unserer
ursprünglichen  Stellung  zwischen  Consenvoie  und
Vzannes  gemessen  in  den  bisher  fünf  Tagen
des  Kampfes  rund  acht  Kilometer  erreicht.  Aber
auch  weiter  noch  nach  Süden  und  Südosten

 

macht  sich  die  Folge  dieses  Raumgewinnes  zu
unseren  Gunsten  bemerkbar.  Der  Widerstand
unserer  Gegner  in  dem  von  ihnen  gehaltenen
Teil  der  Woeore-Ebene  zerbrach  und  unsere
nachdrängenden  Truppen  konnten  bis  Marcheville
  südlich  der  stolzen  Route  National,  die
auf  dem  Grunv  alter  Römerwege  von  Metz  bis
nach  Paris  hinleitet,  festen  Fuß  fassen)

Das  Fort  Douaumont  bildet  den  Nordostpfeilet
  der  ganzen  befestigten  Stellung  von
Verdun.  Es  liegt  acht  Kilometer  von  der  Stad:
seltst  entfernt,  nördlich  der  großen  Straße
Verdun--Etain-Metz.  Es  belitzt  eine  überhän.
gende  Lage,  die  das  Vorgelände  weithin  be,
herrscht  und  unter  Feuer  nimmt  und  ist  eine
im  Frieden  mit  allen  Mitteln  der  Kunst  und
Technik  ausgebaute  Panzerfeste,  in  der  die  modernsten
  Errungenschaften  der  Befestigungskunk
vereinigt  sind.  Die  Eroberung  des  Werkes  von
Douaumont  ist  deshalb  von  so  entscheidender
Bedeutung,  weil  damit  die  erste  Bresche  in
den  Ring  der  permanenten  Befestigun  gelegt
  ist.  Es  besteht  aus  mehreren  einzelnen
Werken  mit  dazu  gehörigen  Panzerbatterien,
Anschlußlinien,  Infanteriestellungen  und  dergleichen
  mehr,  so  daß  es  eine  zusammenhängende
Reihe  von  Befestigungen  darstellt,  die  die  ganze
beherrschende  Höhengruppe  einnehmen.  Von  der
Höhe  von  Douaumont  aus  ziehen  sich  die  weiteren
  Befestigungen  einerseits  in  südöstlicher
Richtung  nach  der  Maas  hin,  andererseits  gehen
sie  über  das  Fort  de  Vaux  in  südlicher  Richtung.

Das  mörderische  deutsche  Artilleriefeuer.

Genf,  27.  Febr.  Ein  französischer  Ofsizier,

der  1915  den  Vorstoß  in  der  Champagne  mitgemacht
  hat  und  an  den  jetzigen  Kämpfen  bei

lich  schmales  und  blasse#  Gesicht  zu  den  oberen
wußt

Fensterreipen  des  Dauses.  Da  wußte  Margarele
  frellich,  wen  sie  vor  sich  hatte,  und  eine
Empfindung,  nicht  haue

von  der  16  lelber
sagen  können,  ob  es  Freud:
zung  war.  ging  durch  ihre  Seele.
ftz  Margarete  zögerte  keinen  Augenblick
allirsn  um  den  unerwarteten  Besucher
sben  an  der  Schrrele  der  Wohnung  zu  empangen.
  Langsam  und  unverkennbar  nii
Einiger  Anstrengung  stieg  er  die  Treppe  empor.
ber  wie  *  abelier  Schimmer  flog  es  über
sein  Gesich  er  des  jungen  Mädchens
ansichtig  rnne  das  ihm  seine  beiden  Hönde

engegenstee
ins!  Ha,  ist  es  denn  wirklich
wohr“  —  Du  kehrst  zurück  —  und  ohne  uns
auch  nur  die  Freude  einer  vorherigen  Miltellun
  44  gönnen?“
gza  drel  Tagen  habe  ich's  ja  selber  noch
uucht'  crute  daß  ich  die  Helmat  schon  so  bold
wutedersehen  würde.  Und  dann  —  nun,  dann
nte  ich  mir  eben  das  LVergnügen  einer
Ueinen  Weberraschung  nicht  versagen.
lte  dir  nun  allerdings  oroHartig  ge:
lungen  Ist.  U#kommen  —  tausendmal
wlllkommen!  —  Aber  du  gehst  am  Stock!
Bist  du  denn  verwundet
lleine  Quechhung,

oder  Bestür-„Unbedeutend!]

  —  Eine
vie-  ¾ó“%  ——  F  Verseb  e#ee  geheilt  sein
l7  bätse  mich  wahrhasig
d  chr  9  zarschel  icken  brauchen.“
Mit  im  Druck  hafte  Margarete  seine
te  guosschour  ntre  Hände  genommen  und
d  e  ihn  in  ble  Wohnung  gezögen.

 

Antömmling  lein  noch  lugendliches,  aber  t#em#

(Fartsetzung  walgt.)

.

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Verdun  tei
tisi=  ":  M
glichen,  dess
geschichte  ül
Artillerievo
harmloses
spondent  d
richten  von
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Offensive  i
das  rücssich!
ser  Woche
Maashöher
42  Zentime
halsen  den
Feldbefestit
rernichtet,
Kugel  aufßt
zuvor  istet
Einzelheiter
so  reichlich
ruiet  gen#
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ron  Verdu
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Flugblatt,

Westfront

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in  Flande
mutlich  de
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in  schwere
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die,  wenn
lung  auf
Folitische