Full text : Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

LQummer  118

nach  der  Ortschaft  Laghi  und  nach  Arsiero  ab.
Vergebens  suchte  der  Feind,  den  verlorenen
Boden  wenigstens  im  Etschtalabschnitt  wieder
zu  bekommen.  Der  Sturm  auf  die  von  uns  besetzte
  Höhe  der  Zugna  Torta  wurde  glatt  ab.-gewiesen.

  Unaufhaltsam  dringen  indessen.  von
bonstvalle.  Begeisterung  getragen,  unsete  Trup  ·
pen  vor,  dank  der  mächtigen  Artillerievorbereitung
  bei  aussallend  geringen  Verlusten.  Noch
rerbeißt  sich  der  Gegner  immer  wieder  in  die
Stellungen  am  Col  di-Lana,  aber  auch  heute
erreichte  er  dort  nichts,  während  seine  ganze
Front  von  der  Etsch  bis  zum  Suganatal  ins
Wanken  kam.  (3.)

Der  italienische  Bericht.

Rom,  17.  Mai.  Amtlicher  Kriegsbericht:
Vom  Tonalegebiet  bis  nach  Judikarien  hinein
Artilleriekampf.  Im  Lagarinatale  richtete  der
Feind  nach  einem  heftigen  Feuer  fünf  starte
Angrisse  auf  unsere  Stellungen  an  den  Nord.
dängen  der  Zugna  Torta.  Er  wurde  zurückgeschlagen
  und  erlitt  sehr  große  Verluste,  die
ihm  durch  das  rernichtende  Feuer  unserer  Artillerie
  und  Infanterie  zugefügt  wurden.  Zahlreiche
  feindliche  Leichen  wurden  ron  den  Fluten
der  Etsch  fortgeführt.  Im  Gebiet  zwischen  dem
Terragnolotale  und  dem  Hochastico  zwang  uns
gesiern  eine  heftige  Verstärkung  des  Artilleriefeuers
  aller  Kaliber  unsere  Front  nochmals  zu
rektifizieren,  indem  wir  einige  rorgeschobene
Stellungen  ausfgaben.  In  der  Nacht  auf  15.
Mai  machte  der  Feind  unaufhörlich  im  Abschnitt
ron  Asiago  Angriffsversuche.  Er  wurde  zurügeschlagen
  und  erlitt  sehr  schwere  Verluste.  Während
  des  Lanzen  Tages  rerhielt  sich  der  Feind
untätig.  Im  Suganatale  griff  der  Feind  in
der  Nach!  auf  den  16.  Mai  und  am  folgenden
Morgen  mit  großer  Kraft  an  den  Abschnitten
der  Front  zwischen  dem  oberen  Maggio  Tale
und  dem  Kolo  Berg  an.  Er  wurde  zurülgeschlagen.
  Wir  machten  einen  Gegenange  iff.
Etwa  300  Gesfangene,  darunter  einige  Oifi—.
ziere,  blieben  in  unserer  Hand.  „Er  wurde
zurückgeschlagen“,  das  find  handgreifliche  Lu.
gen.  Tatsächlich  stehen  unsere  Verbündeten  vielsach
  schon  auf  italieniichem  Boden.

Die  italienischen  Tagesblätter  bemühen  sich,
die  Bedeulung  der  militärischen  Vorgänge  an
der  Tiroler  Front  so  riel  wie  möglich  zu  verlleinern,
  wobei  ihnen  der  Umstand  zu  Hilse
lommt,  daß  sich  ihr  Nachrichtenmaterial  bisher
ausschließlich,  auf  die  Berichte  Cadornas  beschränkte.
  Seit  Ausbruch  des  Krieges  hat  noch
leine  italienische  Zeitung  jemals  einen  amtlichen
öfterreichischen  Bericht  über  die  Vorgänge  In
der  ilalienischen  Front  reröffentlicht,  und  das
Publikum  in  Jlalien  erfährt  auch  dieomal  wieder
nichts  über  die  Gefangennahme  von  Tausenden
ron  Italienern  an  der  Südtiroler  Grenze  und
über  die  übrigen  öiterreichisch  ungarischen  Erfolge

in  Karnten  und  am  JFionzo.
"*  „  2

Die  sicgreichen  Kampfse  in  Oberitalien.


Wien,  18.  Mai.  Ueber  die  Kämpfe  in

Oberitalien  wird  uno  geschrieben:

Im  südöimtlichen  Teile  von  Tirol  standen  jsich
die  Oeiterreihher  und  Italiener  in  sol  gender
Linie  gegenüber:  Nordende  des  Garda  Se
Nori-  füdlich  Kor  ereTerragnola  Tal-Sudesthang
  der  Hochfläche  ron  Vielgerenth  (oalgaria)
  Sud.  und  Ostrand  der  Hochfläche  ron
Lafraun  (Lararone,  das  Brenntal  Val  Su.

——  .  .
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ask  So  3  *73  :  stond:z.
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„Mein  liebes  Liehtl  fifterte  er.  6  „Was

quälii  du  dich  mit  jo  n  risch  en  Gedaufen?  —

Wiemal,  mehr  —  und  selofl,  wenn  ich  dich  nicht

irde  besinen  lön  —  hätte  ich  ich  nag
den  Leben  sehnen  u##nen.  bas  114  yier  fuhre
Ich  hätte  es  nicht  länger  ertragen,  un  mir.
einmal  die  Augen  ausgegangen  sind.  Was  bin
ich  denn  hier?  —  Ein  Mensch,  der  eines  andern
Prot  ißt,  ohnc  es  sich  verdien  zu  haben  —  der
sich  behandeln  lassen  muß  wie  ein  Schulknabe
und  —  n  Anrecht  hat  auf  eine  andere  Beswabefung
  Woe  habe  ich  ein  glänzendes  Leben
aber  jeden  Augenblick  muß  ich  es  empfinden,
daß  ich  es  nur  geschenkt  erhalte,  und  daß  mir
dies  Geschenk  eines  Tages  entzogen  werden
ann  —  —  Nein,  ich  will  sesteren  Grund  unter
en  Füßen.  Ich  will  meine  Kräfte  brauchen;
ich  will  den  Veweis  erbringen,  daß  auch  ich
erwas  leisten  kann  im  Leben.  Nicht  nach  Reichtum
  trage  ich  Verlangen:  unabhangig  will  ich
sein,  frei.  Das  ercheint  mir  als  das  worhan
Erstrebenswerte  im  Leben.  d
verlange  ich  unbedingt,  daß  du  ½  gläalih,  nnt
wie  ich!  Cs  wäre  ja  elwas  Trauriges  um  meine
Liebe,  wenn  seie  dich  nicht  froher  machen  könnte.
Komm  —  gib  einmal  deine  Hände!  —  Ich  will
unseren  Schat,  hineinzählen.  Denn  du  ennßt
ihn  bewahren
Ob  sie  sich  läuschte  —  ob  ihre  erregte  Einbildungskrast
  es  ihr  nur  vortäuschte  —  Herta
vermochte  es  nicht  zu  sagen.  Aver  während
Eberhard  ihr  das  Geld  in  die  Hand  drückte,
so  das  das  (Iold  leiie  tlann  alaubte  ĩie  in  der

 

 

 

 

 

 

 

gana  westlich  Borga  schneidend  —über  den
Monte  Collo  etwa  6  Kilometer  nordwestlich
Borga  und  ron  hier  in  allgemein  nordöstlicher
Richtung.  Bereits  am  14.  Mai  abends  ent.
wickelte  die  österreichisch-ungarische  Artillerie  an
rielen  Stellen  der  Front  eine  erhöhte  Tätigleit.
  Mit  dem  frühen  Morgen  des  15.  Mai
setzte  im  Abschnitt  ron  Rovereto  bis  zu  dem
Ostrand  der  Hochfläche  ron  Vielgereuth  ein  vorezuglich
  liegendes  Wirkungsseuer  ein,  das  den
Sturmtruppen  zum  Teil  ein  sehr  baldiges  Vorgehen
  erlaubte.

Die  ersien  Stellungen  wurden,  wie  alle  Mel.
dungen  übereinstimmend  herrorheben,  unter
auf  erordentlich  geringen  Verlusten  für  die  Angreifer
  genommen.  Südlich  Rorereto  wurden  im
ersten  Ansturm  600  Mann  eines  neuen,  im  Win.
ter  aufgestellten  Regiments,  vorwiegend  aus
Rekruten  des  Jahrganges  1695  bestehend  und
soeben  erist  an  der  Front  eingetroffen,  gefangen
genommen.  Im  Terragnola-  „Tal  leislete  der
Feind  in  einzelnen  #  Ortschaften  länger  hartnäckigen
  Widerstand.  Am  Abend  war  der  Gegner
überall  geworsen  und  an  vielen  Stellen  weit
über  die  ersten  Stellungen  hinaus  zurückgedrängt.
Die  Beute  des  Tages  beträgt:  65  Ossfiziere,
über  2500  Mann  Gefsangene,  3  Geschütze  und
2  Maschinengewehre.  Am  16.  Mai  machte  der
Angriff  auf  der  ganzen  Linie  erhebliche  Fortschriltte.
  Am  Ollrande  der  Hockfläche  von  Vielgereuth
  wurde  eine  Stellung  genommen,  die
in  einem  rorgefundenen  italienischen  Divisionsbesehl
  als  Hauptstellung  bezeichnet  worden  war
und  dementsprechend  aufs  ädußerste  gehalten  werden
  sollte.  Im  Terragnola-Tale  fielen  die  bisher
  harmädig  rerleidigten  Stützpunkte  in  die
Hände  unserer  Truppen.

Die  österreichisch=  ungarischen  Truppen  waren
auch  am  17.  Mai  überall  im  Vordringen  und
ihre  Fortschrine  betragen  ron  den  Ausgangsstellen
  Lis  7  Kilometer  in  der  Tiefe.  Teilweise
betraten  die  Sieger  bereits  iralienischen  Boden,
an  anderen  Stellen  nähern  sie  sich  der  Reichsgrenze.
  Nach  den  leßten  Meldungen  chieg  oie
Gesamtahl  am  17.  Mai  früh  auf  141  Offiziere,
6200  Mann,  17  Maschinengewehre  und  13  Geschützc.


wunteihen  semanden  zu  seyen  —  eine  schattenhafte
  Gestalt,  die  hinter  den  Blattpflanzen  auftauchte
  und  so  rasch,  wie  sie  gekommen  war,
wieder  verschwand.
hatte  Mühe,  einen  Schreckensruf  zu

unterdrücken.  Und  bebend  flüsterte  sie  dem  geliebten
  Manne,  der  lorben  *k  letzte  Banknote
in  ihre  Hand  gezählt  hat

„Hast  du  nicht  jeman  en  ae  ehen

nGesehen  Nein.  en  sollte  l““  Lesehen

Aeer  seine  Sorglosiqkeit  überzeugte  sie  nicht.
Sie  lauschte  angestrengt.  und  sie  vermeinte  das
leise  Knirschen  der  Treppenstufen  wie  unter  behutsamen
  Fußtritten  zu  vernehmen.

Auch  das  sagte  sie  Eberhard.  Aber  er  hatte
nichte  vernommen,  und  er  schalt  zärtlich  auf
ihre  törichte  Furcht.  Zu  beseitigen  vermochte
er  diese  Furcht  damit  freilich  nicht.  Sie  glaubte
sich  in  dicsem  Hause  fortwährend  beobachtet
und  belauscht,  und  im  Grunde  ihres  Herzens
war  sie  ganz  sicher,  daß  sie  sich  soeben  nicht
getäuscht  hatte.  Sie  zitterte  vor  den  Menschen,
die  ihr  an  diesem  Abend  bewiesen  hatten,  daß
sie  vor  keiner  Bestialität  zurückschreckten  —  sie
Fitterie  für  ihr  kleines  Vermögen,  aus  dem  sich

z  Glück  aufbauen  qdelle  und  das  nun  ihrer
98  anvertraut  w

Der  Vebernhan  in  dem  dunklen  Winkel
wurde  ihr  unerträglich,  und  sie  bestand  darauf,
daß  si  5  sich  trennten.

als  sie  den  letzten  Kuß,  das  letzte
zärtliche  Wor  empfangen  hatte,  als  sie  in  wgn
Zimmer  allein  war,  zwangen  die  dunelen

sushtungen  sie,  sich  an  die  verschsoslen  Tür  *
stellen  und  hinausaulauschen.  inuten
bele#ten  warlete  8  ver  ebens;  -  orte  sie

draußen  abermals  das  Wn  leichter  She.

 

Um  die  Erfolge  völlig  würdigen  zu  können,
muß  man  ermessen,  daß  die  Kämpfe  im  Gebirge
stattfinden  mit  Hoh  enunterschieden  bis  zu  1000

eter  auf  einen  Kilometer,  und  daß  dieses  Ge.
birge  zum  Teil  noch  tief  verschneit  ist  und  die
Nackführung  aller  Heresbedurfnisse  ganz  außerordentlich
  schwierig  ist.  Immerhin  darf  man
bosfen,  daß  die  bi#ller  erzielten  Erfolge  weiter
ausgebaut  werden  lönnen.

Fesulcher  Aiegsschauplag.

In  Verdun.

Haag.  18.  Mai.  Die  „Times“  veröffent.
lichen  einen  Bericht  ihres  Kriegebrrichterflallers
dem  es  möglich  war.  in  das  beschoisene  Verdun
zu  gelangen:  Durchscknittlich  werden  täglich

450  Geschyfi-  nas  der  Stadt  geschleudert.  An

manchen  Tagen  wäcku  aber  die  Zahl  auf  tau.
send.  Sechoflöckige  Häuser  sind  wie  Kartenhäuser
  zurammengesalien.  Die  deutschen  Ge.
schosse  erplodieren  mit  einem  Lärm,  daß  mun
unroillkürlich  an  den  Weituntergang  denken
lann.  Die  Stadt  i  rollfländig  leer,  einzelne
Teile  nur  mebr  ein  Trümmerhaufen.  Nur  in
der  Zitadelle,  die  gleic  sam  aus  dem  mächtigen
Gelomassir,  das  sich  in  der  Mitte  von  Verdun
erhebt,  heraus  gehanen  scheint,  befindet  sich  der
Kommandierende  it  seinem  Stab.  Das  Ar.
beitszimmer  des  Generals  liegt  genau  im  Zentrum
  des  gewaltigen  Massirs  und  ist  dadurch
dem  Höllenlärm  von  außen  entrũct.  (3.)

Der  Lampf  zur  See.

Eine  amerikanische  Protestnote  an

England.
Reuyork,  16.  Mai.  (Durch  Funkspruch
rom  Vertreier  des  WI.)  Die  „Associated

Preß“  meldet  aur  Washington:  Die  amerilanische
  Regierung  bereitet  einen  Protest  gegen
die  Behinderung  des  Postrerkehrs  von  und  nach
den  Vereinigten  Staaten  durch  England  vor,

und  diesmal  wer  es  gewiß  kein  trltgeruche
Täuschung  gewesen,  als  sie  in  der  unteren
Etage  den  Laut  einer  zufallenden  Tür  zu  hören
meinte.

Geän  gstigt  und  gequält  legte  sie  sich  nieder.
Und  3  alchse  ihren  Schlummer  nicht  leichter,
daß  ihr  Schatz,  der  Grundstein  ihres  Glückes,
unter  ihrem  Kopfkissen  ruhte.

23.  Kapitel.

Hätte  man  einen  Unbeteiligten  am  nächsten
Morcen  an  den  Frühstückstisch  der  Rominger
geführt  —  er  hätte  sicherlich  nichs  geahnt  von
den  dunklen  Geheimnissen,  die  die  lächelnden
Lippen  dieser  heiteren  Menschen  hätten  verraten
  können.  dieser  Menschen,  die  so  reich  und
"6.  i#luckich  schienen  in  ihrer  gelassenen  Sorg-—

  Rominger  beland  sich  in  ausgezeichneter
  Laune  *  schien  ja,  als  sollten
all  seine  Pläne  lich-  glänzind  ersklieno:  und  ein
kleines  Lächeln  um  den  Mund,  mit  leicht  geneigtem
  Ko  1.  lauschte  er  dem  heiteren  Wortheher

  zuff  hen  der  Komtesse  und  Ebverhard.
Dasse  leichie,  gei-  reiche  Art  der  Konversation,
in  der  Lyudia  Aldringen  Meisterin  war,  hatte
Ur  den  Mann,  der  den  Umgang  mit  geistig
ochstehenden  Menschen  sgt  W  enoffen
hatte,  unendlichen  Reiz.  *i75“  nien
  aran,  ce  er  Bird  46r  Srns  hr  zu
au

elne  Blicke  zu  der  jungen
—m  b  bentvanderten.  die  #lill  und  be

 

Samstag,  30.  Mai  1516
der  von  den  amtlichen  Arcisen  als  sehr  scharf
bezeichnet  wird.  Die  Note,  die  binnen  kurzem
abgesandt  werden  soll,  wird  den  Standpunkt
einnehmen,  daß  die  Vereinigten  Staaten  die
Wegnahme  und  Festhaltung  solcher  Postsachen
besonders  neutraler  Herkunft  oder  Bestimmung,
nicht  länger  dulden  können.  England  wird  ver.
sländigt  werden,  daß  die  Vereinigten  Staaten
es  für  eine  gebieterische  Notwendigkeit  hallen,
daß  das  gegenwärtige  Verfahren  geändert
werde.  Die  amerikanische  Regierung  erhielt
Proteste  ron  vielen  Einzelpersonen  und  Firmen,
die  durch  die  häufige  und  lange  Festhaltung
von  Poftsachen  geschädigt  sind.  Staatsselretär
Lansing  erklärte  heute  abend,  wenn  die  Regie.
rung  es  auch  infolge  der  in  der  letzten  deutschen
Unterseeboosts-Note  enthaltenen  Aeuherungen
für  schwierig  finde,  auf  Verhandlungen  mil
England  auf  dem  Gebiete  der  Blockade  zu  be.
stehen,  so  würden  die  Verhandlungen  doch  in
nächster  Zukunft  fortgesetzt  werden.  Er  fügte
hinzu,  man  würde  größere  Eile  angewandt  ha.
ben,  wenn  Deutschland  sich  enthalten  hätte,  dar.
auf  zu  dringen,  daß  die  Vereinigten  Staaten
sofort  England  gegenüber  handelten.

Versenkt.

Stockholm,  18.  Mai.  Der  deutsche  Damp.
ser  „Hera“  ist  auf  der  Höhe  Landsort  torpe.
diert  worden.  Die  Besatzung  wurde  durch  den
schwedischen  Dampfer  „Goeta“  Sercttel  Sie
witd  nach  Stockholm  gebracht.  Laut  „Afton.
bladet“  soll  der  Kapitän  gefangen  sein.

Stockholm,  18.  Mai.  Gestern  nachmitta)
wurden  noch  zwei  deutsche  Dampfer  durch  ein
U-Boot,  wahrscheinlich  ein  russisches,  auf  der
Höhe  ron  Landsort  versenkt:  Die  „Kolga#.
von  Hamburg  nach  Stochholm  unterwegs,  wurde

um  5  Uhr  nachmittags  20  Distanzminuten
S  ron  Landsort  von  einem  U-Boot  min

Granatfeuer  besckossen.  Zwei  Mann  der  Be
satzung  wurden  leicht  rerletzt.  Der  Dampier
wurde  danach  torpediert;  er  fank  sofort.  1)
Mann  der  Besatzung  wurden  Con  dem  schwedi.
schen  Dampfer  „Soedra  Srerige“  gerettet;  der
Kapitän,  der  weite  Steuermann  und  noch  zwei
andere  Mann  werden  rermißt.  Um  6  Uhr  2.
Minuten  nachmittags  wurde  der  deutsche  Damp.
ser  „Bianra“  am  gleichen  Platz  ebenfalls  be
schossen,  wobei  zwei  Mann  leickt  rerletzt  v#r
den.  Parauf  wurde  der  Dampfser  torpedic:'
er  sank  nach  20  Minuten.  Der  Kapitän  wuroe
gefangen  genommen,  die  Besatzung  ron  der
„Soedra  Srerige“  aufgenommen  und  iit  beutfrüh
  in  Stockholm  eingetroffen.  „Dagens  ##

heter“  teilt  mit:  Die  Torpedierung  des  Tonn
fers  era“,  fand  ungefähr  25  Ditanzminuten
.  ——M  r#  Landsort  um  9  Uher:  früh  durch  ###
ruffisches  U  Bott  statt.  Die  Voratzung  uihen
Vefehl,  in  10  Minuten  das  Schisf  zu  rer
lassen.  Der  Dampfer  sam  nach  20  Amner

Die  Bewaffnung  der  feindlichen
ampiet.
Haag,  18.  Mai.  „Daily  News“  meldet  aus
Paris,  daß  jetzt  nahezu  sämtliche  Dampfer  der
französischen  Landelestonze  mit  Geschützen  rer
sehen  worden  sind.  Das  Blatt  fordert  ron  der
englischen  NRegierung  unrerzüglich  gleichfalls  d#s
allgemeine  Bewaffnung  der  englischen  Dampi#et
Sie  sei  der  beile  Schutz  zur  Erhaltung  der  eng
lischen  Handelsflotte  im  Unterieeboot  kriege.
(Diese  Meldung  bedarf  im  Hinblick  auf  ume:
Zugeständnis  an  Wilson  keiner  Erläuterung.

  

scheiden  in  ihrem  sast  klösterlich  einjachen
schwarzen  Kleide  am  unteren  Ende  des  Tischesaß
  —  die  Blicke.  die  sie  aui-  sich  zog,  nicht  bemerkend

  und  nicht  erwidern

Mabel  wußte:  ein  indan  auf  das  die
Komtesse  eifersüchtig  =  und  sie  hatte  ja
kein  Hehl  aue  dieser  esfersacht  gemach  —  miuũt:
eine  Gejahr  bedeuten.  Und  als  Magdalene
änßerte,  daß  Herta  einer  Erholungsreise  bedürie.
stimmte  sie  ihr  lebhaft  bei.  Fränlein  Leuen,
dorff  sah  krank  aus  —  unzweiselhaft:  die  Lur
an  der  Riviera  war  ihr  nicht  zuträglich.  und  d
in  diesem  Augenblick  widersprachen  sich  d.e

Schwestern  beide;  die  eine  wie  die  ande:
hatte  noch  vor  sehr  kurzer  Zeit  geäußert,  ds
die  paradiesische  Lust  dieses  gesegneten  Erdeneckchens
  Wunder  an  Hertas  Schonbeit  und  Geundheit
  getan  habe  —  und  die  eine  wie  die
andere  versicherle  nun.  baß  gerade  das  Gegenteil

  hervorgerufen  worden
Die  Komtesse  *  so  geschickt  undsoersol..
reichwtetinmerinthienseninnngenzitg
fallen.  Sie  machte  83  einem  seden  angenehm.
und  sie  bevorzugte  Eberhard  nicht.  Aber  gelegentliche
  verstohlene  Blicke,  ein  (lüchtige=Lächeln
  oder  —i.  lelser  gesprochene  Worte
r*  diatret  awile  W
enn
ud  was  sie  lane

daß  alles,  5e  sagte
#imm#e'se  sei.  usschfeßtch  Ir  ihn  be-Rur

  eine  einzige  wurde  von  ###n  Komtehe

ersehen  —  nur  eine  war  für  sie  ni
bKoenle).  i
währe#d  ihres  Hesamatenselnt  mit  Herta:
das  junge  Mudchen  bemühte  sich  durchaus  ni'l
sich  der  Beachtung  *  Tochler  des  Grafen  un
zuzwingen.

gaben  ihm  docher
beuig  zu  erk