nit
so — Krie
* allein 8 4 beabsichti
tet in finangieller Beziehung, da merita nicht
gemeinsame Kasse mit seinen Verbündeten mawilk.
Man könnte sich auch nichts Törichteres
denken, als daß das offuie, merika
nun einfach als neuer Teilhaber in bas bestehende
Entente-Schuldverhältnis von 200 Milliarden
Mark eintreten würde.
— ——
Bern, 27. Februar. Welche Rechtszustände
in dem gegenwärtigen Fanteeis, herrschen, darier
gibt uns der Prozeß des berüchtigten
Bankiers, Gründers und Hochstaplers Charles
Nohzee Ausschluß, der kürzlich vor dem Militärgericht
in Rouen stattfand. "M% man weiß,
ist Rochette wegen seiner Schwindeleien, die
den französischen Kapitalisten mindestens 200
Millionen kosieten, schon vor dem Kriege zu
der verhältnismäßig geringen Gefängnisstrafe
ron drei Jahren verurteilt worden. Er entzog
sich der Strase durch die Flucht. (Als der
Krieg ausbrach, war er in Meriko und wurde
als Kriegsdeserteur eingetragen. Erst andertlLalb
Jahre später kam Nochette auf Grund
eines von Gustav Herve, dem Herausgeber der
„Victoire“, gefälschten Passes nach Frankreich
und nahm alo „Zir#lbeamter“ am Kriege teil.
Die Militärbehörde wallte diesen „Kriegsdienst“
des Deserteurs nich gelten lessen, ließ Rocheite
rerhaften um vor das Kriegsgericht in
Rouen stellen. Jer er andere Deserteur wäre
wweifellos zu meht; riger Zwangsarbeit verurleilt
worden. R erlte aber erfreut sich nicht
blosz der GCönner naft Guslav Herves, sondern
auch der Cunit sahlreicher französischer Parlamentarier,
de an seinen Finanzgeschäften teilnahmen
und sich daran bereicherten. Im Vollbewustsein
eser mächtigen und einflußreichen
Protektion nat Nochette vor dem Rouener
Kriegsger icht wie ein Angellagter, sondern
wie ein Ant ager auf. Er behandelte den Worsitzenden
und das ganze Kriegsgericht mit sichtlicher
Uebertegenheit und hielt, statt vom Präsidenten
ausgefragt zu werden, eine politische
Verteidigungerede. Schließlich wurde Rockette
zwar der Form halber zu — zweia (Monaten Gefängnis
verurteilt, aber sofort in Freiheit ge-
jetzt, weil die Strafe schon abgesessen war. So
neht NRochette als Sieger aus dem Kampfe her-"(3
rich, 1. Mär#z Wie aus Schweizer Blätkermeldungen
ersichtlich ist. wurden im österr.=ungar.
Konsulat in Zürich von unbekannten
Dieben 50 000 Goldkronen und außerdem alle,
in den Schränken des Konsulates befindlichen
Papiere entwendet. Die am Tatort aufgefundenen
Sinbrechrrwerkruge haben einen Wert
von 2000 Franken.
Hamsterjagd auf Berliner
Bahnhofen.
Berlin, 1. März. Um dem Schleichhandel
entgegenzutreten. hat das Kriegswucheramt in
zwei Kzten der letzten Woche den Schlesischen
Bahnhof und den Bahnhof Aleranderplatz in
Berlin überwachen lassen, da auf diesen Bahnhöfen
erfahrungsgemäß besonders viel Personen
aus den östlichen Provin n Deutschlands,
besonders aus der Provinz Posen, eintreffen,
die sich am Schleichhandel beteiligen. Es wurden
etwa 150 Personen festgestellt, und ihr
Gepäck einer Untersuchung unte##gen. Dabei
wurden beschlagnahmt insgesamt vier Zentner
Schinken, 4 Zentner Wurst. 4 Zentner
Rauchfleisch, über 20 Zentner frisches Fleisch,
gegen 22 Zentner Geflügel, 1 Zentner Kaninchen,
28 Schock Eier, über 1 Zeniner Butter,
etwa 3 Zeniner Käse, 2 Zentner Erbsen, 1
Zir. Graupen, 2 Zentner Bohnen, 1 WMiertelzeniner
Zucker. Einem Reisenden wurden acht
Jentner Seife abgenommen, einem anderen über
30 Kilogramm Gummi. Die Lebenemittel, zu
deren Fortschaffung mehrere Laftautos nötig
waren, sind teils dem Magistrate in Berlin zur
Versorgung der städtischen Beröllerung, teils
der Lebensmittelabteitung des Waffen- und
Munitionsbeschaffungsamtes für Schwerarbeiter
zur Verfügung gestellt worden. Gegen die beteiligten
Personen sind Strafverfahren eingeleitet,
soweit sie sich nicht ihrer Feststellung
durch schleunige Flucht unter Zurücklassung ihrer
wertvollen Habe entzogen haben. Einige Beschuldigte,
deren Namen sich auf den Gepäckstücken
befanden, wollten nicht die Besitzer sein.
So waren auch i Reisekörbe mit einem
Kalb und einem wein, die ohne Zweifel
aus einer verbotenen Schlachtung stammten, da
sie nicht der gea unterzogen waren,
an ein Berliner Hotel gerichtet;
die Leitung dit wilk gleichwohl nicht die Empfängerin
sein.
t der
Schlittenbauer am
Deratag: Die Verhälknisse zwischen ab
*
In de
Wn des Reiches gibt es keinen
gensch. Sien Nord und W% Hier sind wir
einig. Aber ein wirtschaftlicher Gegensatz
zue vorhanden und aus ganz natürlicher Ursache,
weil wir im Süden nicht über Hie Rohprodukte
verfügen wie der Norden. Während
des Krieges ist dieser wirtschaftliche Gegensatz
zwischen dem Starken und dem Schwachen mehr
Ausdruck gekommen, weil die ganze
Krie swirtschaftspolitik im Norden lonzentriert
iß nn wir uns dagegen wehren, so ist sdas
kein Gegensa Preußen, sondern es sind
Mte wirtschaftlicher Selbsterhaltung. Wir müssen
hier ganz bestimmte Forderungen aufstellen.
Die erste geht dahin, daß nicht mur keine
neuen Kriegsgesellschaften mehr gebildet wersondern.
daß die bestehenden abgebaut
werden; zueiten uf#d'’'n Undetachen
wirtschaftlichen : U#t# iclle Beucgungsfreiheit
##3#. u. u. welben.
Die Malzschiebereien.
rn der Kammer der Abgeordneten wies am
onnerstag — v. Hallingranh energisch
die Aeußerungen des Abg. Lutz zurück, daß
bei den Behörden in Bezug auf die Worlsichire
bungen Korruption eingerissen sei. Er
nochmals: „Das stellv. Eennet íν Fe
auch die Mallrerteilungsstelle haben im besten
Elaul en gehandelt und im besten Glauben,
wie ich hinzufügen deors, geirrt. Ich verstehe
unter diesen Ummänden nicht, wie der Abg.
Lutz zu seinem scwerwiegenden Vorwurf gekommen
ist.“ Diese Worte riefen den Abg. Lutz
nochmals auf den Plan; er erklärte: „Mir hat
völlig fermelegen. von irgendeinem Beamten
anzaänehme:. Las er sih bei den Vertuschungen
finanzielie Vortile verichasten wollte. Aber
wenn eine amtiicke Strlie von 05 Kroben Werfehlungen
gegen Ret und (Peien, wie es die
Malzschiebungen sind, Kennu# erhiilt, und
diese Tatsache nicht sofort rem Tirafrichter
zur Kenntnis bringt, so bestehl datin eine
Rechtsbeugung und eine Verletzung. ron Racht
und Gesen. Und das ist Korrupt.u * V
präsident Dr. v. Kasselmann erteille hiefür dem
Abg. Lutz einen Ordnungoruf. Weiter legte der
Minister des Innern Dr. von Brettreich in
Abwesenheit ve- Kriegsministers entschieden
Verwahrung ein gegen die Angriffe des Abg.
Lutz; er sagte: „Unter Korruption versteht
man ganz etwas anderes. Wenn der Abg. Lutz
seine Vorwürfe auseerhalb des Hauses macht,
dann wird sich schon das Richtige finden.“
Kiein Streikrecht im Bahnbetrieb.
Der preuß. Minister der öffentl. Arbeiten
hob den Ministerialerlaß vom 211. Oltober auf,
wodurch der Deutsche Eisenbahnerverband für
die standigen Arbeiler der Staatseisendahnver
waltung verbotlten worden war. Dies ist geschehen,
nachdem der Vorstand dieses Verbandes
im Einvernehmen mit der Generalkommission
der Gewerkschaften Deutschlands den Eisenbahnverwaltungen
nachstehende Erklärung abgegeben
und „gewährleistet hat, daß diese Erklärung
den Satzungen des Verbandes beigefügt
wird: Der Deutsche Eisenbahnerverband gehört
nicht zu den Organi sationen, die die Arbeitseinstellung
zur Durchführung ihrer Forderungen
in Anwendung bringen. Ehat, wie vorstehende
Satzung ergibt, keine Einrichtung, die ihm ermöglichen
würde, bei Lohn= oder anderen Arbeilsstreitigkeiten
das Kampfmittel der Arbeitseinstellung
anzuwenden. Er kann zur Unterstützung
eines Streiks weder von anderer Seite
herangezogen werden, noch seinerseits Mittel
aufwenden.
die 9 gamtallon des
vaterlaineischen ilfsdierstes.
Am 2. Dezember 1916 hatte der Reichstag
das Hilfsdienstgeseg angenommen. Das Ziek
war: die starken, noch schlummernden Kräste in
unserem Volke zu heben, sie in organisierter
Arbeit für den uns aufgezwungenen Riesenkampf
nutzbar zu machen. Zetzt, nach drei
naten, sind sämtliche Ausschüsse, vor aklem die
Festtiegungs Scllichtungs und Einberufungs.
ausschüsse in Tätigkeit. Die seinerzeit erfolgten
Aufrufe habe eine durchaus erfreuli
Wirkung gehabt, sie haben aber bei dem riesigen
Bedarf noch nicht einc genügende Zahl freiwilliger
Hilfsdienstpflichtiger ausgebracht zur
Ablösung von Militärpersonen, zur Freimachung
für die Front oder als Facharbeiter für
die Kriegsindustrie. Eine sehr ernste Aufgabe
ist auch die Deckung des Arbeiterbedarfs in der
Landwirtschaft. Die Frühjahrsbestellung steht
beoor. Die Arbeitskräfte reichen natüriich nicht
aus; mehr Gefangene können der Landwirtschaft
nicht zur Verfügung gestellt werden; künstlicher
Dünger ist nicht in — Menge vorhanden.
Auf der an Seite harren die Fabriken,
die das Hind-nburg-Progranm durchführen
lollen 4 Vollendung. Auch dort
aber W## fza Bedarf an Arbeitern.
mungen
eet — gonre ieen
L# ah si
zt bald zu dem San genötigt, auf
SOrze-
Grund von Einbernsungen die nötigen Aebeitschaffen.
lra- herbeizus-Nach
einer neuen BundSuateurreonde sollen
die Ei knbernsungeue sse nach folgenden
Grundlagen verfahren: Die 0ssl “½
en von 48 —60 Jahren sind durch ein Kartothek-System
erfaßt worden und sind nummehr
verpflichtet, sich zu mesden. Ausgenommen bleiben
die auf Grund des § 2 des Gesetzes bereits
tätigen Leute, d. h. die im Reichs., Staats, Gemeinre-
und Krchendienst Beschäftigten, Aerite,
Tierärzse, sowie die in der Land- und Forstwirtschaft.
in der See und Binmenschiffahrt, bei
den Straßenbahnen, auf den Werften, in den
Berg= und Hüttenbetrieben, in den Pulver= u
Munitionsfabriken Beschäftigten; auherdem sind
die Kriegsamtstellen ermächtigt, zu entscheiden,
welche Betriebe außerdem noch ausgenommen
bleiben sollen. Alle übrigen nicht mehr im
wehry#flichtigen Altler stehenden Leute müssen sich
also bie zun 1. April bei den Ortsbehörden anmelden.
Am. erdem gibt es noch Wehrpflchtige
im Aller von 17 48 Jahren, die vom Heeresdienst
auggeschlossen oder zeitweilig zurückgesiellt
oder dienstuntauglich sind; diese Leute
merden von den Ersatzkommissionen erfaßt.
Das sind die Grundlagen, die den Einbernsungsaueschüssen
am 1. April zur Becfunuung
sleben werden. Die Kriegoamtsielle ubersieht
mit Hilse der Arbeitsnachweise, ———
beitskräften fehlt und enischeidet, woher sie
beranzuholen lind. Das Cesetz schreibt vor, daß
Famillenr #rhällmisse. Wohnort, Gesundheit und
Eisheriee I igleit der Hilsodienstpflichtigen gepruft
werteun sollen. Indes werden unvermeidbare
Härten nicht za- umgehen sein. Denn endgültig
entscheidend ist natürlich die Frage:
Wo nützt der Mann dem Vaterlande am meisten?
und nicht: Wo ist es für ihn am bequemiten?
Bei gleichen Verhältnissen gehen
Jüngere ror Aeltere, Unverheiratete vor Verbeirateten.
Die Reihenfolge der Einberufungen
ist wie solgt festgesetzt: Zuerst kommen die sich
sfreiwillig Meldenden, dann die zurzeit gar nicht
Wder nur teilweise Beschäftigten, endlich die
lübesck.äftigten, die in ihrer jetzigen Tötigleim
duc weibliche, jugendliche und ältere
Krüfte c#r werden fönnen. Solange als
mögles w.#„ d von der Einderufung derjenigen
abgesehen werden, de’ren Heranziehung eine
schwere volkemertschafniche Schädigung bedeuten
würde, some derjenigen, die durch langjährige
Vertrage gebunden sind, u. der Dienit—
tauglichen. sofern sie eine Täligleit ausüben;
auch wenn diese außerhalb des erwähmten §. 2
des (Fesehh#s liegt. Die Einberufungsausschüsse
müssen sich an die Staats- und Gemeindebehörden,
Berufsvertretungen usw. wenden und de.
fren Auskunfste erbitten. So hofft man, unwermeidbare
Harten nach Möglichkeit zu verhin
dern.
Unter allen Umstanden aber mufs dus Ziel
aufrecht erhalten bleiben: Die notwendigen Arbeitekräfte
müssen beschafft werden. Es bedars
sicher nur dieser erneuten Anregung zur Erfullung
der höchsten vaterländischen Pflicht an das
Heer der Heimat, um die Lücken zu züllen, die tm
Laufe des Ausbaus der Organisation des Hilfdienstes
sich herausgestellt haben. Jeder, der
noch nicht oder nicht genügend für vaterländische
Zwecke beschäftigt ist, handelt zugleich auch
in seinem eigenen Interesee, wenm er nicht die
Einziehung am 1. April abwartet, sondern sich
unverzüglich für den Posten meldet, auf dem er
dem Vaterlande am meisten glaubt, nützen zu
können. Ausdrücklich sei nochmals betont, daß
landwirtschaftliche Arbeiten allen anderen vorangehen.
Denn wann der Frieden auch kommen
und wie günitig er auch ausfallen mag #in dem
Wirtschaftsjahr 1917/18 sind wir in jedem
Falle auf die Erzeugnisse der heimischen Scholle
a ngewiesen. Dann kommt der Ersatz zur Freimachung
von Militärpersonen für die Front
und zur Verwendung als Facharbeiter. In
dritter Linic kommen die Bedürfnisse der Verkehrsanstarlen,
der Gemeindebehörden usw. in
Betracht.
Münc#en Neulotele.
München. 1. Marz. Weitern in uber Negens-Samstag,
3. März 1912
schwarzmeißrote Bind mit dem schwarzen Audruck:
„ andn- or Kre. sdins 1
Stimmung bei der Abs gehoben un:
sreudig.
münchen. 27. Februar. Der Landerverband
der bayerischen Presse, der dem Reichsverbande
der deutschen Presse angegliedert ist, hat im
Jarnar in Berlin über seine ferein Ein
ric tungen beraten. die nun möglichst bald, je
densalls noch im Herbst os es unter
Dach und Fach gebrach: werden soli. In tiner
Mitglieder -Versammilang, die im Münchener
Presseheim stattfand. berichteien die Schriff
leiter C. Freund und M Kraatzsch über den
Stand der Angelegenheit. Es ist in Auosich!
genommen, eine Stellen= und Erwerbsermit:
lung, eine Rechtsschutzstelle und eine Unterstüt
zungskasse schaffen. Ebenso soll die Frage
einer Arebenorcich erung erwogen werden. Um
diese wichtigen Einrichtungen zu fördern, sol!
die soziale Kommission des Reichsverdandes
zu einer ständigen Einrichtung ausgebaut wer
den. Zur (Cewinnung von Mestieln ist die Veran
stallung einer uber das ganze Reichsgebiet sich
eilteleden Lotterie in Aussicht genommen.
emmackhst veranstaltet der Reichsverband ein-Umfrage
bezuglich der Sonntagsarbeit im zei
tungsbetrieb. Durch eine Werbeschrift soll er
auf seine Tätigkeit aufmerksam machen und
noch weitere Mitglieder gewinnen. Bei der an
die Mattteilungen sic anichlies#enden lebhaften
Erorterung wurde die Forderung der sozialen
Fursorge lethaf# begrüft. Es kamen Amegun
aen, auck de linfallversicherung und die Kin
„ derver sicerung in den Wirkungskreis einzubezir
hen; weiter wurde die - ausgesprochen.
daß die Rechtsschutzitelle zu einer etwas schär
feren Handhabung des Presserechtes und die
Arbeiten vielleicht auch zu dem bisher noch wer
mißten Handbuck der deutschen Presse führe-Uerden.
Vleick eitig wurde beschlossen, daß der
Bayerische Landesverband zmanglose Mitteilun
gen herausgibt. in deren erster Nummer über
die geplanten Mag#nahmen eingehend berichter
werden wird.
münchen. 1. März. Im Gemei indekollegium
murde der Dringlichleitsantrag genellt, der Magistrat
möge beim i#ellv. Generalkommand? da
bin vorstellig werden. daß die Volksschulen
nicht erst am 12., sondern schon am 5. März
wieder eröffnet und daß vom gleichen Tage
an sämttiche Gaststätten und Versammlungslokale
wieder bis 111. Uhr in Jenrdcad gehalten
werden durfen. Nach er ingehender Begründung
murde der Antrag eins#immig angenommen.
4% v’ M NSSe
Deggendori. 1. Manz Um die Auflas'ung
des K. Landgerick? Lcagendorf bintanzuhal
ten, beschloß der Magistrat in seiner letzten Sit
zung, beim Justizministerium und der Abge
ordnetenkammer Schritie zu unternehmen.
Da das Kriegeministerium eine Verlegung
einer Pionier-Formation von Ingolstadt nach
Deggendorf nicht beabsichtigt, wurde beschlos
sen, beim Generalkommando des 2. ee
lorps um Verlegung einer Ersatzabteilung nach
Deggendorf voritellig da worden.
Sulzbürg (Obvf.), 1. März. Ein heirere
Geschichichen, aber mit uinns traurigem Ausgang,
trug sich kärz- ich unweit hier zu. Einei:
Bauern wurde eine Hausschlachtung genehmig.
Der denkt sich, was braucht es da lange C##
schicten. das Bezirksamt imt weit, ich siech
gH wei Stück. Die Borstentiere waren ebekunttgerecht
in zwei Teile zerlegt, da schreit
einer in die Stube: „Der Gendarm kommt!“
Schnell wird zugegriffen und zoci Schweine
hälften rerschumden. bis die hohe Obrigkeit her,
einkommt. Sie sieht das Schwein hangen.
Plölich fragt der Hüter des Geseyzes: „Ja.
hat denn die San zwei Schwänz q'habt?“
Der Bauer traut seinen Augen nicht. Aber es
ist nichts mehr zu machen, im Eiferlund in der
Schnelligkeit haben sic von jedem Schwein ge
kade die Hälfte mit dem Schwänzlein hünge
lassen. Das Ende ist schnell erzihlt: Die zwei
lonsiezierten Schweine haben andere gegessen
und für den Leidtragenden lommt das dicke
Ende mit dem Eins#en noch nach.
X
burg der ersie Transport won K—
dienstpflichtigen aus dem Bereiche des 1. Armeekorps
nach Galiz'en abgegangen, um bei den
Etappeninspelt vnen der Südarmee Verwendung
zu finden. Die Leute wurden bereits vor öi
Tagen aus dem gesamten Kerpsbezeirk in Mu
chen gesammelt und über die Aufgaben zund
Verhältnisse in ihrem neuen Wirkungskreis unterrictet
Die Zahl der Anmeldungen war gröher
als der Znächst angerorderte Bedarf. Mit
dem ersten ransport können an 250 Hilfsdienstpflichtige
dem Dienst bei den Etappeninspeltionen
der Südarmee zugeführt werden.
E befinden sich darunter Arbeitskräfte für den
Dienst in den Kanzleien, ersahrene Kaufleute,
erprobte Handwerker rerschiedener Köche,
dann Leute für den Burschen- und Ordon.
nanzdienst, Taglöhner, son Verkäufer für
Ma bi usw. * ute baben Jheit
das wehrdien lichtige- “* von
überscheiuen " Juch 60 Jahre alte Leute
sind —““ tuugen
sämtliche on o und am linken Arme eine
# . iarsmcmcmrc
an der rsalzisch- elsaffischen Grenze war ein
Mädchen vom Lande als Dienumagd in Siel
lung, das eines Tages um einen zweilägigen
Urlaub nach Hause bat. da ihre Ellern schlach
len wollten. In der Hoffnung, daß von dem
Schlachtsest an ich eiwas fur de Dienstherrschaf.
abfalle, wurde cer Urlaub sofort bewilligt u. die
Enädige gad dem Madchen einen Hundertmarlschein
zum Einkausen mit. Als die Schwester der
Dienstherrin ron der Reile in das „gesegnete
Land“ erfulr, stecle sie der Magd 50 Mark zum
Einkaufen zu und eine Freundin, der man das
Geheimnis anrertraut hatte, gab 30 Mark
zum Hamstern. Als der Urlaub abgelaufen war
und das Mädchen mit den ersehnten Vorräten
uah- zuruckkehrte, entschloß sich die Gnädige
selbst auf das Land #u der. Bei den Eltern
des Madchen erfuhr die zu ihrem Schrel
len, daß die Eltern gar mact bhescha¼hn hãi
ten, ja nicht einmal im Besthh eines Schweines
waren, sendern nur eine ihr eigen nannten.
Die Dame hatte sich von ihrem Erstaunen