. Es geht daher micht
durch die Ausnutzung der J die
Schiffahrt für spätere Zeiten unmögkich 9
macht wird, denn tat ächsich kann sle sich in
nälen mit geregeltem Laufe besser entwickein
wie im freien Fluh.
Wird bei der Durchführung der Wasserkraftausnützung
auf die Schiffahrt Rücksicht genommen,
sp entfällt der Einwand, daß die Industrie
von Rosenheim und Umgebung früher oder später
auf die billige Verfrachtung mit dem Wasserweg
verzichten müßte.
Ok aber kei der beschlossenen Junausnützung
die us die erforderliche Terüchii sichtigung
eade bat oder nicht, kann ich nicht sagen.
re F nicht der Fall, so dürfte Kine vecht-Pitige
und begründete Eingabe. an die K. B.
Staatsregierung, sei es durch die Stadtnerwaltung,
durch die Handelsgremien oder durch die
Handelskammer genügen, um gerechte Ansprüche
der Innstädte und Innanwohner zur Geltung
zu bringen. War die Innschiffahrt seinerzeit
gesetzlich geregelt, so können Ansprüche der
ober= und unterhalb liegenden Städte und Gem
auch im wasserpolizeilichen Verfahren
ausgesprochen werden.
re geplante Innwerk ist der größte Erfolg
t K. B. Staatsregierung, eines der vielen
— die für Deutschlands Zukunft geschaffen
werden. Banern zu sichern. Der Zuschuß
den das Reich für dieses Werk leiltet. schwanit
zwischen 20 u. 30 Millfonen u. seine Vedeutung
geht schon daraus hervor.
Eine Agitation gegen dieses Werk, an dein
ich krineswegs beteiligt bin, auf Grund irrire er
Anschauungen wörde weiteste Kreise und ins
besondere im Norden bis hinab an die Wasierkamte
befremden, Bayerns Industriefeindlichkeit
neuerdings wieder hervortreten lassen“ und umso
nachteiliger wirken, als die Motive für die Betampfung
der Innausnutzung karsissich haltlos
sind.
Der Im weist bei Höchstausbeute seiner Ge-Alle
und wirtschaftlichrr Ausbentung seiner
AMessermengen zwischen der LandeSgrenze und
Attl auch große Kräfte auf, die ins#ebenso bedeutsamen,
wie wirtbvhaftlichen Cepillsstufen
zusammengezogen werden lönnen. Die gröhte
derselben käme in NRosenheims Nähe zu liegen
und würde der Stadt und semem Gemerbe Vorteile
bringen. Wieso aber sollte man an die
Ausnutzung dieser Kräfte herantreten, wenn
schon das Werden des ersten Werkes außerhalb
Rosenheim bekämpft wird? Deutschland kam
auf die 400 0000 Pferdestärke, die der Inn zu
leisten vermag. nicht verzichten. Darum muß
die Lofung lauten: Nicht „freier Lauf des Inn.“
sondern „Ausnuung seiner Wasserkräfte gemeinsam
mit der Kanal= und Flußschiffahrt,“
u. wenn die Technik wirtlich die Wege, welche
die Vereimigung der beiden Ardeitsgehiete auch
in Bayern moglich macht, nicht längst schon gegangen
wäre, so müßten diese gefunden werden.
Der Sorge um die Juuschiffahrt kann eine
Berechtigung nicht abgesprochen werden. Diese
Sorge entfäll:, wenn die Schiffahrtzinteressen
bei der Wai serkraftansnuhn# ng entĩprechend ger
wahrt werden. Wenn Techniler behaupten, das
wäre unmöglich, s# int eine solche Behauptung
zum Zwecke der Reuuruligung entsprechend zu
lennzeichnen.
In richtiger Wurpicung der Wichtigkeit der
Wosserkraftenemuhung isf Rofenzeim anderen
Stãdten niit cigenen Werten längit vorausgeeilt.
Rosenheim wird auch in den gegen wertig schwebenden
Fragen sich vom volte schafilichen
Standpuntt aus leiten lassen, u u belzutragen,
ist die Absicht, die mich bet zuinen Aueführungen
selbftlos geleitet hat.
an zu Mgupten, daß
erirafie
Jehann Hailinger, Zivilingenieur.
Loifalachaicten
Rosenheim, 5. Marz.
zeichnn naen im Felde. Der Bau-
Aus
erssohn zum Mehner in Pfaffenhofen, Gefreiter „
Josexh Fischer, wurde für sein tapferes Verhalten
in den Kämpfen vor Verdun mit dem
Eisernen Kreuz 2. Kl. ausgezeichnet. zurzeit steht
er auf dem rumänischen Kriegsschauplat. Möge schwächte
es ihm vergönnt sein, die Auszeicmnung auch
dem Kriege noch lange zu tragen! Der
Imamterisé Amon Siebler, Bahnarbeiter aus
—— *JNJ8—1 wurde mit dem Militärerdienstkrruz
3 mit Schwertern ausgezeichnet. Er
un hi Jahren im Fee wurde seiner
leicht verwundet und war be reits Mitkämp-5v
□ Frankreich, Serbien, Italien und Ru-*
„ReichsbankfnebenKel in NRosenheim
wird infolge der dur - den a
geschaffenen auhergewöhnlichen
verh#ltuisse u#tt dem 6. März
worüberheen aufgehoben. Wä. Eoe der
Girokontkwenher in Rosenheim wetden mit
deren Cinn 1.1.“ l- 11 VIZH ffl"mxswll·s
tkl München g E sinc det fallig
werdenden # hat die ver Notenbank-Agentur
(Herr Kommerzienrat Senft) übernommen.
sahrtsweges auf dem Inn einzuholen. Dieses
Gutachten vrrösfentichen wir in seinen Grundzugen
in d. heutig. Nummer des „Nosenh. Anseiger“.
Der Magiswat hat bekanntlich am 16.
Februar beschlossen, umgehend eine Eingabe im
Sinne dieses Gutachtens an den Landtag und
die Staatsministerien des Innern und der Verkehrsangelegenheiten
zu richten.
Erfolgreicke Hamstersfagd am Bahnhof.
Am Freitag, den 2. Mitz. abends wurden
am hiesigen Bahnhofe der Wurstgeschäftsinaberin
Albine Boch von München etwa 8
Pfund Ocksenfleisch, 3 Pfund Zungenwurst, 3
Pfund Streichwurst, 3 Pfund Lyonerwurst,
nber 5 Pfund geräucherte Dick-Würste, etwa
1 Pfund Mils abhenommen, welche die Bloch
nübeflun ausführen wollte. Sie hatte diese
Eleischwaren am gleichen Tag vom Metzgermeister
Poschner hier gelauft, der sie abgab,
ehne Fleischmarken dafür zu verlangen.
Das Semmelbackverbot ist am gellritgen
Sonntag in Kraft getreten. Als Einheitsbrot
haben wir also jetzt überall nur moch das
Schwarzbrot in Kipfen von 28, 56 und 112
Psennigen. Mit den Schaufenstern der Bäckerläden
in Friedenszeiten mit den zahlreichen
luusperigen Backwaren halten die jetzigen Zustände
einen Vergleich nicht mehr aus. Indirekt
b ingt die Neuordnung den Konsumenden eine
Nerbüligung der Brotpreise. Ein „Welen von
5n Gramm z. V. kostet 28 Pfg. Dagegen find
biel.#r für 700 Gramm Semmel (10 Marken zu
i n Gramm) 50 Pfennin bezahlt worden. Für
rie Bädeteen sind diese Bestimmungen alierdings
einschneidender, denn sie erleiden täglich
cinen nicht unmerklichen Ausfall.
VBeschlagnahme der Kirchenglocken
aus Bronze. Die stellvertretenden General.
tommandos der drei bayerischen Armeekorps
geben eine bereits am 1. Mästz in Kraft getretene
Anordnung bekannt, die meben einer freiwilligen
Ablieferung von Bronzeglocken eine Beschlagnahme,
Bestandserbebung und Enteignung der
Glocken aus Bronze vorsieht. Von der Bekanntmachung
werden betrosfen sämtliche aus Bronze
gegossenen Glocken mit Ausnahme fjener, deren
Einzelgewicht unter 50) Kilogramm boeträgt.
Glockenspriele und Signal# Icken sind ausgenommen.
Bronzegloden. für die ein besonderer wissenschaftlicher,
geschichtlicher eder tunitgewerblicher
Wert durch Sachversländige festgesiellt
wird, sind von der Beschlagnahme. Enteignung
und Ablieferung zu befrei gen. Die Enteignung
und Ablieferung von einzelnen Gloden wird u.
a. vorläufig zurückgestellt, wenn eine Glocke für
die Bedürfnise des Gottesdienstes und für den
ossenklichen Stundenschlag erhalten bleilen soll,
—.
caußerdem wenn kein besonderer, sondern nur ein
misßiiger wissenschristlicher, geschichtlicher oder
innstge,#erlicher Wert vorliegt: bei Glocken,
die aus der Feit vor dem Jahre 1779 stammen,
ist von bestimmten, durch die Sachverständigen
festgeellten Ausnahmen abgesehen. jters ein
mäsger wisssenschaftlicher, geschichtlicher oder
tunsigewerblicher Wert anz zunehmen. Als Uevernahmeyreie
wurde fellgesetzt: bei Gelänten
mit emem Gesamtgewickt über 665 Kilogramm
2 Mark fur i# Küegramm zuzüglich einer se-#iten
Grundgebuhr ven 1000 Mark für das Gebläute;
bei kieinen Geläuten bio zu 665 Kilogr.
J.50 Mark für das Küldgramm ohne jede weitere
Grundgebühr. Fur jedes Kilogramm nicht
beschlagnahmter, jeroch freiwillig abgelieferter
Gl.#cken werden 2.50 Mark vergunet. Durch bie
bevorstehende Anordnung werden in der
Hauptfache die Kirchenglocken betroffen. In Oelierreich
wurden die Kirchengloden bereite im
Borjahre abgenommen.
Diebstahl. Am 4. Mäürz gegen mittag
wurden einem Krämersfohn von Aßling sein
„Nucksack mit 40 Pfund Kleesamen entwendet, der
#in einem Anwesen am Maz-Josephs- Platz hinorersiellt
war. Der Dieb ist uscht ermittelt.
Lebensmittelkarten wurden gefunden;
* im magistratischen Geschäftzimmer
r
Der erste März-Sonntag ließ noch
lein Frühlingsahnen verspüren; es war ein- rechter
Wintertag, wenn auch gegen Mittag die
gefrorenen Straßen auftauten. Der rauhe Wins
die wärmende Kraft der Sonne. In
den Spätnachmittagstunden trat wieder Frott
ein und in kurzer Zeit waren Straßen und Wege
vereist. Der Wintersportverkehr ins Gebirge
mwar ziemlich rege. In der Nacht zum Monta
isSt das Thermonneter wieder auf 10 Grad unter
Null gesunken.
2K krr. 27 1
Enleuban in Mieg.
Die städt. Mietgärten in Rosenheim.
6Wiederholt aus einem Teil der letzten. Nummer.
Rosenheim, 3. Mãrz.
In a Weise ich die
Otadtgeeneinde Rose Soln 14. «
gkd ,In IleuzulOOunngoQucx
qäw abgetellten Geländekompler als
eeGT W verpachten. Zweiselsohne wird
hiedurch bei der großen, palkswirtschaftlichen
Gom Inn. Der Stastm bhat seinerzeit
beschlossen, auch vom Ziilingenieur 7.
linger ein Gutachten zur Frage des freien Schiff-Bbn
Re in diesen Zelten dem
zukommt, einem wirklichen Bei abeholfen.
Nicht jeber ilt in der gluchichen
age, Grund und Boden sein Eigen zu nennen,
und von diesen wird diese brart — Gelegenheit
jedenfalls mit Freuden begrütt . Eolche
Kleingartenanlagen wurden in vielen bayerl
in Städten vor und während des Krieges
eingerichtet und durchweg hat man
damit die besten Erfahrungen gemacht. In
Norddeutschland hat diese Bewegung schon vor
Jahrzehnten eingesetzt, und hat inzwischen einen
gewaltigen Umsang angenommen. Auch
in anderen Ländern wie Holland, Behzien,
Frankreich und in der Schweiz sind fast n jrder
Stadt weitausgedehnte, parzellierte Familiengartenanlagen
auf städtischem Grund zu
finden, die d urchweg in bester Kultur stehen.
Es sieht einwandfrei sest, daß die Kleingärtnerei
mit dazu berusen ist, die Kriegsnöten
zu lindern und der Lebensmittelknappheit
zu steuern; und in dieser Erkenntnis hat
unsere Staatsregierung schon im ersten Kriegswinter
den buher. Städteverwaltungen empfohlen,
nach Kräften die Errichtung von Kleingärten
auf gemeindeeigenen Gründen in die
Wege zu leiten.
Die Stadtgemeinde Rösenheim hat zur Anlage
von Kleingärten Flächen zur Verfügung
gestellt, die bisher als Wiesen Verwendung
fanden. Diese Wiesen sollen auf Kosten
der Stadt umgepflügt werden; so anerkennenswert
dies einerseits ist, so wäre doch dem
Umgraben der einzelnen Parzellen. besonders
auch in Anbetracht der für diese Arbeit schon
vorgeschrittenen Jahreszeit, der Vorzug zu
geben, dem nur durch Umgraben mit dem
Spaten ist es möglich, die Grasnarde nief
genug (25—40 Itm. tes) undericbringen,
ss deren Verwesung zu beschleunigen. Diese
Arbeit ist baldigst ausz seführn, womöglich ist
lurzer, vrrroitet er Mist mit unterzugraben.
#lmgraben des Landes soll es ja
sein, demm sonst bilden bich TAumvige
Erdsckollen, die emur schwer wieder ver-*
werden köm Ilst der Garten ganz
n, so marr ein kuehen mit Jauche
s Venppfehlen. Um dem Boden alle für
ein gedeihliches Entwickem der Gemüse notwendigen
HPflangemnährstrife zuzuführen, möchte
ich noch eine Gabe von länstlichen Düngemitteln,
eine Volldüngung, dringend anraten. Man
streue hiezu für 100 Quadratmeter Gartenland
ca. 2 Zenkmer Kalkftaub oder das doppelte feibömnen
Bauschutt, semer ca 10 —14 Pfund 40.
proz. Kalisalz oder 25—30 Pfund Kainit, in
Ermangelung diefer letzteren beiden Nährsalze
tut Holriasche (ev. mit Torfasche gemischt,
14 durchaus keine Kohlenasche), dieselben
guten Dienste. Als Whosphorsäuredüngung gebe
man noch 40.—50 Pfund Thomazmehl. Diese
Düngemittel sind leicht zu beschaffen, (Kalkst
b in einem Bangeschäft, künftl. Düngemitlel
bei den Raiffeisenvereinen und bei Huber,
Hier sind in kurzen Zügen die Vorarbesten
geschildert, die zu einem erfolgreichen Gartenbetriebe
nötig sind. Benütze Jedermamn die gebotene.
Künstige Gelegenheit und ziehe sich den
Gemüfebedars für den eigenen Haucehalt selbst
heran, und es wird sicherlich, was der rauhen
Kriegszeit eisernes Muß fertig brachte, — die
ewirtschaftung der heimischen Scholle, — auch
in hoffentlich nicht mehr ferner Friedenszeit dam
manchem unentbehrlich sein. Führe sich jeder
vor
—
Bei dem 1
nicht zu naß
gen, daß unsere Vorräte, von jeder Zufuhr
abgeschnitten, von Tag zu Tag knapper
werden, und Hebung der Eigenproduktion des
Landes dringend not tut. Es geschieht ja viel
auf diesem Gebiete, aber immer noch nicht genug-Betätigung
im Garten und Umgang mit der
Natur erhält frisch und gesund und gibt ein
frohes, zufriedenes Volk. Grohße Schätze ruhen
noch in unserer Heimaterde, sie zu heben und
zu nützen, ist heilige, vaterländische Pflicht.
Seiler in Rosenheim). Der Preis für sämtl.
genanmie, für 100 Ouadratmeter benötigte
zuunstdünger inkl. Kalkstaub, stellt sich auf ca.
ler zudem noch gute Komposterde hat
und sie auf sein Land bringt, darf Un froher
Zuversicht erwarten, voriäusig alles gelan zu
haben, was seine Pfleglinge zu ihrem guten
Gedeihen nötig haben. Auch Torfmülle, mit
Jauche geträmit, ist ein schähbares Bodenlokkerungsmittel.
Jin späteren Frühjahr werden die Regenwürmer
durch den verwesenden Rasen, der ihnen
reichliche Nahrung bietet, angekockt, lich
in unangenchmer Weise bem lertbar m
Regeiwilrmer in mößiger Anzahl sind infolge
Dchiutuns des Bodens nützlich; treten sie
in der . k
an Du
n -
Ö den. Foten gerschenden
men.
4
14%0
evssod
Wetterbericht für Dienstag, den 6. März:
Wolkig bis trüb, zeitweise Semeefälle, Frost.
Der Münchener Kritikerprozeß.
München, 27. Februar. Der Kritskerproz
von dem wir die Vorgeschichte bereits mitget
haben, ist jeht zu Ende geführt worden. r.
mehreren Verhandlungstagen war der
soweit gedlehen, daß der Vorsitzende am r*
Freitag solgenden Vergleich aegte, Fe#eelo
dozent Dr. August Mayer erklärt, daß
genüber den Privatklägern den #ouf
Vestechlichkeit im weitesten Sinne des Wor
nicht erhebe und ihnen in Ausübung ihres A
tes alo Mufsikkritiler auch irgendwelche and,
unlautere Beweggründe nicht nachsage; som
sein im Oktober 1916 im;, „Marz“ veröffentl
bter Artikel Ausführungen enthalte, die #c
ders ausgelegt werden lönnen, bedauere
das und nehme sie vollinhaltlich zurück. 1
Mayer trägt die Kosten und die Auslag
der Privatkläger und ermächligt diese
Veröfsentlichung des Vergleiches.“ Nach die
DAuregung wurde die Verhandlung bis z
Monsag verlagt, um dem Beklagten, Prio
2 Dr. August Maner, der zurzeit in B
gien weilt, Gelegenheit zu geben, zu dies
VVorschlag Stellung nehmen zu können. Als ##
Montag die Verhandlung wieder aufgenomm
wurde, gab der Rechtsanwalt des Beklag
folgendes Telegramm seines Mandanten t
lannt: „ Angesichts der zutage getretenen m.
rerftändlichen Wiffassung meines Aufsatzes à
ich gerne zu, daß mir der Zweifel usich
iende Ausdruck meiner Ansichten nicht volk
lungen sein mag. Für jeden wirklich unbef.
genen und Kunsikenner ist Louterkeit und 2
rechtigung meiner Vorwürfe trotdem unbedir
lar. Ich hakte daher meimen Aufsatz aus tief
Ueberzeugung. in vollem Umfang aufrecht,
mal der Vorwurf der Bestechlichkeit weder
koben noch beabsichtigt war“, Im Anschl
hieran ging dann die Verhandsung weiter.
hatte folgendes Urteil zum Ergebnis: Prio
dozent Dr. August Mayer ist schuldig, ackt rer
kich zusammentreffender Vergehen Belei
aung und wird hiewegen zur Geldstrafe #
300 Mark, im Unvermögensfalle zu 30 Tag
Haft verurteilt. Den Privatklägern wurde
Befugnis erteilt, das Urteil in mehreren Bl,
tern zu urröffentll chen. Dr. Mayer will"
gen dieses Urteil Berufung einkegen. Noch
zweiter Prozeß scheint sich aus der Sache
entwickeln. Hofrat Dr. Dillmann erklärt in
Presse: Unter Bezugnahme auf die name
des Herrn Dr. Auguͤst Mayer vor Gericht abgebene
Erklärung des Rechtsanwakts T
Grimmeistte, Dr. Mayer habe mit feinem Arti
hauptsächlich mich im Auge gehabt, bitte ich m
mteilen, daß ich gegen Dr. August Mayer P
vatklage mit Strafantrag geslellt habe.
Die Polizeistunde.
Berlin, 1. März. Für eine Schankwirtsch.
war die gebotene Polizeistunde 10 Uhr. 2
eines Abends 10—15 Minuten nach 10 U
Polizeibeamte das Schankzimmer betraten. 1
merkten sie einige Güste, die beim Anblick
Polizeibeamten ihr Bier austranken, und da
versckwanden. Der Wirt wurde wegen Ueb
tretung des § 365 des Strafgesetzbuches a
heklagt, weil er über 10 Uhr das Werweil
der (Ghäste gedulbet hatte. Die Strafkamm
sprach ihn fedoch frei und führte folgend
aus: Man könne nicht verlangen, daß die Gä
Schlag 10 Uhr sich aus der Wirtschaft entfer
ten, nachdem sie eiligst ihr Bier ausgetrunk
hätten. Cs müsse ihnen gestaltet werden, in Ru
das Bifer auszutrinken und ihre Zeche zu beza
sen. Wenn es damit 10— 15 Minuten bis no
der gebotenen Molizeistunde dauere, so kön
der Wirt nicht bestraft werden. Anders wä
die Sache zu beurteilen, wenn der Wirt eir
dulden würde, dast ein Gast nach Eintritt d
Polizeistunde noch siundenlang in der Wirtsche
rerweile, um seine vor Eintritt der Folikeis
de bestellte Flasche Wein auszutrinken.
Staatsanwaltschaft focht dieses Urteil 1
Straflammer durch Nerision an. Das Kar
mergericht in Verlin hat aber die Nevisi.
Frrückgewiesen, und erklärt, daß die Entsodung
der Straflammer nicht rechleirrtümsch
Boyerische Ehrenkasel.
Kr. A. Auf die Meldung eines Kameraden,
löme umir der erdrückenden Wucht des fein
lichen Feuers seine wocgeschobene Wichterstern
bei G. nicht mehr halten, erbot sich yn der
ternachtstunde des 12. Oktober 1915 Unteraf
zier der Beeroe Georg Ertel eines bayerssch
Infanterie- raien, aus Flerle, FJfio
ede
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genfũhrer von München, o
mit seiner Gruppe den Et r rrdeten ur
vnon der Hau gellat abgeschnitten
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