Full text : Rosenheimer Anzeiger. 63. Jahrngang (63)

 

 

 

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Schluß  der  Anzelgen-Annohme  1  Uhr  mittags.

 

 

Rosenheimer  Tagblake

Amtfliches  Publikakions-Organ.

 

 

Nummer  7  ###i

Donnerstag,  11.  Jannar  1917

Oretcantisch:  Muthille  63.  Jahrgang

Ein  neues  Ultimatum  der  Entente  an  Griechenland.

Russisch-Rumänische  GCegenangriffe  gegen  die  Front  Erzherzog  Joseph  unter  blutigen  Verlusten  gescheitert.
Vordringen  auf  das  linke  Putna-Ufer  b.  Focsani.  —  Zwischen  Focsani  u.  Fundeni  die  Russen  über  den  Sereth  geworfen.

Des  Kaisers  Dank  an  die  141.  boyer.  Division.

—  Eine  Note  des  Papstes  in  der  Frudensfrage  —  Erf  lalose  russische  Augriffe

bei  Riga  und  Jakobstadt  —  Versohleppung  deutscher  Gefangener  durch  di  Engländer  —  De  Trümmr  des  umäntchen  Hreres.
Der  Mißerfol#  des  Salomk  -Unternehme#ns.
Zu  ben  Kämpfen  bei  Galetz.

D  Seiessge.
&IH  Großes  Sauptqnartter,  den
10.  Januar,  vormittags.  Amtlich.
Westlicher  Kriegsschauplatz.
Bei  Sturm  und  Regen  blieb  die  Gefechstätigkeit
  gering.  Nur  an  der  Ancee  lebhafte
Artilleriekämpfe.

Oestlicher  Kriegsschauplatz.
Heeresfront
des  Generalfeldmarschalls
rinzen  Leopold  von  Bayern.

Stärkere  russische  Angriffe  südwestlich  Riga
sawie  zahlreiche  Vorstöße  Ueinerer  Abteilungen
  zwischen  Küste  und  Nard#  #d  blieden
auch  gestern  ohne  jeden  Erfolg.
Heeresfront  des  Generaloberstten

Erzherzog  Joscoph.

Vergeblich  ver  ud  ten  Rusen  und  Rumänen,
die  ihnen  entrissenen  Höhenstellungen  beiderseito
  des  Susita-Tales  zurückzuger  i##nen.  Un.
let  blutigsten  Verlusten  scheiterte  der  eut  starten
  Kräften  ausgeführte  Gegenangriff.  Nördlich
  und  südlich  des  Cusinu-Tales  wurde  der
Jeind  weiter  zurückgedrängt.

In  den  Kämpfen  der  beiden  lezten  Tage
fielen  sechs  Offiziere,  900  Mamt  und  drei  Maschinengewehre
  in  unsere  Hand.
Heeresgruppe  des  Senergt-Bein

marschalls  v.  Malenfen.

Nördlich  von  Focsam  gelang  es  uns,  auf
dem  linken  Putna-Ufer  Fuß  zu  fassen.  Zwischen
  Focsani  und  Fundeni  zwangen  wir  den
geschlagenen  Gegner,  seine  Stellungen  hinter
der  Putna  aufzugeben  und  hinter  den  Sereth
  zurückzugehen.  550  Gefangene  wurden
emgebracht.  An  der  Rimnicu-Sarat-Mündung
hielten  wir  im  Angriff  errungene  Fortschritte
gegen  mehrerc  feindliche  Vorstöße.

Mazedonische  Front.

Nächtliche  Angriffe  an  der  Strum:  wurden

abgewiesen.  Dr  urge
*  E.  -e

 

—  ——
Vom  Reichstag.

Berlin,  10.  Januar.  Der  15gliederige
Hilfsdienstausschuß  des  Reichstages  wird  Mitte
nächster  Woche  wieder  zu  einer  oder  mehreren
Sitzungen  berusen  werden.  Ob  und  wann  der
Faushaltungsausschuß  zur  Beratung  der  poliltischen
  Lage  wieder  zusammentrelen  wird,  ist
noch  unbestimmt.  Dagegen  kann  heute  bereits
  als  sicher  angenommen  werden,  daß  das
Plenum  des  Hauses  sich  nicht  vor  Februar
wieder  vasommeln  wi  d.

 

 

 

Abenbbericht.
WITB.  Berlin,  -25  Jan.  Amtlicher
bericht.
Im  Westen  geringe  Geiechtstãtigleit.
Bei  Riga  und  Jakobstadt  blieben  russische
Angriffe  erfolglos.

Abend- 



Paumtlsss
WTB.  Wien,  9.  Jan.

batt:
Selicher  Kriegsschanglatz.

Im  NRaume  südostlich  von  Focsani  wurde  der
Gegner  bis  an  die  Mündung  des  umnic-Sarat.
Flusses  zurückgeworfen.  Die  österreichisch  un.
garsschen  und  deutschen  Streitkräfte,  denen  der
Feind  in  der  Schlacht  bei  Focsami  unterlegen
ist,  gewannen,  ihren  Sieg  ausnützend,  die  Putna,
auf  deren  linkem  Ulfer  sich  die  Russen  erneut  zu
slellen  scheinen.  Diese  haben  in  den  #wei  letzten
Kampftagen  99  Offiziere  und  5400  Gefangene
eingebüßt  und  3  Geschütze  und  10  Maschinengewehre
  verboren.

Am  Sddflügel  der  Heeresfront  des  Generalebersten
  Erzherzog  Joseph  erkämpften  die
Truppen  des  Feldmarschalleutnants  von  Ruiz
bei  Iresci  und  Canpurile  in  schwierigem  Gelände
  und  in  Schnec  und  Frost  weitere  Vorteile.


Der  #ellvertretende  Thef  des  Generalstab-s:

don  Hös  Klbmarscholleumnam.

Amtlich  wird  verlant- 



Die  Neutralltät  Betglens  vor
dem  Krieg.

Daß  französische  Trunpen  der  t#:  am  1.
August  1914  die  belgische  Grenze  uberichritten
uno  damit  einc  Neutralit  isverletzung  beaangen
haben,  geht  erneut  aus  der  Erkiärung  eince
franzosischen  Soldaten  Alcide  Lancial  vom  148.
sranzösischen  Infanterieregiment  hervec  der  zu
Potokoll  gab:  „Bei  Kriegsausbruch  land  ich
als  aktiver  Soldat  bei  der  1.  Kompcgnie  de
Infanterie-Regimente  138  im  Standort  Givet.
Schon  am  1.  August  1914  wurde  unser  Regiment
  mit  der  Bahn  über  die  fran  slesch  beloische
Grenze  in  der  Richtung  Dinank  befördert,  und
wir  murden  noch  am  selben  Tage  bei  Mvoir  in
Belgien  ausgeladen.  Wir  löslen  und  konpapnie.
weise  in  kleinere  Abteilungen  au:  llebder  Sonntag,
  den  2.  August,  sianden  wir  in  Anher  und
Lour  Posten.“  Ob  noch  andere  fran  ofische
Tiuppenteile  vor  Kriegsausbrunh  in  Belgien
eingerückt  sind,  weiß  der  Lenamnte  fran-öuscke
Soldat  nicht  zu  berichten.  Der  Vorgang  beweist
jedenfalls,  daß  französische  Trnopen  mit  Zukummung
  der  belgischen  Behorden  den  belgischen
Teil  des  wichtigsten  Maastales  bese  ·  ien.  Da  die
Esten  deutschen  Truppen  erst  3  Tage  se#tet,  am
4.  August,  die  belgiiche  Grenz-  nberichritten,

aten  wir  hier  einen  neuen  Belr#  dofür,  daß
Lenn  seine  Neutralität  schon  vor  dem  Kriege
zugunsten  des  Vierverbandes  ausgegeben  hatte.
Dieser  Lfrich  im  Zusammenhang  mit  der  Tatlache,

  d  n  ende  Juli  1514  vor  jeder
Kriegeer  *  *  englische  Trppen  in  Frauk  eich
Fliudet  muen,cmh'!  die  B.  ur.  füdde

 

zuxiläsh  en  vor

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Vorbereitungen  der  Cntente
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Wir  mochten  hiert  noch  3  Vorgans

 

hinweisen.  der  mortwurene  5  elgessen
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berer  dazn  angei:  c.  eienl.  vul-  iliann  Si
lual'  on  Belgien=  vo:  dem  Klche  #n  h  ieuchten
Die  Finanzlage  des  belg  luen  -lus  1½  #  ur

un  dem  Kriege  ding  ur  richt  rofta:  dach
ic#n  alle  monlichen  K  *  e  Zutme

 
    
 
   
    
   
 

der  uniauienden
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K#rieg  in  Frankrein#  e  Kranznen  abet  bereiteten
  den  Kricg  mit  Lemiilano  schen  damals
  vor.  So  sah  also  ha#lmeckt““  gegen
Belgien  aus.  du#  #u##rbae  haben.  —
—.  *-.  rG  on  gegen  die  Gebet#
des  Vo.lerrecht  nl  lre  ihe  Reid

+  *
kan  per  am  1.  msn  l'il  ninite.

 

Das  J.ledensangebol.

Eine  Note  de
Lugano.  0.  Jon.  Nach  einer  Meldung  de-„Messaggero“
  w#rd  der  Aaltn  morgen  ein:
Irliatto--eu  olt  auf  die  Frie  n#snen  der
Milcnan  abs.
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Rarice.

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