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Nummer # 68
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ter wädenam 16. Jüni auf oer Rackreire von
Passau nach München auch dem Nottol einen
Vesuch abstatten. In Pocking, Pfcrrlirchen, Eggenie
elden und Vilebiburg sindet Empfang statt.
Die Herrs werden die Fahrt bis Pocking
z Atm unternehmen und in Pocking den
Fuag besteigen, nachdem sie vorher das Kunstciinchan
in Neuburg a. J. besichtig!
—— Tachrichten.
Veriin, 20. März. Unterm Geburtenrü#hgang
hat das Geschlecht der Hohenzollern
usch: gelttten. Der Glücklichs'e war in dieser
Berzehung Johann Georg, der in seinem 52.
Ferud in dritter Ehe die laum 14jährige
Prinzessin Elisabeth von Anhalt heinfführrte,
die ihm n noch zehn Prinzen und Prinzessinnen
schenkte. Die Gesamtzahl seiner Kinder betrug
23, und um für diesen Kindersegen ein
eni rechendes Unterkommen zu schafsen, wurde
oer Mittelbau zwischen den beiden Schloßhöfen,
der sogen. Lynarsche Bau, errichlet.
andere Herrscher aus dem Hause Hoheniern
erfreuten sich einer stattlichen Anzahl
on Nachkommen, so Albrecht Achilles. der 19,
GFrir= drich Wilhelm I., der 14, und der Große
Burtürst, der 13 Söhne und Tächter sein
Eien nannte. Jwischen 1400 und 1700 gab
en jũnf Zwillingsgeburten. Interesiant ist,
daß die Gemahlin Joachims I., Elisabelh von
Daemark, bis zu ihrem 70. Jabre nicht wenier
als 70 Nachlommen erlebt hat. So
rrichtet wenigstens die „Lebens= uno Regierungsgeschichte
der brandenburgischen Kurfürlen“
aus dem Jahre 1
Karlsruhe, 20. 1a2. In der zmeiten
Nanmer erllirte der Minister Ses Innern von
Be. mann, daß die Vormberg- Kommission ihre
Arbeiten abgeschlossen habe und zu dem Ergebnid
gelommen sei, daß de- Unalick oadurch
’ wurde. daß die Schutthalde, deren
Ficht durch die Negengusse in der lehten
eli verstärlt wurde, einen bedeutend stärleren
Drut auf #as infolge der geologischen Veser
nsenheit obnes#ies zu Nuticungen geneig!e
inde ausũbte. Tamit sei der ut ächtice In—
mmenhang zwischen dem Unalück und dem
lün itlichen Steinbruchbetriebe ertriesen und zu
h die Vorcussetzung für die vo#le Se #dras
Fiücht erfüllt. Den Geschädigten werre
Sigentum abgekauft und ihnen an##erdern
ayderem Gelä#de
*i
ermöglicht, ihre Häusfer au:
wieder aufzubauen.
Slbing: 20. März. In dem Gymnasium
: Marienburg warfen mehrere Selunoaner
ud auch Lehramtslkandidaten die Fenster ein.
##n sieben Lehrer wurden auch anonmine Briefe
mit schmähendem Inhalt gelandt Mit einem
M#asschlüssel wurde das Konferen#mimmer geöffnet
und an den dort liegenden Schülerarbeiten
Korrekturen vorgenommen; sogar Eramen-=i
5 Versebzungsarbeiten sind nachträglich verbei##rt
worden. Die Täter sind bereit belan:
#1 und bestehen meist aus Söhnen angeserener
Marienburger Bürgerskamilien. Einer
beteiligten Schüler Wollte Subsimoro veren,
konnte aber rechtseitig daran gehinoert
vben.
nRom, 20. März. Der bekonnte Vulkan-5“
scher Professor Mercalli, der Direktor des
v- Observatoriume, wurde heute früh als
ig perlohlte Leiche in seinem Arbeitszimr
in Reapel ausgefunden. Eine Petroleum-Ea#
war umgestürst und hatte sein Belt
i Brand gesetzt. Mercalli war einer der
riren Forscher der Gegenvart.
Jie gchiffslatasirophe bei Venedig.
Denedig, 20. März.
häusern sammelte sich im
s eine große Menge von
Luten an, melche angsiooll oie Nadkrichten
von den Verunglückten erwaiteten. Es wurde
ab: noch leine Leiche meiter oufge#unden, obgusch
das Wosser in weitem Umkrei= von der
U : lückstelle abgesucht wurde. Die Taucher arlei
oten den ganzen Vormittag, um Hebelaue
umer dem gesunlenen Schüf hindurchzuyehen.
Hinter den Kriegsschiffbooten, welche die Unanr
festelle ab-perrien. drängten“ in Booten zohlreishhe
Leute, Nesche angstlich auf Nachricht harrleu.
Es herrschte eindrucksvolles Schweigen.
Mim hörte nur den leisen regelmäßigen Wang
der Taucherlustpumpe.
Ein Taucher, der lange unter Wasser ger
en war, erzählte, daß er durch ei Fenster
er hinteren Kajüte mehrere Leichen in erhre
eifenden Stellungen gesehen habe. Ihre Zahl
fjönne er nicht angeben. Es steht jetzt fest, daß
der Dampfer bei dem ersten Fensler der hinteren
Kajüte durchschnitten wurde. So erklärt
ez; sich, daß er im Augenblick sinken mußte,
de das Masser sofort wild in die Kajüte
stürzte. Der Steuermann des Dampfers ist entjlohen
gesunkene Dampfer konnte nachmitt6
an die Wasseroberfläche geboben werden. JZroei
weitere Leichen wurden gefunden, ooch ist Ihre
Identität noch ich- festgestellt. Dae Schiff liegt
sehr schrän und ist voli, Schlampi. Man versucht,
das Schiff in das Arsenalbassin zu schleppen,
wo man die letzten Nachforschungen nach
den Opfern des Unglücks vornehmen wird.
Die Blätter bringen zahlreiche Einzelheiten
über oie Katastrophe, bei der sich ebenso heroi-Liche,
wie ergreifende Vorgönge ab Wiesten. Kin
dor den Kran
#se des Vormi#-
senlers A####9
Boot des Kreuzers „Ferruccfo“ nahm eine junge
Französin auf, die unter her Berreißendem Schreien
und wahnsinni gem Lächen nach ihren beiden
ertrunkenen Kindern rief. An Bord der „Hohenzollern“
brachte man einen iungen Ungarn, der
seine Frau verloren hat; sie befanoen sich erst
seil vier Tagen auf der Hochzeitsreise. Der
Schiffsleutnant Cosse, der ine Wasser gesprungen
war, um eine jungs Frau zu tetten, wurde
von einer ganzen Schar der Unglücklichen umringt,
die sich verzweifelt an ihn llammerten
und mit sich in die Tiese rifsen.
Münchener Neuigkelken.
münchen, 20. März. Am 22. Mätz findet
in Anwesenheit des Königs und der Königin
die feierliche Eröffnung des Neubanes der
K. Landesanstalt für krüppelhate Kinder in
München und der K. orrhdneon schen Kliuil bei
dieser Anstalt statt. Die Erriehungs= und Unterrichtsannalt
bietet Raum für 150 859-linge,
für die 120 Freiplätze besteben, die orthopädische
Klinik ist mit 90 Betlen ausgestattet.
Leinerzeit ist wegen Stiftung von
Leibeten in der orlhovöblicen Klinil an die
Opferwilligkeit der Kreise. Distrilte und Gemeinden,
sowie an die privafe Mildttialeit
appelliert worden. Dieser Ruf war nicht vergeblich.
Von den Städten hat zwar außer
München nur die Stadt Fürth sich an der
Stiitung von Freibetten beteiligt, um so grsßer
aber ist die Zahl der von den Kreifen
und Distriüten begründelen Freibelten. Zur
Begründong eines distriktiven Freibeltes teat
auch ein Bezirks werein für Wohlfahrtepfletze
bei, andere Vereine oder Genossenschafte eu haben
bis jetzt Frcibetten nicht geseiftet. Von
privater Seile erbielt die Klinik Zuwendungen,
deren Eriräge, teile üc allgemeine kwecke,
teils zur Begründung von Freibetten der eimmi
sind. Unter Einrechuung des von dem König
aus der Rente der Prinzregent Luitvold-Laude
ctijtung jür den Freibettenfonds seen iain
zuschusser von 1050 Mk. ver#üt die K.
Wonädicch= Klinil bei der K. Landesanstaln für
liii ppelhaite Kinder in München: #zurelt über
4371 Freibetten für Kinder bis m 14 „Jahren.
Hiermi: ist der Grund gelegt um die Segnungen
der modernen Otthopädie auch den Bedürftigsten
zugänglich zu macken.
Sayerische Nachrichlen.
Schongau, 20. März. Der verheiratete 27
Jahre alte Hilfsmonteur Alois W. 1,, der beim
Gieltrizitätewerl Schongau noci ai war, geriel
geslern am Schaltlast.n in Peiting der Leitung
zu nahe und wurde vom el. Urischen Strome
angenblidiich gelötet.
Oberstidorf, 20. März. Knapp dem Tode
entronnen ist- ein Mädchen aus Nördlungen,
das letzter Tage seinen neuen Diensiplatz in
einem Hotel bei Oberstdorf antreten wollle.
Das Mädchen lam vom rechten Wege ab und
sching siatt die Richtung nach Schralienwang
jene nach Tiefenbach ein, wurde aber von
des Weges kommenden P ersoren auf den richtigen
Anstieg verwiesen. Inzwischen trat aber
Dunlelheit ein und das M ädchen kam in den
Schneesturm, der sich erhoben hatte und brach
bald unter einer Tanne ermaltet zusammen.
Nach einem weiteren Versuche, das Hotel zu
erreichen, verließen das Mädchen abermals die
Kräite; es sanl nieder, verlor das Vewußisein
und lag die ganze Nacht in leichter Kleidung
in dem Schneewetter draußen, bis anderntags
einige Slif aheer das het rnxn ze
Ceschöpf, über das sich eine leichte Schneedeae
breitete, ausfanden. Besonderen Schaden hat
das Mädchen an seiner Gesundheit nicht gealimen.
Bayerisches Dberland
ußdorf, 20. März. Am Mittwoch feierte
der Burschenver in da? Namenefeil senes Präses
des HH. Pfarrers Josei Lanz. Zu diesem
Zuecke versammelte man sich in großer Zahl
mit anderen Gemeindeangehöriden im Saals des
Schneiderschen Gasthaufes, der eigensauis Schön-#re
deloriert worden isi. Die ganze Feier irug
intliären Charakter und whm einen gediegenen
Verlauf. Zunächst hielt Vorstano Lconhard Dettenhofer
eine kernige Ansprache in welcher er
dem Präses die besien Wüusche namens des
Vereins und aller Anwesceden entgegenbr acht:.
Auch die Theatergesellschaft wollie bei dieser
Feier nicht zurückstehen; Meier Schwaul überreichte
in ihrem Namen einen präcklll gen Blume -
siranß. Der HH. Präses dankte für die Ehrungen
in herzlichen Worten uno torderte jung und
alt zu treuem Zusammenhasten aus. Auch der
übrige Teil des Abends nahm einen sehr schönen
Verlauf
Kolbermoor, 20. März. Im Blütenalter
von 20½ Jahren wurde heute der Infankerist
Josef Hammer! zu Grabe getragen. Der Verstorbene
rückte im Herbst vorigen Jahres zum
l. Insanterieregiment in Metz ein. An einer
schweren Kranlheit (Lungen- und Ripvenfellentzündung)
starb er im Garnisonslazarett zu
Metz am 17. März. Auf Verlangen einer
Eltern d e er in Eine Heimat nach Kolbermoor
verblacht, wo er am Donnerstag unter
Begleitung von 4 Infanteristen und eines Unteroffiyiers
eintraf. Die beiden hiesigen Veieranenvereine
mit HH. Kaplan ie sowie
"1
fast die ganze Einwohnerschaft Kolbermoors
erwiesen dem Dahingeschiedenen die lehte Ehre.
Bad Aibling, 20. März. Die Frühsahrskontrolsvorsammlungen
im Jahre 1914 finden
statt: in Kolbermoor am 14. Aprii im Gastaus
zum Löwenbräu. Vorm. 8.30 Uhr für die
Kontrollpflichtigen d der Gemeinden Aijing, Pang
und die Reservisten der Gemeinde Kolbermoor.
Rehm. 1 Uhr für die Landwehrleute 1. Aufebol#e,
die Ersatzreservisten, die zur Dieposition
ver Ersatzbehörden Entlassenen und die Dispo-Ltionsurlauber
der Gemeinde Kolbermoor. In
Feilndach am 15. April im Dasthau: zum
alicn Wirt. Vorm. 9.30 Uhr zür die Kontrollpflichtigen
der Gemeinden Feilndach, Litzldoecf
und 10.0.08 Aibling am 16. Abrl dv.1 6
ren S.ak hes Schuhbräu- Kellers. Va#m. 9 Uhr
für jämtiche Kontrollpflichtigen der Gemeinden
Ellmasen. Mietraching und Willing und
die Reserviften bes Magistrats Aibling. Nachm.
1 Uhr für die Landw ebrleute 1 Aufgebats, die
Ersatzreservisten, die zur Di— position der Ersatzbehörden
Eullassenen und die Disposilions zurlauber
vom Magistrat Aibling. In Beuckmühl
am 17. April im Gasthaus #de: Seb. Garnreiler.
Vorin. 9 Uhr für die Kontroltoflichtigen
der Gemeinde Kirchdorf a. H. Naciini. 1.30
Uhr für die Kontrolkpflichtisen der iai de
Holzham, Götting und Voegen. In Feldlir—
chen am 18. April im Gasthaufe von Mareis.
Vorm. 9.30 Uhr für die Kont trolln, chtigen der Gemeinden
Feldlirchen, Helsendorf und Höhenrain.
JIn Ostermünchen am 20. April im Gasthaus
von Alois Kalteis. Vorm. 9 Uhr für
die Kontrollpflichtigen der Gemein. n Tuntenhaufen
und Beyharting. Nachm 1.20 Uhr für
die Kontrollpflichtigen der Gem. inden Hohenthenn
und Tattenhausen
Reichersdorf, 20. März.
verichied der d58jährige Oesonom INeiĩ Strahz
meier zum Schäffler in Niler-dool. Der Verstorbene
war früher 18 Kayhre An schußmitglied
der Gemeindeverwaltung, Jahre Waisenrat,
seit Gründung der Darlehen lassenvereine und
seit nahemn 6 Jahren Vorsteher der Vorstande
venannien Ver. ins. Der peaiteren war er Mitalled
der Weidegenossenschaft Neulirchen und
Vertrauenoemann des Landwirtsch. Zuchtvereins
Mierdach.
Hrien, 20. März. Gestohlen wurde am
10 März 1914 nachts 9 Uhr aus dem Hausgang
der Heubergerschen Wirtichait in Hemhoi,
Ger. Prien, ein Fahrrad, Mar'e „Mars“,
mit schwarzem Rahnienban, schpa####er Felgen
mit blauen Streisen, Ichwaczem Fotschützer,
schwarzen Griffen, auschörte aebogener Lenkstunge,
Freilauf mit der Aufschrift „Diamank",
Werkzengtasche mit Flickkeug und Schraubenschlüssel
und ohne Glock. Das Rad war neu
emailliert. Vom Dieb hat man leine Spur,
weshalb sachdienliche Mitteilungen an dis#e
nächste Polizeibehörde gemacht werden wollen.
Hrien, 20. März. In einer der lehzten
Nächte wurde in die zurzeit unbewohnte Villa
des Selretärs Ordnung in Stock eingebrochen.
In der letzten Zeit sind in hiesiger egend v2
mehrsach Villeneinbrüche verübt worden, ohne
daß der Täter ermittelt worden wäre.
Traunstein, 20. März. Der „Reichenb.
Grenzb.“ schreibt: „Wie wir erfahren, haben
die eifrig tätigen Mitglieder des Feuerbestattungsvereins
bereits einen Kostenvoranschlag uno
Plan für ein Krematorium en Traunstein durch
eine Stuttgarter Firma audarbeiten lassen. Die
Anlage würde sich demnach auf 18 000 Mark
stellen, doch sind unter der Mitgliedschaft seilbsft
bieher nur 3000 Marl ausgebracht worden. Dies
bedeutet voraussichliich ein Scheitern ves Projelts,
zumal sich selbsi unter den eigenen Reihen
Personen befinden, vie leinen Pfennig für den
gedachten Zweck zur Verfügung stellen, weil
sie einerieits die Auassichtslosigleit einsehen, andererseits
der Verneinung der Bedürfniefrage
rückhaltlos zustimmen. Es ist von der zuständigen
Stelle (Stadtvertretung usw.) aller Voraussicht
nach auch lein Enige genkommen zu erwarten.“
Die gonze Frage ist also von vornherein auf
ein totes Eeleise gelommen. Ums —
Heute morgen
Der sohmersahrplan.
Eine Bitte um Abhilfe.
Rosenbeim, 21. März.
Im künftigen Sommerfahrplan triti wieder
jener leidige, olfmals gerügte Zustand aul.
daß der ersie Unterwegs- Tachmittage zug nach
Salzburg viel zu früh nachm.), *
nächsie aber viel zu och 50 nachm.) gefahren
wird.
Früher nies man darauf hin, daß Zug
807 um 12.50 Uhr nachm. eine Forksetzun
des Schnellzuges 26 (München-Kufstein) nach
den kleinen Stationen der Strecke nach Salzburg
darstelle. Nun hat aber Zug 26 schon
voriges Jahr eine wesentlich frühere Lage erhalten
(9 osenheim an 10.43 Uhr vorm.). An
seine Stelle ist der neue, verbindun eereiche
Schnellmg 24 getreten (Rosenheim gegenwärtig
an 2.15. künftig 10 Milnuten später).
Der Postzug 307 ist aber in seiner frühe.
rten Lage um 12.50 nachm. verblieben. Er
lann von München her keinen Verkehr weilerleiten,
da burzeit des Zuges 26 der Schn-1-zug
55 selbst nach Salzburg verkehrt und in
det Zoischenzeit kein Zug von München her
eintrifft.
Rosenheim und Umgebung hat ltets gegen
Sonntas, 2 22. März 1914
die zu srühe Lage des Zuges 507) gekämot.
da man zu einer Fahrt an den Einche (Stefanslirchen,
Krottenmühl) und an den Chiemsee
(Rimsting, Gstad, Breikbrunn), ferner. zu
Neineren= Touren nach Endorf, Bernau, 1 "4
so früh nicht fahren will. Von Unterwegel
orlen an der Kufsteiner-, Holzkicchnerund
Münchner Strecke noch nachmittags nach
obengenannten Gebieten zu gelangen, ist unmöglich.
Auch die rücklehrenden Lanoleute
wollen um 12.50 nachm. nicht beimfahren, da
sie nach erledigtem Gesch äft doch auch essen und
einkaufen wollen.
(ber auch für den weiter herlommenden Reisenoen
ergeben sich Schwierigkeilen. S# wird
man, wenn man in München mit Schne##zwug 24
abfährt, in Rosenheim von 2.25 nachm. bie q.50
nachm. warten müssen, um endlich ab nds von
5 — Uhr am Simosee (Krottenmühl) und
Chiemsee (Rimsting) zu „landen“. Da elbe eraibt
sich für Reisende von Bad Aibling. Been.
nenburg, Grafing. Diefe menigen Kilometer
entwickeln sich daher zu einer ganz unerwarteten
Tagesreise, zu welcher mon Werttags in München
längstens um 9.40 vo#rm., in Bad Aibling
um 10.24 rorm., in Vrannenburg um 10.11
vorm.und in Grabing (Bhf.) um 9.31 vorm.
antreien muß. d h. man unterläßt die Fahrt
außer bei dringenden Angelegenheiten.
Schnellzug 19 kommt nicht in Betracht. da er
nur in Prien, Traunstein anhält, somit dem
Fernverkehr dient. An Sonntagen aerdings
wird man bie Uebersee auch von 3g. 19
und 23 Anschluß in Noienheim erreichen
Und doch läge einc einsacke Negeiung des
lläglichen Zustander sehr nahe. Man führe
cinjach den in Nosenheim ozusagen in oer
Luit endigenden Postzug 809 nach Sal'vurg
dirrch, anschließend an Schneiling 24 (Nosenheim
ab 2.35 nachm) und lasse den Jug 807
ausfallen. An Sonntagen aber lasse man den
H#rgenwärtig eingesetzten Nahzug nach Ueberjee
schon um 1.00 nachm. abgehen. Durch diesen
Austausch wären mit einem Male alle
/ Vierigleilen, auch für die Holilirchener-, Kufeiner
und Münchener Linie behoben. Ebenso
T##eswänden die Mängel im Paslverkehr, welc;e
voriges Jahr zu Beninn des Winkerfahranes
so erregte Zuschritten gezeilss" hatten,
dn die Fahrpläne der Seitenbahnen nur leine
Verschiebungen bräuchten.
Die Eisenbahnbebörden werden die Unhaltbacleil
des gegenwärtigen eustandez anerlennen
müssen. Ein großes Gebiet wird ourch die
satlsche Lage des Zuges 897 von Ausflüglern
und Reisenden völiig abgesperrt. Es wird hiemit
um Abhilfe gebeten.
—
2
#
tiommunules.
Sitzung des Magistrats-Kollegiums
Rosenheim.
Samstag, den 21 Käkxzz 1914,
vormittags 9 Uhr.
Vorsitzender: K. Hofrat Bürgermeisier Wüst.
Der Vorsitzende gibt Pie Beschlüsse aus der
leuten Sitzung dee Koeulegjums der Gemeinde-I
Follmächtigten belannt. Ang# idte der Mehreit,
mit welcher der Beisck zuß über oie Zurück.
srellung der Verlegung der Gasleftung in der
Prinzregentenstraße gesaßt wurde, beantragt
c. dem Beschlusse der G.-B. beizutreten. M.-R.
Kaumann spricht sein Befremden darüber aus.
doß die Gemeindebevollmächtigten über die Gara:
niefrage für die Verzinkung des Anlagekapitals
gänzlich hinwengegangen seien. Die Umlagen
zahler hälten schon Zehr Rücsicht erwarler
lömen. Der Magsstera“ beschießt, dem Besclusse
der G.-B. beizutreten.
Der Orchesterverein tadet zu seinem Frühjahrslonzert
ein.
Wegen der Schule im Sedarkof wird jür die
Sedanstrahe ein Gebot betr. Langsamfahren
der Witomobile erlassen. Cntiprechende Tafe. n
sollen an den zwei Strabenenden aufaestellt
werden.
Das k. Bezirksamt beabsichtigt, einen Vor-Lag
über heimische Bauweise zu veranstalten.
Es ladet den Maygistrat ein, un Vortrag geinsdeinia
abzuhalten. Der Magsstrat ist
damit einverstanden. Der Vortrag sindet om
29. März, vorm. 10½ Uhr, im Hotel „Deutscher
Kaiser“ statt.
Ueber bessere Instandsetzung der Küpferlingstraße
jenseits des Schützenhaufes lie It ein Gesuch
vor. Die Vaukommission will diesen Teil
der Straße in den Unterhalt der Staot übernommen
sehen. Der Maaistrat ist damit einverts
Einstweilen werden 100 Mark eingeeßt
Die Viehausstellung beim Vollsfelt soll mit
der Eeflügel- und Landesproduktenausstellung
auf der Wiese in der Ellmatjerstcatze abgehalten
werden. Für die Viehhalle, die 200 Stück Vieh
uunfassen. joll werden 6000 Mark bewirligt;
etwa 2000 Mk. werden durch Eintrittogelder
hedeckt. 0 ist eine Erweiterung der
Zelthalle auf 230 Stück Vieh erfordertich. Nä-Hunen“
Bericht lassen wir an anderer Stelle
e
—
—
S
ie Firmo Mammroth ist in Konkurs. Die
Waren sollen versteigert werden. Sie *
den Betrag von etwa 6000 Mark. In der Debatte
wurde erwähnt, daß es sich um eine Firma
handle, die überall Filialen errichten, auch
wenn "6. bald wieder aufhbren. Man könne
doch nicht um 8000 Mr. Waren hier perram-