Nummer 9.
Unabhängigleit
stellen sollten.
Zweimal hat die kaiserliche Regierung der
belgischen Regierung erklärt, daß sie nicht ats
Feind nach Belgien komme, und sie gebeten,
dem Lande die Schrecken des Krieges zu ersparen.
Sie hat sich für diesen Fall erboten,
Besitzstand und Unabhänzigkeit des Königreich's
im vollem Umfange zu garantieren und alle
Schäden zu ersetzen, die durch einen Durchzug
der deutschen Truppen verursacht werden kön-Wen.
Es ist bekannt. daß die löniglich grohhritanische
Regierung im Jahre 1887 entschlossen
war, sich der Inanspruchnahme des Wegerechls
durch Belgien unier diesen Voraussetzun-Len
nicht zu wiedersetzen.
Die belgische Regierung hat das wiederholte
Anerbieten der kaiserlichen Regierung abgelehnt.
Auf sie und diejenigen Mächte, die lie zu dieser
Haitung verführt haben, „ällt die Veramworund
seine Neutralität sicher
für das Schicksal, das Belgien getroffen
Die Anschuldigung wegen der deutschen
Kriegführung in Belgien und der dort im Interesse
der militärischen Sicherheit getrofsenen
Maßnahmen hat die loijerliche Regierung
wiederholt als unwahr zurüdgewiesen. Sie legt
erneut energisch Verwahrung gegen diese Verleumdung
ein.
Deutschland und seine Bundesgenossen haben
den ehrlichen Versuch gemacht, den Krieg zu
beendigen und eine Verständigung der Kämpfenden
anzubahnen.
Die kaiserliche Regierung siellt fet, daß es
lediglich von dem Entschiuß ihrer Gegner abhing,
ob der Wes zum Frieden betrelen werden
sollte oder ninn. Die feindlichen Negierungen
haben es abgelehnt, diesen Weg zu gehen. Auf
sie fäilt die volle Verantwortung für den Fortgang
des Blutvergießens.
Die vier verbündeten Mächte verden den
Kamrf in ruhiger inversicht und im Verlrauen
auf' ihr gutes Recht weiter führen, bis
ein Friede erstrinen in, der den eigenen Volktern
ihr Dasein und ihre Enwickhngsfreiheit
verbürgt, allen Slaaten des enropkühlen Konnnents
Tber die Wohltat schenit, in gegenseitiger
Achtung und Gleich#berechtigung gemeinjam
an der Löfung der großzen Kulluprobleme
ön arbeiten.
Die Ankwort des Enkenks en Wilson.
Paris, 19. (Meldung der „Agence
Hvas.“) Miniterpral dent Briand empfing
heuie um 2 Uhr r0 Min. nachmil-a#den amerilanischen
Bo nchafier Sharp und eberuurb ihm
im Namen aller alliierten R.gierungen die Antnert
auf die am 19. Dezember oom Präsedenten
Wilson den triegsühreuten Sichaten gemachte
Meaueilung. Briand überzab Shap gleichzeitig
eine Noie, durch die vie belosce Negierung
unter Festellung ihrer völligen Zstimmung
ön der gememn'amen A#tmon der Alieren ihte
— ankbarkeit gegen die amerilene Regie erung
rezeugen möchte für die von der awmenk zuischen
Plerung der un#rdli!nen Berollaung
1 # Belaiena gelrise en et. ·
kn und für die lebhafte Sumzathie. die die
amer: lanische Naison bei jeder Cice eheit
Cnne
. n auf Grund der - zen Lage durses
Landes, des durch die Vellezung leie. Neutra=Inadt
zum Krier ze ge zuu- gen r*** jen, bereug1
habe. Baron beiricch Miste des
Aebkern war periönlich un Zer Beiands be
dem Entfng Shar 5 zugegen. Die Anin ort
dec Alliienrten Regiecungen wird Frenag früh
reröffentlick: werden, da die allll. c#Megierengen
die Sicherheit haben wollen, daß der
1 JJSN 7W“
» OCWJJ
Prälident der Vereinigten Staaten auf diese
Weise die Note persömich zur Neantuss nehmen
kann, ehe eine Veröffentlichun: ourh die Preise
ersolgt.
Basel, 11. Jan. Die Koanserenz in Rom
sich, rie der Korrespondent des Berner
. Bund“, allem Anscheine nuch Zuf Erkundigung
im Ministerium des Aeußern hin, beri- H#en mit
der Antwort der Enlente au die Note des Prä
su#enten Wilson befaßt. In welchen Eime die
Antuort erfolgen durfie, dentet der Berichter-Ktatler
wie solgt an: Die Alluerten wolien sich
nicht jetzt mit den Mittelmächten, deren Bedingungen
sie nicht kennen, an bernm grünen Tisch
seten. Präsident Wilson hal in seiner Note
die Kriegführenden eingeladen, ihre Friedensbedingungen
be kannlzugelen und hat sick, bereit
gezer igt, für die Neu ordnung Eur opus seinen
Jeistand zu leisten. Die Miltcm#chte haren
*r* iglich von einer Konserenz unter den Kriegfährenden
in einem neutralen Staze gerebet.
LWie verlautet, wird die Eulente genau das
Ccgenteil tun. Sie wird ojftzieli die Bedingunocn
nennen, unter denen sie vereit in. Fricden
mit den Mitte emächten zu schliehen. Sie wird
j ch bereit ertlären. die Miitarde i# der Neuttalen
ur Neuordnung der Verhällwmise i Eutara annehmen.
# .
NUMBER-»Musik«
DicfccknngderKI-;c.-.-·ssi:cn
Verlin, 11. Jan. Wie die Blälter berichten.
iit man in den Finanzbert#-. allungen der
Einzelitaaten rAlkomnen be rase:: worden
durch die Ankündigung Dr. eiie- nn (silhe
„Nhienh. Am.“ Nr. 6 von6 W durch
dem Kciege eine Vermögenout###.de in Döhr s
in einem Drutel des Vormögenn c 5 rurn nerden
till An unterrichteien **- in ber nicht
Dbas Gerinaue bekannt. Auch
das die Pläne der Reizer
meit gehen werden. Selbnociiem
Canz beträchliiche Erköhung ?
len, aber man weist darauf Uin.
staile Steigerung, vie Sitein, ##u.
Cgle, nicht nötig sei. neil die ###sgab
Ende des laufenden Jahie: u- ! Miliarden
Mark betragen wuroen, während ein Dril-
fi: aufnd
2el des dentschen Nationalvermögens 100 Milllarden
ausmachen würde. Man hält, um die
Steuerlasten des deutschen Volkes erträglich zu
geilalten, in zuständigen Kreisen unbeding: datan
fest, daß wir eine Kriegsentschädigung erlangen
müssen.
Ein Dement:.
Berlin. 11. Jan. Die „Nold.Allgem.
Olg.“ schreibt: In der deutschen Presse lind
Fufgrund ron Meldur igen der Londener „Times“
angebliche Aeuferungen des iaiserlicken
Viischafters in Washingkon. Gliasen von Bernitarfi,
wiedergegeben worden, wonag; er ii
haben soll, Deutschland wolle um jeden reis
zur Friedenskonferen gelangen. Es jei bereit,
Pelgien Ujederhereuftellen und #u entichädigen
und Kriegsentschädigungen eu besahlen. Es
liegt auf der Hand, daß merer der kaiserl. Botschafter
noch ein Mitglied der kaiserlichen Bolschaft
in Wöilhington, derariife Aeußerungen
––.#
gelan haben.
—
Die Kriegolosten Frankreichs.
Rotterdam. 11. an. Ju einem Ceiirtitlel
des Pariser , urnal“ legt Senator
Ainiond, Ge— neralberichterta et der Großzen
F. nanstemmis ien, die (Henm# dar, weshalb
Frankreich iche eher Fbschließen lönne,
als bis es Den #I. bland und den anreren restoel.
moaochten seinen Wülsen diltieren kann. E heißt
Artikel: Am 1. Jana## 1917 * neuc
Steuern in Krast gelreten. Am 1
Apr werden unsere Kriegs ausguden auf 75
WMülliarden Frs. anger'adien sein. Falls der
WW* noch in diesem Jahre endiat. wurden mir
Einsart us der Militärpemonen unsere Kriegslen
rund 100 Miilierden France betragen,
1bt die eine Zinsenausgage von 5 Milliarden.
ierderlich in. Wer mürde nicht einlehen, daß
es unter len Umpanden unm öglich ist. zczt
an Frieden zu denlen, der zur Slge hadben
ößte. das, die französische Siteuctschler die
Laiten des Krieges selbt hiagen. Zweifell.=Uerden
mir noch ####e Sreue necn ichaf !2 müssen,
cber sie gerügen Tinesjall vie Zinsenlaste:
aur den Kliensoften zu trn #mal unser
laaich isbgi n en 5 Mill. En Frs. Koßen
r munsen einen entscheidenden
der Imallen-Wi-.4.«J«1benckin
dem
ichmer#
“ * — —
Weteg, 13. Januar 12
Ein Kurier des Faren.
llen, 11. Jan. Nac einer Badaste#
Me ung bringt „Mienh die zanchen, dan
#er Z#r in eine tE*“ 7*273 helgen
eit einen Sottberkurxfer nach Jr#treschige
hut. Dieser Sonderkuriek mird an d
Poincare einen eigeshanolgen. Briek Ae
ten übermitteln, der sehr r.a, tiae Bes
über Rußlands Haltung in ver iedenerae
enthalten wird.
Ein englisches Schlachtschiff und
ein Flugzeugschiff versenkt.
London, 11. Jan. Neuter meldet antllich:
Das Schlachtschiff „Cornna#lis“ wurde
im Miltelmeer am 9. Jannar von einem feindbichen
Unterseeboot versenkt. Der Kapitän und
sämtliche Offiziere wurden gerettet, 13 Mann
werden vermißt. Man glaubt, daß sie durch
eine Explosion ums Leben gelommen find.
Das Flugzeugschiff „Benmachte:“ unter dem
Kemmandanten Samson wurde am 11. Januar
im Hasen der Zusel Tastellorizo durch
Ceichützseuer zum Sinken gelracht. 1 OÖfsizier
ane 4 Mnan wurden verwandet.
Die „Cornwallis“ wuroe im Jahre 11
gcbaut und maß 14,200 Tonn: t. Eie
Vier 30.5. .Jentimeter-Geschute. Die kslühe
betrug 750 Mann. Die Futei Taftellorizo liegt
an der Sudküste Kleinatien?.
Ein neuer Völkerrechtebhruck.
Rotterdam, 11. Jan. Reuter melden aul
Marseilie: Ein großer de#ucher Pastagierdarnrler,
der in den griechischen Gewässern lag, wurd:
am 6. Januar nach Marseille gebrucht unr.
witd von der Entente für militäriuche und Lan
delszwecke verwendet. Zuttejsendenĩ.l han.
del' es sich um eine neue lruise BMölk. rrechtsverletzung.
baur.
vLandtagz.
Der bayerische Landtag kri.t. wie unnmelß#-bestimmt
ist, zu seiner gußerordenlicchen Tac###
em Dienstag, den 30. Januar rurammen. Das
Hauptgewicht der Verhandlungen wird auch
dicsmal wieder den Arheiten im Haupkau:sschuß
mfallen. Wie man höit, wid an die
Stelle der olfizlellen Brrichlerstatmng öber dir
Verhandlungen des Sauptausstustes #ieder#die
fe#c Berichterstattung treten.
Eine Nachwanl.
Wie aue Viechtack berichtet mitd, wurve d i
der Vertrauensmännervetsammlung in Go#tle.=zell
als Landtagskandidat des Zenluume für den
Wahlkreis Regen, mo für den um Regicrungs
rale besorderten bisherigen Abacordn###.#en War#tz
eine Neuwahl siatizusinden hat, der Landni.tschaflolehrer
Hans Rauch in Cham mit großer
Zusammentritt des
Simmenmehrhejt aufgestellt.
—
Reaunan Diibelm »33 Krothe
55
14% %#
#½ *717 .
Jsuunicx
.·u’l'
,
weisnnblssun -«1
»nlum·c« .«li..n Ehexssmnndianksvcs
sorgt:
„Aber ichen rersichig iein, Herr Leutnant,
sonse brremeen wic Wic ber einen uck-all.=Humt
ind. vnn c v.· uhe
enn Kers, und lo sualt ie:
mme. on nun an musten wir
uns in Ir Wiennz Iten, deun der Herc Leutnant
ist mein Krantigum.“
„Och urulmiere derrn Lentnant, so ne
Schwester 15 immer ganz brauwbar, die lann
memguen= % mennne er und sielite ich
auch Uramin vor sie b
Da :eichie sie hm dle Haud und loute:
„Sic iden rI. Ra#ll. man musz 3u.
paden. #unben: sei bringen wir den errn
Leulmaut n#u Gr Wilvelmshoi, und Sie
hurien tiyn beagleuen.=urt
sagle nichts, er war zu Hchnac, aber
nun senr zufrieden und alücklich.
„Augends ist man doch so aut aufhehoben
wie in der Beimat“, sagte er leise.
Und
n Ntand denn am anderen Tage
Gthels Re#e, zu cinem wunderbar klequemen
Krankenwagen eingerichlet. zur Absahr#t
nach Deutschland bereit.
,Siehst du. Gener##d. a der Krieg haur
ausbrach, und ich keine Heinat mehr hatte,
da lam mir der Gedente, als Kriegsbetich:
erstatterin mit ins Ve.ö aul öichen“. erzählte
lur; vor der Abreise Ethel er Errundin,
als leide im leinen Salon 6 nedlèves zu,
sammensaßen: „aber so lund nun einmal diese
anichen Deuischen, davon wollten sie absolu-.•t
hoisien: Frauen gehören da nicht hin,
bekan ich, trog bester Empijiehlungen an dit
wa cenden Herren de?s Generalstabes, zur
ulnar Detatgen Sie sich beim Reten Kreug,
so hic 1 es, na un * da ch nichte
zu machen war, ging *r“ coen zu Frau von
Wussow aufs Gut, denn sie hatte ein großes
Jobanniteriazareit eingerichtet, und ich bin dem
Schicllal dankbar, daß es mich dorthin ver
schlagen hat. % konnte ich nun doch nach
erhaliener Nachricht sofort hierher eilen, der
armen Jungen abzuholecn. Ia. Kind, was ge
denkst du deun nun 9 machen?“ setzte Etyei
besorgt " und ergriff der Freundin Hand
a, ich 4 cofsen gestehen, ich weif
es nod richt Mein
„Wie, dein Vater,“ eerbroch sie die Ame.
ritanerin „wo ist er denn?“
„Ach ja, ich sagte es dir noch nicht.“
Und Genevievre berichtete nun darüber das
Nötige.
„Hm.“ machte Etbel. “weiftr du. nach Südfrankreich
ging“' ich an deinrr Stelle nicht,
liever in die neurrhle Schwelz! Nach Geuf,
das kennst du onr
Dasscho — —
„Mein Gon, “J daß du jeht nim
nach Paris an deine Bank schreiben faunft,
weiß ich allein. Hier haft du füns erite 1000
#i . d. ß cne #s 1 e“#. I.
in i iin: : dun-1
Irben *
leiten. damit du
i ce *) dnt iind bderiprach, den
hbrer Frcunmu im *
So mar denn di W
Friie vii- (nün, so gut es
ei#ran ir deibiieicn, heizuchm die Hand, der
brurit hatte Ethei eingehende Verhauungsegeln
fur die Reise gegeben und veionders
eingese urft.
„Lanafam fahren. Mißz Witccur!““
Kai Diume #an uls Smuhmuche inn seinem
Karabiner urden dem Wag##atrer. und Cthel
halte einen bequinen Sizz neben dem lang
im Wagen liegenden Kranten.
So zjubr ka# Auto langsam zum Tore hinaus.
Am driten Tage #runlastr unter ihnen
der Rhein, und am sechnen Tage funt es lunglam
durch das wappengeschmuckte Tor von
Grost. Wilbelmeho
Die Standarte stand halbdmast!
Voc dachte Eihel, was ist da bloß geschehen.
Kurt durst: nichts eliahren, und, er
sah auch nichts, denn er war sehr matt. Nur
einmat jächelte er aluckselig ani, als Mutterchen
ihrem neben Jungen einen langen Kuß aouf
den wieder sieberheißen Mund oräckte. Dann
schliej er fest ein: Er fragte auch später nach
niemandem, denn nun ertt hatte ein geschickter
Chlrurg engegeiisen und die schwecen Wundeg
uc Behandlung, genommen; da war deun noch
eimnmal dao WMundfieber gekommen und halte
ihn nüchug ebnat. aber Mutter und Ethel wie
auch Kaci Blume hatten Tag und Nacht bei
unde gelaemmen.
der
Hibin u / #l, Ir u gr Or u Weul.
Alles ging still und rumg seinen Gang.
„ Wo iun eigentluh meine wilde Jummel.
die r Unde- fragie er, als es ihm belser ging,
und sein lone: iste: so muntere# Schmesterchen.
die lung n Vran, ieh nar nicht sohen lioeß.
a traten der Muter rin paar Tranen in
die Augen., und sie agic leise:
„Wal:ier KI lune# ist im der Schlacht an
den Masurischen Sen den Holdentod fürs
Waterland genorben. »
lenknscltxsmTrndc«lonnlchsktmtk
heran-bringen« dannhlngdtsqktkllcrnnd
Karl Biume blieb allein bei ihm, denn Ethel
war zu -Langrats hinnbergetahren; morgen
sollte die Beisetzung Mannerz hier auf Groß.
Wilhelmohoi sein.
„Nun, Karl. du niachst ja ein so trauriges
Gesicht, was isI’ denn: Wehl's deinent zulünficgen
Schwager Günzel schlechter?“
„Ihm und meiner Schweseer Lotte
es ja- letolcch, am hler, aber der Bater —
„Wie, was ist mit ihm *
“m Iist verschollen! Niemtans meiß. Wwohin
schuftigen Franzosen verschleppt häben.“
ein Gott, das ist sg entien zuh
juͤp der EEIIIIII
tebsten. —
Am anderen Tag kam brr Dübrit:
menigstens jur den Tag der Beie#cun
aer
—
—
bB
*
—
er haltr
Urlaud
erhalten. Anf fluer Brust prangte schon daz#
schlichte Zeschen br verdieinstbotien Soldaten.
das tue .
et Junge dich haben sle
la vzun 4“, Melnte e
/- in Sohn bopücher *v# ögnii. wie
EIXIIIIæXIIIIE o un solmenb
Mnnnllenr ir hen K. i .