Full text : Rosenheimer Anzeiger. 63. Jahrngang (63)

Rum#r  170  M#

PRosenheimer  Anzelgek  ##  wW

Sonntag,  13.  Mai  19127

 

sionen  die  deutschen  Sammeltellen.  Da  Da  sie  aus
allen  Teilen  Englands  und  den  Kolonien  stammen,
  ergibt  sich  ein  zuverlässiges  Gesamibild
####  d#  Stimmung  im  braiseen  Weltref.
An  zuversichtlichsten  sind  noch  die  Känadjer  u.
Australier  scheink,  daß  bei  einem  Urlaub
voli  Kolauften  in  Suglan  alles  getan  wied,
um  sie  die  schweren  Gesahren,  die  durch  den
U-Boot-Krieg  drohen  nichts  merlen  zu  lassen.
Wresentlich  gedrückeer  ist  die  Stimmung  der  Engländer,
  die  die  ernsten  Sorgen,  die  über  England
  hereingsbrochen  sind,  nicht  länger  verbergen.
  Einhellig  bei  allen  Gesangenen  sind  die
Kriegsmüdigkeit  und  die  Klagen  üuber  schlech#
Führung  und  hohe  Verliste.  Wie  sehr  sic  die
Verhältnisse  seit  der  Sommeschlacht  zu  Uugunten
  der  Alliierten  gewandelt  haben,  geden  die
Engländer  unumwunden  zu.  Gesangene  der  63.
Dicision  äußerten:  Die  Somme  war  ein  Piänick
  im  Verhäilmis  zu  Arras.

Lloyd  Georges  Trostsoprücke.

In  geheimer  Sipung  des  englischen  Unterhauses
  führte  Lloyd  Grorges  die  Ansichten  der
briliscken  und  franz  ösischen  Hrerführer  an,  die
mit  den  Ergebnissen  der  jüngsten  milie  ärischen
Operationen  an  der  Westfront  alle  sehr  zuftie
den  sind.  Ueber  den  U  Boot  Krieg  gab  er  Zif
fern  über  die  monatlichen  Schiffsverluste  seil
August  an  und  gab  einen  ermuligenden  Bericht.
Uber  die  Methoden  zur  Belämpfung  oer  1.
Boote.  Zur  Lebensmiitelfrage  sagte  Llond  Ge
orge,  B  bei  sparsame  im  Verbrauch  und  er-Döhter
  Erzengung  im  Jnlande  lein  Anlaß  zur,
Jurcht  vor  Aushungerung  bestehe  und  dan  Eng=  .
Iand  1918  seinen  eigenen  Be  darf  an  Lebenemitlein
  decken  lonnte.  Kür  billige  Trotsprackhke  war
Llond  Georger  no##  nir  verlegen.  Mißlich  ist
sür  ihn  nur,  daß  die  Tatsachen  ihm  gar  nich:
recht  geben  wolien.

Revision  der  Politilk  des
(Gasen  Romanoves.
Lyoner  Blätler  meiden  aus  Madrid:  Die  spanische
  Regierung  verschob  die  Ratifizitrung  des
Lon  Marquis  Corlina  in  London  mit  England
abgeschlossenen  Wirti  chaftsablommen  mil  der,
Begründung,  das  Ibtommen  mũ  se  der  Kammer
  vorgelegt  werde  #
In  die  rr½  geslogen.
Nach  einer  Neuyorier  Meldung  des  „Journal“
  ist  die  amerilanische  Munitionsfabri!“
Hammoth  in  die  Luft  geflogen  Die  JZahl  der
Opfser  ist  noch  unbekannt.
—

Der  Aueiugeschränkie  —
Kampf  gegen  französische
U.  Boot-=  Fallen.

WIE.  Berlin,  11.  Mai.  Amtlich.  Am  4,
Mai  sich  lete  eines  unserer  Unterseeboote  im
Sperrgebiet  der  Biscaya,  elwa  25  Seemeilen
närdlich  Bayonne,  sechs  auf  nördlichem  Kurs,
nebeneinander  fahrende  Fischdampfer,  wovon  der
auf  dem  öntlichen  Flügel  stehende  die  spanische.
Flagge  und  das  Neutralilätsabzsichen  führte.
Der  Kommamant  des  1U.  Boo##s  beschloß,  die
rermeintlichen  spanischen  Fahrzeuge  zunächit  anzuhalten,
  in  der  Annahme,  das  sie  infolge  jeh
lerhasier  Navigierung  undewutzt  ins  Sperrgegebiet
  geraten  waren.  Auf  den  Signalbefehl
des  U-Booies  zum  Stoppen  drehte  ein  Teil
der  Fischdampfer  auf  das  U  Voot  bei,  der  andere
  Teil  versuchte  zu  entlommen.  Das  U-Boot
  verlegte  den  Dampfern  nunmehr  den
Weg  und  se.oim  alsdam  einen  Warnungsschuß,
ab.  Unmittelbar  darauf  crössnelen  drei  von-Die

  zweite  Fran.

Koeman  von  Unna  GSefert-Sllager-4

  uck  verhet.)

„Ich  konnte  nicht  *  ——i  be.
harrie  Bräulein  #von  Sasien,  „damit  müssen
wir  uns  abfsin

Eine  ide  war  es  so  sc  ill,
das  Klirren  des  Silbers  hör

„Die  arme  Irmgard,“  kaue  Erich  plöblich

ie  mag  man  sie  erst  quälen!  Jung,  unersahren
  und  schuplos  den  raffinierten  Verhören
und  Angriffen  der  Voli  zei  usgeisent.  zu  sein,
das  muß  zur  Verzweiflung  trei

Ich  werde  binreisen,er  ilerte  Veate  —
Smir  wird  gleichfalls  angst  und  bunge,  wenn
ich  an  das  Kind  dente;  sie  hat  ja  viele  Freunde
gebt,  aber  der  Himmel  mag  wissen,  ob  sie
such  bewähren.  Und  Petzold  hat  mir  in  seinem
letzten  Brief  die  Sorge  um  sein  Kind  noch  einmal
  an  das  Herz  gelegt;  sie  läßt  fast  ger
nichis  von  sich  bören,  wer  weiß,  was  sie  alles
#u  erdulden  hat.  «-„Fahre

  gleich  morgen,  liebe  Tante,  ich  bin
bberzeugt,  daß  Jrmgard  deines  Schutzes  sehr
notwepis  bedarf.“

„Gut,  ich  werde  morgen  reisen.  Die  Minna
nchme  ich  mit.  Sollt  notwendig  sein,  so
kann  ich  schon  ein  paar  Zee  forlbleiben.
ch  weihß  dich  hier  sa  gut  neriorg"“  Soglelsch
will  ich  alle  —.  treisen  und  die  Kosser
packen  lassen.“

daß  man  nur

15.  Kapitol.
gard  konnte  es  im  ersten  Mement  uscht

den  Fischdampfern  das  Feuer  auf  das  U.  Boot.
Im  r#  des  entspinnenden  Artilleriekampses
  wurd  ischdampfer  S  —  Bzeter
  vernichket-  !  weilere  niedeihe  *
Fcheer  mit  Sprengpatronen  h  Here
wurden  zwei  frunzösische  7.3.  Zm.-  Geschütze  mi
Münition  erbeutet.  Die  übrigen  beiten  Fis

dampfer,  die  beutlich  erlennbare  spänische  Ablei

zeichen  und  Flaggen  führten  und  anscheinend
spanischer  Nationalität  waren,  entlamen.  Der
Vorfall  zeigt.  daß  die  Franzosen  zur  Bekämpfung
  unserer  U-Boote  nicht  davor  zurück  rel
len,  spanische  Fischerfahrzeuge  auf  das  i
sie  zu  gefährden,  indem  sie  sich  ihne#t“  an  ·
schliehen,  um  sie  als  Deckung  für  ihre  U-Fallen
  zu  benützen.
Ein  deutsches  U-Bootineinem
chotti  schen  Hafem:

Das  Amsterdamer  „Handcsblad“  meldet,
daß  ein  als  Fischerfahrzeug  verkleidetes  deutsches
  U-Boot  in  der  vorigen  Woche  in  einen  Ha
sen  an  der  Olllüste  von  Schottland  eingedrun
gen  iit  und  dort  den  norwegischen  Dampfer:
„Gerda“  versenlt  und  ein  auderen  Schiss  be
schädigt  hak.  6

s  i
Diemedeklaaesqttaiig.
Schwere  Verluste  der
Sarrail-Armce.
Die  Verluste  der  Engländer  bei  dem  letzten
Angriff  auf  die  bulgarischen  Stellungen  süd
westlich  des  Doiran  Sees  waren  auserordentlich
schwer.  In  und  vor  der  Stellung  worden  allein
  1566  englische  Tote  mit  Sicherheit  gezähit.
Wie  unsere  Patrouillen  feststellien,  liegen  auseerdem
  noch  ungezählte  Tote  in  den  Schluch
ten  vor  der  Stellug.

Ramärien.

ie  Felderbestellung  in  Rumänien.

D
—

Ueber  den  Herbstanbau  im  befebzten  Rumänien
  war  man  sich  längere  Zeit  im  Unklaren.
Erst  nach  der  Schneeschmelze  lonnte  im  April
genauer  festgestellt  werden,  ein  wie  großer  Teil
des  Aerlandes  im  vergangenen  Herbst  besiellt
  wurde.  Das  Ergebnis  war  über  Erwarten
gut.  Ungeachtet  der  Wirren  der  ersten  Kriegswochen
  scheint  die  rumänische  Regierung  gedrungen
  zu  haben,  daß  die  Bebauung  oer  Aecker
damals  mit  Hochdruck  betrieben  wurde.  Ueber
ein  Drittel  des  gesamten  Ackerlandes  wurde
nämlich  im  Herbs#bestellt.  Trotz  des  strengen
und  späten  Winters  erlitt  die  Saat  jeinen  nennenswerten
  Schaden.  Die  Wintersaat  steht  zurzeit
  mindestens  normal,  die  Frühjahrsbeftellung,
  die  durch  die  Militärvorwaltung  unter
Mitwirkung  der  rumänischen  Landwirte  sehr  gefördert
  wurde,  ist  späteitens  Mitte  Mai  vollsiändig
  beendet.  Rumänische  Bauern  arbeileten
zusammen  mit  dem  kommandierten  Militär  und
Gefangenen  fleiftig.  Das  Gesamtresultat  der
Bebauung  übertrifft  die  Erwarlungen.  Das
Wetter  ist  seit  Anfang  April  für  das  Gedeihen
der  Saat  recht  gündlig.

lome.  Leßt  e
verlassen  voc.

Cin  Schluchzen  rang  sich  aus  ihrer  Brust
empor,  aber  ihr  Stolz  lehnte  sich  gegen  die
Tranen  auf  und  auch  dagegen,  daß  man  sie
ungerechterweie  wie  eine  Schuldige  belwafte

ern  kam  ne#

22  Feingesübl  sagte  ihr,  daß,  wer  elnmal
bestimmte  Zeit  hinter  Gefängnismauern  zugebracht,
  in  seinem  Innern  über  diese  Demüligung
nie  wieder  hinwegkommen  könne.

War  sie  denn  ganz  schußlos  Konnte

sie  vor  der  drohendon  Schmach  belwohren?
  Und  ihre  verzweiselten  Gedanken
suchten  nach  einem  Ausweg  aus  dieser  Not,
nach  einem  Retler!

rbargeen  !“  murmelte  #das  arme  Kind,
„gesta  .  daß  ich  mich  ein  paar
WMesirt  sammmie,  mir  ist  ganz  wirr  im  Kopf.“

Man  erlaubte  ihr,  sich  zu  setzen,  und  in
demselben  Moment  kam  ihr.  ein  erleuchtender
Gedamie.  „Baron  Liebe,

Sie  stand  schon  —  kerzengerade  nor
dem  Polizeikommiss  %  “*“'  begle#ten  Sie
mich  an  das  Tei  ich  möchte  in  Ihrer
Gegenwart  Baron  Wn  non  meiner.  Verpastung
  Mitieslung  machev.“

Vergünsigung  wurde  ihr  gewähn“

  o  noe  ber  Himmel  geden,  daß  der  Baron
zu  Haufe.  ist“  dachte  Jumgard,  sonst  bin  ich
verlor

Wtlicherweise  befand  sich  Liebenau  in
der  Billa.  Er  mar  auch  sogleich  zu  sprechen.

„Ich  bedaorf  Ihres  Schutzes,  Harr  Paron,
rief  Irmgard-  in  bebendem  Ton,  „man  mld
mich  meiner  Freihelt  berarbent  mich  vechaften,

 

Irm
sassen,  506  sie  wic  eine  Dieben  verhaftet  werden

um  Himmels  willen,  reiten  Sie  mich,  ich  flebe

   
   
 

:  toten  haben.  :4

Die  Vorgage  in  Auhleud.

E–enr  feul  "
amp  ruhe.

Der  Korrespondent  der  hathze  18.
*#  aus  Pettsbute:  N#a  #  .
i  c  c

Eisende  llM  vertan-E  ders
inem  M  andum  e  all
ruhe  an  der  Front  bis  zur  Abstin#mung  des
Volles  über  die  neue  Regierungsform  und  die
Friedensfrage.
Die  russiscken  Staatsschulden.
Wie  aus  Petersburg  gemeldet  wird,  hat  der
rufflsche  Finanzminister  Tereschenko  erklärt:  Die
a#uussischen  Statsschulden  seien  in  den  orei
Kriegsjahren  von  8800)  Millionen  auf  30  Milliarden
  Rubel  gestiegen.  Die  Kriegskosten,  die
bei  Kriegsbeginn  15  Millionen  täglich  betrugen,
Sesee  heuie  die  Hohe  von  llione
a  erwarte:  osnt  funm  —  v
Vereinigken  Süa
1  „"

Jues

Slarle  Aerluste  der  italienischen
Armee  im  Winter.

Nach  einer  Mitteilung  des  italienischen  Abge'
ardneten  Arca  soll  die  italienische  Armee  in  dem
Wintermonasen  monatlich  80  100  bis  90  000
Mann,  darunter  2000  Ossfiziere,  burch  Erfrie-D+en,
  sowie  durch  Lawinen  und  Kranchistemrr-11#.



   

*  den

Die  italienischen  Zchisssverluste.

Nach  Meldungen  aus  Genna  beträgt  der
Verlust  der  italieniscken  Handelssotte  im  April
257000-Tonnen,  dus  ist  um  30  Proz.  mehr  als
im  Monat  März.

Eis  seovzösischer  Juszmord.

Im  Mai  1915  wurde  ein  deutscher  Landwehrmann
  als  Kriegsgesangener  nach  Marbache
eingeliesert.  Am  zweiten  Tage  nach  seiner  Gekangennahme,
  so  bebaupteten  die  Frangosen,

wurde  bei  ihm  eine  Patrone  mit  umgedrehtem
t  gefunden,  die  bei  Benutzung  als  Dum-Dum-Geschoß
  gewirkt  haben  würde.  Sosfort
trat  ein  Kriegsgericht  zusammen,  das  ihn  trot
seiner  Beteuerung,  daß  er  diese  Patrone  früher
nicht  in  seinem  Befitz  gehabt  hätte,  zum  Tode
verurteilte.

Der  Vollstreckung  des  Urteils  mußten  sämtliche
  deutsche  Gesangene,  inschl.  zweier  deutscher
  Ofsiziere,  beiwohnen.  Der  Verurteille  wurde
  unter  starler  Bedeckung  gesesselt  vor  das  Dorf

Die  anderen  Gesangenen  folgten  diesem
  Fiurioen  Zuge-  it  einer  Zigarette  im
Munde  verlas  ein  französischer  Offizier  das  Urteil,
  worauf  die  Hinrichtung  erfolgte.  Für  die
Zirilbevöllerung  war  die  Crschie-ung  ein  Vollssest.
  Sie  schrie  und  johlte  und  llauschte  nach
der  Hinrichtung  Beisall,  ohne  daß  einer  der  anwmernden
  Offiziere  sie  in  ihrem  Tun  gestört
hätle.

 

Hier  liegt  einer  der  krassesten  Fälle  eines
Justizmordes  vor.  Kann  denn  wirllich  jemano
ernstlich  glauben,  daß  ein  Gefangener  ein  derartiges
  Geschok,  wenn  es  auf  irgendeine  Weise
in  seine  Hände  geraten  wäre,  noch  zwei  Tage
nach  der  Gefangennahme  in  seinem  Besitz  behalten
  hätte?  Sollte  tatsächlich  iu  zwei  Tagen
keine  Gelegenheit  gewesen  sein,  sich  eines  solchen
  Urberführungsstückes  zu  entledigen?  Die
gründliche  Durchsuchung,  die  die  Franzosen  bei
den  Gefangenen  an  der  Front  und  auf  dem
Transporte  ohne  Ausnahme  mebrsach  vorneh-Sie

  ant-„Das
  war  übeerslissiat  sagte  der  Kommissar
rrast,  rtl  Herr  Baron  kann  Ionen  auch  nicht
elj

*die  Aufregung  ladt  Sie  Gespenster  sehen.
Fraulein  Irmgard,  was  Sie  da  sogen,  ist  ja
unmohtich-“  klang  es  durch  das  Telephon  zurii


„Hier  neben.  mir  ebt.  cer  Ssberr  Kommissar
und  vor  der  Wagen,  der  mich
fortführen  soll.  9  N  eeine  znbi,
daß  ich  mit  Ihnen  sprechen  darf!“  rief  Irmga
wie  in  Todesangsi,  „o,  zögern  Sie  nicht.  gor
Sie  zu  mir,  geben  Sie  es  nicht  zu,  das  man
mich  zu  ail  meinem  Unglück  auch  noch  zur  Betrügerin
  siemp  eit.“

Aus—  ein  wWort.  verehrter  Herr  Kommissar!“
ries  der  Va

zuuet  nohmmissor  Röver,“

Beam

4  haben  tatsächlich  Order  bekommen.
Fräulein  ols  3zu  verhaften?

„Jamohl,  Herr  Baron,  ich  habe  dem  Fräulein
  den  Sher  vorgegeigt.“

„Es  wäre  dach  wohl  aber  mögli
Stellung  einer  hohen  Kaution  die#
Fräuleins  *  erwirten."

„  vohl.  Doch  müßten  der  Herr
Baron  zu  küsen  Zweck  sich  schon  an  meine
Vorgesebten  wenden.“

„Ge#t,  Herr  Kemmnsor:  verweilen  Sie  nur
noch  kurze  Zeit,  ich  will  mich  mit  dem  Herrn
Poligeipräsidenten  —  In  fün
Minuten  klingele  ich  wieder  an.=„Se

  Por  wahl,  Herr  Varonn#.  ch  warte.“

gard  war  auf  einen  Stuhl  gesunken,

antwortete  der

ch,  gegen
reihelt  des.

 

Irn
denn  108.  Füße  trugen  sie  nicht  mebe.

 
 
  
 

deten  Gebietes.

men,  und  bei  der  den  Gesangenen  re  %t
harmlosesten  Sachen  abgenommen!
auferdem  laäng  das  Beweisstück.
*##  ba  er  bei  ihm
“smprvs  .  *#  —  nur
##on  ben  igestedt
in,  um  —  o  zu
erführen  iiii  l  ge  chte
Schaufpiel  zu  n
Die  abgrundtiese  Verlonmenheit  des  franz.
Charakters  zeigen  zmei  Züge  bei  der  Vollstrelkung
  des  Urteils.  Fur  den  franz.  Offzier  ist
die  standrechtliche  „Erschicseung  eines  Deutschen
eine  Hleichgültige  Sache,  bei  der  er,  wie  beim
Lesen  einer  Jeitung,  ruhig  seine  Zigareite
raucht.  Und  bei  ihm  slht  die  johlende  Menge,
die  die  Erschiej  ung  mit  Freudenansbrüchen  miderlichster
  Art  begleitet!

ie  uaschäte  im  geräamien
n!  Getblele.

WITBBerlin,  9.  Mai.  Die  französischen  u.
englischen  Zeitungen  wiederholen  hartnäckig  die
Beschuldigung,  die  deutschen  Truppen  häiten
in  dem  geräumten  Gebiet  Kunftschätze  zerslort
und  entwendet.  „Demgegendber  sei  amtsich  Fol
gendes  festgesiellt

Bei  den  Vorbercitungen  für  die  Fronlzurück
nahme  traf  die  deutsche  Hreresleilung  auch  von
langer  Hand  her.  Mas  nahmen  zur  Sicherung  der
Runstschäge  bes-aufgegebenen  wie  des  gefähr.
Aus  den  Ortschaften,  Kir.
chen,  Schlössern,  die  bei  der  durch  die  militäti
sche  Notwendigteit  gebotenen  Anlage  eines  F
ltungsglacis  vor  der  neuen  Stellung  geopser!

nmerden  musten,  sino  die  betendend#ten  Kunn.
werke  aller  Art,  vor  allem  Gemälde,  Tapisse.
rien,  Stkulpturen,  Möbel,  dazu  die  kostbarsten
Handschriften  und  Bücker  unter  Leitung  bern
jener  Sachverständiger  gerettet  und  in  Sicher
heit  gebracht  worden.  Daaselbe  i#l  bei  der
in  uno  hinter  der  Front  gelegenen  Orlen  ge
schehen,  die  jetzt  den  eunglischen  und  franzost
scken  Granaten  ausgesetzt  So  sind  aus
St.  Quemin,  das  jehzt  mi  der  qroitenNiik
Iickislonqteitvonitfieanrbcscholiuiiurd,die
Schätze  des  Museums  Lecuyer,  vor  allem  die  unvergleichlichen
  Sammlungen  von  Panellen  von
Quentin  de  la  Tour,  alle  hervorragenden  Kunnwerte
  des  städtischen  Museums  abgeführ.
Während  schon  die  Granaten  auf  die  Sladl
sielen,  haben  aus  der  Heimat  herbeigerufene
Techniker  die  wundervollen  Glasgemaͤlde  det
Kathedrale  geborgen.

tie
gooph
solche

 

Ebenso  ist  aus  den  sonst  gefährdeten  oder
durch  den  Feino  irgendwie  bedrohten  Städlen
an  der  ganz##e  #  anzosschen  Krom  in  inonaie
langer  Arbeit  der  werlvoilste  Inhalt  der  Mu
und  Bibliotheken  mit  Umterstütung  ort
franeöffschen  Behörden  gesichert  woroen.  Auder
  großen  Jahl  der  jetzt  aufgegebenen  oder
gesährdeten  Scheöfser  sind  mit  unendlicher  Mu
he  die  kunstgeschichtlich  wichtigsten  Schätze  herausgenommen
  und  nach  rückwärte  gebracht  worden,
  wo  die  Eigentümer  noch  anwesend  waren.
auf  deren  Billen  hin.  Die  untergegangenen
oder  dem  Untergang  geweihlten  Bauwerke  sind
noch  sorgsam,  eingehend  aufgenommen  worden,
um  sie  nenigsiens  der  Wissenschaft  zu  erhallen.
Die  Rütführung  ist  nach  weiter  zurüdliegenden
franzöflschen  Städten  bewirkt  worden,  wo  die
Kunstwerke  eine  sachverständige  Pflege  durch
Fachleute  sinden.  Nur  an  der  schmalen  lothrin
gischen  Front,  wo  kein  geeigneter  sicherer  On
auf  framösischem  Boden  hinter  der  Gefahrzone
lag,  sind  die  geretteten  Kunstwerke  über  bi,
französische  Grenze  vorläufig  nach  Metz  gebracht

wWorden.

2

abenteuerlichsien  Gedanken  wühlten  in  khrem
überreizien  Hirn,  Hiuchtgläne  und  Schlimmces
in  wirrem  Durcheina  .

Fait  bereute  4%  es,  das  slille,  entlegene
Waldschloß  damals  verlassen  zu  haben:  Dier
hatte  sic  keinem  genützt,  aber  so  viel  LCrid  und
Kummer  erfahren,  daß  sie  dem  Iusonen
brechen  nahe  war  Und  wie  gut  haite  ihr
Vater  es  gemeint,  daß  er  sie  nach  dem  sernen
alhmintel  schickte,  miemand  hätue  sie  dor!  geuch


Sie  war  vollständig  geistesabwesend  und
bemerkte  es  nicht,  daß  der  Beamte  sie  verstohlen
  mitleidsvoll  beobachtete.

Eine  große  Sehnsucht  nach  Tante  Beate,
nach  den  Bäumen,  den  Nebeln  des  Waldes.
dem  Sturm  dort  droußen  überkam  sie,  Trüne
um  Träne  sank  aus  den  blauen  Augen  auf  die
seslgefal:  *  Hü#nde.  Trauer  und  Schmerz  überwälligten
  sie

Da  wncde  die  Tür  geöffnet,  und  eine  liebe,
wohlbekannte,  ach  so  zärtliche  Siynme  rief  leise
ihren  Namen

Das  junge  Mädchen  fuhr  zusammen,  erhob
sich  taumelnd  und  sank  an  die  Brust  ihrer
mütterlichen  Freundin.

e  Beate,  o  lede.  einzige  Tante,  du

ommst  zur  rechten  Zeit,  sie  wollten  mich  ins  Geken
  bringen,  mit  denl  h  zusammen!
mch,  laß  es  nicht  geschehen

a#mes,  armes  he  nuhige  dich!
Ich  gerlaft  dich  nicht  wieder,  alle  Not  hat  ein
Ende.  Ich  nehme  dich  mit  i:  dee  ren  n
das  ninr  erlaubt  ist,  so  bleibe
richt  mehr,  es  schade  ja  —0  2
gen.