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lI
Numiser 2
Die ranlelche Wirtschaftsnöte.
Genf, 2. Jon. Laut „Echd de Paris“ hat
die Sasesn. von Nochefort am Freitag infolae
Kohlenmangels den Betrieb eingestellt. .
dem „Matin“ geschrieben wird. steht eine grase
Glashütte bei Treport info. ge Kohlenmangels
seit 14 Tacen still. Der Mangel an Glauber=Salz
und anferen Chemitalien, der auf Transportschuserigleiten
zurudzusühren ist, droht die
Verschließung aller Farbensabriken der Rormandie.
— Die Glassabriken der Normandie liesern
einen großen Teil des Vedorfes der Feldapotheken.
— Dem „Matin“ zufolge Musie in
fünf neuen Orten imiol ge Kol hlenmaneis die
Gasbeleuchtung eingestelit merden. In zoei
Orten wird die össentliche Beleuc#in:g ube#-haupt
eingestellt.
NRasputin ermorde!?
2. Jan. Nach einer Petersburge
Milsn Parisfer Biäs ier ist der ein Alnsnene.
Wundermönch Nasputin, der schon so oft totgesagt
wurde, einem Mor *s nichtag eilegen. Die
Petersburger Stadtpolizei üaht, die Einzelheiten
dieses Anschlages geheim. Wie „Matiu“ erfährt,
wird ein vornehmnen u iürn Famihien
verwandter Pinsker thioitan der in der
Zarenfamilie Zutritt hatte. als Urheber genannt.
In Anbetracht der Quelle verdient diesrial
die Nachricht vieileicht größere Glaubwürdigleit,
auch in Anbetracht allet übrigen Umstände. Rasputin
soll Anhänger des Friedensichlussez gewesen
sein und in diesem Sinne am Jarenhofe gearbeitet
haben. Daß ihn da die Kriegsheler
aus dem Wege zu räumen suchten, wäre nicht
verwunderlich, zumal sie in dieler Art Belätigung
reiche Erfahrung besigen.
s
Der Kaompf zur See.
Die Uersenkung des „Gaulios“.
Genf, 2. Jan. Das auf der Fahrt von
Korfu nach Saloniki versenkte Panzerschiff
„Gaulois“ besörderte, wie der „Temps“ meldet,
für die Salonili-Armee bellimmt: serbüche
Truppen. Der „Gaulios“ i#t nach dem Verlust
von „Leon Gambetta“, „Bouvets'“, „Admiral
Charnser“ und „Suffren“ das fünfte versenkte
französische Linienschiff. Markseiller Blätter
geben die Zahl der Todesopser des Schlachtschiffes
„Gaulios“, das unmeit der Küste versenkt
wurde, auf 81 an, während das französische
Marineamt nur 4 Matrofen als tol meldete.
Der Verlust des „Gaujios“ trifft die Salonikierpedition
besonders empfinduch, weil der
„Gaulios“ bis zur Versenlung der „Suffren“
besondere Aufträge im Zusarimenhaig mit dieser
Expedition auszuführen hatte. Die Versenlung
des „Gaulios“ durch kines unserer Unterseeboote
im Mittelmeer ist für oi#n# franzöfische
Marine ein um so schwmererer VNerinst, als erst
vor Monatsfrist 50 Seemeilen westrich von Lihabon
das bereits erwähnte Linienschiff „Suffren“
von demselben Schicklal ereilt aurde. War der
„Gaulios“ auch kein modernes Linienschiff mehr,
so hatte er doch immer einen nicht unbedentenden
Gefechtswert. Er bildete nit „Chartemagne“
und „St. Louis“ eine Klasse und war 1836
vom Stapel gelassen. Er war 117,5 Mete- lang.
Die Friedensbesatzzung betrug 633 Mann, wor
also beinahe ebenso stark, wie oic der „Suffren“,
die 655 Mann an Bord hatte. „Gaulios“ hatte
übrigens bei den Kämpfen an den Dardanellen
Mose#sesen M##
–.e.
ietn“n ———— *% *
schon Schäden erlitten, die dann aber wieder
ausgebessert wurden.
Die amerikanischen Viehtreilber auf
engl. Pferdedamopsfern.
Neuyork, 2. Jan. Staatssekretär Lansing
bat beschlossen, daß diejenigen amerikanischen
Matrosen, die bei der Torpedierung der „Russian“
ums Leben gelommen sind, nicht als Amerikaner
zu betrachten sind. Denn da sie sich für
Transport einer kriegführenden Macht verpflichteten,
sie dunjenigen amerilanischen Bürgern
gleich zu achten, die in den Dien't eines fremden
Heeres eingetreten sind und dadurch freiwillig
auf den Schutz ihrer Regierung verzichtet haben.
Die „Russian“ war ein britischer Pferdetransportdampfer,
der nach einer amllichen Meldung
der englischen Admiralität am 14. Dezember
angeblich leer nach Westen fahrend, von einem
Unterseeboot im Mittelmeer versentt wurde.
Dabei sind nach einem englischen Bericht 11
Mann der Besatzung und 17 amerikanische
Maultiertreiber getötet worden. — Die Stellungnahme
Lansings ist eigentich selbstoerständlich,
aber im Hinblick auf frühere Vorgänge
immerhin bemerkenswert.
die Pforle der Moldan.
Von Oberst Immanuel.
Für die Verteidigung Rumäniens gegen die
Mittelmächte boten die breiten und hohen Grenzgebirge
manche nicht ungünfligen Bedingungen.
Sie wurden aber durch die ungeheure Frontausdehnung
erheblich abgeschw ichi. Auf der mächtigen
Front der Walachei und der Moldau vermochte
sich das rumänische Heer gegen die überlegene
Heerführung und die alles ve#r sich niederwerfende
Stoßlraft der Miltelmäckte nicht zu
halten.
hat sich die Hreresfront Mackenien dorch
die JWt bis in eine Linie vorgeschoben, die
sich mit dem rechten (illichen) Flügel an die
Donau südlich Braila s#ützt, mit der Mitte (wesllich
Filipesti) den Fluß Buzan übernuert und
mit dem linken Flügel über das Städtchen Rimnicul-Sarat
hinaus bis in die Vorgebirge der
Transsylvanischen Alpen reicht. Sie steht hiermit
genau vor der sogenannten „Pforte der
Moldau“. Jenseits, also östlich der Donau, ge-7——
hörl die Dobrudscha nahezu ganz uns. Wir
haben Tulcea (Tultscha) an der Verzweigung der
Donaumündungen und Isoccea westlich Tulce#a
genommen und damit die russische Nachhut in
doen Stromwinkel bei Matichin (Mazin gegenüber
Braila—Galatz georängt. Lints von Mallensens
Heeresgruppe, deren linken Flügel die
neunte Armee bildet, setzt die Armee ## unsere
Front nach Norden hin fott. Sie länpit in den
oberen Tälsern der Zabula, Naruja, Putna, des
Oitoz, Uz und Trotus mit den rumänisch-russt
schen Kräften. die den Eingang von Siebenbürgen
her in die moldauische Eben# am miittleren
Sereth verteidigen.
Die „Pforte der Moldau“ isl, wenn wir diese
Gesamllage betrachten, ein strategischer Abschnitt
von großer Bedeutung geworden. In allen
Kriegen an der unteren Donau hat sie seit den
ltesten'! Zeiten eine entscheidende Rolle gespiett.
Durch den schmalen, nur 75 Kilometer breiten
Naum zwischen dem Donaulnie bei Braila—Galatz
und dem Abhang des Gebirges bei Rimnizul-Sarat
zogen vor Jahrhunderten die Türken,
um die Moldau, um Bessararicn zu erobern.
Seit Peter dem Großen gingen die Russen hier
zum Angriff vor. Die Heere der Zarin Katharina
II. rangen mit den Türien ir zwei Kriegen
C768 bies 1774 und 1787 bis 1792) um die
Serethlinie ohne die Moldau behaupten zu können.
1808 und 1828 wurde hier gefochten, im
Krimkrieg. mußten die Ruisen aus der Moldau
weichen, als die Westmächte Schaflopol angrifen.
1859 siel die alte politü#me Grenze zwischen
der Walachei und der Moldau fort, die durch
den Unterlauf des Sereth und des Milcov gebildet
worden war. Ein einheitlicher rumänischer
Staat entfland, sunächst noch im Abhängigkeitsverhältnis
zur Türkei. Der Russisch-Türkische
Krieg brachte 1878 dem Königreich Rumänien
die Selbiständigkeit.
Der neue Staat schuf sich, abgesehen von der
Lagerfestung Buikarest, die si.h im Weltkriege als
unhaltbar gegen unseren Anoriff erweisen sollte,
an der Serethlinie eine grohangeiegte Feslungsfrerre,
um die Pforte der Moldau abzuschließen.
Sie war ursprünglich gegen Rußtand gedacht,
hat aber im Laufe der Zeit eine Er###terung dahin
erfahren, daß sie auch mit der Front nach
Süden hin ausgenützt werden konnte.
Der östliche Stützpumt des Abichzrusses ist Galah
(Galiti). Die Stadt lieat zur Verteidigung
nicht ungünftig. Ostuärts deckt sie die breite Donaumündung,
nach Süden das Mündungsland
des Sereth, nach Norden decken sie die gro
Seen an der Mündung des Pruth. Die offene
Westlfront ist durch einen Gürtel von Forts
4
Donnerstag, 4. Jasiukk 1012
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abgeschlo die um die Staßt — einen
Ri n Kilometern Ansdehnusg bilden.
Braĩla, r #W###4 sabube Gakat und von l
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Die Mitte der Sereth a is bie *
ruppe vvn Namo itug G bethalb
Galatz. Sie iuG F6 mehreren * die sich
auf beide Flußufer verteilen. So wurde ein
doppelleiti Brückenkopf geschafsen, der sowohl
für einen Mderstand am Tüblchen. wie am nsrdlichen
Ufer gebraucht werden kann.
Der westliche Stützpunkt der Serethfront ist
die Stadt Fokschani (Foczaui), 30 Kilometer
wordwestlich Namolosa. Sie liegt am Südufer
des Sereth und soll den R
Fluß und dem aum zoiscken dlesem
bebirge, der elwa 25 Kilometer
breit ist, S#eh Als Knotenpunkt vieler
wichtiger Straßen, u. a. von Buzau, Galatz,
Tecuiu, auch als Eisendahnpunk", hat sie militärische
Bedeutung. Sie zählt 25000 Bewohmer;
die Umgebung ist eine der bestangebauten
Gebiete des Landes. 1789 schlug hier Prinz
Friedrich Josias von Koburg mit den vereinig
ten Desierteichern und Russen die Tarken. Die
heutigen Werke liegen in Gürtelform zu deiden
Seiten des Milcov.
Die Werke von Galatz bis Foischani sind in
Gestalt von kleinen Panzerforte nach Art von
Bularest angelegt, denn Brialmont vat auch
hier die Sunurfe sestgelegt.
Der Sereihe in seinem Unterlauf ein Fluß
ron 50 bi hisene Breite und führt in der
gergen 5§Pe Wasser zwischen einen zumpfigen
r " 6"
Die Kämpfe in der D Dobruoscha.
Sofia, 2. Jan. Der Generalllabsbericht
vom 1. Januar meldete: In der Dobeudscha
dauert die Offensine gegen den Brücenlopf von
Macin an. Unsere Beute erhöhte sich auf 11 ##
Soldaten und 6 Offiziere als Gesangene, 3
Geschütze und 14 Maschinengewehre.
Der Bericht vom 2. Janua- besagte: Nac#h
einem äußerst erbitterten Kamrf warjen wir
den hartnäckig widerstrebenden Veind aus der
mächtig befestigten Stellung en der Cote 564
und der Cote 197 bei Lucovtezu. Wir besetzten
die ganze feindliche Stellung und Lucovicza. Der
Gegner zog sich auf eine rückwaitige gut beneitate
Siel#n zurück, die üich auf einer Linie
300 Schritt östlich von Macin und nördjich bis
zur Cote 105 an der Donau erstreckt. Wir mach
ten noch 217 Russen zu Gefangenen.
Die Dobrudscha bulgarisch.
Sofia, 2. Jan. Viel demerkt wird in der
Presse eine Aeußerung des Ministerpräsidenten
Nadoslawow anläßlich der Einnahme von Tult
schea, wonach die ganze Doorudicha Bulgarlen
angegliedert wird.
———
Ein türlischer
Vericht.
Konstantinopel, 2. Jan. Das Hauptquartier
meldet: Die Englänte- verbretten Nach
richten von grohen Siegen bei El Arisch und
Mggdabah, indem sic die Zahl der Ecsngenen
und der Beute Übertreiben. Wir raumten El
Arisch freiwillig ohne Kampf. Es ist wahr, daß
bei Magdabah en Kampf slattfand, in dessen
Verlauf unsere Vorhut Vemufte erlitt. Die
Bedeutung des englischen Verilustes läfft sich
aus der Tatsache ermessen, daß die Engländer
Magdabah bereits wieder räumten und sich auf
El Arisch zurückzogen.
Morgenrot!
Relas del Wilhelm »23 Krotbe.
53 ——
Mit tränenden eu#en i- 5*# *Pv5 dn am
Fenster und schumte lincus a#f den att.
Aber, was war denn das? irc hatte
leit dem Kampftage noch nicht wieder da in
den Part hinunter geschnut. Zmei große Hugel
wölbten sich da uner dem Schannen der Buchen
und Tannen
Waren das Grä
Wirklich, es maren welche. Einfache weiße
Krenze, roh aus Hellrplatten gezimmert, erhoben
sich auf ihnen. Militöärische Kopsbedeckungen.
Tschapkas waren es, und fran zösische Dregonerbelme
waren auf sie ausgestulpt. Soldatengraber!
Die ersten, die sie sah. Ihr schauerte
es bei dem Anblick, und wieder baume lich
ihr Stolz und Haß auf. Was hatten diese
Barbaren ihre Toten gerade hier, in dem
Parke. vor ihrem Fenster zu begrauben?
Wieder durch zitterte ein leichtes Frösteln
ihre zarte Gestalt, und wenn sie auch am
liebsten vom Fenster zurückgetreten wäre, e5
zog sie an diesen einfachen, mit Blumen und
Grün geschmückten Hügeln etwas an. Sie aber
wußte nicht so recht, was es war.
o sahen Soldatengräber aus? Und
so einsach bengresfen betteten diese deutschen
Barbaren ihre teueren Tolen. Welch eine
rührende Lamerabentiere strömte doch solch
ein Grab da unten
daneben Me der gefallenen Feinde!
ier?
n
Die loten Franzosen!. Wer mochte sie da so
chön geberitet haben? Allerduge, wie geschmadloe,
direkt neben ihren Fe#nden: Konnte
man ihnen nicht Einen anderen, würdigeren
Platz aussuchen? Ja, i o eben sind diese
Deutschen, und da #ukdertt sie sich, daß man
sie Barbaren nennt! —
Genevicve war noch ganz in diese Gedanken
versunken, als der deutsche Arzt, ohne
lange anzuklopfen, cintrat.
„Mademoiselle Komtesse,“ sagte er, „Ihr
Diener teilte mir eben erst Näberes über das
gräfliche Haus und Sie mit. Entschuldigen
Sie, daß ich Sie da vorhin ein bischen anders
btuliert habe, ass es Ihnen zusteht. Doch zur
Sache: Es sind alle Verwundeten bis auf den
franzölsischen Offizier transportfähig. Ich möchle
ihn der Gefahr nicht aussetzen, denn lockert sich
einer der Verbände bei den Erschütterungen
des Fahrens, dann kann es leicht zu einer
inneren Verblutung kommen, dem Uermsten
hat man übel mitgespielt, aber er schelnt sich
brav und sehr tapfer gewehrt zu haben!“
“ zun alle Franzosen!“
-a ja, darüber, Mademesfele Komtesse.
1 wir beide, meder Sie noch ich,
jent zu entscheiden“, dlebte er sehr kühl hinzu.
ie sah sofort, daß ihr ——— und
ihr Haß gegen die deutch chen Sieger ihr elnen
su5 Streich hätten splelen lönnech, und so blieb
1
Site k Et
egenüber die Anwesenbelt "*l* 9* *
1—— unter kelnen Umständ
Ihnen eine Vescheinigun “% 6# 6t.
Behelligung v Feverwuketen àudqubalten.
n% bren Feben deutschen Arzt,
Fo
dem Aermsten zu belfen, soweit es in seinen
Kräften sieht: Endlich aber — und das ist
meine eigentliche Bitie — sollte einmal ein
deutscher Soldat in solch einem Zufstande in
Ihr Schloß eingeliefert werden, dann pilegen
Sie ihn ebensogut wie den Franzosen! Das
ist Menschen, und Christenpflicht. Und nun leben
Sie wohl, Gräfin, ich muß fort, denn hier
werden sich demnächst gewallige Kämpfe abspielen!“
Er machte eine höfliche Verbeugung. ging
ruhig hinaus, ordnete das Verla r Ver
wundeien und rit, nochdem er n ver fen
Pferd heschwungen hatte, davon. Die Wagen
mit ihrer tlunigen Last rasselten binterdrein.
zten Worte des Deutschen batten
Oencoiever wie Keulenschlüge getroffen, und
mit tiefem Schrecken im Herzen jant sie nun
wieder in einen Sessel. Doppelt traf es lie.
denn was der deutsche Arz ihr da in rücksichteloser
Weise über ihren Verlobten Lesagt
datte, war ja auch ganz gatseh für das
arme jetzt alleinstehantte hargen
Genevieve begann bilterlich zu weinen.
Es war ja so furchtbar, so entseglich, *. das
ganz allein durchmachen zu müssen.
Verwöhm hatte der Vater sie In derlel
Dingen ja allerdings nie, nein, im Gegenteil, was
er an Unbequemlichketten auf ihre schwachen
Frauenschultern batte abwälzen können, das
batte er reichlich getan. Aber feinen Nat hotte
er ihr stets berelttuhignt gegeben, und der war
immer auosgezeichnet geweson; so war sie e 6
lich immer nur die Vonstreckerin seines
ewesen, und nun, in den schwersten Jett#
ie ein Mole und jeder einzelne in ihm du
machen munte, in dem schweren Kriege, da war
er nicht da. sein Nat sehlte- ir
Wo, in Gottes Namen, mochte er nur
sein?
Warum schrieb oder lelegraphierte er nicht?
Genevieve war doch immier noch in rielen
Dingen ein großes Kind, sonit härte sie nicht
solch geradehu naive Gedanken haben können.
Und nun locknete sie die Tränen und
sann und sann. Ja, warum zitterte ihr Herz
denn nicht mehr oder schiung schneller, menn sie
an ihrein todwunden Bräutigam dachte
Warum denn nicht? Sie zürnie sich selbst!
wollte dech traurig sein! Aber nur das Gesühl
großen Mitleides über das Schicksal eines
armen Freundes machte sich bei ihr geltend,
mehr aber auch nicht.
Dann wieder schamte sic sich ihrer Verzagtbeit,
die sie nun bei jeder Gelegenheit
bberel. Aber das Schlimmste waren die —
Neroen!
Entsetzlich war das! Aengsich. Gtichret
fuhr sie empor, wenn sich irgend Geräusch
dem Schlosse näberte. Dumipf unne es
eines Tages von Norden herübergegrollt wie
ein fernes Gewitter; dafür aber leit das murrende
Rollen zu lange an. Flüchtende Landleute
kamen müde und abgeheht an, baten
um Unterkunst und Essen und sagten, ganz--lich
oganghig und nervos A: ernd
ia, s is Krieg! Die Prüssiens sind
wieder our Omon ldlieu.
schleßen mit onen, daß mon ktaub
und dumm wird! — Alles schiesten sie kapm# !=So
und äbnlich serechen sie und heulten
und jammerten: Genevièkoe dörte mi Enr.
setzen zu. Ja, jetzt fühlte sie es stündlich mehr
und deutlicher, es war Krieg; der Kxieg war