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Kummer 145
Rosenheimer Anzeiger
Mittwoch, 27. Jnni 1917
HHaras meldet: Der französische Oberlomunssär
Jonnart begab sich mit dem Ministerpräsidenten
SZaimis ins Schioß und haite eine
lane Unterredung mit dem König. Das Ministe
um soll zurũckgetreten und Venizelos mit der
Menbildung des Kabinetts beauftragt worden
sein.
Griechenland und die Türkei.
Wie aus Konstantinopel verlautet, wird vielleicht
bald eu gricchische Gesandte und das
Personal, ohne daß bis zu einer Kriegserllärung
oder zu einem Abbruch der Be Rehungen
mind yr Pforte gegangen wird, veranlaßt werden,
Konstantinopel zu verlassen. Die Gewaltherrschaft
der Entente schrect vor nichts zurück.
Die Lazarettschifse.
Nach Ausfagen von aus der esangenschaft
entslohenen Bulgaren laufen jede Woche zwei
bis drei Schisse mit d#em Abzeichen des Roten
Kreuzes in Salenili ein. Die Ladungen oder
# 1 besteben aus Lebensmitteln und Munition.
Die Bulgaren mußten bei der Entladung
etwa 50 solcher Schisse selbft helien.
. »
Berschtedene Nacheichten.
Dreeden, 25. Juni. Unweit Dresden ist.
in einem Kornfeld oberhalb Rosentitz die Leiche
der neunjahrigen Elli Naumam, der Tochter
eines Gutolesiyers in Eutschütz, aufgefunden
mearden. Die kutter hattef ihre
Tochter sortgeschidt, um von einem kriegegesangenen
Franzrien, der an der Straße Kirschen
pfiuckte, Obst zu holen; es iit noch nicht feslgestelll,
ob ####r Franzose an dem Verbrechen beteiligt
ist.
Görlit, 25. Juni. Der Kriea mit seinem
ungeleuren Verürauch an Mee en aller Art hat
un geiwung. u, die deunsche Erde mil ganz besonderer
Soraf an darauf zu erifen. ob sie nicht
noch bieher unnusgebe ntele für de Mertallgewinnung
wertur Sile. ätze birgt. Dieses Suchen
iit ja auch — erfolgreich gewesen
Hier iit man auf nene Kohlenfunde, dort auf
« leum gestost Venerdinge hat man in der
end den Städtchens Hogyerswerda in
Niederschlesien die Caideung gemacht, daß der
Voden zur Gewin nung v. Aluminium sehr geeig-—
*Dlr isi. Aluminium in heute als Ersatzmetall für
das beschlagnahmte Kupfer und Jinl, wenigstens
für beuimmie Vetriebe, aber auch al- Kriegsmetall
selbit sehr wertroll. Die Vorarbeiten für
die Errich tung eines großen Aluminiumwertes
sind bereito im Gange.
Wien, 55. Juni. Nach einer Meldung aus
Vedenba in Boh- men sulle die sürslich Thunsche
Brauetei annatt des Maljes Versuche mit
Henig zum rauen an, die so günftig aussielen,
daß die Erzeugung des H#nigbieres im großen
nun betrieben wird. Rachoem von der Behörde
die Bewilligung zum Auss zsci anl erteilt wird, hat
dieser jetzt begonnen. Der Honig wurde aus Ungarnu
bezogen. Unter diesen Umständen wird
u.el. auck der Honig bald verschwunden sein.
Arn.
Neunorl. 25. Juni. Nach einem Teleyramm
aus Harama is das Magazin der
Festung von Küba in der vergangenen Nacht in
die uft gesiegen. ganze Stadt wurde erd
ütterl, eine % un rde getötet 4, viele wurden
versetzt. Cs leißi, daß eine in der Nähe des
Magazins niedergelegte Bombe die Ursache der
Erplosion war.
Boslusche Nauöschav.
Die Wünsche der Lehrerschaft.
Eine Nerr#lng des Hauptausschusses des
bayer. Volsch##llehrervereins wurde am 25.
Die
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Von einsamen Menschen
Roman von Fritz Gantzer
9) Magdrag ver
Eme Deine Angli s#eg in ihr auf.
wolil- amieoren,
r sie tam nicht mehr zur Ausführung
E E Sie empfand plötlich eine
vrenzenlose Matligkeit und ein sechendes,
prickelndes Gefsühl in allen Gliedern. Vor
ihren Ohren jaufte und brauste es, und ihre
Augen jahen nur glühende, blendende Ringe
und Funken. Mithlam schleppte lie sich noch
wenige Schrilte weit vom Wege ab in das
Wälochen hinein. lind dann fsank sie mit einem
klagenden Laut nieder und fühlte ihre Sinne
schwinden. Ihr leies Denlen galt dem, den
sie vorbin so warm und tapfer verteidigte.
Vater!“ murmelte s##
Ein müdes Lacheln umispielte ihre Lippen.
Und dann legte sich ihr Haupt schwer gegen
einen der weihen Stämme
Der Abendwind ging mit heimlichem Erzählen
* das Gehölz am Dorfe und setzte
sich in die herbsilichbunten Kronen der Bicken,
um ihre Höngezweige leise zu schanteln. Und
bin welkes Blatt um das andere löste sich von
seinem Sommersitz und sentte sich müde 3
Erde. Viele der gelben Vögel schmiegten 6
Uebepnend an das benn des im Schlaf d
Urschöpfung ruhenden „#öbintenralde?.
Und die glänzenden Augen des Himmels hielten
treue! * cht. —
eligang Warnick kehrte erst weit in der
asten Stunde von seinem erfolglos gebliebenen
Suchen zurück. Er war bis Westrun gemesen.
Juni vom RKukltusminister Dr. v. Kuilling
empfangen. Der der Audienz bestand
darin, daß die Vertretung eine am 3. Mai eingereichte
Eingabe betreffend die Vorlage eines
Lehrergesetzes mündsich ntersruen wollte. Von
berlehrer wurde auf die Eingabe
hingewiesen und die dringende Bitte an den
Kultusminister gerichtet. dem im Hublt zusammemretenden
Landtag das Lehrergesetz vorzulegen
unter Jugrundelegung der Deusskrift“ der
bayerischen Staateregierung vom 12. Junie
1914, der Eingabe des Bayer. Volksschullehrervereins
vom 12. März 1909 und mit Gebastesahen.
die den Gegenwartsverhälknissen entsprechen.
Der Kultusminister wies auf die außer-L
en Schwierigleiten hin, die die Vorbereitung
des Lehrergesetzes verursache. Co# werde
tatsächlich im Kultueministerium an dem Le ehrergesetz
mit grotem Fleiß gearbeitet, die erforderlichen
Unterlagen und Erhebungen eniichtiich
der Abtrennung des Meßdiensies, der Ablösung
der Lehrer-Mesnerhäuser, der Ueberführung des
Fassionssystems in das Geloyst. zm lönnten zurzeit
kaum bewältigt werden. Die äuferen Verwaltungsbehörden
seien durch die Arbeiten, die
die Vollsernährung erforderc, ungeheuer überlastet
und um Nande ihrer Leistungssähigieit angelangt.
Alle diese Erhebungen aber seien als
lnterlage für das hrerg: L origend er·
sorderlich. Cr erlenne an. daß die rechklichen
und Gehallsrerhältnisse der Lehrer unter ailen
Umständen gesetzlich geregelt werden müstten und
das sobald als möglich. Er sei aber nicht imstande,
zuasickern, daß die Gesetzesvorlage schon
dem im Herbst zusammentrelenden Landtäge
öllgesch lossen Vverden lönne. Im Staateminislerium
werde in den nächsten Wochen die elwaige
Neuregelung der Beamtengehälter Gegenstand
der Veratungen sein. Sollte der lünftige Landlag
mit einer solchen Torlage sich zu befassen
#aben. sei es selbstre erständlich, das auch das
Lehrergesetz in jeder Korm dem Landtage vorgelegt
werden müßte. urzeit tönne und dürfe er
eine beslimmte Zusage für einen bestimmten Zeitpunlt
nicht geben, da angesichts der unge heuer
schweren Weitlage Verhällnisse eintreten lönnten,
die die Vorlage eines jeden Gesetzes un-Mmé
glich machten. zum Scchlusse drüdte der Kultuominister
wiederholt seinen seslen Willen aus,
die Lehrrerhältnisse durch ein Gesetz endlich und
nachdrücklich zu regeln. In der Mechselbespre-.
chung. die sich der Darle Zungen des Ministers
anschioß. wurde noch eine ieihe von Fragen und
Angelegenheiten der baderischen Lebrerschaft dem
Minister vorgetragen. Der Kultuemmnistrr stellie
die Prüfung und elwaig? Berücsichtgung in
Anesicht.
Hof= und Versonaluachrichten.
München, 25. Juni. Wie verlantet, lommt
der türlische Kulineminister Schülri Vey nach
Müncken. den bisherigen Neisebestimmungen
hat er vor, am 11. Juli in München
cinzutressen und drei Tage hier zu verweilen.
seslgenomme en, die nach den behordlichen Felstellungen
in den letzten vier Versorgungeperioden
eine große Anzahl von Brot- und Mehl., sowie
Fettmarken in einer lithographischen Knkan.
stalt, wo sie in Arbeit slehen, fälschlich angsfertigt
haben. Ein großer Teil der Marken wuror
von den Verhafteten selbst in verschiedenen hiesigen
Geschäften abgesetzt und der Rest an mehrere
ebenfalls ermittelte Personen teils gegen Enkschädigung
und teils schenlungeweise überlassen.
CEin zur Herstellung der Marken benitztes
Klischee wurde beschlagnahmt.
Schlemmer und Durchhalter.
München, 25. Jumi. Seit einiger Zeit weiß
man, daß gegen den früheren Pächter des Relaurants
P#eysing-Palais, Peterhans, cine
Untersuchung schwebt. Dazu macht nun die „M.
Post“ (Nr. 144 v. 24. Juni) folgende erbauliche
Päeilunden In der Gastslätte des Herrn
Peterbans, so Pörke man, soll cs trotz Nahrungsmiltelne!
hoch he ergegangen sein. Wir wissen
nicht, wie weit diese Untersuchung gediehen iss
und zu welchem Ende sie kommen wird. Uns
wurde aber genügend Material unterbreitet.
aus dem unzweiselhaft hervorgeht, daß man be i
Peterhane schlemmte, schlimmer wie in Friedenszeiten;
und daß man dort, wenn man nur das
nötige große Geld besaß, alles haben konnte,
mas den Gaumen reizte, ohne läsltige Beschränlung
und ohne lästigen Marlenzwang. Bei Peterhans
traf sich die goldene Jugend und das
goldene Alter, der Geldadel u. der Geburtsadel.
Der Restaurateur bewirtelte Gaile, die im Monat
viele Tausender sitzen ließen: aber so anspruchsvoll
diese Schiemmer waren, kleiner war
so verwöhnt, daß in Peterhaus nicht zufriedengestelli
Bätte. Man nennt uns Namen von
vt Prominuten rtönlichleiten“ von Grasen
und Barenuen, von Crzellenzen und anderen
Hochgeĩe ellten, von Adeligen von sehr hohem und
nech hölerem Rang, die im Palais Preysing
galüdiicze und mariensteie Stunden verlebten.
Und es sind solche darunter, die am allerlautesten
das Publilum zum D Durchhalten ermab nten, seiost
aber bei P.: eteihane nich! auf die letzte Finesie
eines ausgesuchten Diners verzichteten. Genügie
geiegentlich einer der vielen Gänge dem vermöhnten
Gaumen nicht, so erhielt der Kellner
mit vornehmer Geste den Auftrag, die unberülrrte
Speise abzuservieren und Piatz für das
solgende Gericht Zzu machen. Und das in einer
Jeit,, da der Můncheuet ein Stück Baäsleinläse
alo Eraberung und Delilateise nach Hause trug
und sich zum Besitz von ein oder ewei Kartosseln
beglückwünschte. Peterhans bezahlie hohe Preise
beim Einlauf und er sand deohalb Liesekanren.
auswürts und in München. Hier beschäftigte
er zwii Metger, die seine Räucherwaren
herzustellen Tallen. Peterhans berog die Nahrungsmittel
zu Ueberpreio und ohne Marken.
Man mus, dringend fordern, daß man auch bei
den Verteilungsstellen nachsieht, denn irotz der
Privatbezt ehungen dieses Refslaurateurs i#t es
daß im Palais Preysing solche
Nlnchtuer Reuigteie.
münchen. 25. Juni. Vom 1. Juli ab wird
in München das W vollbier so ziemlich verschwinden
und man wird in Ler Hauptsach: nur inehr
Dünnbier erhalten lömen. Neben dem dunllen
wird es auch helles Dünnbier geben. Die Einsührung
des Einl eitsbiere“ in München erfolgt
durch die Brauer#ien zur Sirecung des Bieres
freiwillig. Für den Hicresbedarf vird auch
lünftig Vollbier gebraut.
München. 25. Juni. Am 20. Juni 1917
wurden die Chemigraphen Karl Schmid, Otto
Mühlbauer und Andreas Vauernsami dt hier
Elend zerschlagen, von Vorwürfen gepeinigt
und einen tiefen Groll gegen den Vater im
Herzen tragend empfing ihn Frau Negina.
Sein Gesicht war bleich und verftört. Er
lehnte sich schwer gegen den Tisch und sagte
dtonlos:
„Ich habe sie nicht gesunden.“
3. Kapitel.
Der Nachtwind sprang stärker auf und fuhr
mit einem klagenden Stöhnen durch die Hängezweige
der Birken am Dorfe. Eg schien, als
empfände er seine nächtliche Wanderung als
eine Last, die er abwersen möchte, und deren
er doch nicht ledig werden kann, sondern die
So ichleppen muß bis zu den Pforten der
orgenröte.
Gntee Wolken gaben ihm dos Gelest.
Aber er mochte sie in seinem Grimm nicht. Er
blies sie zornig an, daß ihre nebelfeuchten Gewänder
flatternd zerrissen und in Fetzen gerteilt
vor ihm herflogen. Da weinten sie. Und er
ling die Unzahl der blanken Tränen mit seinen
großen, gewaltigen Händen auf und warf sie
hohnlachend Vur Erde. Wie ein nasser Staub
sielen sien nied
Menschen nennen das prosaisch „Sprüh-5
netzte die weißen Stämme der Birken,
* den schlanken Laimen der seinrispigen
räser am Grunde als Cebenssast, dessen sie
nicht mehr bedursten, denn es standen schon
im Sterben, und erweckte mit seiner frischen
Kühle das „Komödiantenkind“ aus der tiejen
schlafähnlichen Betaudung.
Onaniitaten an markenpflichtigen Waren aufgestapelt
werden ionnten. Die Untersuchung gegen
Peterlans ist im Gange; aber Prterhans
iit nicht der einzige Schuldige; wenn er leine Abnehmer
gehabt hätte, härte er seine Preistreiberei
wohl bleiben lassen. Auch die Abnelmer
müssen daher zur Rrchenschaft gerogen werden.
Ein nochmaliger Versuch, wie bei den Malzschirbern,
die Augen zu-uorücken, und erst emzugreifen,
wenn's gar nicht mehr anders geht, wird
wohl hier, wo keine Freundschafterücksichten eines
Badebesizers und Millionärs verwandtschaftliche
Hemmungen ereiten, kaum zu ewäãr·
tigen sein. — Die Verantwortung fin diese
Enthüllungen überlassen wir der „M.
Nottran wuhte nucht, wo sie wor, ais ne
die Äugenlider in die Höhe zwang. Verktändnislos
starrie jie minutenlang in das Dunkel
Weilie iie L#on aufs einem anderen Stern: «
Ach die Sterne jener anderen Welt
sind e dinien Gefilde, sondern Stätten
des Lichts. d sie sah nur Nacht und hörte
ein tchtedd. s—i über ihrem Haupte
Das war wohl der Sturm . . . Und nun
schälte ihr sich langsam an die Dunkelheit gewöhnendes
Auge sange, gespensterbast -l
mernde Linien aus dem liefen Sch
Waren das Gewänder gewaltiger Moard die
ringoum standen, um sie zu töten? Oder
andere graujene##egende Spukgestalten?
Wie, als wollte sie sich vor ihnen ursbergen,
sie sich angsterfüllt zurück. Und da beben
ihr Kopf etwas Hartes
Mit einem Schrei entsetzlicher Furcht sprang
sie auf. Und daomit stand die Wirklichkeit neben
ihr und reichte ihr beruhlgend die Hand.
Nun wußte sie alles Jene weißen Gebilde
waren Birten. Und sie sland unter ihren
Kronen als eine, die in Hast und Angst und
Unlenntnis einen falschen Weg gegangen war-Mitten
in der Nacht stand sie hier. In Sturm
und Regen.
Ein Schauder rann über ihren Käörper.
Nun erst enpfand sie, aile beitit sie fror.
Rottraut riß sich von aller auf ihr wie ein
ungehen Sre lastenden Unenischlostenen.
gewaltjam los, dachte weder an ihren vom
Kopfe herabgegliltenen Hut, noch an das Reisetäschchen,
sondern hatte nur das Bestreben,
von diesem Orte fortzukommen und zu laüsen,
immerfort zu laufen, und wäre es bis an das
Ende der Wel
gelernt hat, sich in die v
men Herden.
Baverische Nachrich#n.
Memmingen, 6. Juni. Die Brotmarlen
werden von nun ab alle 14 Tage abgegeben,
um den Verbrauch besser einteilen zu können. Im
Anschlus daran meinte RNR. Binger im Mags
strat, daß das Publikum hier noch immer nicht
veränderien Verhältnisse
zu fügen und in alter Wrise weilerkeben z0
lannen meint. Auch die Volkslüche wird gerade
pon den Arbeitern am wenigsten benützt. Es
sei dringeno geboten, sich in die Verhällnisse zu
schicken und zu sparen; weitere Julagen könnten
leinesfalls gegeben werden.
Kirchheim i. Schw., 25. Juni. Schwere Einbruckdiebstähle
verübte' ein 1 jähriger Bursche
namenz Freisinger von Heselbach in den letzten
drei Wochen in der Umgebung. Er hielt sich versteat,
konnte aber am letzten Freilag sestgenom-Es
fsanden sich bei ihm gegen
10 000 Mark Bargeld vor.
Cudwigashasen a. Rh. 25. Juni, An die
„verwunsch: enen Schlösser“ in unieren Märchen
erimern die Entdeckungen der Polizei in einem
Banueruho#s im naden Glantal. Der Vauer halte
unter dem Fußboden seiner Stulen geheime
Gelasse 8 ebaut und mit Möbeln schlauest verstellt.
In den ammern befanden sich reickrt
Bestände. von Duürrrsleisch, SIchinken, Wurkl,
Mehl. Kartofseln, Getreide u. J., deren sich nun
die Polizei bemächtigte.
— —
Baherisches Oberiaud.
Prien, 25. Juni. Die Feier des 25jährigen
Priesierjubiläums des Distriltsschulinspeklor
Pfarrer Nilolaus Frischhut gestaltete sich zu
einer imposanten Kundgebung, an der Keiene
Vin- und Anwohner warmen Anteil nahmen
Der Ort war fe esllich ge eschmücht und reich befla m.
der. Kirchenseier folgle eine Feier im Gasthaus
Vaner. Hof"“, wo Vürgermeister Haas und
Bezirlsoberlehrer Hartinger warme Ausprachen
an den Jubilar hielien, der in herzl. Worten sei-#ner
Dank ausdrückte, mit der Versicherung seiner
ireuen Hingabr an den ihm anvertrauten Wirlungelreis.
Der Cäcilienverein trug unter Leilung
des Chorreg enten Merrmüller einige Lieder
vor, ein leneSchulknabe und zwei weisvelleide
ete Schulmädchen gratulierlen in Lebundener
Sprache und ein Mitglied der Jungsranenkengregation
sprach einen Profog. 2 Die Feststint
mung war allgemein. Königin Marie Thereie
sandte dem Jubilar eine künstlerisch auegesührte.
in Holz geschnitzte, gokhische Madonna und ein
Glückwunschtelegramm, Prinzessin Klara einen
prächtigen Aetranz mit Zuschrift. Die
Gemeindevertretung, die drei Hilf-geistlichen. die
Lehrerschaft, das Rots Kreuz und alie latholischen
Bereine fanden sich mit Angebinden verschiedenster
Art oder „Geldspenden für wohltätige
Zmed."“ ein. Groß; war die Zahl von
allerlei Aufmerlsamteiten seitene der Ver-Wandten,
Freund: und Bekannten, ungezahll die
enge ven Telegrammen und Zuschriften, alle
von den besten Wuünschen für Gegenwart und
Zukunft beseelt. “lv
Bolzkirchen, 26. Juni. Mit der Abnahme
der Glocien ist jeWt auch hier begomen worden.
Eine ergreifende lirchliche Feier wuroe zuvor
noch abgehalten. Am Montagabend sand in der
Kirche kurzer Vortrag stati, dem sich das Kriegsgebet
und Segen anschloß. Nach dem Segen
folgte seierliches Glockengeläute und zum Schluß
das Ave-Läuten. Die Pfarrangehörigen
wohnten in groser Zahl dem ernsten Ale an.
Tegernscc, 25. Juni. Auf der 700) Tagwerk
grosen Wallbergalm weiden gegenwartig
213 Stück wertoolles Alpenfleckoieh. Die 27
· "Jt)t« wuscttusrcnnuhissonneUJDtn
und Gefühl, als sic die ersten Schrittr lat, und
schneröten, al## wo##re alles an ihnen zerprochen
und zerschlagen. Arer sie zwang sich, um 1.##
erneut simmenmorechen, und biß die 340e
auieinander. Und plötlich rann es wie ein
Feuerstrom durch heneer Hinter den Schluten
hub ein rasendes, wildes Pochen an. Cs schien
alle Adern sprengen zu wollen mit seinem
Toben und (trieb sie in Hast und Angst vorwarts,
daß sie, über ceinige Wurzeln slolpernd,
sast niedergestürzt
Nun stand — eierno auf dem Wege.
Gar micht weit vor ivr lagen die lehten Häusor
des Dorfes. n erschwommenen Umnissen
reckten sich die Enrrohichen auf wie massige
Leiber ohne Leben, wie ungeheure Kololse
mit in ihnen verborgenen unergründeten Gebeimnissen
An ihnen mußte sie vorüber, und dann
weiter die Dorsstraße chinab, immer weiter,
weiter! Nachher durch delder manchmal durch
Waldungen, die sie schon lm Licht des Tages
mit scheuen, verängstigten Augen angeschaut
hatte, bis zu dem kleinen Landstädtchen, das
ja wohl Westrup oder so ähnlich hieß. Und
diesen weiten Weg in lür##meleher Herbstnacht
ohne Schutz, nur in Gemeinschaft mit den
Menklen, jagenden Wolkensetzen hoch über
i
Ein Gefũhl arenzenlossr Verlassenheit packte
sie. Sie jurchtete sich namenlos und erwog
den Gedanken, ob sie nicht lieber einf. Hbegehrend
an ein Fenster der Katen pochen solle,
um Ausnahme zu beischen bis zum Grau des
Morgens. Ziktemnd ging sie näher und starrte
auf die dunlien Fenster och nur
enn do
aus einem ein Elchrerohd aeschimmert bätte!