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Bortrag des Lyrischen.
Bleicht und verkümmert in der Sumpfesluft,
So ist für ihn kein Leben, als im Licht
Der Sonne, in dem Balsamstrom der Lüfte!
Gefangen! Er! Sein Atem ist die Freiheit,
Er kann nicht leben in dem Hauch der Grüfte! —
Meine Kinder auch!
Und ich muß fern sein! Auch mein Weib getötet!
Er hat keine Kinder! Alle2
Was, meine zarten, kleinen Engel alle?
O höllischer Geier! Mutter, Kinder,
Mit einem einz'gen Tigergriff! —
Weh dir, Messina, wehe, wehe, wehe!
Das gräßlich Ungeheure ist gescheh'n
In deinen Mauern! Wehe deinen Müttern
Und Kindern, deinen Jünglingen und Greisen,
Und wehe der noch ungebornen Frucht!
Lasset erschallen die Stimme der Klagel
Holder Jüngling,
Da liegt er entseelt,
Hingestreckt in der Blüte der Tage,
Schwer umfangen von Todesnacht!
Aber über dem stummen erwacht
Lauter unermeßlicher Jammer!
Mein Sohn, mein Manuel! O ewige
Erbarmung! So muß ich dich wieder finden!
Mit deinem Leben mußtest du die Schwester
Erkaufen aus des Räubers Hand! Wo war
Dein Bruder daß sein Arm dich nicht beschützte?
O Fluch der Hand, die diese Wunde grub!
Fluch ihr, die den Verderblichen geboren,
Der mir den Sohn erschlug! Fluch seinem ganzen
Geschlecht! —
O mein Sohn Cäsar, muß ich so
Dich wiedersehen! O blick her und sieh
Den Frevel einer gottverfluchten Hand!
Duschauderst und erstarrst! Ja das ist alles,
Was dir noch übrig ist von deinem Bruder!
Da liegen meine Hoffnungen! Sie stirbt
Im Keim, die junge Blume eures Friedens,
Und keine schönen Früchte soll ich schauen! —
§90. Die höchste Stufe des Schmerzes ist die Verzweiflung.
Der Schmerz ist hier nicht mehr reiner Schmerz, zu ihm mischen