(1574), Eeylon und Indien (1894-95). £r schrieb: „Reise nach Island Im Sommer
1860“ (1862, mit W. Preyer), „Lehrbuch der Peirographie (2. Aufl. 1893— 05), „Untere
suchungen über die mikroskopische Zusammenseizung und $trukiur der Basaligesteine”
(1860), „Die mihrsskopische Beschaffenheit der Mineralien und Gesteine“ (1873),
„Microscopical peiragraphy” (876), „Elemente der Mineralogie“ (begr. von £. F. Bat
mann, 13. Hull. 1898).
Anttel, Karl Alirei von, Paläontolog und Geolog, geboren am 25. September 1830
zu Bahlingen in Baden, studierte in Beidelberg und Paris, wurde 1861 Uolentär an
der Geslogischen Reichsansialt in Wien, habilitierle sich 1863 filr Geologie an der
Universilät daselbst, ging noch in demselben Jahre als Professor der Polylechnischen
Schule nach Karlsruhe und ist seit 1866 ord. Prof. der Paläontologie und Geologie zu
München und Konservator des Paläontologischen Staatsnuseums. 187374 war er IIit-
glied der Rohllsschen Expedition in Hegypten und der Eibyschen Wiste. Schrilten: _Palä-
ontelogische INilteilungen aus dem Museum des königl. bayrischen Staates" (1868— 83),
„Aus der Urzeil. Bilder aus der Schöpfungsgeschichle" (1872), „Geoksgische Beob-
achlungen aus den Zentralapenninen® (1860), „Studien Eber fossile Spongien“
(1877—78), „Bandbuch der Paläontologie” (mit Schimper und Schenk, 187693,
4 Bde.}, das bedeutendste und umlangreichste Werk dieser Wissenschaft. „Beiträge
zur Geologie und Paläontologie der Libyschen Wiüste* (1883), „Geschichle der
Geologie und Paläontologie“ (1899). Tierausgeber der Zeitschrilt „Palaeontographica“.
Seine wissenschaftlichen Schrillen zeichnen sich besonders auch dur stilislischen
Reiz aus,
Aschokke, Termann, Dr, Ih. Cheolog, geboren am 16, Juni 1838 in Böhmisch-Leipa,
186165 Kooperator in der Seelsorge, I864— 66 Rektor des Ssierreichisch"ungarischen
Pilgerhauses in Jerusalem, 1867 Beolkaplan, 186% ausserord. Prof. der semitischen
Sprachen und 1870-92 ord. Proi. des alliestamentlichen Bibelstudiums an der
iUniversiidt in Wien, 1884— 25 Rekior derselben, 1885 Hofrat, seit 1888 geistlicher
Beirat im Ministeriam für Kultus und Unterricht, 1892 int. Prälat und Domkantor
des Meiropolitänkapitels in lien; edierie geographische Studien Eber das Bellige
Land, Reisewerke über Frankreich, Spanien, Norwegen, Schweden und Russland,
Kanada und Nordamerika, theologische Werke; „Biblische Frauen des A. C.“ (1682),
„Das Weib im A. 6." (1883), „Rekioratsrede* (1384), „Cheologie der Propheten des
A.C. (1877), „Bistoria bh. A. C.“ (4. Aufl), „Das Buch Tob“ (1875), „Dogmatisch-
ethischer Cohrgebalt der alttestamentlichen Weisheilsbilcher“ (1889), „Die iheologischen
Studien und Anstalten der katholischen Kirche in Oesterreich“ (1894), „Geschichte des
Meiropolitankapltels zu Wien“ (1895), Insiluiones inguae arablcae (1369) und
aramalcae (1870).
Zügel, Heinrich, Ciermaler, geboren am 22, Oktober 1850 zu Murrbardi, besuchte
1867 die Kunsischule Stuligari und siedelle 1369 mach München über, 1804 über
nahm er die Lehrersielle des verstorbenen Professors B. Baisch in Karlsruhe und wurde
1895 ın derselben Eigenschall an die Akademie München berufen. Werke dieses
vorzüglichen Kiermalers befinden sich im den meisten Siaats« und Privatgalerlen des
In- und Auslands, Erfuhr viele erste Auszeichnungen.
Zumbusch, Kaspar Elemens Ritter von, Bildhauer, geboren am 23. Tiovember 1830
zu herzebrock in Westfalen, Schüler Halbigs in Minchen, weilte mehrmals in lalien
und ist seit 1875 Professor an der Akademie in Wien, $eine bekanntesten Schöphungen
sind: Denkmal König Maximillans I. in München (1875), Beeihovenmonument in Wien,
$iegesdenkmal lilr Augsburg, Baupigesiallen aus den Opern Rich. Wagners (fir
Ludwig Il. von Bayem), das grossartige MariaCheresiadenkmal in Wien (1389), das
‚ausgezeichnete Radelzkydenkmal daselbst (1802), Kolossalstatue Kaiser [Wilhelms |. auf
dem Wittekindsberg an der Porla Mestlalica (1896), Reiterdenkmal Erzherzog Albrechts
in Wien (1808). Eine grosse Reihe bedeniender Grabfenkmäler und Iebensvoller
Porlrätblisten, u. a. die von Richard Wagner, Molke, Liszt, Schönleln, Stremeyer,
kKalser Jranz Josef, zeigen ihn auch aui diesem Gebiele als einen der ersten Gross.
meister denischer Kunst.
Awseiniger, Heinrich Gustav, Kaufmann und Präsident der Handelskammer zu Celpzia,
geboren am 3. Januar 1841 zu Marbach im Sachsen, genoss seine kaufmännische Aus-
bildung zwerst in Deutschland, später in England. Seil dem Jahre 186% in Leipzig
ansässig, war er auf verschiedenen Gebieten des Shlentlichen Lebens thätig, werde
189 in die Fandelskammer gewählt und ist seit 1807 erster Uorsiizender derselben.
Zupen, Julius van der, Grossindusirieller, Geh. Kommerzienrat, geboren am 26. März
1842, besuchte 185563 die Cechnischen Hochschulen zu Diütich und Karlstube, Irat
dann, nach dem Code des Uäters, in das von diesem begrilndele Geschält „van der
zypen & Eharller“ in Köln-Deutz und errichtete ebendaselbst mil seinem Bruder 1867
die Stahlwerke und Räderlabrik „Gebritder van der Zypen“. Die Jahre 1869-72
verbrachle er in Russland, wo er die „Russisch. Ballische Waggonfabrik” in Riga
begriindere. Im Jahre 1877 bildete sich unter seiner Führung die Vereinigung dewischer
Wäggonlabriken, deren Vorsitzender er seildern ununterbrochen geblieben ist.
Das Goldene Buch des Deutschen Volkes an der Jahrhundertwende wurde gedruckt von der Buchdruckerei 7. ]. Weber in Leipzig. Die Zeichnungen für den
Einband, die Kapitelanfänge u. s. w. stammen von Bernhard Pankok, die Druckplatten für die Dreifarbendrucke lieferten 7. @, Scheiter & Giesecke.
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