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So verfloß die ganze lange Wickternacht, eine Nacht der
fürchterlichen Kälte, gegen die man gar keinen Schutz hatte.
Es war so kalr, daß dem Kutscher eine Hand erfror.
Der Morgen brach an, und um die Pferde zu füttern,
mußte man halten. Allein in den spanischen Gasihbfen gibt
es für die Menschen nichts zu beißen und nichts zu brechen;
man zeigt nur dem Reisenden, wo er die nbthigen Sachen
selbst einkaufen kdnne. Was man von Fleisch essen will,
muß gewöhnlich erst geschlachret werden. Der Wein ist dick,
schlecht und hitzig, das Brod steinhart, oft taugt auch das
Wasser nichts. Betten hat man gewöbnlich nur für Mauleseltreiber;
man muß Alles mit sich führen, und weder die Prinzessin,
noch die bei ihr, hatten das Geringste mitgenommen.
Eier, wo man sie bekommen konnte, waren noch ihre einzige
Hülfe. Man aß sie frisch oder nicht frisch.
Den ganzen Zug hindurch, bis man dahin kam, wo die
Perde gefüttert werden mußten, war ein tiefes, ununterbrochenes
Stillschweigen. Hier endlich fing man an zu sprechen.
Die Prinzessin fing an und bezeugte ihr äußerstes Erstaunen,
und sprach von dem Wenigen, was zwischen der Königin und
ihr vorgesallen. Ebenso die zwei Garde-Offziere. Sie waren,
wie längst ganz Spanien, gewobnt, die Prinzessin mehr
zu fürchten und zu respektiren, als den König. Sie wußten
auch nicht, was sie sagen sollten; sie wußten nicht aus dem
Abgrunde ihres Erstaunens heraufzusteigen.
Doch bald mußte man wieder auspannen lassen, und
aufbrechen; die Prinzessin fand nun wohl, daß die vom Koͤ-nig
erwartete Hülfe sehr langsam komme. Keine Ruhe, keine
Lebensmittel, nichts sich umzukleiden, bis S. Jean de Luz.
Die Hoffnung verschwand jetzt auch völlig, sie hatte immer
mehr abgenommen, wie die Reise immer weiter fortging,
ohne daß Couriere vom Könige kamen. Man kann sich