Worten: „Wir beklagen tief, daß unter dem unheilvollen Einfluß
eines militärischen Systems und seiner zügellosen Eroberungsträume
der Staat, den wir einmal geehrt haben, jetzt als Europas gemeinsamer
Feind und Feind aller Völker, die die Rechte der
Nationen achten, entlarvt ist. Wir müssen den Krieg, in den
wir uns eingelassen haben, zu Ende führen. Für uns wie für
Belgien ist er ein Verteidigungskrieg, der für Freiheit und Frieden
durchgekämpft wird.“
Die alte Geschichte vom Splitter und Balken! Ist denn Englands
Weltmeerherrschaft kein militärisches System? Läßt sich ein
ausgedehnterer Militarismus denken als der, der seine Werbungen
über fünf Kontinente ausdehnt? Der sogar nach dem Strohhalm
greift, den das republikanische Portugal darreicht, und in den
Zeitungen The need for more men annonciert?
Was war denn der Burenkrieg? Pielleicht eine Außerung
derselben humanen „Fürsorge für die kleinen Staaten“, die jetzt
England eine Lanze für Belgiens Selbständigkeit brechen läßt?
Es wäre nutzlos, jetzt, wo es zu spät ist, ergründen zu wollen,
wie sich der große Krieg würde entwickelt haben, wenn England
ruhig geblieben wäre. So viel aber ist sicher, daß Belgien dann
seine Selbständigkeit nicht länger eingebüßt hätte als bis zum
Friedensschluß. Der Krieg wäre dann auch nicht zu einem Weltkrieg
angewachsen wie jetzt — zu der größten und tragischsten
Katastrophe, die je das Menschengeschlecht heimgesucht hat. Keine
Nation hat je eine größere, weltumfassendere Verantwortung getroffen
als England! Und man kann die Männer nur tief beklagen,
die vor Gegenwart und Nachwelt diese erdrückende Verantwortung
werden zu tragen haben.
51. Heimwärts.
m 4. November war die Zeit meines Aufenthalts an der
Front abgelaufen, und ein Auto brachte mich nach Metz.
Nie habe ich einen vornehmeren Chauffeur gehabt als diesmal, denn
der Herzog Adolf Friedrich selbst hatte am Steuer Platz genommen.
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