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Den Truppen zogen mit Zündmaterial a
NRummer 206
Abend vor den Dods Torpedonehe aus gelpannt.
Di: Nervosität wegen der deutschen Minen an
der britischen Küfte sei unbeschreiblich. Auberhalb
des Tyne seien an einem (Tage 5 Fahr-Leuge
in die Luft geflogen, drei englische und
zwei fremde. Die Rekrutenanwerbung für die
englische Armee gehe nur langsam vor sich. In
einer Stadt mit 70 000 Einwohnern haben sich
nur hundert Mann gemeldet, größtente#ls
Strolcke und andere heruntergelommene Menschen.
In England herrsche eine flrenge Zenjur.
Da- Volt erfahre den wirklichen Zustand auf
dem Kriegeschauplatze nicht. Die Niederlauen
der Engländer würden von den Zeitungen —
Bagatelle hingestellt. Im grohßen und ganzen
herucke wenig Begeisterung für den Krieg, m
mehreren großen Industriegebieten liege die Arbeit
darnieder.
Die englischen Verluste.
Frankfurt a. M., 6. Sept. Die . Franl
furter Zeitung“ meldet aus Amsterdam: Die
Enoländer, die bisher offiziell behauptelen, daß
ihre Verluste 4000 Mann betrugen, geben jeht
amtisck 4 daf sie 10 000 Mann BVerluste haben.
Meschädigie englische Krieg?=schissc.
Wien. 6. Sept. Die „Südflavische Kocleip
onden"“ meldet aus Konstantlinopel: Wie
an unterrich##eter Stelle verlautet, liegt im Ha
sen von Alexandrien ein sch wer beschädigter eng-Im##er
Kreurer, der deutliche Spmen einer Veschiee
ung aufweist. Außerdem liegen dort ein
zmieiler englischer Kreuzer, ein Torpedofäger u.
zwei Torpedoboote, die nack Port Saib slüchteten,
im Doä in Reparatur.
Wegrahme englischer Fischerboote.
London, 6. Sept. Das Preßbureau der
Admiralität meldet: Ein deulscher Geschwader
(bestehend aus zwei Kreuzern und vier Torpedo-=booten)
nahm 15 englische Fischerbvot= mit einer
Ladung Fische in der Nordsee weg u. brachte
die Mannschaften und Fischer gefangen nach
Wilhelmshaven.
Russische Schandtailen und Grausamleiten.
Sept. Reim
Berlin, 6. Eindringen in
Teile von Cnpreußen begingen dir Nulsen zahllose
Schandtaten und Grausamleilen. Eine
Reihe von Landräten sfind von den Russen festgenommen
und nach Rußland abgeführt worden.
Der Landrat von Goldap soll gez wungen worden
sein, das Vieh, das aus jeinem Kreiie von ben
Russen ufammengebracht wurde, nach Rußland
zu treiten. Von viele n (Henba#men der Geengebiete
jehlt jede Spur. Es steht jest, daß ein
Eendarm aus dem Krei sie Pilllallen erstochen
worden ist. Eir. Gendarm aus Bilderweitschen
wurde vonden Russen gesungen genommen. Man
sob. uie er auf eine Proßze gejesselt durch Shotkuhnen
geb#ackt wurde. Dann ist er erslocher
worden. Seine - lag auf dem Macttplat
von Kibor#in. Die er angelischen Pfarrer in
Scharenler., Kreis Morggrabowa, und Zzittkehmen.
ireis Goldap, weigerten sich, den Rus—-jen
Angaben über die Stellung unierer Trup—
pen zu machen. Sie wurden dekhatn in den
Mund gesckossen, der eine ist tot, der audere
sckwer verwundet. CEn murde ohr "· Wi’b.r
seine Wenesung in du#s Kranlenhaus nach Goldap
gebracht, In cinnrem Dorf im Kreise Vill—
tallen wo#rden die Fr auen und Kinder usommen
auf ein Gehöft getrieben, die Hoftore geschlossen
und das Ge hft in Brand gefteckt. Erst
I# die Eingeschlossen#en in die höchste Not und
Bedrängnie geraten waren, wurden die Tore
zeöffnet und die ge zuälten Leute herausgelasen.
Auf einem Gut ehof bei Szittlehmen wurde
der alte Vesitzer ersehlagen. Die Wirtin wurde
zenötigt. den Russei! Speisen und Getränle zu
pringen. Als alles aufgezehrt war, mußle #i
uißn einer Gasse, die vo#n russischen SZoldalen mit
Jtusgepflo zutem Bajomett gebildet worden war,
Sriehru r laufen und wurde oabei verlegzt.
In einm Dorf dis Kreises Stallupônen wurde
inter der unwahten Beh auptung, daß aus dem
Dor##gesckofsen worden sei, eine Reihe von Berohrtern,
darunter Frauen und Kinder, nach
2230 rriger Marterung erschossen. Ebenso wurden
in dem Dorse Schillehnen im Kreise Pilllallan
10 Persowen unter dem gleichen falschen
Vorgehen niedergemacht. In dem Dorf Radszen
zündeten die Russen * alle Gebäude an,
(o daß im Vugenblid fast das ganze Dorj
in Flammen aufging. Auf die unglücklichen
Bewohner des Dorfes wurde mit Hieb- und
Schußnaffen le gegangen. Getotet mirrden in
dichem einen Lorie 2 Männer und 3 Frauen,
;3 Männer wurden verletzt. Aehnliche Vorfälle
von Mord, Brund und Verwüstung werden aus
zahlreichen Gremrorten gemeldet. Nach den vorliegenden
Meldungen sind die Russen bei diesen
Mordbrennereien ganz systematisch vorgegangen.
Gnsge-
Früstete Brandlommandos voran.
Um Lemberg.
5’r 1 # 1 7
4 3 der
"1! !
Berlin, 6. Sept. Die österreichisch-ungarische
Botschaft veröffentlich folgende, ihr vom
Ministerium des Aeußern in Wien zugegangene
Depesche: Die
Schlacht bei
russische Meldung von der
Lemberg und der siegreichen Ein-Stadt
ist erlogen. Die offene
1
1
1
Ein deutsches Solbatengrab im Feindesland.
Vor Lüttich halten unsere tapseren Truppen
besonders harte Kämpse zu beilehen, ehe die
Festung zu Fall gebracht wurde. Mancher un.
serer braven Krieger fand dabei den Heridentod.
Unser heutiges Bild zeigt das cinsame Grab
eines Gardedragoners vor dem Forts Loucin,
welcher die erste deutsche Fahne dortselbst errichten
wollte und dabei ĩ seinen Too fand.
Das Bild gibt gleichzeilig einen Begriff, unter
welchen schwierigen Umständen unsere Sol-Die
Stacheldrähte, die
a noch durck eleltrischen Strom wirldalen
lämpfen mußtlen.
hier und ?P
samer gemacht worden waren, bildeten große
Hindernisse, die zu bewältigen ieine leichte Aufgabe
war.
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*
Stadt Lemberg wurde aus strategischen und humanilären
Rücksichten ohne Kampf freiwillig geräumt.
1 „r34
Der Krieg gegen Montenegro.
Wien, 6. Sept. Aus dem Pressequartier
wird gemeldet: Die im i’i von Autovac
stehende 3. Gebirgsbrigade hatte schon vor kurzer
Zeit einen schneidigen Einbruch auf montenegrinisches
Gebiet unternommen, oer ron vollem
Erfolg gelrönt war. Nach kurzer Ruhe unternahm
diese tax fere lleine Schar am 30. August
neuerlich einen Vorstoß gegen die bei Bilec stehenden,
an Zahl überlegenen montenegrinischen
Streitkräfte. In mehrtägigen heioenmütigen
Angrifsen gelang es, die Montenegriner unter
großen Verlusten zurüchuwerfen. ihnen schweres
Gcschütz abzunehmen und die hart bedrängte
Grenzbefestigung Vilec völlig zu befreien.
Die Nachrichten aus Odessa.
Hamburg, 6. Sepl. Von dem geflern hier
eingetroffenen Mitgliede der hieiigen Sonnenjinsternis-Expedition,
Dr. Graff. wird dem hiesigen
„Fremdenblatt“ berichtel: Die über Rumänien
gekommenen Nachrichten über einen Ausbruch
der Revolution in Odesia mit Straßen
kämpfen, Erschießung der höheren Polizeibeam
ten und Offiziere und der Beschießung der Stadt
durch ein russisches Kriegsschiff uspy. kind un.
richtig. Bis zum 29. August, wo ich O Odesta verließ,
herrschten jedenfalls in der Stadt und
deren Umgebung volllommenste Ruhe und Ordnung.
Die in Odessa zurückgebliebenen Deutschen
befinden sich ebensalls außer Gesahr. Ihre
Verschickung in andere Gouvernements, wie die
staatlichen Behörden noch am 29. Aug. versicherten,
ist vorläufig nicht in Aussicht genommen.
#
In der Türtkei.
Konstantinopel, 6. Sept. Die iüngs
erlassene Belanntmachung des Marinemirüleri-.
ums setzt die verbotene Zone am Eingang des
Bosporus vom Rumelifeuer bis Messarburnn
bei Bujuldere, also in einer Länge von elwa6
10 Kilometer sesl. Hieraus geht Dervor, daß
die anfänglich verhältnismäßig enge Minen:#:
bedeutend erweitert worden ist. Die Mililärverwaltung
läßt durch Trommelschlag oie Reservisten
und den nicht ausgebildeten Landflurin
bis zum 45. Lebensjahre, der als beurlaubt Hegolten
hat, auffordern, von heute ab einzurüden.
n
" (Lichtamtliche melbungen.)
Prin: Erust von Sachsen-Meiningen
in französischer Gesangenichaft.
Weimar, 6. Sept. Prinz Ernst von Sas
sen-Meiningen isl anscheinend unverwundet in
Rriegsgefangenschaft geralen. Die Weimarische
##ndeszeitung „Deutschland“ ist ermächtigt, sorlgendes
Telegramm des Prinzen Georg von Sa#
sen-Meiningen an die Großher#gin von Sacksen-Weimar
zu veröffentlichen: „Ernst wuree
auf Feldwacke nördlich Maubeuge Pferd erschossen,
er anscheinend unverwundet in Händen
der Franzosen in Festung Maubenge. weorg.“
Für den Kampf zur See.
Berlin, 6. Sept. Führende Mitglierer
der bürgerlich en Reichstagsfraflionen hielt'n
eine Bespreckung im Reichstag ab und bekundelen
den Entschluß, auch im Kampf zur See alle Kränte
der Nation bis zu Ende einzusetzen. nn-Besckluß
wurde dem Reichemarineamt übermittell:
„Die unterzeichieten Mitglieder des Reil 2#
tage erllären sich bereit, in ihren Frallionen
und im Reichstag dafür einzutreten, daß alle
Maßregeln des Reick marincamts, weiche die
Kriegenot erheischt, in elatsrechtlicher Hinsficht
und be#üglich der Rechnungslegung genehmigt
werden. Juebesondere find sie bereit, einn#-treten:
1. Für den sofortigen Ersatz verlorener
Schisse; 2. für die soforlige 2 Durchführung L
ler 1012 beschlossenen Masenahmen; 3. für den
sofortigen Van des 1915 falligen Schiffversage:;
4. für die Herabsetung der Lebenscauer
der Sdisse= von 20 auf 15 Jahre.“ In den
sorialdemolratischen Reihen erhob sch sofort
Proteit, dase ihre Fraltion von dieser Besprechung
ausgescklossen blieb. Man erilärt jegt.
daß es sich nur um eine Vorbesprechung gehandelt
habe. wäl,rend die eigentlichen Beratungen,
zu denen auch die Sozialdemotraten
gelaren uürden, erft folgen sollen. Zu dem
Kaiserwort: „Id teune keine Parleien mehr“
ist das Vorlommnis eine eigenartige Illustration.
Die solidarische Haftung des Dreiverbandes.
Rotterdam, 6. Sept. Aus London wird
amtlich gemeldet: In einer in London veröffenllichten
Erklärung, welche vo#n Grey, Cambon
und Benckendorff unterzeichnet ist, verpflichten
sich die Regierungen Englands, Fraulreichs
und Rußland, untereinander im Laufe
des Krieges einzeln nicht Frieden zu schliessen.
Wenn die Zeit für Friedensverhenolungen da
sei, dürfe leine der verbündeten Mächte ohne
vorhergehende Rüdsprache mit den beiden anderen
ihre Friedensbedingungen steilen.
Diese Erllärung lann Deutschland nur erwünscht
kommen. Unsere Regierung hat leinen
Augenblick einen Zueifel darüber gelassen, daß
sie den Dreiverband solidarisch haflbar macht.
Da auch Frankreich auf diesem Standpunlt siehr,
wie die obige Erklärung zeigt, wird es nun
die Folgen dieses Rechtszustandes zuerst zu
tragen haben.
Auf Paris los!
Berlin, 6. Sept. Aus Nom wird gemeldel:
Nach Pariser Telegrammen finden große
Kämpfe in nächster Nähe von Paris slatt, da
täglich zahlreiche Verwundetentransporte die
Hauptstadt passieren. „Daily Chronicle“ berichtet,
daß in Paris der Kanonendonner schon
hörbar sei. Bezüglich der winstärischm he trösten
sich die Zeitungen damit, 3 Paris
von 1914 nicht das von 10• 6 Um
es auf eine so große Peripherie einzuschtießen
und zu belagern, bedürfe es einer Armee von
700 000 Mann. Dazu lommen oie unversehrten
und verstärkten Kräfte, die dem Feino Widerstand
leisten können. Die „Gazelta det Popolo“
in Florenz veröffentlicht einen Bericht, der
den ungeheuren Eindruck schildert, den das Erscheinen
der Aeroplane über Paris auf die Pariser
Bevölkerung macht. Der materielle Schaden
sei zwar gering, der moralische aber ungeheuer.
Vor der Revolution in Paris?
Genfs, 6. Sept. Der „Genfer Kurier“" melde!
aus Paris: Die Ankündigung der Regierung,
daß sie Paris verlasse, erfolgte erst sechs
Stunden nach der Abreise. Andernfalls wäre es
ihr nicht mehr möglich gewesen, zu entlommen.
Denn sofort eilten viele Tausende zum Eldsee
und eröffneten ein Steinbombardement auf das
Regierungsgebäude. Zwei Tore sind vollständig
zertrümmert. Es war wie eine Entsetzensbotschaft,
die in das Volk drang, und die
Revolution wäre vielleicht schon in jener Nacht
ausgebrochen, wenn nicht die Polizei alle elektrischen
Lampen ausgelöscht und die Stadt in
Dunkel gelegt hälte. Die Wut des Volles
war unaussprechlich. Eingezogene Reseroisten
beteiligten sich an den Kundgebungen. Der Andrang
auf den Bahnhöfen ist weiterhin unge-
Sleinstas, 8. sepfeer 1914
heuerlich. Der „Matin“ gibt seibn zu, daß
600 000 Arbeitslose in Paris sind.
Auch in Marseille ist die Lage sehr ernst.
Der Mob steht im Kampf mil regulären Trupen.
Die Turkos stehlen wie die. Naben.
Der Polizeipräselt von Paris gibt bekannt,
daß von jetzt ab nur noch eine gewisse Anzahl
von Toren der Sladt für das Publikum
geöffnet bleiben, die übrigen werden geschlossen
gehalten. Die Militärzone und gewisse
Punkte des nördlichen Weichbildes sind getäumt
worden. %
Die „Franlf. Zig.“ meldet aus Mailand:
Bisher war ein für die Presse reservierter beschränkter
Telephondienst zwischen Paris und
Italien aufrecht erhalten worden. Seit Freilag
miltag antwortete das Fernamt Paris nicht
mehr.
IJIswo lsli, Frankreichs böser Geist.
Wien, 6. Sept. In hiesigen dip.omatischen
Kreisen erlklärt man, der russische Bots#zafter in
Paris, Iswolsli, habe sich durch die Flucht der
ihm drohenden Volkswut entziehen wollen. Man
ist überzengl, daß er es auch nicht wagen lönne,
sich in Bordeaur zu etablieren. Man begreift
jetzt in Frankreich, welche unbillige Rolle dieser
slrupellose Intrigant all die Jahre hindurch
gespielt hat. -
Panik in Antwerpen.
Rott erdam, 6. Sept. Ein eben aus Ankwerpen
geflüchteter Holländer erzählt, daß die
Panilstimmung dort auf das Höchste gestiegen
sei. Bei jedem verdächtigen Geräusch slüchten die
Einwohner in die Keller aus Furcht vor einem
neuen Zeppelinbesuch. Es herrscht eine nervöse
Spxionenfurcht. Die Belgier durchstachen den Löwenschen
Kanal, um eine Ueberschwemmung berbeizuführen.
.-Der
Kommandant von Longwy als
Kriegsgefangener in Stuttgart.
Stuttgart, 6. Sept. Der franz. Kommandant
von Longwy, Oberstleutnant Darcke, ist
als Kriegsgesangener in Vegleilung mehrerer
deutscher Ofsiziere in Siutigart eingetrosfen.
Wie verlaulet, soll der Oberstleutnant in einer
bayerischen Festung Aufnahme finden. Der Verteidiger
von Longwy trug den Degen, den ihm
der Deutsche Kronprinz wegen seiner Tapferkeit
belassen hatte, während der Adjvtant ohne Degen
war. Die Freiheit, die ihm der Kronprinz
ebenfalls angeboten hatte, lehnte Oberstleutnat
Darche ab. Nach mehrstündigem Ausenthalt
in der Hauptwache des Bahnhofes wurde
die Fahrt in der Richtung Ulm fortgesetzt.
Wieder einenglischer Gewaltstreich.
Kairo, 6. Sept. Der deutsche und der öfterreichische
diplomatische Vertreter deim Khediven
ist vom englischen Militärkommandanten aufgefordert
worden, binnen 24 Stunden Aegypten
zu verlassen. Alle Verbindungen wurden den beiden
Diplomaten abgeschnitten. Der Regent erklärt,
daß der englische Militärkommandam ohne
sein Wissen und ohne seine Zustimmung vorgegangen
ist.
Gesunkenc englische Schiffe.
Frankfurt a. M., 6. Sept. Das englische
Torpedoboot „Speedy“ und ein Dampfer stießen
auf eine Miene und sanken. Außer den bisher
schon gesunkenen Booten sind noch 5 Boote
durch Minen untergegangen. Ur
Kosakenpferde.
Berlin, 6. Sept. Die Kosakenpferde und die
übrigen Z'igtierc, die vor den erbeuteten russischen
Geschützen gespannt waren, werden auf
dem Erezierplatz des 4. Garderegiments versteigert.
Die Tiere sind für unseren Kavalleriedien#t
vorläufig nicht zu verwenden, weil sie
nur auf russische Kommandoworte hören.
Die Schlacht in Galizien.
Wien, 6. Sept. Die öflerreichischungarische
Armee hat Lemberg aus strategischen Gründen
freiwillig geräumt, sodaß die Russen auf
leere Stellungen trafen. Es gab infolgedessen
leine Gefeckte, die Russen lamen nicht nach. Doch
sind Lemberg und Halicz von ihnen besetzt worden.
Auf dem russischen Kriegsschauplatz dauert
der österreichische Angriff auf Lublin sort.
Der russische Offensivplan ist infolge Auffenbergs
glänzenden Sieges bei Komarow als gescheitert
anzusehen. Die russische Nieverlage bedeutet
die Katastrophe für einen großen Teil
der russischen Armee und vereitelt endgültig
ihr geplantes Zusammenwirken mit der
Armee bei Lemberg. ·
Durch Verräter gefallen.
Wien, 6. Sept. In der hiesigen Klinik befinden
jich vier Offiziere in Behandlung, die
mit zwei anderen Offizieren in Galizien von
verräterischen russophilen Bauern vergistet worden
waren. Beim Frühstück reichten die Bauern
den Offizieren eltwas Brannte#ein, nach dessen
Genuß zwei Offiziere sofort starben, wäh-