Full text : Dr. J. Milbiller's kurzgefasste Geschichte des Königreichs Bayern.

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rich.  Auch  Oesterreich  setzte  sich  in  Verfassung  und  der  Krieg  begann.

S.  0.

Doch  es  kam  zu  keinem  großen.  Teeffen.  Der  alte  Friedrich  II.
wollte  seinen  Kriegsruhm  nicht  auf  das  Spiel  setzen,  und  Oesterreich
  suchte  bloß  sein  Vorrücken  zu  hemmen.  Maria  Theressa
selbst  verabscheute  den  Krieg,  und  wünschte  durch  Verhandlungen
die  Sache  zu  enden.  Doch  sie  forderte  zu  viel.  Gegen  das  Ende
von  1778  kam  aber  eine  Drohung  von  Katharina,  der  Kaiserin
von  Rußland,  gegen  Oesterreich,  welche  die  Sache  schnell  endete.
Maria  Theresia  zeigte  sich  zum  Frieden  geneigt,  und  bat,  Rußland
  und  Frankreich  möchten  die  Vermittlung  der  Streitigkeit
übernehmen.  Es  geschah  auch,  und  schnell  war  der  Friede  zu  Teschen
  in  Oberschlesien  abgeschlossen  (15ten  May  17709).

S.  7.

Durch  denselben  blieb  Bapern  ein  Ganzes.  Maria  Theresia

gab  Niederbayern  und  die  böhmischen  Lehen  der  Oberpfalz  zurück,

Kalser  Joseph  alle  Reichslehen.  Die  Theilnehmer  am  Frieden,
und  in  der  Folge  der  Reichstag,  erkennen  auch  die  wittelsbachische
Erbfolge,  und  sichern  den  Besitz  von  Pfalzbavern  nicht  nur  ber
Zweibrücker  Linie,  als  nächster  Erbin,  sondern  auch  der  Birkenfeld-Gelnhauser
  Seitenlinie  zu.  Ganz  leer  wollte  jedoch  Oesterreich
  nicht  abtreten;  es  erhielt  einen  östlichen  Strich  jenseits  des
Inns,  das  sogenannte  Inrviertel.  Dem  Churfürsten  von  Sachsen
bestimmten  die  Friedensstifter  für  dte  Allodialerbschaft  6  Millionen
Gulden,  zahlbar  innerhalb  12  Jahren  in  Fristen  zu  500,000  fl.
Der  Herzog  von  Mecklenburg  erhielt,  statt  Leuchtenberg,  das  Privilegium,
  daß  seine  Unterthanen  von  nun  an  von  seinen  Gerichten
  an  kein  Höchstes  Reichsgericht  appelliren  dürften.

*t

Damit  war  noch  nicht  alles  berichtigt.  Während  des  Streites
  mit  Oesterreich  waren  auch  andere  deutsche  Reichsstände  mit
Forderungen  auf  die  bapyerische  Verlassenschaft  aufgetreten.  Unter
andern  machte  Salzburg  von  ältern  Zeiten  her,  meistens  aus
Rechnungen  über  das  Salzwesen,  eine  Forderung  von  11  Millionen.
  Der  schwöbische  Kreis  sorderte  Donauwörth  als  ehemalige

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