— 163 —
rich. Auch Oesterreich setzte sich in Verfassung und der Krieg begann.
S. 0.
Doch es kam zu keinem großen. Teeffen. Der alte Friedrich II.
wollte seinen Kriegsruhm nicht auf das Spiel setzen, und Oesterreich
suchte bloß sein Vorrücken zu hemmen. Maria Theressa
selbst verabscheute den Krieg, und wünschte durch Verhandlungen
die Sache zu enden. Doch sie forderte zu viel. Gegen das Ende
von 1778 kam aber eine Drohung von Katharina, der Kaiserin
von Rußland, gegen Oesterreich, welche die Sache schnell endete.
Maria Theresia zeigte sich zum Frieden geneigt, und bat, Rußland
und Frankreich möchten die Vermittlung der Streitigkeit
übernehmen. Es geschah auch, und schnell war der Friede zu Teschen
in Oberschlesien abgeschlossen (15ten May 17709).
S. 7.
Durch denselben blieb Bapern ein Ganzes. Maria Theresia
gab Niederbayern und die böhmischen Lehen der Oberpfalz zurück,
Kalser Joseph alle Reichslehen. Die Theilnehmer am Frieden,
und in der Folge der Reichstag, erkennen auch die wittelsbachische
Erbfolge, und sichern den Besitz von Pfalzbavern nicht nur ber
Zweibrücker Linie, als nächster Erbin, sondern auch der Birkenfeld-Gelnhauser
Seitenlinie zu. Ganz leer wollte jedoch Oesterreich
nicht abtreten; es erhielt einen östlichen Strich jenseits des
Inns, das sogenannte Inrviertel. Dem Churfürsten von Sachsen
bestimmten die Friedensstifter für dte Allodialerbschaft 6 Millionen
Gulden, zahlbar innerhalb 12 Jahren in Fristen zu 500,000 fl.
Der Herzog von Mecklenburg erhielt, statt Leuchtenberg, das Privilegium,
daß seine Unterthanen von nun an von seinen Gerichten
an kein Höchstes Reichsgericht appelliren dürften.
*t
Damit war noch nicht alles berichtigt. Während des Streites
mit Oesterreich waren auch andere deutsche Reichsstände mit
Forderungen auf die bapyerische Verlassenschaft aufgetreten. Unter
andern machte Salzburg von ältern Zeiten her, meistens aus
Rechnungen über das Salzwesen, eine Forderung von 11 Millionen.
Der schwöbische Kreis sorderte Donauwörth als ehemalige
117