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fen etwas angehalten wird. Diese Masse Oel wird sodann eine Stunde lang
durch einen Besen, oder auch mittelst eines in der Mitte der: eben angegebe-‘nen
Bütte aufrecht stehenden hölzernen Cylinders, an: welchem mehrere
durchlöcherte Seitenbrettchen wie Arme angebracht sind, stark herum gerührt,
und nach und nach innerhalb einer Zeit von ı0 Minuten ı Pfund 22
Loth gutes nordhauser Vitriolöl, oder rauchende Schwefelsäure hinzu gegossen.
Jst nun solches geschehen, so wird 2 Centner reines Flufs- oder Regenwasser,
welches ungefähr gleichen kubischen: Inhalt mit.dem Oel giebt, hinzugethan,
und alles zusammen nochmal einige Zeit herumgearbeitet, jedoch
nur so lange, bis es das Ansehen eines dünnen Milchbreies erhält. Nach dieser-Operation
bleibt die ganze Masse 24 Stunden ruhig stehen, damit sich
das Wasser, als der specifisch schwerere Theil, unten, und das Oel oben, von
einander scheiden kann. Hierauf wird das \Vasser durch einen unten an der
Bütte angebrachten Hahn abgelassen. Da aber, bei Umdrehung des Ganzen,
Wasser und Oel gleiche Farbe erhalten , und nicht gut von einander zu unterscheiden
sind; so ist gut, wenn man mit gleichem Maals, mit welchem das:
Wasser hinzugeg worden, solches wieder herausmifst, und am Ende,
wenn ungefähr die Hütte von Wasser leer wird, solche in cine schiefe Richtung
bringt, damit man das Wasser unvermengt mit dem Oel bis auf einen geringern
Theil ablassen kann. Zu weiterer Reinigung und Filtrirung des Oels,
bedient. man sich eines etwa 8 Fufs hohen Gestells, auf welchem oben ein
ı8° hoher, 3’ lang und ı* breiter, unten mit 4 bis 5 Hahnen versehener Kasten
sich befindet, in welchen das oben präparirte Oel nach und nach gegossen
wird. Durch mehr oder minderes OcfInen der Hahnen fällt sodann das
Oel in zwei perpendikulär unter einander hängende, von Filz gefertigte, Filtrirtrichter,
weiche mit Kohlenstaub angefüllt sind.
Unter diese Filtrirhisthe mufs ein blechener Kanal für das Sammeln des
Oels von allen Hüthen angebracht werden, von welchem solches wieder
durch eine kleine Röhre ın einen grofsen, mit einem Waschschwanım versehenen
Trichter läuft, der unmittelbar auf dem Gefäls, worin man das filtrirte
Oel aufbewahren will, steht.
Da der Schwamm die Farbe, welche die Kohlen dem Oel geben, an-+
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