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als Feldherr, und voll des wildesten Sinnes, in welchen bloße
Soldatentapferkeit so häufig ausartet, oder worin oft manche
Soldatentapferkeit fast einzig besteht.
Zwistigkeiten, in welche er während der rheinischen Campagne
von 1689 mit dem kurbrandenburgischen Generallieutenant
Varfuß gerieth, zwangen oder veraulaßten ihn, brandenburgische
Dienste zu verlassen, und der Minister von Dankelmann
fand eine Gelegenheit höchst erwünscht, eines Mannes
los zu werden, der endlich vielleicht ihn gestürzt haben würde,
wie Schdning manchen Mann stürzte, an den er einmal anrannte.
In Dresden aber, wo Schbning wieder als Feldmarschall
sogleich neue Dienste nahm, entstand bald nach seinem
Eintritte eine Totalveränderung, die dem armen Lande
von mehr als einer Seite Unglück drohte.
Kurfürst Johann Georg Ill. starb und der Kurprinz, damals
ein Prinz von 25 Jahren, folgte. Das Fräulein von
Neigschitz ward sogleich erklärte Favoritin, alle Maitressen-Lustbarkeiten
ergossen sich, alle Phänomene von Maittressen-Herrschaft
kamen zum Vorschein, und gerade die Familie, aus
welcher, das neue Gunstfräulein war, zeichnete sich mehr durch
Bedürfnisse und eilfertige Herrschsucht aus, als daß irgend ein
Mann derselben, den das Schicksal so durch krumme Wege
aus dem Staube hervorführte, an ernsthafte Staarsplanc gedacht,
wahren Regierungs-Ehrgeiz gehabt härte. Das siebenzehnjährige
Gunsifraulein war bei dem ganzen Spiele nur das
Kind, das genoß, was Kinder und wollüstige Kinder zu genießen
pflegen, mehr das Kind, mit dem und durch das gespielt
wurde, als daß sie selbst eigener Unternehmungen fähig
gewesen wäre oder eigene politische Wuͤnsche gehabt haͤtte.
Ihre Mutter fuͤhrte sie, ihr Schwager von Beuchlingen, der
nachher noch unter Friedrich August bis zum Reichsgrafen
und Großkanzler stieg, machte die Entwuͤrfe, jene oder dieser