Aumcmer M
# rrien e in Behandlung —
ng
Speisen und — die sie sich geben rn
Als ihre Schwindeleien entdeckt wurden und
sich in die Enge getrieben sah, stahl sie aus
ihrem JZimmer noch verschiedene Gegenstände.
Sie wurde zu vier naten Gefängnis und wegen
falscher amensangat zu einem Tag Haft
verurteilt.
In Abwehr des Diebes.
Bad Aibling, 16. Febr. Der aus dem Gefängnis
in Rosenheim entlassene Taglöhner Joseph
Lehner kam nach Großkarolinenfeld in das
Haus des Sattilers Helf und zeigte einen Zettel
des abwesenden Helf vor, wonach er freies Uebernachten,
Essen und 5 Mk. Darlehen zu beanspruchen
hätte. Als sich Lehner am nächsten Tag
entfernen wollte, bemerkte Helfs Tochter, daß
er eine Joppe ihres Vuters und eine Hose ihres
Vruders angczogen hatte. Der Hausierer und
Gelegenheitsarbeiter Jakob Hoffmann aus
Großkarolinenfeld stellte ihn zu Rede. Da Lehner
den Diebftahl leugnere, schiug ihm Hoffmann
mit einem Stock übr den Kopf. Das
war Körperverletzung, und Haffmam wurde u
ter Annahme mildernrer Umstände zu der
ringst zulässigen Straser von 3 Mk., bzw. 1 "(6
Gefängnis verurteilt. Daneben hat er noch die
Kosten des Vrrfahrens zu tragen.
Preistreiberei.
München. 16. Februar. Der Feinkosihöndler
Karl Hoßfeld in München ließ im Mörz
1916 durch eine seiner Ladnerinnen an einen
Oberleutnant ein halbe: Pfund Kalbsleberwurst
um 2.60 Mark verlaufen. Das ganze
Pfund dieser Wuri kam ihm auf 3.60 Mark
zu stehen. Vom Scdöffengericht Mündzen wurde
Hoßfeld von der Anklaue der Preistreiberei
freigelprochen, weil der geforderte Preis in Berücksichtigung
aller Verlällniste nicht übermä-Big
hoch sgewesen wäre. Auf Berufung des
Amtsanwalts verurteilte die Straffammer Hoßfeld
zu 200 Mart Geldsrrafe.
Schlingenleger.
München. 16. Febr. Der Bergmann Ferdinand
Doll aus Bach hausen bewohnt ein außerhalb
Anterpeisserberg am Waldrande einsam
gelegenes Haus. Ixr wilderte in den anliegenden
Jagdbezirken und brachte in den Jahren
1914,15 mehrere in Drahtschlingen gefangene
Rehe heim. Das Fleisch der gewilderten Rehe
fand in seinem Haushalte Verwendung, die Felle
wurden im Garten vergraben. Eine Haushälterin
des Doll, die mit ihm wegen Bezahlung der
Unterhaltsbeiträge für ihr Kind in Streit geriet,
zeigte ihn wegen des Schlingenlegens bei
der Gendarmerie an; durch das Ergebnis der
Haussuchung wurde er überführt. Die Strafkammer
hat ihn nun zu 6 Monaten Gefängnis
verurteilt.
Umfangreicher Sacharinhandel.
München, 16. Febr. Vor dem Müünchener
Schöffengerichte hatten sich der Bergmam
Georg Maier von Hausham und der prattische
Arzt Dr. Emil Götzel von München wegen Vergehens
gegen das Sußsfloffgesetz bzw. wegen Bei-Bilse
hierzu, zu veranlmorten. Nach der Anklage
hat der Bergmann Grorg Maier in der Zeit vom
2. August bis 21. September 1916 auf Grund
von Rezepten, die ihm von Dr. Götzel unter willkurlich
gewählten Namen ausgestellt worden waren,
eine erhebliche enge von Sacharin,
schätzungsweise eiwa 15 Kilogramm, verbotswidrig
bezogen, und in Hausham an Privathaushaltungen
mit Vorteil weiterverlauft. Obwohl
Dr. GCötzel bekannt war, daß Maier mit
dem Sacharin einen förmlichen Handel trieb,
siellte er dem Maier eine große Anzahl won Rezepten,
nach Annahme der Anklagebehörde, etwa
300, aus, für angeblich kranke Personen, die aber
in Wirklihkeit gar nicht cxistierten. Für jedes
Rezept ließ sie Dr. Götzel anfänglich 1 .
spãter 50 Pfg. und schließlich 30 Pig. bezah len.
Die Anklage legt dem Dr. Götzel weiter zur Last,
daß er um dieselbe Jeit noch einer Unbestimmten
JZahl auderer Personen verbotswidrig ärztliche
Rezepte für den Sacharinbezug, ungefähr 250
Stück im ganzen, ausgestellt habe. In der Verhandlung
brachte Dr. Götzel zu seiner Verteidigung
vor, er habe bei dem herrschenden Zuckermangel
es den Leuten ermöglichen wollen, Süßsroff
zu sich zu nehmen, den der (tenschliche Körper
auf längere Zeit nicht entbehren lönne. In
dieser Art verfahren, betonte der Angeklagie.
wohl 99 Prozem der Aexzte Üüberhaupt, eine Aufstellung,
die vom Gericht mit deutlichen Worten
in Zweifel gezogen wurde. Auf Grund des Verbardr
nasergebrssses beantragte der Anllage ·
vertreter gegen Dr. Götzel eine Gesängnisstrafe
von drei #n#un und eine Geldstrafe von 1500
„, sowie eine weitere Geldstrafe von 300
Mark, gegen den Mitangek len- Warl- cite
Gefängnisstrase von
Mark Geldstrafe. n
6 den Angeklagten Dr. zur 8
strafe von einem Mo#nat und zu 1300 Mk.
EAsICOI-CO& und du
weiteren e don 200 M. * ————
gen . wur-·
de zu Geldstrase oder 50 Eefangnis
verurteilt. Als besonders er enb
d.s G richt bri dem A
in Betracht, daß er unlter Hinkan seiner
——.
enbar nur aus Geärztli
s
n be. Das Vorbringen, daß
winnsucht gehandelt ha
er sich uß
Rũdhsichten habe leiten lassen, etscheine d
unglen ft, weil er ugestandenermaßen sich für
die Rezepte habe bezahlen lassen.
Der We ltkrieg
Der deu#sche Gasets
I #nr G##se
Der siegreiche Sturm bei Rivont.“
Berlin, 17. Februar. Die Kämpfe südlich.
von Ripont spielten sich auf dem gleichen Gelände
ab, auf dem Joffre im Herbst 1915
Abertausende seiner Soldaten in nutzlosen Angriffen
hinopferte.
Mit ihrem kühnen Sturmangriff vom 15.
Februar warfen die deutschen Truppen die Franzosen
auf Höhe 1865 aus einem nahezu 1000.
Meter tiefen und über zweieinhalb Kilometer
breiten Grabensystem, das die Framgosen feit
25. September 1915 behaupteten und mit allen
Erfahrungen der Feldbefestigungen und Unterständen
aller Art auherordrutlich stark ausgebaut
hatten.
Außer einer großen Anzahl von Gefangenen,
Toten und Verwundeten sowie von Maschinengewehren
büßte der Franzose sehr wichtige Beobachtungsstellen
ein.
Mit dem anbrechenden Tage nahmen die
deutschen Geschütze die Arbeit wieder auf. Bei
dem hellen llaren Wetter leiteten Flugzeuggeschwader
als Becbachter der Artillerie= und
Minemwerfer das deutsche Feuer, das, bis ins
Kleinste vorbereitet, in kurzer Zeit die feindlichen
Stellungen in Trümmer trommelte und
erfolgreich die franz. Artillerie niederrang. Die
franz. Drahtverhaue wurden weggefegt, die Unterstände
von schweren Granaten und Minen
durchschlagen und ganze Grabenabschnitte zermalmt.
*14·4
Mit der angesetzten Sekunde verließen die
deutschen Sturmkolonnen ihre Gräben u. überrannten
in unwiderstehlichem Anprall vier Linien
der franz. Stellungen. An einzelnen Punkten
wurde mit Handgranaten, Bajonett u. Kolben
erbittert gerungen.
Abgeschnitten, durch das deutsche Feuer dezizimiert
und verschüttet in den Gräben u. Unterständen,
mustten sich die Franzosen gruppenweise
ergeben.
Bei dem vollen Erfolg und der erakten Feuervorbereitung
waren die deutschen Verluste
gering.
Französische Gegenangrifse, die am Abend
und am folgenden Morgen zur Wiedererobe.
rung der verlorenen Höhe vorgetragen wurden,
brachen unter den schwersten Verlusten des Feindes
zusammen.
.
Berlin, 17. Februar. Wir wußten alle,
daß Freund und Feind an den Fronten tasleten,
d. h., daß sie durch Erkundungspatrouillen oder
gar Erkundungsabteilungen die feindliche Sperrmauer
akklopfen. Die Nachricht von dem Erfolg
bei Ripont kann weder vom Feind noch
vom Freund unter die Bezeichnung Abllopfen
genommen werden. Ripont liegt in der Mitte
zwischen Reims und Verdun, d. h. 47 Kilometer
östlich von Reims und nur 10 Kilometer westlich
des Westrandes der Argonnen, als deren
Schlüsselpunkt wir den Ort Sorvon betrachten
lonnen. Von Berdun ist es etwa 26 Kilometer
entfernt. Die Hauptbedeutung liegt aber darin,
daß ein Durchstoß zwischen Reims und Verdun
an dieser Stelle die große Bahnlinie Verdun-St.-Menehould-Reims-Paris
treffen würde, was
Verdun, selbst, wenn dieses durch neue, weiter
süolich geführte Bahnlinien eine wertwolle Verbinoung
gewonnen haben sollte, empfindlich schädigen
würde. Es ist naturlich keineswegs verbürgt,
daß die in der Champagee entbranmen
Kämpfe von gröherer Bedeutung sein werden,
aber das Ergebmis des Kampftages läßt uns
weitere Erfolge an dieser Stelle erwarten. Jedenfalls
gibt es uns die höchst angenehme Genugtuung,
daß wir uns wieder in der Offensive
besinden.
— es —““
Folgen bes U. Bootskrieges in
England.
Amsterdam, 17. Febr. Man meldet aus
London, daß die englischen Munitionsfabriken
inem Vorgehen lediglich von PKsalen
und Werften, um dem bero. vchenden Lebensmilttelmangel
zuvorzukommen, eigene Lebenomit
teleinkaufsbüros errichtet haben. Zede Fabrik
sucht Lebensmittel für mehrere Monate aufzuspeichern.
Der Regierung muß über feden Einkauf
Mitteilung gemacht werden. Die Lager sollen
Vorrichtungen erhalten, durch die die Waren
vor dem Verderben geschatzt werden. Durch die
Einkäufe in Massen werden natürlich die Vorräte
noch knapper und die Preise steigen andauernd.
Jedenfalls wird der Lebenemittelkontrolleur
sich in den nächsten Tagen dieser
Sache annehmen. Der Protest in den Bürgerreisen
aller Städte mehrt sich.
In maßgebenden Kreisen Englands sieht man
den augenblicklichen Zusland des Seeverkehrs als
gefährlich werdend für die Operationen an der
italsienischen und französischen Front an. Italien
hraucht für größere Aktionen, zu denen cs
vom Feinde gezmungen werden kann, eine reichlichere
Ergänzung seiner Munitkon von England
und Amerika. Seit der U-Bootsperre sind
auf dem üblichen Wege keine Munitionstransporte
mehr nach Italien gelangt. Von Frankreich
gingen wohl einige Züge mit Munition
dorthin, doch sind diese ziemlich belanglos, zumal
Frankreich den serneren Versand von eigenem
Material eingestellt hat.
Es wird dringend eine Klärung der Verhältnisse
gefordert. England hofft auf die Hilfe
der amerskansschen Flotle. Die Sachverständigen
der Presse wollen Amerika die Begleitung
der Transporte überlassen. Die Stimmen aus
der amerikanischen Presse, die sich bisher mit
dieser Frage befaßten, sehen dagegen Amerikas
Aufgabe darin, die eigene Küste zu bewachen,
während England die Transporte sichern soll.
Dies scheint auch die Absicht der amerikanischen
Marinebehörden zu sein, da man bereits damit
begonnen hat, vor den amerikanischen Häfen
Minenfelder anzulegen und Patronillendtenst
einzuführen. 9
Die gesperrte Schiffahrt.
Rotterdam, 17. Febr. Von den in Rotterdam
beheimateten Dampfern liegen jetzt in
Rotlerdam 35 Dampser still, in englischen Häsen
gleichfalls 35 Dampfer und 9 Segelschiffe,
in Bergen 2 Dampfer, in Gibraltar 1 Dampfer,
außerhalb Europas 10 Dampfer, sodaß im Ganzen
3188990 Tonnen Schiffsraum der Notterdamer
Reedereien still liegen.
Stillegung der ital. Munitionsfabriken.
Bern, 17. Febr. Laut „Avanti“ wird in
den italienischen Munitionsfabriken wegen des
Kohlenmangels nur an zwei Tagen wöchentlich
gearbeitet.
Die Verkehre oduna in Amerika.
Amsterdam, 17. Febr. Reuter meldet aus
Washington: Die Vertreter von 30 der größten
Eisenbahngesellschaften der Vereinigten Staaten
beschlossen, keine weiteren für die Ausfuhr
bestimmten Sendungen nach der Ostküste mehr
anzunehmen, solange die jetzige Verkehrsstockung
nach dem Osten nicht aufgehoben ist. Der Handelsausschuß
der Staaten der Union stimmte
diesem Beschluß zu.
·65 6
Der Beuch mit Ameriks.
Stürmergegen Wilson?
Kopenhagen, 17. Febr. In dem Blatte
„Somschtina“ erklärt Stürmer, Wilson hätte,
wenn seine Friedensaktion ernst gewesen wäre,
mur die Munitions- und Waffenausfuhr zu verbieten
brauchen. Wilson hat jetzt, indem er
gegen die Mittelmächte vorging, sein richtiges
Gesicht gezeigt. Eine aussichtsreiche Friedensaktion
muß von anderen Leuten geleitet werden,
als es Wilson ist. Das Ausland ist won Stürmers
GEklärung überrascht.
Eier Cschspenhe#ne.
e#r Ties öeli — „Deutr
Kai ut- u. Morgen
Somtag ein befonders vorgüglichns Pro-„GEricht#
toller Einfall“
i Lastspiel in 4
“zein
Eine
von jedermann
— #a
*.
* * — den 18. Februar:
Westen vordringend,
——. n achlcen
nnenbes
Nagerns
—
Sonntag, 18. Fehrua## 1917
he A#rse ginge.
WIB. Großes Hauplquartier, den
17. Februar, vormittags. Amtlich
Westlicher Kriegsschauplas.
Front der General-Feldmarschalls
Kronprinzen Rupprecht v. Bayorn.
An der Artois Front und im Somme-Gebiet,
besonders auf beiden Ufern der Ance, erreichten
die Artillerielämpfe beträchtliche Stärke.
An mehreren Stellen wurden englische Erkundungsabteilungen,
südlich von Miraumont ein
nach Trommelfeuer erfolgter starker Angriff
abgewiesen.
Front des Deutschen Kronorinzen.
An der Aisne, westlich von Berry-au-Bac und
in der Champagne südlich von Ripont schlugen
französische Vorstöße sehl.
Unsere Flugzeuggeschwader bewarfen wichtige
Anlagen hinter der seindlichen Front ausgiebig
mit Bomben.
An der Somme flogen Munitionslager des
Gegners in die Luft. Knall und Erderschütterung
waren bis St. Quentin wahrnehmbar.
Oestlicher Kriegsschauplasnz
Kront des Generalfeldmars Nalls
Krinzen Leopold von Vayers.
Bei Illuxt, südwestlich von Luck, bei Zborow,
südlich von Brzezany, und südwestlich von Stanislau
scheiterten russische Unternehmungen. 4
Heeresfront des Generasobersten
Erzherzog Joseph.
Auf den Höhen nördlich des Oytos-Tales ha-
ben sich heute morgens Kämpfe entsponnen.
Bei der
Heeresgruppe des General-Feld.
marschalls v. Mackensen
und an der
Mazedonische Front.
hat sich die Lage bei geringer Gefechtstätigkeit
Der erste Eeneralquartiermeisser:
Ludendorff.
Jedermennha#t bie Pflicht, selnen Gesis
an Goldfachen abzugeben; er efellt
diese Plliche nicht, wenn er sich pa#mit
begmügt, vur cinige Kleinigkeiten zur
Golb#au##estelle zu brins#s#. Wir
Mmusssen auch hier ein wirklichen Oyf##
bringen.
.E'
2s00
mwesßes
·Ee ##½# * — ——
Em——— —
—— sE 2
—
E[ JJ
4 t e 7# ##.
— ½6
— E.—
la — zu t n3n Stadtlaches 7
# e Seh#estin:
———
v
— curtalls non -
0 J. Schm#tz.
Fernsperent
iartr. 25, Fern cher
urlh .
G—