Full text : Rosenheimer Anzeiger. 63. Jahrngang (63)

Tummer  20

Freika  76.  Jdfuäk  71912
—————

 

München,  24.  Jannar.  Der  König  emp.
fing  gestern  nrit  großem  Veremomtell.  in  Gegenwart
  des  Etallenbensters  des  Kgl.  Hau.

*9  und  dr..  Aeußern,  Dr.  Grafen  von  Herl.
Uung,  oen  neuernannen  Ar  oltolischen  Nuntius
Monsor.  Dr.  Aversa.  ##o  dean  Sardi,

in  Antrittsaubienz.  re-  Muntius  murd.  im  Ga.
lawagen  von  der  N##nt  atar  abgegon  und  in
der  Reildenz  von  den  Obersten  Loschurgen  und
den  General  und  Flugeladjutanten  empfangen.
In  seiner  Bealeltung  befanden  sich  der  päpst
hiche  Uoitore  Monsqgr.  Schioppa  und  der  Se.

tretär  Toricelit.  Bei  Uebergabe  oes  Birrets
an  den  BLömn  im  lleinen  Thron  aal  hielt
Monsgr.  Dr.  Liverin  eine  Ansprache,  17  wel-.

cher  er  scine  Freude  und  Danbatleit  gegen
nber  dei  Papite  Auediuck  gab.  daß  er  zum
Nuntius  am  baueriichen  Hofje  ernannt  worden
sei.  Er  ubermitielie  dem  Konig  die  Vessichelrung,
  dan  dem  Pas#lt  da#  Wohl  u.  ölnd  des
Königs,  deir  könir#cen  Familie  und  des
bayerischten  Voller  sehr  am  Herzen  liege  und
daßg  ei,  der  Nuntius,  be#rebt  sein  werde,  die
au#ge,eid,neien  Beziehungen  zwischen  dem
Heiligen  Siuhl  und  der  baner.  Reaiecung  zu
hallen.  Zum  Schluß  flehte  die  Anikracke
vie  goullich  Voriehung  an,  „es  möge  Lald
der  für  Cute  Wajfeitat  so  rfreulu#r  Aur  dendlich
lammen.  in  dem  die  Bölker  die  Aussen  mederlegen,
  il  in  einem  gerechten,  ehrenvollen  und
sehlbegrändeten  Frieden  wiedervereinen,  um
gemeinam  in  edtem  und  kulturfördernem
Weotteiier  an  Werlen  des  Friedens  und  der
allgemeinen  Wohliahrt  zu  arbellen.  El#r  die
ses  sind  auch  die  Munsche  des  erhabe##e#n
Hauptes  der  kalhal'seten  Kirche“  König  Luowig
  daulie  dem  Muntins,  begrüßte  ihn,  nd
#versicherte  ihm,  daf  er  die  Unterstützunn  der
bayerischen  Regierunn  in  seinen  Belteik  #
linden  werde.  Nach  der  Audienz  begleitr.

 

König  den  Numius  zur  Königin,  dir  un  ver
Gegenwart  ihres  Hositaates  gleichse!  emp-1
  fing.  In  gieick  seierlicher  Weise  un  bei  der
Aniuns!  erfalgte  die  Rücksahr!  #e,  po#püll.

Nuntius  in  seine  Wohnung.

 

S  uc..

 

Künben.  2.  Jannar.  Ter  Kaufmann
Abrallam  “  aur  Mamnheim  indiate  in
tzeilungaeedaß  er  ce  Million

Zigarren,
sen  habe.
z  5  en,  mielene

trodene  greifbare  Warc,  zu  verkan.
.  lam  am  Samstag  nach  Mün-*
  1  einem  Hotel  am  Karlo
platz  ein  und  ür.  ele.  fur  Montag  und  Diensiag
  die  AKu-  1  #  KRriegswucheramt  war
d:  aus  ihn  aufmerlsum  gemacht  und  ordnete
nach  einem  Vernöre  seine  Festnahme  an.  Wie
7  festgesieil!  murüc,  hat  Hilb  in  Mnen  bae.
tc  Posten  mit  zusammen  2.0  000  EStud
u  erait.  zu  den  Plreisen  seines  Auftraggeber-s.
emes  errleesteinhbne  in  Mannheim,  verlanete
  HLilb  5  Pro.  ent  „Ueberpreise“,  sod  ih
er  bei  den  %  abgesck  lofsenen  Geschalten  bei
einem  Durchschmittlepreis  von  10  Pig.  für  die
Zioalre  100  Marl  verdiente.  Hilb  beg
einen  Monatogelaln  von  71#  Marl;  außer  de#n
wurden  ihm  de  Spesen  vergatel.  Vom  %
vember  bis  Jahresichluß  hal  er  nach  seiner
Angabe  Zigarren  im  Werte  von  70,.000  bis
80  000  Mark  verlauft.  Nach  Munchen  hatte  er
2000  Zigarren  als  Muster  milgebracht.  Die
Miletton  Zigarren  im  Werte  von  100  000  Ml.

  

wurden  in  Stuligar!,  wo  Hilb  wohnte,  auf
Veranlassung  nt-.  Kriegswucheramtes  besalegnahmt.
  Das  Verhältnis  Hilbs,  der  die

Unsauberkeit  de:  Geschäftes  nicht  ieugnete,  zu
semem  Auftraggeber  bedarf  noch  der  Klärung.
München,  21.  Januar.
der  Ausführung  der  „Mona  visa=  im  Hosthea.
jehl  weitere  Kreise.  Das  kat#.  Aktions.
(umss  veröffentlid.  jent  folgende  Erklarung:
ne  yier  umgab,  daß  sogar  mancher  der  anderen
Besucher  erstaunt  aussah,  wenn  er  übren  Blick
voll  Kummer  und  Traurigkeit  bemertte.  Was
suchte  sie  hier  an  dielem  Orte  der  Freude?
Weit  besser  hatte  sie  auf  reinen  driedhof  gepaßt,
  neben  ein  frisches  .

Wieder  ietzte  die  Mustt  ein.  Ein  flotter
Walzer  erklang.  Die  dritte  Person  an  dem
Tische  war  ein  junges  auffallend  schönes  Mädchen
  mit  dunklen  leidenschoftlichen  Augen.
Sie  allein  schien  das  gebotene  Vergnügen  voll
auszugenießen.  Sie  wippte  mit  ihrem  kleinen

uß  auf  und  nieder  im  Dreioierteltakt.

Die  alte  Dame  zuckte  zusammen,  als  die
Musik  begann.

„Wir  haiten  nicht  hieherkommen  lollen!“
sagte  sie  in  gedämpitem  Ton.  „Es  geht  über
unsere  Kräfte.“

er  Herr  sah  wie  geistesabwesend  auf.

„Ja.“  entgegnete  er.  „du  hast  recht.  Es
ist  zu  viel  fur  uns.  Aber  schließlich:  Olga  ist
jung!  Und  sie  wollte  ja  so  sehr  gekn  diese
seltsame  Nummer  sehen,  diesen  „Todessprung
der  kleinen  Feel.  Also  bleibt  uns  wohl  nichts
anderes  übrig,  als  auszuhalten.

Mit  einem  sonderbaren  Blick  streiften,  die
Augen  der  alten  Dame  hin  über  das  junge
Mädchen,  welches  mit  glänzgenden  Aucen  und
bochroten  Wangen  neben  ihnen  saß,  obne  Suf
#bre  beiden  Begleiter  zu  achten.  nd

nem  leisen  Seuĩger  dachte  die  alte  Frau,  4at
wenig  ihr  doch  diese  ein3zige,  gonz  allein  in
der  Welt  stehende  Anverwandte  cigenlüich  war,
trotzdem  Olga  von  Halberg  seit  Jahren  gan
bel  ihr  lebte.  Seit  Jahren!  Seit  lie,  die  alie
Baronin  Anna  von  Nichilng,  iren  elnzigen
Sobn  verloren  hatte.  Da  waren  ihre  Gedanklen

 

Die  Angeleenheit  .

  

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Trotz
den?-Oes

  Kriegsernstes,  troß  des  Burafrieuund
  der  allseito  anerlannten  und  betonten
  Noiwendigkelt  ireuen  Zwam-  menholien
ind  ilnlummenhelien:  hat  Leilturg  desQ
Knicliu#en  Hofttzcalers  ein  Stück  ausgefuhrt,
das  alie  eiick  und  deutsch  denkenden  und
enn  sindenen  Kreise  abstoten  und  in  ihren
heiligsten  iic  verietzen  mun.  Daß  die
Katholiken  die  Auffuheun  ce-  „Mona  Lisa“
als  schwere  Beleidigung  empfinden  müssen,  wur.
d:  durch  die  berusenite  und  hörh'te  licchliche
Stelle  dadurch  zum  Auedruck  gebrach:,  daß
diese  dringend  ersuchen  ließ,  die  Aufführung
mölhte  unterdleilen.  In  der  O  ejfentlichteit  wur.
llar  genug  ausgesprochen.  daß  man  es  ange.
sichts  der  Opfer  und  Leiden  des  Kcieges  bei
a  künstlerischer  Wellherzinkeit  aßbsolul  nicht
verstehen  lönne,  wie  man  jent  ein  derart  irivole
  Stüd  aufführen  mag,  an  dem  nur  ein
Publ:  kum  Eigönen  finden  lann,  da;  nmit  unserein
  deutschen  Volle,  mit  unseren  limpfen  den
und  lildenden  deuischen  Kriegern,  mit  ihren
tranenden,  von  schwerer  Sorge  gebe##n  Angehörigen
  niärt  mitempfindet.  Obm-  alio
die  Kgl.  Hoithealerintendanz  weiß.  und  durch
die  berusente  Stelie  w#  die  neiteien
Rreise  o  ie  Auffuheung  e  als  Rrän.
l#r.)  und  Aergerne  #uisasie:  daß  sie
sic,  in  ihrter  vaterländische.#t  zunung  asns5
s.werste  verletzt  sihlen.  irobdem  hat  die  Kul

   
 

 
  

 

#  bcalerintendauz  as  Siüd  neuerd##  135  Wio#
der  aui  den  Spielplan  gesertk.  dorunbe:
von  der  Uleberzengung,  daß  ce  nham  ie

sonders  in  der  genenwäriegen  Zeti
zer'epeno  und  argerniserregend  wirit.

d  Thcealer  enlegen  seiner  waoren  Vestn
mung  siltlich  verwerfliche  Sucke  zur  Auffuhrung
  biingl,  legen  wir  gegen  das  Vorgehen
der  1###.  Loftheaterintendan-  entschiedenen  lau.
*’'r  Pio  efl  ein.

 

München.  21.  Januar.  Die  Sossüchergatbeu
  Steinbach  in  Munche:  haten  der  Stadge
meinde  Munchen  den  Betrag  von  5010  *  MI
mit  der  Beslimmung  überwiesen.  daß  je  25000.)
Mk.  für  erblindete  Krieger  u.  für  Kriegerw  aisen
inn  släotischen  Waisenhause  verwendet  werden

sollen.
München.  23.  Jan.  Am  Mittwoch  sn:
sich  eine  30  Jahre  alte  Dienersfrau  von  der

Gichhesseloher=  Brucke  in  die  Isar.  Der  Körrer
  durchschlag  -  Eisdecke  und  siel  inz  Wasier.
  Ein  Herr  sah  die  Leiche,  die  Jahereiche
chwere  Berlerungen  aufwies.  Die  Frau  war
feit  1  Uhr  mittags  abgungig.  In  ihrer  Woh.

—

lueng  an  der  Vilienstraße  ließ  sie  ein  Schrei- 



ben  zurück,  daß  sie  lebensüberdrüssig  sei.  Aus

schen  meret  der  bienm  einen.
eiguio  #urs  Leben  Heine  Siunde  verging,
wo  sie  nicht  an  ihn  gedacht  hätie,  au  ihren
schoneu.  enenen,  lieben  Sohn,  i#ren  Felir!
Sie  halen  ihn  dereinst  so  genannt,  weil  Felir
„der  i#chlunne“  beißz.  Nach  jahrelanger.
kinderloser  Che  wur  er  ihnen  beschie  den  worden,
  und  von  dem  Anzenblicke  cu.  da  jie  ihn
zum  ernelmal  in  die  Arme  geichlossen,  bildete
dieses  Kiud  #ur  den  öteiherrn  von  Richting
und  seine  Gemahlin  den  Inhalt  des  gangen
Lebens.  Mu  ###werem  Herzen  ließen  sie  ihn
mit  dem  berumien  Afrika  forscher  zieben!  Sie
begrifien  ihn  nicht  recht.  Hatte  er  nicht  daheim
seine  unsesee  Stellung  als  Sobn  eines  der
ersten  Adeis  eschlechter  und  als  junger  Gelehrter?
  Ham#  er  nicht  seine  alten  Eltern,
welche  nichts  besaßen,  außer  diesem  Einzigen?
Und  seinen,  von  Abhnen  ererbten  Besig?
Wie  ein  kleiner  König  saß  er  auf  seinem  Eigentum.
  Was  zog  ihn  fort  in  weite,  unbestimmte
Fernen?
—  was  zog  uhn  fort?

Es  war  da  etwas  n  dem  sonst  so  klaren,
durchsichtigen  Leben  ihres  vergötterten  Sohnes,
das  den  Eltern  erschien  wie  ein  dunkler  Punkt.
Sic  hatten  sich  oft  so  sehr  bemüht,  ihn  zu  einer
Helrat  zu  bewegen.  Aber  seltsamerweise  batte
er  stets  allen  ihren  Zureden  ein  festes  „Nein“
entgegengesetzt.  Wie  blind  ging  berum
unter  den  schönen  Mädchen  und  Frauen,
es  in  der  Wiener  Gesellschaft  ja  so  zidach
gab.  Ihr  eigenartiger  Reigz.  ihre  lieblich  a
mutige  Art  und  Weise  schenen  absolut  sen
Eindruck  auf  ihn  zu  machen.  Und  doch  enn
er  manches  Mal  so  versonnen  vor  sich
doch  huschte  ost  um  seinen  ke  ae

Mund  ein  (o  verklärtes  Lächeln.

ungedeuren  r.

ken  verworrenen  Aufkeick"mngen  geht  hecvor.
ban  die  Frau  geisesgesorn  u  war

München.  24.  Jannar.  leiden  hiemgen
Uiicbe2c.ninungen  bhllten  am  Ni  mech  eine
gemeinsame  Versamzlun  Co.  in  der  uber  die
jeeige  im  Münchener  Gastwirtsgewerde

beraten  wurde.  Einem  Referate  ist  zu  entaeh-Mü


Iren.

daß  für  die  Bierversor
de

orgung  Müncens.

c  Shorarbeiter  seitenz  de:
de  Inern  noch,  weirer  beschlan.
Proz-  m.  alf?  .  Prazen  d
ieszs  1  *  *i7  ge  eten  werden,

für  d'

   

Dmt:
i  75

¾½rvß-t

itke  Bier),  pro  *:  Und  Forft  cer  97510.  rnen
Bevolerung  nur  mehr  0,3  Liter  zur  Vecfi
qung  siehen.  Unerklärlich  erscheine  es.  dyß  in

den  Mil  tarkantt=  nen  in  der  Horrisen  die  Menn.
maj  wie  sie  u  Stn.

  

   

was  sie  bru.  .

genönn
in  ber  aruison  solen“  sic  aber  den  gleic.  en

Ein'chränlungen  unterworsen  sein  wie  bie  Zi.
vitber  bollerung.  Ebenso  mußte  der  F.  aschenbie
bhandel  beieitigt  werden,  der  die  Sand  zur  Dop.
velversorgung  biete.  Auc  die  Bevorz1au
Konsumvereine  sei  nit  am  Piaße.  Dise
mären  gleich  falis  in  der  Bierzumeisung  wie  eine
Kroße  Wiriscast  zu  behandeln.  Die  Vierversoc.
nung  werde  sich  aber  so  bald  nicht  ##gunen
d  Ganwitisgenerbes  aufliuren.

de- 



x  12  43  16-bi-  .n

1io#rbering,  23.  Lanna.  Zäwer  vom
Schidjal  lemgesucht  wird  die  Hamilie  Fuca.  if
in  Neudurg  bei  Horbering.  zwei  Söhne  ha  ·
ben  ichon  1914  den  Leidenod  erlilten,  ein  3
Sehn  isi  1912  tddlich  verungluckt.  Nach  nur
zweitägigem  Leiden  ist  1916  eine  Tochier  *5
liorben.  Seit  12.  Dez.  1916  wird  der  m  dem
Militärverdienstren  ansgezeichnete  1.  S
vermißt.  De  junnte  und  letzre  Sohn  dient  bei
der  Marine.  Der  Vater  ist  schon  13  Jahle
nervenleidend.

—

Tandshut,  21.  Januar.  Im  nahen  Holzen
erilodierte  in  dem  Stall  des  dortigen  Hofesein
  Benzinfan.  Fünf  Stück  Großvieh  w#-den
dadurch  getöret.  Elf  meitere  Stuck  müssen  no-Lischlachtet
  werden.

Ansbach,  24.  Januar.  Der  Möroz  der
Eina  Bauer,  die  auf  der  Lockstädter  Feld.
maerkt  bei  Kamburg  am  16.  Januar  erstochen
cufgefunden  wurde,  ist  hier,  w#  er  auf  Urland
weilte,  durch  Aitonaer  Kriminalbeamte  in  der

 

Losen  cines  Matrosen  verhaftet  worden.

Worarte  er  gevacht

*m
Immer  war  die  Mutter  für  ihn  das  Hochste

gewesen.  Mit  alien  seinen  eigeninen  Angelogenbeiten
  tan  er  stets  zu  ihr.  Aber  sie  fühlte
es,.  trotz  a  :  Dieses  Mnnesieben  barg  doch
ein  Gob  em  —  —
Und  dann  war  er  plötzlich  sort.  Ganz
1

E—

Das  war  jetßt  mehr  als  sechs  Jahre  her.
leither  war  Felix  dvon  NRichting  verschollen,
  ebenso  wie  die  anderen  Mulnneder.
der  Expedition.  Kein  Lebenszeichen  kam  mehr
von  diesen  tapferen  Pionieren  der  Kultur  und
Wissenschaft.
ort  drüben,  in  der  flimmernden,  gelben
Sandwüste  hatte  er  wahrscheinlich  einen  grausamen
  Tod  gefunden.  Niemand  konnte  etwas
berichten  über  sein  Geschick,  niemand  war  bei
#one  gewesen  in  den  letzten  Augenblicken  seines
eb

die  alte  Baronin  bit  dwue  erschreckend,
den  Kopf.  Laut  und  gellend  jetzte  eine  jeltlame
  Musik  ein.  Fast  rse  starrte  die
Greisin  um  sich.  Ach  jal  Sie  saß  ja  in  dem
eleganten  Etablissement  und  Tee  auf  diese
neueste,  glänzendste  Autraktion  des  berühmten
Vergnügungslokales:  „Der.  Todessprung  der
leinen  Fec“.
as  ging  sie  all  dies  an  7  Weshalb  hatte
ĩie  nur  hierhergeschleppt  Wie  konnte

man
maon  denken,  daß  sie  jemals  auch  nur  für
Minute  Mutterleid  veruten

  ihr  großes,  ewiges
gessen  würde  ?  mer  und  ülberall  sah  66
.  adek-  eine,  todestraurige  Vild:

 

durch  Meere  und  Länder  von  s—
Eren  liebes,  kluges  Gesicht  #m  letzten

Lorèhalben.  24.  Jamer.  I#  Franken

-  herrsc..  iie  Mezutriu

ELIEIEEIIEIIIE

Mordmwint.

22  ie  E
1Kr

emandien.  lemerkl##eeht  4.

durch  flethiges  U  W-  isfeln  auf#scht  erhulten
werden.  Die  Baume  tragen  brorunere  Schnee.
massen.

Tudwigshasn,  21.  Januar.  Ass  sleinrei
cher  Mann  kam  vor  Jahren  ein  Pfälzer,  der
auswärtse  sein  Gluck  ge  ucht  und  gefund  en  het
te,  Heinrich  Klein,  in  seine  alte  Heim  zuliück.
  Er  tte  dar  don  ihen  in  „agen
ins  Leben  devhiche  oltng  Dl.
(GGulden  an  die  Hartotice  Kerlz  und
ehemalige  Fabrikeliengese  in  Gotha,  die
den  gronen  VFoidberq##u  in  Europa  be.
treibt,  vertauft.  Er  lien  sich  in  Neunadt  nieder,
wo  ei  durch  se  rer  enderib  Lenu
seinen  Humor  bald  eine  bekunnte  Personlichteit
wurde.  Zeine  Versch.  nendungssucht  hätte  aber
das  große  Bermögen  nicht  so  rasch  verzehten
lönnen,  wie  die  verfehlten,  Uaghalsigen  Speku.
lationen  des  Millionärs.  Durch  Ankauf  von
Bergwerken,  u.  a.  auch  in  Anmerila,  verlor  er
nicht  nur  sein  ganzes  Vermogen,  sondern  machle
noch  mehrere  Millionen  Schulden,  sodaß  lei.,
gauzer  Nadllaß  unter  den  Hammer  lam.  D-Reste
  eines  wahrhaft  fürplichen  Vermögens,
kriübare  Mobel,  Biloer,  Feile  usw.,  lommen
in  den  nächsten  Tagen  zur  Versteigerung.  De-Erlös
  wird  aber  selbi:  im  günsugren  Falle
laum  dusreichen,  den  Glaubigern  auch  nur  2
Pri-zent  zukommen  zu  lassen.

SEie’

 

Bowerisches  oberland.
Uebersee,  24.  aonnar.
erin  Rupert  Eldaruver
(wemisckhtwarenp#ä#

Das  Anwesen  des
dahier  ging  samt
durch  Kauf  an  die  Ehe

lcute  Otermeier  aus  Wangen  bei  Stauenberg
düct.  Aud.  lier  war  die  vermittelnde  Fiemtr
dear  alibekamme  Immobilienbüro  Ed.  Ra.hber·

München,  #  12
Teoöisendorf.  21.  Zannar.  Der  Jnf.  Kateinn
  Grottauer  von  hier  erleble  eine  kraurige
S#umtehr.  Er  fland  zum  zweiten  Male  ien  Feiun
  tehrte  jen  in  eeine  Heimat  zuruck.  Leider
weid  ec  sie  aber  nie  riehe  wieder  ehen.  Bri
caun#  Minenssrengung  auf  der  Loretohoöhe  hei
der  tarsere  Muütamofer  das  Augenü#cht  ver
lorc#n.
ranstein.  Darnn
E  der
u.ig  brtunm:  neten  kannte.
Zprengart

ger

"lLau.  We  der  1
lehre:  Mugiurats
hat  sich  HH.  *s
obi  Peietirchen  erbolen  au:m  se
rer  Stallung  der  S„d  gemeinde  unentzgelrlich,
fur  ihre  arme  notleidende  Bevölkerung  ein:
Rub  mit  I  12  Zeninern  Lebendgewicht  zur
Verfügung  zu  siellen.  HH.  Parrer  Sorengari
dati  des  herzlichiten  Dantes  der  ganzen  Stad:
jur  biese  edie  Tat  in  schwerer  Ieit  verni  her:
sein.

  

 

Boverliche  Erreutasel.

KI.  u.  S  das  2.  Injamerie  ·  Regi  ·
meiu  aun  Jum  191  gefelllsbereit  in  der
A.  %%%  vor  T.  ##and.  Lot  ĩid  der  Mann-&
  i  unr:  dem  von  den  Franien  die  ganc
ziud.!  hinourch  sollge’ebten  und  f#ddie  M91.
gensiunden  noch  gesieigerten  schweren  Gesch'.
sener  in  den  Erdibcfern  oder  laum  kui#t####en
Gralen  und  den  wenigen  Unterständen  nur
unmichende  Deckung.  Schon  halte  ein  Volt
riutser  einen  Ineüan  Lurch'alanen  #und  15
enn  terschutten.  gls  Landwehrmann  Johann
DObck  der  1.  Komp.  von  Fortt,  BA.  Weilheim,

„Liebe  Tante“,  sagte  da  die  etwas  sprode
Stimme  der  jungen  #ichte  in  eine  Musikpause
hinein.  „Sieh  doch.  wer  cuch  bier  ist!  Cin
alter  Betannier!  Herr  Marun  Großmann.“

Der  Baron  horchie  auf.

.„Wieso  Großmann  jollte  auch  hier  sein  7“
fragte  er  erstaunk.  „m1!  as  ware  ja  ganz
nel!!  Großmann  ##nue  uns  ergadblen  von
daheim.“

Wenn  VBaron  Nichiung  „daobeim  sagte.
dann  meinte  er  steis  das  ale  Stammichloß
mitien  in  dein  rauschenden  Wald,  umspielt
von  der  freien,  siarten  Luft  diejses  gottge
segneten  Landes.  in  dem  es  so  viel  Schon--heit
  gab..

ie  ,  Baronin  nichte.  Ein  Schimmer  von
Interesse  lam  nun  auch  in  ihre  welken  Züge.

„Ich  habe  ihn  so  lange  nicht  geseben“,
jagte  sie,  lebhastei,  als  es  jonst  ihre  Art  war.
„Weißt  du  nicht,  hat  man  denn  jemals  noch
etwas  erjahren  von  seiner  armen  Tochter,  der
Marie?

Der  Boron  wollte  eben  antworten,  aber
Olga  sagie  rasch:

„Nein,  ich  hade  oft  von  den  Dienstleuten
çeh##,  daß  die  Marie  Großmann  spurlos  versowunden
  sei.  Uebrigens  —  ssie  soll  ja  sehr
leichtsinnig  gewesen  sein.“

ie  arie  7*  fuhr  die  Baronin  auf.

.Wer  kann  so  etwas  sagen?  Sie  war  ein
liebes,  gutes  und  sehr  schönes  Mädchen,  weit
uber  ihren  Stand  gebildet  —  die  war  die
beste,  treueste  Spiel-  und  Lernkameradin  unleres
  unvergehlichen  Felix.“

diesem  Moment  schob  sich  das  braune,

 

rtt##  Antlitz  des  es  Mar#n
rohmann  in  den  Gesichtskreis  der  Baronis.