Metadata : Lehrbuch des Deutschen Staatsrechts.

3938  Zweiter  Teil.  Zweites  Buch.  $  9.

werden,  während  nach  dem  Tode  desselben  die  väterliche  Apanage
unter  sie  geteilt  wird®.  Neben  den  Apanagen  kommen  auch  noch
besondere  Sekundogenituren  vor®.  Die  Prinzessinnen  des  Hauses
haben,  solange  sie  unvermählt  sind,  entweder  Anteil  an  der  Apanage
der  betreffenden  Linie,  oder  sie  erhalten  eine  besondere  Zahlung,
für  welche  häufig  die  Bezeichnung  „Sustentation®  vorkommt,
Im  Falle  der  Verheiratung  haben  sie  Anspruch  auf  eine  Aussteuer!!.
Der  Witwe  des  Monarchen  und  den  prinzlichen  Witwen  ist  regelmäßig
  ein  besonderes  Wittum  ausgesetzt!?,

Apanagen,  ÄAussteuer  und  Wittum  lasten  da,  wo  ein  besonderes
Kammergut  existiert,  auf  diesem  !®,  sonst  entweder  auf  der  Staatskasse!*
  oder  auf  der  Zivilliste'®,

Wenn  in  einem  Staate  die  Einsetzung  einer  Regentschaft  notwendig
  wird,  so  erhält  der  Regent  eine  besondere  Dotation,  welche
aus  den  Mitteln  der  Zivilliste  oder  des  Hausvermögens  [oder,  ergänzungsweise,
  aus  allgemeinen  Staatsmitteln!*]  bestritten  wird  !",

8  Bayr.  Familienst,  Tit.  VI  8  11,  Sächs.  Hausges.  $$  23  u.  25,  Württ.
Hausges.  Art.  27  ff.,  S.-Kob.-Goth.  Hausges.  Art.  102  (hier  ist  jedoch  die  Vererblichkeit
  der  Apanagen  nur  in  sehr  beschränkter  Weise  anerkannt),  Wald.
Hausges.  $  28.

®  Sächs.  Hausges.  $  42ff.

10  Bayr.  Familienstat.  Tit.  VI  $  9,  Sächs.  Hauspes.  55  23,  25,  32—34,
Württ.  Hausges.  Art.  44,  Bad.  Apanagenges.  $  3,  Old.  Hausges.  Art.  54,
Meckl.-Schw.  V,.  Nr.  8,  Wald.  Hausges.  Ö  ‚  Reuß.  Geschlechtsverein  vom
10.  November  1668  (H.  Schulze  a.  a.  O©.  266ff.).  Art.  40  ff.  —  Auch  sonst
kommt  der  Ausdruck  „Sustentation*  in  den  Hausgesetzen  vor,  z.B.  für  den
Unterhalt  minderjähriger  elternloser  Prinzen  und  Prinzessinen,  für  besondere
Zulagen,  welche  ein  Mitglied  des  Hauses  erhält,  weil  eine  Apanage  nicht
ausreicht,  z.  B.  Württ.  Hausges.  Art.  33,  3648,  Bad.  Apanagengesetz

6—9.
”  ıı  Bayr.  Familienstat.  Tit.  VI  $  11,  Sächs.  Hausges.  $  35,  Württ.  Hausgen.
Art.  48—52,  Bad.  Apanagenges.  S5  16—19,  S.-Mein.  G.  vom  9.  März  1896
Art.  8,  Old.  Hausges.  Art.  52,  S.-Kob.-Goth.  Hausges.  Art.  109,  Reuß.  Geschlechtsverein
  vom  10.  November  1668  Art.  36ff.,  Hausvertr.  vom  3,  4.  u.
5.  September  1690  Art.  11.

12  Bayr.  Familienstat.  Tit.  VI  $  12,  Sächs.  Hausges.  8  36—38,  Württ.
Hausges.  Art.  53-——61,  Bad.  Apanagenges.  $$  20—26,  S.-Kob.-Goth.  Hausges.
Art.  110  u.  111,  Old.  Hausges.  Art.  54,  Meckl.-Schw.  V.  Nr.  8,  Wald.  Haus-Bes.
  $$  82—40,  Reuß.  Geschlechtsverein  vom  10.  November  1668  Art,  20  ff.,

ausvertr.  vom  $9.,  4.  und  5.  September  1690  Art,  23.

18  S.-Kob.-Goth.  Hausges.  Art.  112  u.  113,  S.-Mein.  G.  vom  20.  Juli  1871
Art.  10,  S.-Alt.  G.  vom  29.  April  1874  $  5,  Braunschw.  N.  LO.  $$  170,  171,
Old.  StGG.  Anl.  I  $  12  u.  Hausges.  Art.  44,  Anhalt  G.  vom  28.  Juni  1869
Art.  12,  Schw.-Rud.  GG.  $  11,  Reuß  ä.  L.  Verf.  17  Lipp.  V.  vom  24.  Juni
1868  5  $  und  vom  12.  Juli  1912,  Schaumb.-Lipp.  Verf.  Art.  50.

*  Bayr.  G.  vom  1.  Juli  1834,  Art.  7,  Sächs.  Verf.  $  23,  Württ,  Verf.
$  105,  Bad.  G.  vom  21.  Juli  1839  $  12,

18  Preuß.  G.  vom  17.  Jan.  1  G.  vom  $0.  April  1859  u.  27.  Jan.  1868.

16  Hess.  Regentschaftsges.  v.  ö6.  März  1902,  Art.  7  Abs.  2.

11  Bayr.  Verf.  Tit.  II  S  20  u.  G.  v.  29.  Juni  1876,  Sächse.  Verf.  $  13,
Württ,  Verf.  8  106,  Hess.  Regentschaftsges.  v.  1902  Art.  7,  Bad.  G.  vom
21.  Juli  1839  8  7,  S.-Mein.  G.  vom  9.  März  1896  Art.  7,  S.-Goth.  Vertr.  vom
1.  März  1855,  Old.  StGG.  Anl.  I  $  12.