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Geheimtelegramm des Geschäftsträgersin Paris.
9.22. August 19i7.
Nr.817. Persönlich. (Fortsetzung meines Velerranms Nr. 815.)
bs ist mir mumöcliech. die Täfigkeit des Generais Sahukewitsch in der
Frage seines Verhaltens zu unsern Truppen zu bewerten, Jusonderkeit kann
ich es weder beurteilen, ob es möglich gewesen wäre, die Ordnung unter den
Truppen durch Maßnahmen, die von der Autorität des militärischen Beichlshabers
abhängen, wielerherzustellen, noch mich überhaupt darüber zu Auiern,
ob in der Vergangenheit die Möglichkeit der einen oder ler anderen Maßnahme
vorlag. und welches deren mögliche Folgen gewesen wären: ich kam nur
sagen. dab der Kommissar der zeitweiligen Regierung Rapp. der mit dem Zustande
der hier stehenden Briraden gut bekannt ist, die Handlungs weise General
Sankewitsch vollkommen billigt und init ihm Hand in Hase arbeitet.
General Sankewisseh har es mit allen Mitteln zu vermeiden versucht. sie Hilfe
der Franzosen in Anspruch zu uehmen, um die Ordnung unter unseren Üruppen
wiederherzustellen. Als es sich zeigte, daß die zweite Brigade zur Kinwirkung
auf die erste, am meisten zersetzte, nicht zu gebrauchen wär, wollte General
Sankewirsch zuerst ohne die Einmischung der Franzosen asskemimen und bestand.
da er über keine Einwirkungstittel verfügte, auf die Röckbeiörderung
unserer Truppen nach Rußland, um iu unserem Laude die traurige Angelegenheit
zu liquidieren, Da er zur Rückbeförderung der Truppen nach Rusland
die Einwilligung nicht erhielt, mußte er, seinen Schmerz verbergend, zur Mithilfe
der Franzosen seine Zußlucht nehmen, in der Hoffnung, daß man sich stitens
der französischen Truppen auf rein passive Maßnahmen werde beschränken
können, ohne zu bewaffnetem Eingreifen zu schreiten. Man muß in Betracht
ziehen, dab die Tätigkeit General Sankewitsch im höchsien Mage dureh (lie
ungenügende Qualität eines großen Teils der Öffiziere der Brigiden erschwert
ist. Was denjenigen Teil der Tätigkeit General Sankewitsch betrifft. mit dem
ich in enge Berührung gekommen bin. so kann ich von seinen guten Eipenschaften,
seinen Takt und seiner Besornnenheit Zeugnis ablegen, nnd ebenso
von der Tatsache, daß die auf ihn gefallene Wahl der Vermittlerrolle zwischen
den Verbündeten und dem Oberkommando sehr gut getroffen ist; Rapp genicbt
hier allgemeine Achtung und hat sich, seit er zu den Angelegenheiten unserer
Truppen in Frankreich zugezogen ist, mit viel Eifer ‚dieser Sache gewidinet;
nichts rechtfertigt die Annahme, daß die Angelegenheit, wenn ein anderer an
seiner Stelle gestanden hätte, eine günstigere Wendung genommen hätte.
gez. Sewastopulo.
(Rotb. Heft I, Nr. 11.)