Contents : Europäischer Geschichtskalender. Achtzehnter Jahrgang. 1877. (18)

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An  diesem  Punkte  gilt  es  einzusetzen.  Wollen  wir  den  Schuldspruch
von  Versailles  als  einen  Justizmord  erweisen,  so  müssen  wir  es  durch
Werbung  immer  neuer  Bundesgenossen  in  der  Welt  —  und  deren  sind  zu
finden  —  dahin  bringen,  daß  die  Unhaltbarkeit  diesesVerdiktes  nicht  etwa
nur  in  juristischem  Sinne,  sondern  auch  vom  Standpunkte  des  einfachsten
gesunden  Menschenverstandes  aus  niemandem  mehr  verborgen  bleibt.
Wir  müssen  die  Erörterung  von  der  alleinigen  Betrachtung  der  Tage
nach  Serajewo  auf  die  Erforschung  der  eigentlichen  inneren  Gründe  des
Weltkrieges  hinlenken  und  hierfür  die  belgische  Berichterstattung  als
Kronzeugen  anrufen.  Lassen  wir  sie  ohne  jede  Übertreibung  und  Schönfärberei
  in  ihrer  ganzen  Ursprünglichkeit  auf  uns  und  auf  die  anderen
wirken;  sorgen  wir  vor  allem  dafür,  daß  zunächst  einmal  jeder  deutsche
Mann  und  jede  deutsche  Frau  mit  dieser  Beurteilung  sich  vertraut  macht.
Dann  wird  allmählich  aus  tieferer  Erkenntnis  der  wahren  Zusammenhänge
  unseres  Schicksals  eine  größere  nationale  Geschlossenheit  unseres
Denkens  erwachsen,  und  auch  im  Auslande  wird  sich  nach  und  nach  die
Erkenntnis  durchsetzen,  daß  man  mit  Deutschlands  Versklavung  nicht
der  Sache  der  Gerechtigkeit,  sondern  der  Lüge  dient.

Noch  lagert  überall  auf  der  haßvergifteten  Welt  Irrtum  und  Finsternis.
  Einmal  aber  wird  die  Dämmerung  weichen,  und  dann  soll  auch
unserem  tief  gedemütigten  Vaterlande  die  Sonne  wieder  leuchten.

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