Kummer 50
deren Triebwerkkanal eine Länge von 30 Kilometern
erhalten sowie gewaltige Grund., Aelker-
und Weesenslächen erfordern soll, in *
höring eine Proieklierungsstelle errichtet und
mit mehreren Ingenieuren besetzt. Die Proiekticrung
erfvigt nach Angaben des Professors
Dr. Paul Askenasy von der technischen Hochschule
in Karlsruhe für eine Mannheimer chemrische
Fabrit. Die von diesem Bau betroffenen
Grundeigentümer werden eine Genossenschaft
zur Wahrung eigener Interessen gründen.
Traunstein, 28. Fedr. Ein gemeinnütziges
Schweinczuchtunternehmen scheint in Traunstein
geplant zu sein. Der städt. Bezirlstierarzt ist
laut Ausschreiben in den hiesigen Blättern ermächtigt,
Mutterschweine und Futterferlel dafür
anzukaufen.
Reir i. W., 25. Febr. Die „B. Ztg."“ berichtet:
Ein miglückter VBiehschmuggel wird
seit jüngster Zeit in unserer Gegend viel besprochen.
In der Nacht zum Allerheiligen-Festi
1915 wurden durch die Zollbeamten der Station
Reit i. W. 18 Stück Großvieh, die über
die Grenze nach Tirol geschmuggelt werden sollten,
angehalten und beschlagnahmt. Das Vieh
im Werte von 12 000 Mark gehörte dem Oelonomen
und Sägewerksbesitzer Thomas Sabacher
in Unterwössen und sollte von zwei oder
drei Mann über die Grenze geschafft werden.
Die Folge war, wie man nach und nach erfuhr:
Sachenbacher zahlt zirka 19 000 Mk. Zollhinterziehung,
das Vieh bleibt sein Eigentum, strafrechtlich
kann er nicht verfolgt werden, im übrigen
wird ihm der Gnadenweg ofsfen gelassen.
Alles dieses ist jedoch ohne jede gerichtliche Verbandlung
erledigt worden. Jegßzt soll sogar die
Strafe im Gnadenwege auf 6000 Mark ermähigt
worden sein.
Schusprüfungen
Schuldistrikt Rosenheim I.
1. Pang: Dienstag, den 14. März, halb 9 Uhr
vormittags.
2. Brannenburg: Mittwoch, den 15. März,
8 Uhr vormittags.
3. Pfaffenhosen: Donnerstag, den 16. März,
halb 9 Uhr vormittags.
4. Lo hstäu Dienstag, den 21. März, halb
9 Uhr vormittags
5. Fischbach: Mittwoch, den 22. März, 12 Uhr
mittags.
6. Aising: Donnerstag, den 23. März, halb
9 Uhr vormittags.
7. Kirchdorf: Dienstag, den 26. März, 8 Uhr
vormittags.
8. Wall: Mittwoch, den 29. März, 1 Uhr
nachmittags.
9. Großholzhansen: Donnerstag, den 30.
März, halb 9 Uhr vormittags.
10. uW Dienstag, den 4. April, 8 Uhr
vorm
11. ntrs- Mittwoch, den 5. April, 1 Uhr
nachmittags.
12. Degerndorf: Donnerstag, den 6. April,
8 Uhr vormittags.
13. Kiefersfelden: Dienstag, den 11. April,
8 Uhr vormittags.
14. Oberaudorf: Montag, den 17. April, 8 Uhr
vormittags.
Schuldistrikt Rosenheim II.
1. Rohrdorf: 22. März, morgens halb 9 Uhr.
2. Schwabering: 27. März, mittags 1 ulhr=3.
Söchtenau: 28. März, morgens 8 Uhr.
4. Prutting: 29. März, morgens 8 Uhr.
5. Höhenmoos: 31. März, mittags 1 Uhr.
6. Zaisering: 3. April, mittags 1 Uhr.
7. Vogtareuth: 4. April, morgens 8 Uhr.
8. Fichhanelirchene 5. April, morgens 8 Uhr.
9. Nußdorf: 7. April, morgens halb 9 Uhr.
10. Sollhuben“ 10. Auril, mittags halb 1 Uhr.
11. Hirnsberg: 11. April, morgens 8 Uhr.
12. Moosen: 11. April, mittags halb 2 Uhr.
13. Riedering: 12. April, morgens 8 Uhr.
14. Neubeuern: 13. April, morgens 8 Uhr.
15. Roßholzen: 17. April, mittags halb 1 Uhr.
16. Törwang: 18. April, morgens 8 Uhr.
17. Schloßberg: 28. April, morgens 8 Uhr.
Schuldistrikt Prien.
1. Rimsting: 1. März, halb 9 Uhr vormittags.
2. Greimharting: 1. März, 1 Uhr nachmittags.
2 Höslwang: 2. März, 8:. Uhr vormittags.
.Antwort: 9. März, halb 9 Uhr vormittags.
5. Breitbrunn: 10. März, halb 9 Uhr vorm.
6. Gollenshausen: 10. Mr halb 2 Uhr nachmittags.
7. Eggstätt: 13. März, bold 9 Uhr vormittags
und 1 Uhr nachmitt
8. Halfing: 15. März, l*2 9 Uhr vormittags
und 1 Uhr nachmittags.
9. Endorf: 16. März, 8 Uhr vormittags und
12 Uhr nachmittags.
10. Frasdorf: 20. März, halb 9 Uhr vormittags
und 1 Uhr nachmittags.
11. Bernau: 21. März, halb 9 Uhr vormittags
und 1 Uhr nachmittags.
12. Sierhansiuchen 22. März, halb 9 Uhr
vo ags.
13. Wildenwart: 23. März, An ittags.
14. Hüttenperchen: 27. ——
15. —— 29. z Uhr vormittags
un
8 mi 3. a
ri t na ags.
* 4E April, halb 1 Vihr
— — — — —„ —
——
E
Rosenheim, 29. Febr.
Auf dem Felde der Ehre gefallen:
Jakob Neichhart, Gütlerssohmn von Wimm,
Piarrei Eusdorf, Gefr. im 16. Res.-Inf.-Rgt.,
Inhaker des Militärveroienstlreuzes; Georg
Virner, Schelshornbauerssohn aus Aufham,
Pfarrei Eggstätt, Soldat im 3. Juf.-Rgt.
Audszeichnungen im Felde. Der Käsereibesitzer
Josef Bauer aus Wasserburg, der
im 16. Res.-Inf.-Rgt. sieht, wurde mit dem
Militärverdienstireuz 3. Klasse mit der Krone
und mit Schmertern ausgezeichnet. Der Vizeseldwebel
Oslar Niedermayer, Kausmann in
Prien, wurde zum Leutnant fördert. Dem
Kilsspoflboten Martin Frauenlob aus Endorf,
der als Insanterist im Felde sleht, wurde das
Miitärverdiensttreuz 3. Klasse mit der Krone
und mit Schmertern verliehen.
Die vierte deuische Kriegvanleihe
lommt in der Jeit vom &. März bis 22. März
zur Zeichnung. In noch höherem Grade wie
die dritte, muß die vierte Kriegsauleihe eine
Volksanleihe werden. Jetzt, ien Höhepunit des
Kriegodramas, muß unseren Feinden wiederum
gezeigt werden, daß nicht bloß unsere Wassen
im Felde, sondern auch die Waffen daheim,
unsere wirtschaftliche Rüstung, stark und unlezwinglich
sind. Das Vaterland heischt mit
dieser vierten Kriegsanleihe gar lein Opser
von uns. Jedermam, der Geld zur Verfügung
hat und die Kriegeanleihe zzeichnet. macht ja
noch ein gutes Geschäft. Die vierte deutsche
Kriegsanleihe ist wie ihre Lorgängerinnen eine
sichere Kapitalsanlage ersten Ranges!
Städt. Reisverlauf. Mittwoch und
Donnerstag, der 1. und 2. März, sind die
beiven letzten Tage der Reisabgabe, worauf
die Besetzer von Reislarten aufmerlsam gemacht
weren. An weiteren Tagen wird Reisnicht
mehr verabfolgt.
Cine Warnung. Beim Verkehren von
Militärzügen drängt sich die Vevölkerung häusig
an die Gleise heran, um den Soldaten während
der Fahm Liebesgaden zuzuwerfsen. Die
Spender bringen dadurch nnveritändigerweiise
sich und die Soldaten in Gefahr. In letzier
Zeil haben sich bei solchen Gelegenheiten wieder-Ton
Unglückssälle, sogar einer mit tödlichem
Auegang, ereignet. Die Bahnpolizeibeamten
nerden künftig gegen unbesugtes Betreten der
Bahnanlagen mit aller Strenge vorgehen.
Von den Theologie-Kandidaten
des Freisinger Klerikalseminars und Lyzeums
ist Herr Joseph Genghammer am 15. Februar
in den Kämpfen bei Peronne den Heldentod
für das Vaterland gtorben. Herr Gengham-=mer
fslammte aus Erlstätt bei Traunstein und
hatte als Zögling des erzb. Knabenseminars
im Juli 1915 das Gymnasium in Freiling
absolviert. Von den gleichen Kandidalen ist
Herr Jalob Kindl aus Geisenhausen, Inhaber
des Eisermen Kreuzes, zum Offizier befördert
worden. Herr Ste epdan Gmeiner aus Frasdorf
hat das Eiserne Kreuz erhalten, ebenso Herr
Benedikt Leutensdorfer, Alumnus des Georgianums.
Totenliste.
Rosenheim: Schreiner Mar Sleiner:
pens. Salinarbeiter Michael Huber: Gchin
Josefa Schäffler; Gastwirtswitwe Monika
Fischer.
Pullach bei Aibling: Ramervater Josef
Braun in Inmielberg, 69 Jahre.
Schechen: Schloßtwirtomutter Maria Kot,
Jahre.
lEn asserburg: Galanteriewaren-Geschäftsinhaberin
Katharina Mager, 73 Jahre; Damenschneiderin
Fanny Weber, 62 Jahre.
Griesstätt: Lberhungeroater Fr.
Gmeiner von Kolbing, 6
Kraiburg: Schreinermeistersgattin Anna
Fries, 51 Jahre
Ensdorf: Nuetragbauer Georg Thurnhuber,
ehem. Mitglied des Distrikts= und Gemeindeausschusses,
84 Jahre.
Bunte Chroutk.
Das Ende des Krieges hat ein siebengescheiter
Wiener Gelehrter namens Karl Zanows#y
wieder einmal ausgerechnet. Er sah es
in dem Stand des Sternenhimmels und prophezeit
danach u. a. solgende Tage: 1. Kriegsende
resp. Friedensschluß am 17. August 1916.
2. Das Jahr 1917 bringt einen neuen Dreibund.
Sieger werden drei Kaiser und drei Könige.
3. Zwei Königreiche werden entstehen, dagegen
wird eine Nation ganz verschwinden. 4.
Europa wird in zwei Teile gespalten. Der 14
wird eine Dauer von 170 Jahren haben. 5.
Kriegstage mit wichti Erignissen 12.
März, 26. Märnz, 7. 5. Mai, 16. Mai,
3 Ert 27. Juni, . 10 3un (ein un-7.
August verkandet
Welbng ab
* Ist Ase emaiiner
chen, genauesten astrologischen Ber-W
nicht glaubt, der gun selbl 5
— — — — —
Der Weltkrieg.
Paris und Verdun.
Paris, 29. Febr. Die Erregung, die sich am Sonnlag
der polilischen Melt in Paris demächtigt halte, war
durch die Tatsache hervorgerusen worden, dabß sich der
Juhalt des deutschen Tagesberichtco uber die Einnaohme
des Forts Douaumont bewahrheitel hatte. Man gab sich
keiner Täuschung über die Bedeutung dieses Ereignilses
hin, denn die Leute, die die Lage von Verdun kennen,
wissen, daß dieses Fort die Festung selbst beherrscht.
Man ersuhr auch, dab die Zioilbevöllerung
von Verdun schon am vergangenen Montag auf Anweisung
des Oberkommandos die Stadt verlossen mußte.
Man rechnete unler diesen Umständen mit dem nahen
Fall der Festung, und in den Zeitungeredaktionen richlete
man sich bereils darauf ein, die Vedeutung eines solchen
Ereignisses derabzusetzen. Am Nachmittag des
Samstag ging, wie der „Figaro“ zugibt, eine Panik
durch Paris wie im August 1911, als sich die Deulichen
Paris naherten. Am Abend erschien Ministerpräsident
Briand in der Deputiertenkammer und erzählte
den Abgeordnelen sowie den Vertretern der Presse, daß
sich die Lage in Verdun geändert hade, dah das Fort
Douaumom wieder von den Franzosen genommen (1)
und dab es sogar gelungen sei, einen Teil der eingedrungenen
deutschen Truppen gefangen zu nehmen. (1)
Während Briand dies erzählte, esschien ein Ordonnanzossizier
des Kiegeministeriums und meldete, daß
die Wiedereinnahme von Douaumont den Tiuppen auf
der ganzen Frontk telegraphisch mitgeteilt und von ihnen
mit begeisterten Hochrusen ausgenommen worden sei.
(1) Nach Erzählungen von Flüchtlinden aus Verdun in
Pariser Vlältern wa#en bis Samstag. Morgen bereils
150 Häuser in der Stadt selbst durch das deutsche Bombardement
zerston Die Beschiehung von Verdun behann
am 21. Fedmar, morgens 8 Uhr; etwa 30 Granalen
sielen an diesem Tage auf die Stadt. Am
Dienstag schlugen 56, am Mittmoch nur 7 Granaten
ein. Ungesähr 4000 Einrohner befanden sich om Millmoch
noch in der Sladt. In der Nacht zum Donnerslag
sebte dann die ununterbrochene Beschiehung ein.
Bern, 29. Fedr. Die Pariser Zeitungen bemühen
üich krampshast, Unruhe uber die Schlacht bei Verbun
nichl auflommen m lassen. Durch alle Blatter gedt
die Version, dah donaumont von den Fra#zosen wiedercober!
sei. Det „Temps“ versteigl sich sogur zu der
luhnen Vehauptung, daß das preubische Regiment, da#s
anfangs in die Feste Douaumont habe eindringen konnen,
dort jeht e(ingeschioisen lei, da die fraszolische
Insanterie dacuber hinans Boden gemonnen habc. Alle
Kitilen heben die ungehcure Wucht des deuischen Angrifses
hervor. Der Eilenhagel, der uber die Werke niedergegangen
sei, sei der furchterlichlte gewesen, der jemals
auf ein Siöcchen Erde herabgeprasselt sei, sagt
Oberst Noussel im „Vetit Parisien“. Der Grundlon
aller Kritiken is, ader die Mahnung, sich nicht beunruhigen
zu lassen, sondern Vertrauen zu bewahren.
In einem Leitarlilel heitzt es im „Matin“ u. a.:
Nicht gegen den lesten Platz Verdun richten sich die
deutschen Angrisse, sondern gegen das Phantom eines
besestigten Platzes, wie ihn Verdun für die Deutschen
und vielleicht auch für die Neutralen noch darstellz.
Im Septemoer 1314 nate der Zeitpunkt fur cinen
Angriff gewesen. Damals ware cine Riesenbeute an
Nanonen, Gesangenen usb. zu machen gewesen. Seit
mehr als 6 Monal#en aber ist Verdun als Festung ausgeschieden.
Seit so langer Zeit schon hat Douaumont weder
Kanonen, noch eine Besatzung, seit so langer Zeit
schon ist die chemolige Festung Verdun nichts mehr als
ein leeres Gehause. Der Inhalt dieses Artilels pabzt gar
nicht zu der jüngs wiederholl, 3J. B. von Herve geäuketten
Ansichten, nach welchen Verdun der Hauptstapel.
platz für Kriegsmaterial usw. sei. Auch durften die
Berichte der ilalitnischen Pressevertreter in Paris, die
von einer unermehlichen eventuellen Beute der Deutschen
drahten, den Inhalt des Arlilels des „Malin“ doch
in einem elwas anderen Lichte erscheinen lassen. Campolonghi
schreibt im „Secolo“, es jei sicher, daß Verdun,
odschon es fur die Franzofen nicht von entscheidender Bedeutung
ist, fur die Deutschen einen außerordentlichen
Wert habe. Angesichts dieser Tatsache sei es natürlich
und menschlich, doß ganz Paris in grobßer Angst und
Besorgnis lebe. Seine Straßen sind verödct, nur die
Ambulanzwagen solgen sich seit einigen Tagen unaufhörlich.
Seine Coses seien leer, die Thea#er kraurig
und die Seeie gan) Frankreichs bange gegen Verdun hin,
denn sast alle Familien hällen jemanden an der Front.
Wie die Sache auch ausgehen möge, wie viele Opfer
werde Frankreich witder beweinen müssen? (3.)
Die Räumung Verduns
von der Zivilbevölkerung.
Genf, 29. Febr. Nach dem „Matin“ wurde die Bevollerung
Verduns fortgeschafst, sodaß keine Zivilpersonen
mehr in der Festung weilen. (3.)
Die Känpfe im Ober.-. Elsaß.
Berlin, 29. Febr. Im Ober-Elsaß hält die erhöhte
Artillerieläligkeit an. Allnächtlich ist im Sundgau
starker Geschätbonner vernehmdar. Besonders lebhast
ist das Feuer im Tal von Metzeral und in der
Umgebung von Ulkirch, wo letzthin ein Vorstoh stattgesunden
hat, sowie an der Schweizer Grenze bei Obersept,
wo in den letzten Tagen durch Wegnahme einer
franzölischen Stellung eine Verbeslerung der deutschen
Front stattgesunde hat. (3.)
Der Uu. Boot-Krieg.
London, 2.. Febr. Reuter meldet aus Washing ·
ton: Deullchnd hat Bernstorff den Auftrag eegeben,
den Vereinigten Staaton mitzutellen, daßh die Zulichetungen
in der „ulitania“- und „Arabi##c-Angelegenheit
noch steis hindead, Kruft ültten, vu sie sedoch mar für
kriedlie aussehiltilchisfa ¶ Aaltung hatten. Ea uu-
Mittwoch, 1. Marz 1816
lautet, Deutschlaud bleibt bei seiner Auffassung, dah
bewaffnele Kauffahrteischisse, einerlei, welchen Chatal.
ter diese Bewassnung trage, sich der Ver nichig ohne
vorherige Warnung aussehzen. (3.)
Die Beute von Durazgo.
Berlin, 29. Febr. Der „Lok.-Anz.“ meldet aus
dem Kriegspressequartier: Ueber Hals und Kopf und in
der Jröhten Unordnung sind die Jlaliener aus D.
razo gefluchtet. Die Flucht der Jialiener war s
lopslos, dah sie fast die gesamte Artilleriemunition den
Siegern ünberlassen mußten. Auch die riesigen, selt Wochen
in Durazzo ausgestapellen Lebensmittelvorräte, die
zur Versorgung der italienischen und serbischen Heere
in Albanien dienen sollten, fielen den k. und k. Tu##
pen in die Hände. Das in Durazzo von den Jlolienern
angelegle Feuer wurde von den k. und k. Tuwpt.
pen teilweise gelöscht. Der Schaden, den die Stadt
dadurch erlilten hal, ist beträchtlich. (3Z.)
Truppenansammlungen in Petersbutg.
Stocdholm, 29. Febr. In Petersburg gehen Gerüchte
um, die von einer baldigen plotlichen Verto.
gung der Duma sorechen, da einc prinzipielle Einigung
der Opposition und der Regierung nicht zustandegekomn.
men ist. Die Opposition habe der NRegierung ofsenen
Kampf angesagt, weil sie enlschlossen ist, in den wic.
ligiten Fragen der inneren Politik bei ihrem allen
Stondpunkt zu verharren. Unverkennbar ist die Arsommlung
von Truppen in Petersburg. Der Petersbm.
ger Truppenbestand ist in den letzten vier Tagen um
21: Regimenter gewachsen und zwar sind 5 neue JIasanteriebataillone
und einige Kavallericabteilungen zu:
Verslärkung des Poligeiausgebots zusammengezogen. (3)
Bücherschau.
Aus dem Märzhefte von „Westermanns
Monatoheften“. Lore Donoswky. Roman
von Golthard Kurland.. Das Mittelmeer des
Nordens. Bilder, Erlebnisse und Gedanken vo#r
der Ostsee. Non Gustav Langen (illustrier).
Aus einem zeitlosen Tagebuch. Von Mari
von Ebner-Eschenbach. Die Entartung der
modernen englischen Gesellschaft. Von Herm.
Conrad. Grünes Land. Erzählung von Ingeborg
Maria Sick. Paul Meyerheim. Vor
Hanns Fechner (Illustriert). Beim Ostheer.
Stizzen in Wort und Bild von Fritz Kaufman:
(illustriert). Handwerk und Kunstgewerbe
IV: Schmuckkunst (Iillustriert). Dramali,
sche Rundschau. Von Friedrich Düsel (illustr.).
Der Weltkrieg. Zeitgeschichtliche Monatebe
richic von Professor Dr. Gustav Roloff.
Die Niederlage der Engländer be
Kut el Amaro finoet eine eingehende uns
sachgemäße Begründung von wohlunterrichteten
Berichterstatier in den neuesten Heften 63/65
von Bongs illustrierter Kriegsgeschichte „Dei
Krieg 1914/16 in Wortund Bild“ (Deur
sches Verlagshaus Bong u. Co., Berlin W 57:
wöchentlich ein Heft zum Preise von 30 Pfg.].
Wir erhalten hier einen übcraus interessanter
Ueberblick über die Ursachen, welche diese Nie,
derlage bewirkten und wodurch das stark erschul.
lerte Ansehen der Engländer im Orient, u#-mentlich
bei den Araberstämmen, noch mehr
gesunken ist. An diesen jetzt alle Welt interessierenden
Vorgang in Mesopotamien schließen sic
in den Hesten weitere bedeutende Artikel an.
Daß auch hier nicht mit Bildern, Zeichnungen,
Karten, gespart ist, bedarf wohl kaum der GEwähnung.
Farbige Kunsttafeln übermitteln ei
anschauliches Bild von dem gewaltigen Ringen
unserer braven Truppen.
Karkt#erschie.
Munchen, 26. Febr. Der Munchner Schlachiwie).
markt am Freitag, den 25. Februar, hatte ein Er
somangebo! von 4209 Schlachnieren und zwar: 2)
Ochsen, 293 Bulien, 532 Kühe, 173 Jungrinder, 21n
Kälber, 511 Scheine 193 Schafe und 90 Lämmer is
wie Kige. Der Groboiehmarkt hatte um 738 S#u#
schwächere Zufuhr als am vorigen Fteitag. Der Ou#r
hiefür ist wohl darin zu suchen, daß wegen Neuan
bruches der Maul. und Klauenseuche die Markihalla
wieder als Sperrgebiet ertlärt werden mußten. 6“
zeigten die Preise für gute Ware neuerlich steigent
Tendenz. Bei mittleren und minderen Tieren hatt
sich im weileren Verlause des Markies ein schwachs
Weichen bemerkbar gemacht. In der Hauptsache galie
der Zeniner Lebendgewicht: Ochsen 80—110 Marl.
Bullen 75—98 Mark, Kühe sowie Kalbinnen 60—0)
Mark und Jungvieh 52—74 Mark. Unverkauft ½#
ren 59 Stück geblieben. Der Kälbermarkt hatte 18
105 Stück schwächeres Angebot als vorigen Freüch.
Bei lebhafter Kauflust trotz neuerlich um 4—6
pro Zeniner angezogener Preise war der vorhanden:
Vorrat schon wenige Minuten nach Marktbeginn b2
auf das letzte Stück ausverkauft. In der Haupisachgalten
lebende Tiere 989—104 Mark, r—
bis 122 Mark der Zeniner. Der Schweinemarlt
wieder vollständig ungenügende Zufuhr.
Platzbedarf bestimmten Tiere waren zu den, nach
wichtsllassen festgelegten Höchstprelsen Hcnelli geräunt.
Es galten lebenoe Tiere 76—129 Mark, geschlochter
111—162 Mark der Zentner. Der Schafmarkt hatte ½#
#und 50 Stück uhr als vorigen Freitag. Ne#erlich
steigende Tendenz der Preise und bhaldiger Aus
verlauf des Martten waren
Es kosteten geschlachtete Tiere
Die für
au
110—140 Man de
Zemner. Im Verglelch zur Vorwoche baben in dis
Woche mt Ausnahm der Schweinepresse dio #r#
□————1. #—