4 I. Der aufgeklãärle Despotismus.
selig zu werden. lle grobe und innerliche Sünden, die ich
begangen habe, sind mir von Herzen leid und bitte Gott,
daß er sie mir vergeben wolle um Jesu Christi (willen).
Ich habe stets gearbeitet, mir zu bessern und ein gottselig
Leben und Wandel zu führen, soviel lals ich] als menschlich
möglich gewesen und werde mit Gottes Hülfe beharren bis
an mein seliges Ende. Dazu verhelfe mir der heilige Geist
durch Jesum Ahristum. Kmen.
Mein lieber Successor sei wohl versichert, daß alle glüchlichen
Regenten, die Gott für die Kugen haben und ein
gottseliges Leben führen, diese Regenten wird Gott mit allen
weltlichen und geistlichen Segen beschütten. Els bitte ich
meinen lieben Successor, ein gottseliges reines Leben und
Wandel zu führen und seinem Lande und Krmee mit guten
Exempel vorgehen, nicht saufen und fressen, davon ein unzüchtiges
Leben herkommet. Mein lieber Successor muß auch
nicht zugeben, daß in seine Länder und Hrovinzen keine
Nomödien, Operas, Ballettes, Masheraden, Rebouten gehalten
werden und ein Greuel davor haben, weil es goltlos
und teufellichts ist, da der Satanas sein Uempel und
Reich vermehret werden. Also sollen wir wahrhafte Christen
des Satans Uempel verstören. Also ist das eines gottseligen
Regenten und besser zu sagen Euer Werk, des Satans
Aempel, zu sagen Operas, Nomedien, Redouten, Balletts,
Masheraden zu unterdrücken und nicht zu dulden und nicht
selber so ein gottloses Leben anzufangen, die in unserem
hause niemalen geduldet worden und von Johann Sigismundo
“ (an) im Brandenburgischen hause heine dergleichen
Sünden im Schwange gegangen ist. Ceset die historie von
unserem hause, da werdet Ihr finden, daß dieses der Wahrheit
gemäß ist und derowegen Gott unser haus les] beständigst
gesegnet hat. Also bitte ich meinen lieben Successor,
habt keine solche skandalöse Plaisirs und hasset sie und
leidet es nicht in Euer Länder und HDrovinzen, daß solche
greuliche Jünden im Schwange gehen, aber strafet sie; also