später von Robert Fulton wiederaufgenemmen,
der mit einem von ihm kontruierten
Boot vier Stunden unter Wasser
blieb, aber trotz gelungener Sprengungen
mehrerer Schiffe so wenig in
Frankuch wie in England Anerkennung
and. Ebenso hatte das Unternehmen der
Engländer, die 1805 im Hafen von Boulogne
liegende französische lite durch
Seeminen mit 40 Fässern Pulver (die
man Catamaran nannte, und die, mit
dem Strom treibend, durch ein Uhrwerk
entzündet wurden) zu zerstären, nicht den
erwarteten Erfolg. Um diese Zeit gab
Fulton seinen unterseeischen Sprengkörpern
nacheinem im Mittelmeer und in südamerikanischen
Binnenseen vorkommenden
elektrischen Fisch den gifanischen) Namen
Torpedo. Er veröffentlichte dann
noch viele Entwürfe von T., z. B. Minen
mit Kontaktzündung zum Sperren
von Häfen und Flüssen, Harpunentorpedos,
mit Uhrwerkzündung aus einem
kleinen Geschütz zu schießen; Spierentorpedos,
welchr von kleinen Schiffen
oder Booten an langen Stangen (Spieren)
unter das feindliche Schiff geschoben
werden sollten. Ein Hauptgegner Fultons
war die Meinung, daß der Torpedo eine unritterliche
Waffe sei. Nach Fulton war es
der Oberst Colt (Erfinder des Revolvers),
der erfolgreich mit neuen Torpedoideen
hervortrat. Er pren 1842 mehrere
verankerte Schisse, 1843 ein solches, das
mit 5 Seemeilen Fahrt lief, mittelst elektrischer
Zündung auf einer Entfernung
von 5 Seemeilen. In dem Torpedo wurde
bei der Berührung mit dem Schiffsboden
durch eine Vorrichtung ein elektrischer
Strom geschlossen und so für die Zündung
am Lande das Zeichen gegeben. Die hierbei
benutzten Leitungsdrähte waren, soviel bekannt,
die ersten zur Anwendung gekommenen
Wasserkabel. Das erste Beispiel
einer kriegerischen Verwendungder
T. ist die von Professor Himl #y und Werner
Siemens 1848 zum Schutz gegen
die dänische Flotte ausgeführte Hafensperre
von Kiel. Es wurden zuu ausgerichte,
mit 20 Ctr. Pulver gefüllte Fässer,
in welche zwei beitungsdrüßte eführt waren,
etwa 6 m tief verankert. Am Strand
Torpedos (Geschichte, Verwendung in Amerika).
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waren zwei Beobachtungsstellen mit so
viel Visieren wie Minen angelegt, von
denen aus das Passieren einer Mine durch
ein Schiff genau beobachtet werden konnte.
Die während des Krimkriegs im Hafen
von Kronstadt ousgelegten Grundminen
waren mit elektrif Mündung versehen,
die verankerten Minen waren
Stoß= oder Kontaktminen, deren
Zünder, von Professor Jacobi in Königsberg
konstruiert, aus einer mit Schwefelsäure
gefüllten Glasröhre bestand, deren
Inhalt bei ihrem Zerbrechen sich über ein
Gemisch vonchlorsaurem Kali und Zucker
ergoß, wodurch dieses und somit die Mine
zur Explosion GErackt wurde. Der Zünr
hatte eine Schutzkappe aus Blei. Die
Himly-Siemensschen Beobachtungsminen
wurden 1859 durch den eeriichifchen Genieobersten
Baron Ebener durch Anwendung
einer Camera obscura für die Beobachtung
sinnreich vervollkommnet.
Die Torpebos amerikanschen Bürzerkries
1862—65.
Ihre allgemeine Einführung unter die
Kriegswassen verdanken die T. dem amerikanischen
Bürgerkrieg, und zwar waren
es die Südstaaten, welche in Ermanzelumg
andrer Küstenverteidigungsmitte ch
ihrer zuerst zur Sperrung der Häfen und
Flüsse bedienten. Im Oktober 1862 or-Kanisterten
sie ein Torpedokorps unter
eitung von F. M. Maury, später unter
General Rains, in Richmond. Sämtliche
Mitglieder waren zur strengsten Geheimhaltung
ihres Dienstes verpflichtet.
Hierdurch in Fluß gekommen, mehrten
sich die Erfindungen im Gebiet des Torpedowesens
bald zu zahlloser Menge von
mehr oder minder praktischer Bedeutung.
Eine ausgedehnte Anwendung fanden die
Pfahl-, Rahmen= und Gerüstmineu
als Hafensperren. Sie bestanden aus
Sprengkörpern, die auf eingerammtem
Pfahlwerk in solcher Wassertiefe befestigt
waren, daß ihre Zünder durch den Schiffsboden
getroffen und zur Explosion gebracht
werden mußten. Die Treib= oder Faßtorpedos
waren mit etwa 50 kg Pulver
gefüllte Fässer, meist mit Kontak tzündern
(die durch den Anstoß in Wirksamkeit
treten), zuweilen auch mit Uhrwerk