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oder Pensionäre waren, geht daraus hervor, daß am Schlusse eines jeden Jahres durchschnittlich
rund die Hälfte des Jahreszugangs in Bestand blieb. In mehreren Reichsgebieten,
wie Elsaß-Lothringen, Lippe und Westfalen, sind sogar am Schlusse einzelner Jahre mehr
Altersschwache in Bestand geblieben, als in demselben Jahre zugegangen waren. Unter den
17 646 in den Krankenhäusern des Reichs verpflegten altersschwachen Personen befanden
sich 9 474 oder 53,7% Frauen.
Durch die bedeutende Sterblichkeit der an den 3 eben genannten Leiden und Gebrechen
Behandelten (vergl. Uebersicht, letzte Spalte) ist wie früher die allgemeine Sterblichkeitsziffer
der Gesammtgruppe sehr wesentlich beeinflußt worden; dieselbe war mit 22,,%
weitaus die höchste unter sämmtlichen Krankheitsgruppen und übertraf selbst die Sterbeziffer
der „Infektions= und allgemeinen Krankheiten“ um mehr als das Doppelte.
Infektions= und allgemeine Krankheiten.
Die Gruppe umfaßt 44 Krankheiten und 612 887 Kranke, d. h. etwas mehr als den
fünften Theil aller in allgemeinen Heilanstalten Verpflegten. Die hauptsächlichsten Krankheitssormen
werden im Nachstehenden gesondert besprochen, während die minder wichtigen,
sowie diejenigen Krankheiten, welche örtliche oder andere Besonderheiten nicht zeigten, im
Anschluß summarisch aufgeführt sind.
Pockenfälle gingen den allgemeinen Krankenhäusern 59 — 29 — 31, im Ganzen
119 zu; im Bestande von der vorhergehenden Berichtsperiode 1892/94 war keiner geblieben.
In dem letztgenannten Berichtszeitraume hatten zusammen 486 Pockenkranke, also mehr als
vier Mal soviel wie in dem gegenwärtigen, in Behandlung gestanden. Von den 59 Erkrankungen
des Jahres 1895 entfielen 27 allein auf Berlin; im Jahre 1896 gingen den
dortigen Krankenhäusern keine, im Jahre 1897 3 Pockenkranke zu. In Schlesien kamen in
den 3 Berichtsjahren insgesammt 17, in den 3 übrigen Ostprovinzen 18, in Bayern 13,
in Hamburg 8 Fälle in Anstaltsbehandlung. Hannover und Hessen hatten nur im Jahre 1896
3 bezw. 4, Schwarzburg-Rudolstadt 1895 und 1897 je 2, Reuß j. L. im Jahre 1896 2,
Braunschweig im Jahre 1897 4, sonst keine Erkrankungen zu verzeichnen. Den Heilanstalten
des Königreichs Sachsen wurde in den 3 Berichtsjahren je 1 Pockenkranker zugeführt. Ueber
je 1 Pockenfall berichteten im Jahre 1895 noch Pommern, Hessen-Nassau, die Rheinprovinz,
Baden, Mecklenburg-Schwerin und Lippe, im Jahre 1896 die Provinz Sachsen, Westfalen,
die Rheinprovinz und Mecklenburg-Strelitz, im Jahre 1897 Pommern, Schleswig-Holstein
und Württemberg. Den allgemeinen Krankenhäusern von 2 Landestheilen (Brandenburg
und Hohenzollern) und 13 Bundesstaaten sind Pockenkranke während der Berichtszeit überhaupt
nicht zugegangen. Die Sterblichkeit erstreckte sich auf 128 — 9, — 3,, durchschnittlich
auf 9)2⅝% des Abgangs. Von den Behandelten waren 56 weiblichen Geschlechts.
Der Zugang an Scharlachkranken belief sich in den 3 Jahren auf 4966 — 4840
— 3711, war also im letzten Berichtsjahre am geringsten. Die durchschnittliche Krankheitsziffer
war um ein Kleines höher, die Sterblichkeitsziffer etwas niedriger als in der vorhergehenden
Berichtszeit; erstere stellte sich nämlich auf 4, gegen 4,5% (aller Anstaltsfälle),
die letztere auf 13,3 gegen 13,0% (des Abgangs). Nach den theilweise sehr erheblichen
Zahlenunterschieden des Zugangs in den einzelnen Jahren und Reichsgebieten zu urtheilen,
war Scharlach 1895 im östlichen, 1896 im westlichen Deutschland vergleichsweise stark
verbreitet (vergl. Tab. a).
Masern und Nöthelu (Tab. b) pflegen wie die meisten anderen das Kindesalter
vorzugsweise betreffenden Krankheiten verhältnißmäßig selten Gegenstand der Anstaltsbehand-