az———
.
Uummer 142
’NN3211— .1 ENN #os
Samstag, 25. Juni 1012
die Reglerung sich unerbittlich gegen sie
8 u. Der Minister des Aeußern Somino
aus dem Eingreisen Amerikas in den
s die „Getechtigleit * italienischen Verrates
ab. Für Rußland bezeichnete Somino als
besten Schutz dessen völlige Uebereinstimmung
mit den Srbundete Piwichlch der Fortführung
Von Rumänien behauptete er, daß
es sich bereits anschise, Nache für seine Unglücksschläge
zu nehmen. Mancherlei Redensarten
machte Sonnino auch über das Vorgehen der
Italiener in Albanien, um zum Schluß nochmals
zu versichern, daß ein dauerhafter Friede nur
in der Sicherhe it der nationalen Grenzen liege.
Alles übrige wurde dann in eine Geheimsitzung
verlegt.
r „ 2
Grlecheuland.
GEewaltherrschaft in Griechenland.
Das Ministerium des W oerössentlichte
am 18. Junt eine Liste aus Griechenland
ausgewiesenen Prrsontiestn sie enthält 20
Namen, darunter Gunaris, Streit, Markuris,
Vater und Sohn, Dusmanis, Metaras, Ei#lin
und Sayas, den Führer des Neservifl: no. banO
des sowie seinen Sohn. Die Ausgemeeseren
die in Athen wohnen, haben drei Tage Jeit,
um sich auf die Abreise vorinbercile1. die in
der Provinz wohnenoen ache Tage. Unter hundertorei
unter Aussicht zen lten Pers nen befinoen
sich Dragumis, Sluindis, Lamor,, Tsellos,
der Minister des Imern im Kabinett Kambros
war, Ruffis, Canafarls, Oberst Steailge
Der Chef des Generalilabs, mehrere Ve.Mlstabsoffiziere,
Hasopulos, Anastasopulos u. Gerulan.
Dieser, der Hofarzt des Königs war, seine
Frau, zwei Bischöfe und eine gewisse Anzahl von
Offizieren aller Grade werden sämtlich uberwacht,
müssen Athen verlassen und weroen an
Orte gebracht, wo es ihnen unmöglich iein wird,
zu fliehen.
Ensilsche Aaversa ämtheiten.
Der Herausgeber der „Nationay Neview, L.
I. Marse, schreibt im Juniheft seiner Zeitift:
Wir haben keinerlei Grund 7— so führt er
aus — zu verheimlichen, was die össentliche
Meinung Englands als Ersordernisse für einen
dauerhaften Frieden betrachtet. Ersie Grundvoraussetzung
ist: Ehe der Verband in irgendwelche
Friedensverhandlungen. eintritt, müssen alle
feindlichen Truppen hinter den Rhein zurückgezogen
werden, ebenso wie aus Rußland, Polen,
Serbien, Montenegro und Rumänien. Ferner
müssen Deutschland und Oesterreich als Garantie
für ihr gutes Verhalten ihre Flotten den
Verbandsmächten übergeben. Wenn das britische
Publikum nun solgende Kriegsziele ausstellt, so“
darf es nicht vor dem Einwand zurüdscheuen.
daß es das Fell des Bären verteilt ehe es den
Bären erlegt hat, sondern es muß sich im voraus
gegen eine zu nachgiebige Diplomatie
wappnen.
Die Bedingungen lauten:
1. Kein Friede mit den Hohenzollern.
2. Vollständige moralisch, materielle u. finanzielle
Eutschädigung durck Deutschland gegenüber
jedem Lande, welches Schaden erlitten hat, einbegriffen
Belgien und das britische Reich.
3. Rũdgabe aller von den Deutcchen besetzten
Gebiete an ihre rechtmäßigen Eige: itümer einschließlich
Elsaß-Lothringens.
4. Keine Rüdgabe irgendeines, irgendwo in
der Welt während des Krieges von der deutschen
Herrschaft befreiten Gebietes.
Von einsemen Menschen
Roman von Frih Gantzer
7 —
Und die Dämmerung kroch immer behender
in den Flur und hing um alle Gegenstande
zbren dunkeln Mantel. Und in den Winkeln
d Ecken hockte jie schon mit schwarzen
* ... Das ganze dammrige Haus lag
wle ausgestorben
Und als *8 Megina so in die bange
Stille hincintauschte, allmahlich ruhiger werdend,
klang Wollsng Stimme aus dem Woynzimmer
an ire. Ohr.
Dort.
. dort
ihre Nüatehr
ein, aé,
warten lassen
Es mußte s in.
Zwei kulgenpoore sangten sich in ihrem
Gesicht sest, als sie uber die Schwelle schritt.
In einem banges, sürchtendes Fragen, da
ohne Rede Antwort sand und sich mutlos und
traurig senkte. In dem anderen ein verwundertes
Suchen: 5orun bliebst du so
lange?“ Auch ihm ga esicht der Eintretenden
Bescheid. Und da W es in ihm
auf vor Zorn. Danach aber kam die Scham.
Und 460. cwang auch diese Augen zu Boden.
r sprach. Rottraut Hrueche müde und
bleich ar mit dem Reisemantel bekleldet und
den beaunen,. schmucklosen Filzhut tragend, in
der Sofsae Frau Regina hatte es in bre
W- vorlin vergessen, zum Ablegen 3
nötigen, und gang war vlel zu sehr .
. dort warlete man auf
tonnte Rottraut nicht länger
olfg
bem beimlichen Braen des schönen Mäde
die
chens beschäftigt gewesen,
5. Strengste Justiz gegenüber aller deutschen
Verbrechern und Erzverbrechern für ihre während
des Krieges begangenen Taten.
6. Strategische Vorkehrungen gegen künftige
deutsche Angriffe, einschließlich Internationalisierung
des Kieler Kanals. .
7. Verteilung der deutschen Flotte unter die
einzelnen Verbandsgenossen in der Weise, daß
die leineren Seemächte einen um so größeren
Teil der Flotte erhalten.
8. Uebergabe der deutschen Handelsmarine als
Teilentschädigung für den rücssichtslosen Untersee-Boot-Krieg.
9. Entpreußung des Deutschen Reiches, Verbel
daß een Preuße Deutscher Kaiser sein
arf.
10. Vorbehalt für den Verband, perster
Kriegsbedingungen zu stellen, um ihr Hau
die Vernichtung des preubischen Mskariemes
.
zu erreichen.
11. Keine geheimen Klauseln oder nichtamtliche
Verständigungen irgendwelcher Art, weder
in Bezug auf Handelsverträge noch auf Heiraten
unter den Dynastien.
12. Da kein Papierfetzen mit der Unterschrift
Deutschlands irgend etwas bedeutet, müssen die
Verbandsmächte sich vorbehalten, jede etwa entstehende
unvorhergesehene Zufälligkeit entsprechend
zu eriedigen.
Die einzige Antwort auf diese britische Unverschämtheit
können nur sürchterliche Hiebe sein.
Nur durch diese ist John Bull anständig zu
machen.
Der ruffische Srembölketyanl.
Während bis zum Krieg Nußland in der
politiscken Wertung als ein einheitliches nationales
Gebilde erschien, weiß man heute, daß die
’er Russen nur 55,6 Millionen Köpfe
der 6 Millionen starken Bevölkerung des
* ausmachen. Der alte großrussische Moslowiterstaat
ist von einem Gürtel fremdnationaler
Gebiete umgeben, die Großrußland durch Eroberungen
angesügt wurden.
Die Politik der zarischen Regierung ging dar.
auf aus, eine strafse Zentralisation zu schafsen
und die fremden Elemente mit Hilfe von
Heer, Polzei und Beamtenschaft zusammenzuhalten.
Die Revolution hat diese Kraft gebrochen,
und nach dem Sturz des Jarismus
ertönen die Stimmen immer kauter, die weitgehende
Autonomie oder gar völlige Loslösun
der Fremdstämmigen von Rußland forern
Die Finnen, die bereits vor dem Kriege über
eine, durch die Antokratie allerdings stark beschränkte
Antonomie verfügten, haben den Reigen
der Fremdvölter mit der Forderung auf
nationale Selbflve ewaltung röffnet. Je verworrener
lich die Dinge in Petersburg und in
Rußland gestalten, um so dringlicher erhebt sich
Forderung Finnlands nach nationaler
Selbständigkeit. Unter der Führung des Chefs
der fimländischen Regierung, Tokoi, und des
Kammerpräsidenten Hannor ist eine deutliche
Absage Finnlands gegen den Anschluß an Rutzland
erfolgt, und trotz aller Bemühungen der
russischen Regierung und der Versuche Kerenskis,
in Helsingfors die Finnländer zum Einlenken
zu bewegen, befindet sich das ganze Land in hellem
Aufruhr gegen die Peiersburger Regierung.
Nach den Finnen sind die Esten mit dem Verlangen
nach nationaler Selbstbestimmung aufgetreten.
Am 8. April forderte ein lnüscher Kongreß
in Petersburg ein autonomes Estland mit
dem Recht nationaler Selbstbestimmung. Des-
Aufmerkiamkeiten zu denken
Die Riisetasche Ntand zu Nottrauts Füßen.
Unwilltürlilh gewann man den Eindruck, daß
das junge Mädchen zur Abreise Lerustet sei.
Auch Frau Regnina empfand e
„Was soll ich ihr sagen!
ich ibr sagen!“ Wieder rannen die aualkwolten
Fragen wie hüpfende Flammen durch ihr Hirn
und peinigten sie.
twas mußte sie tu
Heute durste niendaos mohr dieses müde,
verängstigte Kind fortschicken. Und hätten es
schn Matthias Warnicks gefordert. Frau Regina
wäre dennoch Siegerin geblieben.
ie eine besorgte Mutter ging sie zu
Rottraut, zog dle Nadel aus den Hute und
legte die Kopfvedeckung auf den T
„So, mein liebes Kind, nun * es dir
vor allen Dingen beomm !“ sagte sie dabei.
„Du mußt ja sehr müde sein von der weiten
Reise und dem Marsch von Westrup herüber.
Wie leid du cnir tust! Hast du dich denn gut
hergejunden?“
Nottrant lächelte leise und atmete erleichtert
auf. Hatte sie vorhin doch falsch geehen
leb Ach,“ erzahiten sin „es ging. Ein paarmal
kam ich ja vom Wege ab, aber ich sand
mich durch Fragen inmer wieder zurecht. Und
als ich dann das Glück hatte, von Herrn Warnich
e#getrorfen zu werden, war ich gut aufgehob
i# knöpste ihren Mantel auf und fah dabei
mit einem dankbaren Lächeln zu Wolsgang
hinüber. Er stand mit verschränkten Armen
am Fenster und vermochte es nicht, ihr Lächeln
um an dergleichen
gleichen verlangte am 11. April eine leltische Deputation
nationa### Slbständigleit, und ein
Litauerlongreß in Minsk sprach sich ebenso wie
die o für vembratziche Autonomie
auf föderativer Grundlage aus.
Besonders kann die Haltung der Ukraine für
ddie wirtschaftliche und politische Zukunft Rußlands
von grundlegender Bedeutung werden.
Die Ulraine, die von 30 Millionen Menschen
bevölkert wird, ist der reichtte Teil Rußlands,
sowohl landwirtschaftlich wie industriell sehr sortcgeschritten.
33 Prozent der russischen Getreideprodultion,
40 Prozent der Zuckerproduktion u.
1,3 Milliarden Pud der 1,9 Milliarden beraagenden
russischen Kohlen-, sowie 352 Millionen
Pud der 500 Millionen Pud betragenden
russishen Eisenerzeugung ist ukrainischer Herlunft.
Der große Ulrainer-Kongreß in Kiew hat
sich für sofortige Einführung der Selbstverwaltung
erklärt.
Nationale Forderungen erheben weiter die
bessarabischen Rumänen, die buntgemischten Volkersch-
asten des Kaulafus, ebenso wie die Kirgisen,
die russischen Mohammedaner, wie die Bevöllerun
Turkestans und die Eingeborenen Sibiricns.
Die Tragweite dieser Bewegung läßt
sich im Augenblick noch nicht voll ermessen. Die
Zulunft dürfte lebren, ob die Peteroburger Regierung
starl genug sein wird, der anders nationalen
Elemente Herr zu werden, sei es auf
dem Wege der Gewalt, sei es auf dem Weg:
friedlicher Verständigung. Auf alle Fälle werden
die Einflüsse, die von den Selbständigkeitsbestrebungen
der Fremdstämmigen ausgehen, nicht
ohne Wirkung auf die Politik der russischen Regierung
bleiben und das Chaos, das der Sturz
des Zarismus entfesselt hat, wesentlich vermehren.
Der österreioische Wasseestraßeulag
Wien, 21. Juni. Gestern begannen die Beratungen
des öslerreichischzen Wasserstraßentages,
wozu aus utschland u. a. erschienen waren:
Oberbürgermeister von Dresden Blüher, Oberbürsgermeister
von Augsburg Hofrat Wolfram,
wvom württembergischen Ministerium des Innern
Präsident von Leibbrand, Delegierte des Senates
aus Hamburg und Lübec,, des Elbe-Oder-Donauvereins
in Dresden und des schlesisch en
Provinzialvereins für Fluß und Kanalschiffahrt
in Breslau.
Der Vorrsitzende eröffnete die Sitzung mit
ciner Ansprache, in der er darauf hinwies, daß
der Masserstraf- entag ein lebendiger Beweis da-Für
sei, daß es uns nicht darum zu tun sei, mit
edem Schwerte Beute zu machen, sondern nur
[Darum, die wirtschaftliche Kucchtung von uns
abzuwenden. In das Präsidium wurden u. a.
bterusen Oterdürgermeister Dr. Gepler-Rürnrerg,
Bürgermeister Geritenberger-Aschaffen-L
Stadttrat Froneders Vorn. Hierauf
dankte Handeleminister Dr. Urban dem württembergischen
Minister für die freundliche Begrüpbung
und übermitielte der Tagung die
Grüße des Miuiste erpräsidenten, sowic seine cigene
Grüs.. Die Regierung nehme an der Beratung
den regsten 4 Mit Rücksicht auf die
politische Situation sei er zwar nicht in der Lage
über die Stellungnahme der Regierung zum
Wasserstraßenproblem eine eErklärung abzugeben,
doch wünsche er den Verhandlungen den
rsprießlichst en und segensreichiten Erfolg.
Als erster Brrichterstatter sprach darauf
Stadtbaudireklor Dr. Goldemund über die Geschichte
und Entwürse der österreichischen Wasserstraßen.
Oberbürgermeister Dr. Geßler-Nürnberg
überbrachte die herzlichsten Grüße der
Bayern und ertlärte, daß der Ausbau der mitteleuropäischen
Wasserstraßen auch für Bayern
zu erwidern.
sehr Trst= fast verbissen aus
erstarb ihr # Lächeln auch. Und rau
Regina verbarg das immer stärker in ihr au
sleigende Gefühl einer heißen Angst und bagen
den Unruhe unter elner geschäftigen Hast. Sie
zündete die Hängelampe an, deckte den Tisch
und sprach auf Roltrant ein, daß sie gewiß
lehr hungrig ein musse. Dann eilte sie nach
Nottraut saß wieder scheu in der Sosoecke
wic ein verängstigter Vogel, den böse Buben
lange jagten, und der dann enduch einen ners
borgenen Winkel sand, lin dem er sich a
auch nicht sicher fühlt. Es war ihr, als uber
in jedem Augenblick 16muan kommen müsse,
der ihr die Wahrheit enthüll
. n sie wußte noch Tashe- was die Wahr-Frau
Regina ging ein paarmal ab und
zu und lächelte Rottraut an. Dann kam Susonne
Alazen. die alte Magd des Hauses, und
t, Bulter Sie
musterte Zr- junge Fremde freundlich- engleri
ünschte 2 werlegen: „Guten Abend!
s eilte sie hin
Und nach einer Ilieinen Weile ging wieder
dienr Tür.2 Aber weder Frau Regina noch Su,
anne #'
Manli as Warnick schritt über die Schwelle.
* abuster= mit fest auseinandergeknisfenen
P u *— leofort: Mit diesem Ma##
kommt e Ent ntscheid
b sich nbe wollte dem Hausherrn
entgegen geden. Aber sie vermochte sich ulcht
von der Stelle zu rühren. Ihre Kule ettelten !
bau der Wasserstras n mit großer Energie *
Er nickte ihr nur zu und sah
eine Leben#ofrage geworden sei. Der König von
Bayern habe während der Kriegszeit den Aus-.
die Hand genommen uno es wurden 5 Mlllionen
vom Reich, von Bayern und den Interes- 1
senten bewilligt, um ein Bauprojelt für die
(Verbindung Rhein-Donau zu erlangen. #ir
wollen uns durchaus nicht in einen Rangst eit s
einlassen, welche Wasserstraße zuerst gebaut werden
soll, wir wollen aber alles tun, damit das
Projelt, welches uns am Herzen liegt, rasch durchgeführt
werde. "
5
1
Folilusche Nuaudschan. r
Wünsche des Bayer. Postverbandes.i!
Beim 17. 2 Verbandstag des Bayerischen Postverbandes
tamen zwei Entschließungen zur An- s
nahme. In der ersten wurde zum Ausoruck ge· l
.bracht diiiz das untere Post: und Telegtaphenpersonal
eine einmalige Teuerungszulage dringend
bedarf. Die zweite Entschließung. nahm:!
zur Versicherungsanstalt des Staatöodienstpersonals
Steilung. Begrüßt wurde die geplante
Kinderzulagen= und Witwenrentenversicherung.].
Die Kapitalversicherung wurde indes als;
nicht n#twendig empfunden. D
Ein Getreidemonopol? 1
In unterrichteten politischen Kreisen nimmt r
man bereits als sicher an, daß die Reichsregie
rung mit der Aosicht umgeht, bei der Neurege- 1
lung der Reichsfinanzen nach dem Kriege auch
ein Getreide Monopol in Vorschlag zu bringen. l
Berschiedene Nachrichlen.
Stultgart, 21. Juni. Nachts 1 Uhr 10
Minuten wurde hier ein heftiger Erostoß ver-!
spürt. Darauf erhob sich ein gewaltiger Sturm,
der die Einwohner aus dem Schlafe weckte. Am
Bodensee war, wie aus Radolfzell und Konflanz
berichtet wird, der Stoß so stark, daß Gegen-)
stände in den Zimmern ins Wanken gerieten,
In Hekdenheim, Ellwangen und Ulm wurde
ein dreifacher Stoß wahrgenommen. In Kon-.
stanz dauerte das Beben drei bis vier Selun-'!
den und war von einem starlen unterirdischen,
Nollen begleitet. Die Hausbewohner eilten, erschrect
durch eine slarte wellensormige Bewegung,
zum Teil auf die Straß:
hes. vuh Persovalgachrichten.
münchen. 21. Juni. Das Bischöfliche Sekretariat
Speyer schreibt: In Münchner und anderen
bayerischen Blättern wurde der Einzug des
neuen Erzbischofs im Müncdeen fur die 2. Hälfte,
des Monats August in Aussicht geitellt. Demg;
genüber ist festzustellen, daß der ernannte Erz-i
bischof selber noch gar nicht in der Lage ist, einei
bestimmte Zeit anzugeben, daß er aber die lädersiedelung
möglichst zu beschleunigen beabsichtigt.,
Als Grund für die Verzögerung des Unzugs“
wird die „sehr spät angesetzte“ Priesterweihe in
Speyer angegeben. Die Priesterweihe in
Speyer ist aber nicht sehr spät, sondern bereits
auf den nächsten Sonntag angesehtt. Kanoiockten,
aus dem Felde müssen hiefür icht abgewartet!
werden, da solche gar nicht in Frage tommen. h4
ien, 21. Juni. Wie mit Bestimmtheit verlat
iteht auch die Verlobung der zweilen
Tochter des Prinzen Hohenlohe, Maric, mit
einom hervorragenden Mitglico einer dem Kailerhonie
befreundeten und verbündelen “*“,
bevor
v
und Im- schlugen wie im Schüttelwolt
anfeina
ne ing zu ihr, bis hart en den
Tisch. Wolsgang sah er gar uicht.
„Ir von Ihrem Hersein, isinein
Volkmann,“ sagte er. während sein. uge
musternd über ihre Gestalt glitt. Auii i#urem
lieben Gesichichen, in dem die grosien, fragenden
Augen wie zwei glänzende Perlen flanden,
blieb sem Blick haften. Und nun lam wohl
etmas wie Mitleid über ihn; denn seine Stimme
vertor von ihrem harten, eckigen Daherschreiten
und nahm eine mildere Färbung an. „Aber
ich muß Ihnen sagen. daß ich Ihnen eine
dauernde Aufnahme nicht gewähren kann.“
Gewiß, sie hatte von diesem Manne kaum
etwas anderes zu hören erwartet. Dennol]#
deuchte es sie nun wie ein Sterben aller Hoffnungen.
Sie seusfete lchmerglich und ließ den
Kopf auf die Brugt sinke
Und Wolsgang srran vor und fragte:
„Warum nicht, Vater
Nun bemerkte Walnic den Sohn erst. Er
zuckte leicht zusammen, faßte sich dann aber
sofort und gebot Wolfgang mit einer gebieteeischen
Handbemegung Schweigen.
a# lümmert dich mein Entscheiden?“
fragte er Kreng. „Errege- dich nicht, du würdest
dich für eine verlorene Sache bemüben.“
Dag sah Woligang. Die entschiedene Sprache
seines Vaters redete nur zu deutlich von einer
verlorenen Sache. er einem jungen, verschüchterten
Dinge Rottraut beim ersten
Gegenübertreten so koltherzig die Tür zu Veisen
m wondite sicher nie um.
urechige miesene biß sich auf dle Lippen
Hslich aufsteigen.
und un ein heißes Gesühl der Empörung
–.. “