Contents : Rosenheimer Anzeiger. 63. Jahrngang (63)

Uummier  30

Kufstein,  5.  Februar.  Schwere  Wochen  steden
  in  der  Ernährungsfrage  in  Oesterreich  bevor.
  Ueber  eine  mehrstündige  Aussprache  einer
Abordnung  des  Städtebundes  mit  dem  Ernäh.
rungeminister  berichiet  der  „Thooler  Grenz
lote“:  Da  nach  der  Lage  dee  Oi#ge  die  näch
sien  Wochen  bezüglich  des  Erzihtn  ngsuresens
hart  sein  werden,  wird  es  der  vollsten  Hingabe
der  Gemeinden  und  der  Geduld  und  bewährten
Disziplin  der  Bevölkerung  bedürsen,  damit  das
T  durchhalten  in  dieser  nächsten  Zeit  ermöglicht
werde.  Die  ungarische  Negierung  erklärte  sich
Lereit,  größere  Getreidemengen  an  Oesterreich
abzutreten.  Desgleichen  wird  das  wöchentliche
Schweine  Kontingent  erhöht.

Kufstein,  5.  Februar.  Auf  Veranla  sung  der
Südbahn.  Direktion  wurden  nunmehr  die  italienischen
  Ausschriften  am  Bahnbof  Kufstein  doiei
  tigt.

 

Banerisches  oberlauh

Bas  Uibling,  5  debruar.  Die  Wahl  des
neuen  Vüärgermesser,  Herrn  Apothekenbefiye#
Ruf.  wurde  von  der  K.  Regierung  bestätigt.
Teute  vormitlags  11  Uhr  fand  die  feierliche
Einweisung  des  neuen  Bürgermeisters  in  Gegenwart
  des  Maginrats,  des  Gemeindelolle
giums  und  der  Magistratsbeamien  durch  Hrn.
K.  Regierungsrat  Popp  im  Rathaussaale  staft.
-.  .  Regierungsrat  Popp  machte  den  neuen
Pärgermeister  aui  seine  Pfiichten  ausimerisam,
nahm  ihm  den  Eid  ab  und  überreichte  ihm  d
Nürgermeister  Abzeicken.  Lerr  Dermeiife
Nus  gelobte  feierlich,  die  ihm  durch  das  Ge-#es
  o  ugeschriebenen  Pflichten  getreulich  zu  er.
füllen,  Gerechtigleit  für  hoch  und  nieder  walten
zu  lassen,  und  besonder  der  Ernährungsfrage.
die  in  jetziger  Zeit  schwer  auf  der  Einwohnerschaft
  lastet,  sein  Augenmerk  zuzuwenden.
“l  erbat  er  sich  die  Untersiützung  sowohl
des  K.  Bezirksamtes,  als  auch  beider  Kollegien
nd  der  Magistratsbeamten.  Der  Vorstand  des
Gemeindekollegiums,  Herr  Posthalter  Knabl,
leglückwunschte  den  Bürgermeister  namens  des
Lollegiums  und  der  Burgerschaft  und  gab  der
LHoffnung  Ausdruck,  daß  Herr  Bürgermeister
Ruf  sein  Amt  zum  Wohle  der  Gemeinde  und
des  Kurortes  Aliͤbling  führen  werde;  das  Vertrauen
  der  Bürgerschaft  begleite  ihn.

 

Die  Ersährongsseage  in  Boyern

Qmünchen.  5.  Februar.  Im  Finanzausschuß
der  Kammer  der  Abgeordneten  äußerte  sich
Mimiter  Dr.  von  Brettreich  über  die  Ernäh
rungsfrage.  Dabei  sagte  er:  Die  Verhältnisse
  bezüglich  des  Brotgetreides  sind  noch  nicht
ganz  zu  übersehen,  jedenfalls  aber  muß  eine
Ueberschägung  der  Erträgnisse  angenommen
nerden.  Dagegen  bietet  einen  Ausgleich  die
Cersien.  und  Hasererntie.  Unvermeidlich  erscheint
  eine  Einschränkung  des  Bier  Kontingents
in  Bayern  auf  300  Prozent.  Die  Beute  in  Nu.
mänien  ist  sehr  beträchtlich,  selbfiverständlich  ist,
daß  sie  unter  den  Verbündeten  geteilt  werden
muß.  Günstig  ist  unsere  Lage  bezüglich  der
animalischen  Lebensverhältnisse;  Rückqang  in
wesemlichem  Maße  ilt  nur  bei  den  Schweinen
zu  verzeichnen.  Im  Frühiahr  ist  jedenfalls  mit
einer  erheblichen  Erhöhung  der  Fleischration  zu
recnen.  Die  Versorgung  mit  Milch  itt  sehr  er.
schwert,  mit  dem  Forischreiten  der  Jahreszeit
darf  zuversichtlich  mit  einer  Besserung  gerechnet
werden.  Ungunftig  find  die  Verhältnisse  bezüglich
  der  Geflügelhallung.  Der  Mangel  an
Ciern  läßt  sich  begreisen,  wenn  die  19/)  Mill.
Mark  betragende  Eiereinfuhr  im  Frieden  berücksichtigt
  wird.  Tropß  alledem  können  mir  mit
Zuversicht  damit  rechnen,  daß  wir  bei  der  not.
nendigen  Einschränkung,  bei  der  einsichtsvollen
Beschränkung  von  Heer  und  Zivilbevölkerung
auf  das  Notwendigsie  durchhalten  werden.

—.
Smung  des  Stadtmagsstrats  Rosenheim.
19.  Januar  1917.

Der  Voranschlag  der  Berufsfortbildungsschule
furt  t  welcher  mit  3043.11  Einnahmen,

98  Mark  Auega  ben  und  9674.89  Mark  Zu-12
  318  abschlietßt,  wird  im  Entwurfe  festgesetzt
  und  der  öchbedarf  aus  Kreismitteln
erbeten.

Die  Lieferung  der  Medikamente  für  1917
wird  alle  im  Kranlenhause  —
ten  nen  der  —  Apothete,  fü
die  Pfründner  des  Bür  als  und  die  Jnsassen
  des  Armenhause,  der  Marien--Apotheke
(Sabalitschka)  u  den  bioherigen  Bedingun-*“.


u

 

urrn  übertragen.

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W..  u  t  nicht)

 

B#ochleiller  Anger###er

Dem  Polzeisergeanten  Laver  Schauer  wird
als  Kampfteilnehmer  am  gegenwärtigen  Kriege
das  Bürgerrecht  nach  §&  4b  der  Bürgerrechtsgebührenordmung
  gebührenfrei  verliehen.

Zur  Aufstellung  des  Grabdentmals  für  den

gesallenen  Leutmant  o.  R.  Theodor  Schmidt
nach  dem  vorgelegten  Mü  auf  dem  Sien
gräterselde  für  die  Kriegoteilnehmer  wird
Cinhaltung  der  für  dieses  Gräberfei#  enlassenen
Vorschriften  die  Genehmigung  erteilt.

Dem  städtischen  Bezirlstierarzt  u.  Salacht.
hofdirektor  J.  G.  Seiderer  wird  auf  Grund
ätztlichen  Zeugnisses  der  nachgesuchte  vierpöchige.
Erholungsurlaud  ab  15.  Januar  genehmigt.

Im  Betreff:  Verkehr  mit  setin  Butter  und
Bukterschmalz  wird  beschlossen:  Die  Kalleier
sind  um  16  Vfg.  das  Stück  an  die  Händler  ab.
ugeben.  Bei  Abgabe  von  weniger  als  125
Famn  dürfen  für  100  Gramm  Molkereibutter

5  ig.,  für  50  Gramm  24  Pig.,  für  100
Ganig  Butterschmalz  50  Pfg.  und  für  50
Gramm  27  Pfg.  verlangt  werden.  Beim  Vrr.
lauf  der  von’  der  Butterzentrale  überwiesenen
Buttermengen  durch  die  Händler  sind  2  Mark
(8  Nsg.  für  das  Pfund  an  die  Stadtkämmerei
zu  bezahlen.

26.  Januar  1917.

Gegen  die  Krämerin  Wally  Lindner  ist  we.
g  Abgabe  von  Brot  in  der  2.  Woche  auf

tarlen  der  3.  und  4.  Brotkartenwoche  Straf.
anzeige  zu  erstatten.

Dem  Gesuche  der  Bäckcerei  Krmaier  um  Zuweisung
  markenfreien  Mehls  für  unverschuldet
verdorbenes  Brot  kann  eine  Folge  nicht  gegeben
  werden,  da  diese  Bäderei  von  ihren  Filialen
nach  den  Kontrollerhebungen  Brotmarlen  an.
nimmt,  die  noch  nicht  in  Gülti  bigleit  gesetzt  sind
u.  darum  durch  äußerst  knappe  Mehlvorräte  zur
Ordnung  und  Beobachtung  der  gesetzlichen  Worschriften
  gezwungen  werden  muß.

Das  Gesuch  eines  Kaffechausbesizers  um
Polizeisunde  Verlängerung  lann  nach  der
B.  B.  vom  11.  Dezember  1916  nicht  genehmigt
werden.

Dem  für  aushilfsweile  Rechnungsstlellung
in  der  Stadtkämmerei  angestellten  Marktsekre.
tär  a.  D.  Karl  Rüger  wird  zweds  Uebernahme
einer  anderweitigen  Stelle  der  erbetene  Dient
austritt  genehmigt.

Da  der  Einbau  eines  Oelabscheiders  in  die
Kühlmaschinen  der  Kühlanlage  unbedingt  notwendig
  und  bei  Mangel  an  Schmiermaterial
mit  der  Stillegung  des  Betriebes  gerechnet
werden  müßte,  werden  für  Einbau  des  Oclabscheiders
  nachträglich  250  Mark,  sowie  die  erforderlichen
  Eibaulosten  a  lonto  Schlachthof
genehmigt.

Nach  Kenninisnahme  der  Bekanntmachung  der
Baperischen  Lebensmittelstelle  uber  die  Eierversorgung
  wird  beschlol  en,  die  vom  Kommunal=Verband
  Rosenheim  ·  Land  um  17  Vsg.  pro
Stück  bezogene  Lier  um  18  Pfg.  durch  die  nachgenannten
  Verl  ufsstellen  an  die  Verbraucher
abgeben  zu  la'sen:  1.  Maier,  Papinstraße;
2.  Danner,  Samerstraße;  3.  Meirner,  Stoll.
strate;  4.  Deder,  Sternstraße:  5.  Oberlinner,
Ellmaierstraße:  6.  Michael  Maier,  Jnnstraße.
(neben  „Schwarzen  NRößl“);  7.  Huber  Gabriel,
Kufsteinerstraße.  Für  den  Verkauf  erhalten
die  Eierverkaufsstellen  1  Pfg.  für  jedes  überwieiene
  Ei.  Die  Verlaufsstellen  haben  das  Bru
und  sonstige  Verkaufsrisiko  selbst  zu  tragen.
Die  Uebertragung  des  Verkaufes  ist  stels  widerruflich.
  Die  Abgabe  der  Eier  an  die  Verbraucher
  soll  nach  dem  Kundenlistensystem
durchgeführ  werden.  Bis  zur  Einsührung  der
Kundenlisten  erfolgt  der  Eierverkauf  in  der
bisherigen  Weise,  also  ausschließlich  durch  diejenigen
  Geschäfte,  welche  zum  Eierverkauf  vom
Magistrat  —  ermächtigt  bezw.  beliefert
werden.

Der  -  der
1917  wird  im  Entwurfe  m  Hin  Ein  ·
nahmen  und  Ausgaben  fes  esetzt.  Die  Rech  ·
nung  der  fic  das  Jahr  1915
(Einnahmen  7805  ri,  Ausgaben  68063.03
Mark,  Pasiorst  257.997  Mark,  Reinvermoögen
  4146.9  8  Mark)  und  die  NRechnung  der
Srufesortbildungeschuse  Jahr  115
(Einnahmen  12  131  Mark  98  Pfg.,  Aus
11  560  Mark  96  Pfg.,  ue  *#

02  Vfg.,  Feiwermögen  36  443  Mark  70  *mO
werden  ohne  Erinnerung  zur  Abhör  gebracht.

Das  Aberterserenarint  Sterngarten  bean.

aflaltersalltase  für
847  n

tragt,  dafür  zu  n,  daß  die  zum  großen
Teil  .0  Stallungen  in  Rosenheim
mit  Mil  etzt  werden  sollen.  Es  ist

in  bes
allerdings  namemsich  in  den  großen  Stallungen
  von  den  Besitzern  das  cwich  reduziert
worden.  Nach  den  Verhandlungen  ann  —
Stallbesitzern  sind  diese  bei
Milchpreise  und  dem  beim  S#  3#
vieh  als  S  ieh  drohenden  taus
  —  Mitteln  den
bestand  A  Sie  weisen

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Mittwoch,  :  ebrsr  III  7912

 

städte,  in  denen  die  Milchversorgungsschwierigkeiten
  in  außerordentlicher  Schärfe  aufgetreten
sind,  eigenes  Milchvieh  eingekauft,  ohne  daaurch
  aber  die  Milchversorgung  wesentlich  zu
bessern.  Entsprechend  dem  einstimmigen  Gutachten
  der  Lebensmittellommission  kam  sich  der
Mogistrat  nicht  ecntschließen,  dem  Beispiel  dieser
  Großstädte  zu  folgen.  Die  Stadtgemeinde  ist
auberstande,  so  viele  Kühe  anmschaffen,  daß
für  16000  Einwohner  eine  merlliche  Besserung
in  der  Milchversorgung  überhaupt  eintreten
kann.  Es  besteht  wenig  Hosfnung,  eine  Erhöhung
  der  Krastfutterzuweisung  zu  erreichen,
weil  infolge  der  in  Aussicht  stehenden  größeren
  Ausmahlung  des  Getreides  sogar  ein  Rück.
gang  der  Kleieprodakticn  besürchtet  werden
muß.  Gelänge  es  aber  wirklich,  mehr  Krafstsuner
  nach  Nosenheim  zu  bringen,  damn  ist  er
richtiger,  dieses  Mehr  unseren  zahlreichen  Milc=Produzenten
  zuzuweisen  und  dadurch  zum  B
ien  der  gesamten  Bevöllerung  die  Milchergie.
bigleit  in  den  einzelnen  Slallungen  zu  heben.
Der  Magistrat  esckeht  darum,  die  Angelegenheit
  der  Beschaifung  von  Milchkühen  vorerst.
nicht  weiter  zu  versolgen.  Die  Befürchtung  de
Arbeitersekretariats.  daß  die  Großiftädte  syite.
matisch  der  Rojenheimer  Bevöllerung  das
Milchanlieferungsgebiet  abgraben,  ist  nicht  be.
gründet,  weil  für  die  Milchversorgung  scon
in  den  allernächiten  Wochen  eigene  Versorgung
gebiete  geschaffen  werden,  in  welchen  sich  die
einzelnen  Städle  leine  Konkurrenz  maden  dür.
jen.

—

 

K##acheichte
Rosenheim,  6.  Februar.

Auf  dem  Felde  der  Eyte  efuilen:
Engelbert  Maier,  Oütlerssohn  aus  Unterwöhrn,
bei  Rolt  am  Im,  Unteroifiier  im  316.  Res.
Jer  Reg.,  Inhaber  des  Militärverdienstkreuzes

3.  Kl.  mit  der  Krone  und  mit  Schwerlern  und
des  Eisernen  Kreuzes.

Aucszeichnungen  im  Felde.  Der  Un.
leroffsizier  Lndwmig  Faust  in  einem  Fuß  Art.-Balaillon,
  der  früher  in  der  Anzeigen-Verwaltung
de  „Rosenheimer  Anzeiger"“  tätig  war,  wurde
mit  dem  Eisernen  Kreuz  2.  Klasse  ausgezeichnet;
jein  Bruder  hat  die  gleid,te  Auszeichnung  früher
schon  erhalten.  Beide  sind  Söhne  des  Oberwagenmeisters
  Faust  in  Rosenheim.  Der  Or.
gelbauer  Joseph  Hackl  im  1.  Inf.  Reg.,  ein
Sohn  des  Orgelbaumeisters  Hackl  in  Rosenheim,
wurde  zum  Umieroffizier  befördert;  mit  dem
Eisernen  Kreuz  2.  Klasse  und  mit  dem  Militärverdiensikrenz
  3.  K#ale  mit  Swertern  wurde
  er  früher  scon  ausgezeichnet.  Der  Ersatz-Reservist
  Engelbert  Sirch  in  einer  Sanitäts-  Kompagnie.
  #  seur  aus  Rosenheim,  wurde  mit  dem
Militärve  roienstkreus  3.  Klaise  mit  Schwertern
ausgezeichnet  sein  Bruder,  Stephan  Sirch,  steht
als  Leutnant  im  Felde.  Der  Metzger  Gg.  Forcheder
  aus  Nosenhein,  der  in  der  Nadfahrer  Kompagnie
  des  1.  Täger-Bataillons  sland,  wurde
mit  dem  Ei-  zernen  Kreuz  2.  Klasse  ausgezeich
net.  Von  einer  schweren  Verwundung  ist  er  jebt
wieder  genesen.

Der  Unterricht  an  den  Mittelschulen
  hat  im  Hinblick  auf  die  Maßnahmen  zur
Steucrung  der  Kohlennot  eine  Aenderung  erjahren.
  In  der  K.  Realschule  beginnt  der  Unt##erricht
  einstweilen  erst  um  halb  9  Uhr.  Das  K
Oumnasium  hat  teilweise  den  Halbtagsunterricht
  cingefuhrt,  während  der  Nachmitiag  dem
Eislauf  der  Schüler  auf  dem  Simoice  und  an.
deren  Bewegungsspielen  vorbehalten  bleibt.
Diese  Mansnahmen  sind  indessen  nur  vorübergehender
  Natur.

Das  städtische  Kleingeld,  das  die
Stadtgemeinde  kürzlich  einzufuhren  beschlossen
hat,  um  dem  Kleingeldmangel  abzuhelsen,  wird
für  die  allernächste  Zeit  erwartet.  Wiederholt
sind  uns  Aeußerungen  gemacht  worden,  daß  das
städt.  Kleingeld  nickt  in  Verkehr  gesetzt  werden
würde,  da  Einspruch  dagegen  erboben  worden
wäre.  Diese  Mitteilungen  beruhen  auf  haltlosen
Gerüchten.  Wie  wir  erfahren,  ist  die  Einführung
  des  städt.  Kleingeldes  von  der  Reichsbank.
hauptstelle  sogar  befürwortet  worden.  Sobald
die  neuen  Münzen  hier  eintreffen,  werden  sie
dem  Verkehr  übergeben  werden.  Bis  jetzt  haben
über  500  städt.  Gemeinden  in  Deutschland  zu
diesem  Notgeld  ihre  Zuflucht  genommen  und  es
raih  Umlauf  gesetzt,  um  der  Kleingeldnot  zu
t

Die  Aenderung  der  Feldpostadressen,
  von  der  wir  bereits  berichtet  haben,
  tritt  am  15.  Februar  ein.  Von  diesem
Tage  ab  werden  die  Vorschriften  über  die
Adressierung  der  Feldpoltkendungen  an  Fu
ioni  dahin  geä  daß
Aufschrif  liche  t  r  öähl  Feisgen
platz,  Fnecrüp  t  Armeeabtei  ·
lung,  Armerkorps,  ision  8  Brigade  weg-Die
  An  eines  höheren  Stabes  ist
dresse  von  Angehörigen  dieser
Stäbe  aalasüi.  Die  Feldadressen  dürfen  daher
künftig  im  Ageneinen  außer  dem  Namen  und

Dienstgrad  de  *  nur  dle

 

W  des  Truppenteils  bis  zum  Regiment  auf-—
  lten.  —*  —
von  den

91  wihe  recht  xitig  mutgetelli  wersen

  oder  vertaufen.

 

Vorratserhebung.  Nach  einer  Bekanmtmachung
  des  Staatsministeriums  des  Innern
  an  die  Distriltsverwaltungs-  u.  Gemeindebehörden
  fiundet  gemäß  Bundesratsverordnung
  am  15.  Februar  1917  eine  Erhebung  der
Vorräte  von  Vrotgetreide  und  Mehl,  Gerste,
Lafer,  sowie  Hülsenfrüchten  aller  Art  mit  Ausnalme
  von  Wicken  und  Lupinen  statt.  Diese
Vorralserhebungen  sind  von  ganz  außerordent.
licher  Tragweite  für  unsere  Volksernäh  zung  in
allgemeinen,  wie  für  die  Landwirtscha
besonderen.  Von  ihrem  Ergebnis  zuri  aich
tige  Mahßnahmen  auf  dem  Cebiete  der  Le.
Llens.  und  Futtermittelversorgung  ab.  Es  ist
daher  alies  aufzubieten,  um  zu  durchaus  genauen
  und  zuverlässigen  Ergebnissen  zu  gelangen.
  Auf  die  Getreide  Beslandserhebung  folgt
die  Ausnahme  der  Vorräte  an  Kartoffeln  für
den  1.  März  1917.  Die  Vorratserhebung  ist
allgemein  und  erstreckt  sich  sowohl  auf  die  auf
dem  Lande  bei  den  Erzengern  und  in  den  Städten
  bei  den  Verbraucern  befindlichen  Kartoffel.
vorräte.  Die  Vorratserhebung  ist  als  Unter
lage  für  die  in  der  Frage  der  Kartoffelversorgung
  Zu  tressenden  Entschließungen  unerläß.
lich.  In  unmittelbarem  Anschluhß  an  die  Bestandsaufnahme
  sindet  e  ine  Nachprüsung  der
angezeigten  Mengen  innethalb  der  Kommnnalverbände
  durch  Sachverständige  statt.  Diese
Nachprüfung  wird  in  abmicher  Weise  vorgenom.
men  werden,  wie  sie  im  Anschluß  an  die  Bestandsaufnahmen
  für  Getreide  angeordnet  ist.
Ferner  ordnete  die  bayer.  Regierung  eine  Er.
hebung  der  Vorräte  an  Kohlruben  (Dotschen)
für  den  10.  Februar  an.  Diese  Erhebung  erstreckt
  sich  auf  alle  Inhaber  landwirtschaftlicher
Vetriebe,  in  denen  Kohlrüben  geerntet  wur.
den,  alle  gewerblichen  Unternehmer,  die  Kohlrüben
  verarbeiten,  alle  Handelsgärtner,  Krêmer,
  Gaftwirte.  Futtermittel-  und  Gemüsehändler,
  Handelsgesellsa  a#tten,  Genossenschaften  uso.,
die  hlri.ben  gewerbsinähig  verwahren,  kau.
1  *rl

Zur  Förderung  der  Zucht  von
Champignons  (Edelpilpen  regt  das  Ministectium
  des  Innern  an.  Dabei  wird  auf  die
guten  Erfolge  hingewiesen,  die  sich  gezeigt  ha.
ben  bei  Champignon-Anlagen  des  1.  Ersan-Batailions
  des  19.  Inf.-Regis.  in  Erlangen
in  den  leerstehenden  Felsenkellern  einer  Bier-Vrauerei.


Ucber  Bruteier  ist  eine  Bekanntmachung
der  Bayerischen  Eierversorgungsstelle  in  der
„Vayerischen  Staatszeitung“  vom  6.  Februar
veröffentlict.  Eier  von  Hühnern,  Enten  und
Gänsen  dürsen  zur  Brut  nur  von  Geflügelhal
tern  aus  dem  Eieranfall  ihers  eigenen  Geflu
gels  umnittelbar  an  Geflügelhalter  abgegeben
werden.  Die  Abgabe  erfordert  besondere  Er.
laubnis  des  Kommunalverbandes.  Das  Gesuch
um  Erlaubnis  der  Abgate  ist  mit  einer  Erklärung
  der  Ortspolizeibehorde  des  Empfänger
darüber  zu  belegen,  ob  dieser  Gewähr  dafür
sieht,  daß  die  E.er  tatsächlich  zur  Brut  verwen.
det  werden.  Personen,  die  der  Ortspolizeibehör.
de  nicht  alo  Gefingelhaller  belann  sind,  werden
daher  keine  Erlaubnis  erhalten.  Für  den  Post.
und  Bahnversand  sind  Beförderungspapiere
noiwendig,  die  von  der  Eierversorgungsstelle  mit
dem  Siempel  „Bruteier,  Beförderung  zugelaf.
sen“,  versehen  sind.

Der  Weltkrieg.

M  ie  aulstt
VIB.  Grohes  Sauptquartier,
6.  Frbruar,  vormittags.  Amtlich-Westlicher
  Kriegsschauplas.
Infolge  dunstigen  Frostwetters  blieb  die
Tätigkeit  der  Artillerie  und  Flieger  gering.  Nur
zwischen  Ancte  und  Somme  war  vorübergehend
der  Feuerkampf  stark.  Von  Erkundungen  im
Sommegebiet,  auf  dem  Ostuser  der  Maas  und
an  der  lothringischen  Grenze  wurden  über  30
Engländer  und  Franzosen  und  einige  Maschinengewehre
  zurückgebracht.
Oestlicher  Ariegsschauplatz
Von  der  Rigaer  Küste  bis  zum  Mündungsgebiet
  der  Donau  keine  besonderen  Ereignisse.
Mazedonische  Nrast.

Zeitweilig  lebhaftes  Feuer  im  Cernabogen
d  in  der  ne.

Der  erxiie  Generalquartiermeistet:
Ludendars.

 

den

un

In  Erwartung  einer  rI#
Lug  ano,  68.  Febr.  „4  meldet
Poris:

aus  ———
Seeschlacht  nahe  bevossteh-,  die  deutsce
Flotte  unter  Mitwirkung  der  und  Zep

peline  der  englischen  Flotte  anbienen  werde.