Metadata : Rosenheimer Anzeiger. 63. Jahrngang (63)

Anm̃m̃er  136

Freimaurerkongreß  zu  erinnern,  der  am  28.  Mai
1916  in  Rom  im  Palazzo  Giustiniami  stattfand,
wohei  ols  Vertreter  der  englischen  Logen  der
Herzog  von  Connaught,  der  franzosischen  der
frühere  Grohmeiller  Perein,  der  por#tugiesischen
der  bekannte  Magalhacs  Lima  erschienen.  Zwed

des  Kongresse?  war,  unverzüglich  Mn  Ieen

zu  ergreisen,  um  zu  verhindern,  daß  der  Papft
eine  erfolgreiche  Friedensvermittlung  einleite,
wodurch  sein  Ansehen  eine  ungeheure  Stärkung
auch  außerhalb  der  Kirche  erfahren  würde.  Di-Loge
  müsse  dafür  sorgen,  L  der  Friede  durch
ihre  Hände  komme.“

 

De  Lage  in  Spanlen.

Die  inneren  Zersetzungsprozesse  in  Spanien
laben  in  den  letzten  Wochen  recht  bedenlliche
Formen  angenommen,  und  die  Ententepresse  ist
kaum  im  Stande,  ihre  Freude  darüber  zu  verbehlen.
  Es  ist  bekannt,  mit  welch  gewaltigen
Propagandamitteln,  mit  Geld  und  anderem  die
Entente  seil  Beginn  des  Krieges  in  den  leidenschaftlichen
  Vollskreisen  Spaniens  wüh.t,  um  die
spanische  Neutralität  zu  untergraben.  Diese
Wühlereien  der  Enlente  sind  in  der  erfreulichsten
Weise  auf  einen  harten  und  bieher  unerschütteren
  Widerstand  der  spanischen  Regierung  und
des  spanischen  Königs  gestoßen,  aber  sie  haben
einen  desto  größeren  Widerhall  bei  den  revolu
tionären  Partei  Spaniens  gefunden,
aus  Begeisterung  für  die  Eniente,  als  aus  den
alten  Gegensätzen  gegen  die  spanische  Monarchie.

Im  besonderen  haben  sich  die  spanischen  Sozialisten
  und  Republikaner  vollkommen  von  dem
Lügengewebe  der  Entente  umgarnen  lassen,  und
die  Kriegsbegeisterung  ist  in  diesen  Kreisen  verlängnisvoll
  gewachsen.  Die  konservativen  und
ernsten  liberalen  Elemente  haben  sich  hinter  die
Regierung  und  den  König  gestellt  und  d  für  Fort
setzung  striltester  Neutralität  gesorgt.  Sie  haben,
wie  gesagt,  bisher  damit  erfreuliche  Erfolge
erzielt,  dennoch  haben  sich  während  der  letzten
Wochen  in  einzelnen  spanischen  Provinzen  und
im  Parlament  Anzeichen  eines  Umschwungs  bemerkbar
  gemacht.  der  zwar  noch  keine  positive
Wirkung  erzielt  hat,  aber  doch  immerhin  zu
einigen  Bedenken  Anlaß  gibt.  Bei  der  großen
Leidenschaftlichkeit  des  spanischen  Vollks  lam
man  immer  auf  Ueberraschungen  gefaßt  sein,
wenngleich  alle  vernünftige  Einsicht  in  die  politische
  Lage  und  die  Zukunft  Spaniens  eine
Aufgabe  der  Neutralität  geradezu  als  Spaniens
  Verhängnis  aufzeigen  mußte.

Der  spanische  Gegensatz  zur  Entent:c  und  im
besonderen  zu  England  i##t,  wie  bekannt,  Lislorisch
begründet.  Er  hat  seinen  letzten  und  sichtbarste#
Ausdruck  in  dem  Utrechter  Frieden  von  1713
gefunden,  der  Spanien  Gibraltars  beraubte  und
damit  den  ganzen  spanischen  Handel  und  die
übriggebliebene  Kolonialberrschaft  unter  die
Aufsicht  und  Kontrolle  Englands  stellte.  Die
alte  Sebusucht  Spaniens  trachtet  darum  nach
ushts  so  hr.  wie  nach  der  Zurückeroberung  der
Meerenge  von  Gibraltar.  Eine  Niederlage  der
Entente  wird  daher  gerade  von  den  Spaniern
aller  Tradition  mit  Innigkeit  herbeigesehnt,  und
ihre  Sympathien  für  die  Zentralmächte  sind  des-Khalb
  sehr  wohl  zu  verstehen.  Diese  wohlverstandenen
  eigenen  Interessen.  aber  auch  die  gläudende
  militärische  Lage  der  Zentralmächte  haben
denn  auch  die  Neutralität  Spaniens  bisher  am
besten  gesichert,  und  da  an  beiden  Faktoren
laum  etwas  sich  kndern  dürfte.  so  kann  man  auf
EIIIIIIIIIIIIIIIP
niens  rechnen.  Anderseits  wirkt  freilich  das
wirtschaftliche  Elend  gegen  das  Festhalten  an  der
Neutralität,  ein  Elend,  das  sich  im  besonderen
durch  die  englische  Handelswilllür  entwicket  hat.

So  wird  es  aller  Energie  der  Ipanischen  Regierung
  bedürfen,  die  Dinge  in  ruhigem  Fluß,
zu  halten.  Deutschland  ist  volllommen  oh  imäch  ·
tig,  dem  wirtschaftlichen  Elend  Spaniens  zu
steuern,  so  gern  es  das  auch  durch  Zufuhr  von
Kohlen  und  anderen  Hilssmitteln  tun  möchte.
ie  Spanier  können  für  ihr  wirtschaftliches
Elend  ausschließlich  England  verantwortlich
machen.  Die  Lage  Spaniens  ist  außen  und  innen
zerrissen,  aber  man  darf,  wie  zum  Schluß  festgestellt
  werden  kann,  durchaus  die  Hoffnung
haben,  daß  Einsicht  und  Vernunft  die  Oberhand
behalten  und  daß  das  Uebrige,  was  notwendig
ist,  um  die  Leidenschaftlichkeit  der  Ententefreund.

de  in  Spanien  zu  dämpfen,  durch  die  militäri
schen  Erfolge  der  Zentralmächte  erreicht  wird.

Seifische  Nundschen.

Der  Krieg  und  die  Lebensmittelversorgung.


Am  14.  August  empfing  der  König  den
Staatsminister  des  Innern  mit  dem  Ernährungsbeirat.
  Der  König  besprach  mit  den  Mitgliedern
  des  Ernährungsbeirates  eingehend  unsere
  ganze  dermalige  Lage  der  Volksernährung,
insbesondere  das  Ernteergebnis,  die  Versorgung

mit  BProtgetreide,  Kartoffeln,  Fleisch,  Fett,
Micch,  Eiern.  Gemüse,  Obst  und  Bier  usw.  Hiebei
  konmte  festgestellt  werden,  daß  die  Ernährung
des  Volkes  im  Ernährungsjahr  1917.18  wohl

 

gesichert  it.  Auch  die  Preisgestaltung  der  Nahrungsmittel,

  die  leider  für  den  Verbraucher  in
allen  Kriegs-  und  auch  neutralen  Ländern  eine
wenig  erfreuliche  Entwicklung  genommen  hat,
wurde  besprochen.  Schließlich  brachte  der  Köweniger-





Nolsenheim̃er  Anzeiger
Dle  Kämose  in  der  Meldau.

 

 

 

 

 

nig  auch  noch  die  wichtige  Frage  der  Kohlenversorgung
  zur  Sprache.  Ex  bektonte  hiebei,  daß
diese  für  den  kommenden  Winier  nicht  weniger
Uichtig  sei  wie  die  Ernährungsfrage;  er  sei  deshalb
  auch  beim  Reichskanzler  und  Generalleut.
nant  Gröner  bei  Gelegenheir  ihrer  letzten  Anwesenheit
  in  München  mit  vollem  Nachdruck  da
für  eingetreten,  daß  Bayern,  welches  unter  den
Schwierigkeiten  der  Kohlenbelieserung  besonders
leide,  rechtzeitig  und  ausreichend  mit  Kohlen
versorgt  werde.
Oberbayer.  Zentrumopartei.

Die  Vorstandschaft  der  Jemtrums  Kreisorganisation
  von  Oberbayern  hat  in  ihrer  letzten
Sitzung  einstimmig  beschlossen.  fur  Donnerstag,
den  27.  September,  eine  „RKreisversammlung  nach
München  einzuberufen.  Die  Versammlung  beginnt
  vorm.  10  Uhr  im  lah.  Gesellschaftshaus
mit  drei  Neferaten.  Die  Versammiung  hat  den
Zweck,  den  Parteifreunden  Aufschluß  zu  geben
über  die  Stellungnahme  der  Partei  zu  den
schwerwiegenden  politischen  Fragen  in  letzter

Zeit.  '

Vom  Reichstag.

Wie  verlautet.  ist  der  nDpzusschuß  des
Reichotages  auf  Dienstag,  2  21.  August,  zusam
menberufen  worden.  Für  hiele  eiusammenbern
sung  sprechen  verschiedene  Umstände.  Zunächst
einmal  wird  der  Hauptau?schu  e  Reichste-  nes
das  Bedürfnis  haben,  sich  über  die  Friedensak.
tion  des  Papstes  etwas  zu  unterhalten.  Außerdem
  wird  auch  die  Fühlungnahme  mit  den  neuen
Reichsbehörden  gesucht  werden  mussen.  Außerdem
  wird  der  Hauptaueschuß  auch  einen  neuen
Vorsinenden  zu  wählen  haben,  da  ja  Erzellen:
Dr.  Spahn  preußischer  Justizminisier  geworden
ist  und  sein  Mandat  deshalb  hat  niederlegen
müssen.  Stellvertretender  Vorsinender  ist  bekanntlich
  der  Sozialdemokrat  Dr.  Südelum.  Es
steht  aber  außer  Zweifel,  daß  der  Vorsitz  der
llebung  gemäß  dem  Zentrum  überlasien  bleiben
wird
Wechsel  in  der  Leitung  des  Kriegs

amts.

Durch  kaiserliche  Kabinetlsorder  vom  15.
August  1917  ist  der  Chef  des  Kriegoamtes,
Generalleutnant  Groener,  unter  Verleihung  des
Roten-Adlerordens  2.  Klasse  mit  Krone  und
Schwertern  zum  Divisionslommandeur  und  Ge.
neralmajor  Scheüch  zum  Chef  des  Kriegsamtes
ernanni  worden.  Generalleutnant  Groener  hat
die  Organisation  des  Kriegsamts  durchgeführt
und  Grundsätze  für  dessen  Tätigkeil  aufgestellt.
Da  zur  einheitlichen  Durchführung  der  Volis
ernährung  ein  Teil  der  dem  Kriegeamte  zugewiesenen
  Gebiete  jetzt  an  das  Kriegsernährungsamt
  übergeht  und  eine  weitere  Einschränkung  des
Dien#tbereiches  angestrebt  wird,  so  ist  Generalleulnant
  Groener  in  eine  andere  Dienststellung
berusen  worden.  Sein  Nac  folger  in  der  erile
General  elsässischer  Herkunft;  er  stammt  aus
Schlettstadt.  Die  „M.  N.  N.“  schreiben:  Der
Rücktritt  des  Generals  Groener  von  der  Leitung
  des  Kriegsamtes,  der  amtlich  mit  der  Einschränkung
  des  Geschäftskreises  dieser  Behörde
begründet  wird,  ist  tief  zu  beklagen.  General
Groener  war  durch  seine  Persönlichkeit  zu  einem
Faktor  im  öffentlichen  Leben  Deutschlands  geworden,
  den  man  sehr  vermissen  wird,  namentlich
wenn  die  großen  Aufgaben  des  Uebergangs
von  der  Kriegs  zur  Friedenswirtschaft  an  uns
berantreten.  Vor  allem  nach  der  Seite  der  Zu.
sammenarbeit  mit  den  Gewertschaften  und  den
Angestelltenverbänden  hat  General  Groener  sich
bleibende  Verdienste  erworben.

Vor  dem  Rücktritt  des  ungarischen
Ministerpräsidenten.

Die  Beurlaubung  des  Ministerpräsidenten

Grafen  Morith  Esterhazi  für  längere  Zeit  wird

ind  er  Mitte  der  nächsten  Woche  durch  ein  kö- 



nigliches  Handschreiben  erfolgen.  Mit  der  Vertretung
  des  beurlaubten  Ministerpräsidenten
wird  das  älteste  Mitglied  der  Regierung,  Kul
tus  und  Unterrichtoeminister  Graf  Apponnyi,  betraut
  werden.  Man  recket  sicher  damit,  daß
Graf  Andrassiy  noch  v#r  dem  Wiederzusammentritt
  des  Reic.Srates  die  Leitung  des  Kabi
netts  übernehmen  wird.

Seziele  Kunsschan.

München.  17.  August.  Am  12.  August  fand
in  Regensburg  eine  Konferenz  der  im  Zentral.
verband  chriftlicher  Holzarbeiter  Deutschlands
organisierten  Sägemerssarbeiter  und  Arbeiterinnen
  statt.  Wie  aus  den  Ausführungen  der  Bezirkoleiter
  hervorging,  hatte  der  Verband  in
Bayein,  besonders  im  letzien  Vierteljahre  eine
auserrordentlich  große  Mitgliederzunahme.  die
g#  fosse  er  war,  wie  sie  je  in  Friedenszeiten  gewesen
ist.  In  Orten,  wo  es  im  Frieden  gar  nicht  mog
lic  war,  Mitglieder  zu  gewinnen,  haben  sich  in

 

letzter  zeit  ilarke  Orlsgruppen  des  Verbandes
gebildet.  Feitgenellt  wurde,  daß  das  vom

Kriegsamt  getroffene  Lohnablommen  fait  in
allen  Betrieben,  wo  die  Arbeiter  organisiert  sind.
durchgeführt  wurde,  mit  einigen  Ausnahmen,
wo  die  Klagen  von  den  Schlichtungsausschuffen
nock  nicht  entschieden  sind.  Beronderer  Wert  soll
icht  auf  die  Regelung  der  Arbeitszeit  und  des
Heberitundenmesen#s  gelegt  werden.  Von  allen
Delegierten  wurde  betont,  daß  mit  Rucksicht  auf
die  Teuerung  unter  allen  Ummänden  writere
Lohn  und  Teuerungszulagen  eritrebt  werden
müssen.  Eine  Ent'schlietzung  wurde  angenommen,
in  welc  er  die  Wuniche  der  Sägewertsarbeiter  u.
Arbeiterinnen  fengelegt  werden.  Sie  soll  dem
Kriegsamt  in  Munchen  unterbreitet  werden.

Beverische  Nachrichten.

Bamberg,  17.  August.  Der  Bonykolt  der
Presse  icheim  allmählich  zum  Gewastmittel  auswacksen
  zu  wollen,  um  unliebsame  Kriliken  zu
unterdrücken.  Nach  dem  Fall  der  „Passauer  Zeitung“
  hat  sich  in  Bamberg  eine  neue  Bonkotlierung
  ereignet.  Den  „Bamberger  Neueiten
Nag.  richten“  sind  infolge  Krieik  des  Stadtmagistrats
  auf  Betreiben  des  Oberbürgermeisters
Wäc  ter  die  amtlichen  Lebensmittelinserate  und

Drucksachen  entzogen  worden.  Das  Bamberger
Gemeindekollegium  hat  zu  dem  Fall  bereits  Stellung
  genommen  und  in  seiner  letzten  Sißung
einitimmig  das  Vorgehen  des  Stadimagitrats
verurteilt.  Auch  der  Landtagsabgeordnete  Karl
Hes,  nimmt  in  den  „Bamberger  Neuesten  Nachrid.ten“
  gegen  den  Stadtmagistrat  Stellung.  Er
schreibt:  „„Ich  halte  die  rottenmäßige  Geschäftsächtung
  für  eine  Gewasttat,  für  die  Uebertragung
  des  Landesfriedensbruches  auf  das  geschäftliche
  Leben;  soll  eine  Handlung  oder  Unterlassung
  dadurck  erzwungen  werden,  so  riecht  d  die
Sache  auserdem  sehr  nach  Erpressung.“  Der
Bamberger  Fall  liegt  insofern  noch  kraffer,  ais
man  den  Bonkottbeschluß  in  geheimer  Sitzung
faßte,  und  der  betreffenden  Zeitung  nicht  einmal
  Kenntnis  gab,  auch  nicht  auf  Ayfrage  bin.
Erst  als  sich  das  Gemeindekollegium  mit  der
Sache  befaßte,  rückte  man  mit  den  Tatsachen

heraus.
Baverisches  Oberlaud.

KRiefersfelbden,  17  August.  Das  Grenzschutz
  Kommando  Kiefersfelden  veranstaltet  an
läblich  des  bevorstehenden  Namenstages  des
Königs  am  Samstag,  18.,  und  Sonntag,  19.
August,  ein  Königs.  Preis  Schießen.  Auf  Ringscheibe
  1  (nur  für  Grenzschutzangehörige)  sind
20  Geldpreise  und  auf  Ringscheibe  II  (nur  für
Giovilpersonen)  12  Geldpreise  im  Gesamtbetrage
von  206  Mark  ausgesetzt.  Für  die  Ehrenscheibe,
die  gemeinsam  für  Grenzschutz  und  zivile  Schüt.

 

 

Sonntag,  19.  Uugust  1912

zen  offen  ist,  stehen  25  Ehrengaben  zur  Verfü.-Hung.
  Die  Anmeldung  zum  Schießen  hat  in  der
Kanzlei  des  Grenischun  Kommando“.  Kieserslelden
  zu  eriolgen  toanogebuh:  betragt
2  Mark.  Schicesezctt  l  Sametan  von  2  „.  Uhr
und  Sonnag  von  10  11  und  2  5  Uhr.  Sonn
lag,  abende  Uhr,  findet  beim  Baumairwirt
(I.  Slock)  die  Preisverleilung  mit  Konigsfeier
1*

Uiederaschau,  13.  Augun.  Herr  T  Dr.  Hayler
leilt  und  heute  telephvnisch  aus  Freimann  mit,
daß  die  Noti  uber  seinen  Poĩten  bei  den  KruppnUerken
  auf  falschen  Insormationen  beruhe.  Wir
bemerlen  dam.  daß  die  betrefsende  Mitteilung
seil  mehreren  Tagen  schon  durch  eine  ganze  Reihe
von  Blattern  liesf  und  sckliesich  auch  von  uns
ubernommen  wurde.

Wasserburg,  17.  August.  Tie  Gute  des
neuen  Korns  wird  von  allen  Müllern  sehr  ge
lobt.  Das  Korn  in  fant  unratfrei,  gut  troden  u.
„gibt  aus“,  dur  heiilt,  es  g#bt  reicklich  gutes
Mehl.

Traunstein,  17.  August.  „zum  Opfertag
brackte  die  Haus  und  Strasemammiung  rund
286/01  Mark  ein  und  an  der  Vezirk##sammel#elle
beliejen  sid.,  die  Spenden  auf  700  Mark.

Traunstein,  1.  August.  Oundert  Jahre
sind  es  heuer.  das  ki.=  Moncde  das  herrlich  ge
legene  Kloler  Hoglmorih  vertaisen  und  der
levte  Prop  Hoglmorth  den  Krummslab
niederlegte.  Und  gerade  nack  10.  Jahren  trat
wieder  ein  lirchlicher  Wurdenrager  im  Mönchsgemand
  mit  Mitra  und  Stah  an  den  Altar.
D.  Pfarrer  Willibald  Led.ner  von  Anger  und
seine  Konfratres  begingen  in  der  vormaligen
Kloitertirce  zu  Hoglworth  das  (Gedenken  an  die
vor  30  Jahren  empfangene  Prieuerweihe.  Unter
den  Judilaren  brfand  fit  auch  Abt  Gregorius
Danner  von  St.  Venisaz  in  München-Andechs.
Um  die  ackte  Morgenstande  trat  er  unter  Asfi
stenz  des  Pfarrklerne  von  Anger  an  den  Hoch
altar.  um  eine  Dank  Pontifikal  Messe  zu  zele
brieren  und  eine  heriliche  Ansprache  zu  halten.
Lange  war  es  nicht  mehr  geschelen,  daß  an  einem
Tage  auf  allen  6  marmorgefügten  Aitären  der
Kircke  von  Hbglworth  das  Meßwopfer  gefeiert
wurde.  Nac-dem  die  Jubisare  ein  einfaches  Mit
lagomahl  eingenommen  hatten.  unternahme!
sie  an  dem  von  berrlig.  tem  Wetter  begunftiaten
  Nachmitag  zu  Fuß  einen  Auoflug  auf  die
Neubichler  Alpe  am  Ho#gl  mit  ihrer  prachtvollen
Aussidi!  auf  das  Salzburger  Land.  Am  Don
nerstag  verließen  die  geistlichen  Jubelgäue  das
herrlicz#  Anger.  „Vanerns  schönites  Dorf“.

Ruhpolding,  17.  August.  In  einer  Waldbauernversammlung
  erorterte:  Landtagsabgeordneler
  Burgermeister  Eisenberger  in  gewohnt  temperamentvoller
  Ausspracke  den  Stand  des  Holzred
  inreites.  Durch  oberitrichterliches  Urteil  in
Saden,  aitager  a#gen  Fiskus“  von  190  sei
der  Anipruck  der  Holsrechtler  auf  das  Werlholz
feugestellt  worden.  gleidmoh  habe  der  Königl.
Fiekus  gegen  ein  landgerickrliches  Urteil  vom
50.  Aptil  de.  Js.,  in  weldbem  die  Berechrigung
von  eima  230  Nes  lern  auf  den  Bezug  ron
Geratebool  anerkannt  wurde,  Berusung  eingelegz.
  Dies  zenge  niäk1  von  dem  reisprochenen  fiskaliicken
  Entgegenlommen  und  errege  unter  den
Waldbauem,  zumal  in  der  jetzgen  schkweren,  opferreicten
  zeit  Misenimmung.  Die  Verechtigten
würden  alle  gesetzlichen  Mittel  anietzen.  ihrr  al
lten  und  auf  Herkommen  begrundeten  Rechic,  die
in  oberftlrickterlichem  Urteil  anerlannt  rien  ,  zur
Geltung  zu  bringen.

Reit  i.  W.,  1I7.  Auguft.  Einer  —-  Le
benemittelveric.  iebung  iit  man  auf  die  Spur
gekommen.  Großere  Kisten  mit  Lebenemitteln
sollten  nack  auswärts  versandt  werden.  Aber
das  wackende  Auge  hat  es  vereitelt.  Soviel  man
bören  kunn.  sollen  bessere  Per'onen  beteiligt  sein.

Trostberg,  17.  August.  Es  wird  ofters  in
den  Zeitungen  daruber  gellagt,  daß  die  Fideikommisbesiner
  im  Verhältnis  zu  den  landwirt
sch  aftlich  bewirtichafteten  Flächen  ihrer  Güter
einen  zu  geringen  Viehbeitand  halten  würden.
Da  verdien  sestgenellt  zu  werden,  dah  einzelne
Guter  heute  nach  dreitabriger  Kriegedauer  u.
nach  st  arlen  Eingrifien  in  die  Veflände  einen
höheren  Viehbefland  haben  als  vor  dem  Kriege.
So  halli  da:  Grafl.  Arco  Zinnebergsche  Fidei
lommistigut  S#in  a.  Traun  mit  dem  Nebenzut
Seeon  um  1.  Juli  1613  einen  Rinderbelland
von  221  Stuck.  am  gleichen  Datum  1915  eben
soviel,  1015  nock  215  Siuct  und  am  1.  Juli  ds.

Jahres  sogar  313  Stück.  Hierunier  befinden
sick  eilma  80  Milchkuhe.  ungefährr  die  gleiche
Zahl  wie  bei  Kriegsbeginn.  In  Oberbanern  is
es  überhaupt  mit  dem  Viehbeitand  noch  ziem.
lich  gut  bestellt.  was  manchem  eischliebhaber
unker  unseren  Lesern  einen  kleinen  Tro#t  verschaf.
sen  mag.

Hartenkirchen,  17.  Auqust.  Die  gemeldete
Schlies-  zung  einer  Gast'tälte  in  Partenlirchen  betrifft
  nicht  den  „Partenkirchner  Hof“.  sondern
den  Gaithof  „zum  Werdenfelserh  5rs“  CJoseph
Burger).

Burghausen,  17.  August.  Aus  dem  hiesigen
Stadtmuseum  wurde  eine  goldene  Spindeluhr,
Glasrand  und  Deckel  mit  Perlen  besetzt.  alte
franzsische  Arbeit,  ferner  1  Kupferleuchter  und
1  palinierter  Messingwechsel  (Bodenfund)  ent.
wendet.

Die  Geidankanfsstellen
—————.

 

 

vollen  Geldwert,