Genueralfeldmarschall v. d. Eoltz.
: Deutscher Kaiser“ abgehalten wird. Der nächste
Vortrag findet dortselbst statt am Freitag,
den 7. August, abends 7 Uhr,, was iermit
zur Kenntnis sämtlicher Kucsteilnehmerinnen
gebracht wird.
Die freiw. Sanitätskelonne Rosenheim
läßt einen Aufrus ereehen, an alle.
bt„denen es nicht vergönnt #sl, dem Vaterlande
mit der Waffe zu dienen und beieit sind, hich
im Dienste der freiwilligen Krankenpflegeverwenden
zu lassen“. Wir empfehlen cen Aufeuf
allgemeiner Beachtung.
Vom Kloster in den Krieg. Joreil
Laienbrüder des Kapuzinerklosters Rosenheim
haben das Ordensgewand mit der Uniformivertauscht.
Sie sind unter die Waffen getüdt.
Gestern sind weiter drei junge Sa'esianerpalies
aus Bayern, welche eben in Rom ihre
Studien vollendeten und die Einberufung er-Dielten,
zu der Fahne geeilt. In alle: Etille
feierten sie hier am Mittwoch früh ihr erstes
v|# Meßopfer. Ergreifend war es, as sie zum
Schluß der andächtigen Menge den Primiziantensegen
erteilten.
In den Betrieb des Nosenheimer
Anzeiger“ reißt die Einberufung unter
die Waffen täglich größere Lücken. Sowohl
ron der Buchdruckerei als auch von der Papierwarenfabrik
M. Niedermayr muhzten etliche
Kräfte einrücken. Für den beutig zeln Tag ist auch
eri Buchdruclerei= und Fabrikbziter Rober
Nfedermayr unter die Wafssen gerusen worden.
Zahlreiche Plätze im Betriebe sino also verwaist.
Infolgedessen ist es nicht möglich, die
Herausgabe des „Nosenheimer Anzeiger“ im
bisherigen Umfange aufrecht zu erhaiten. Wir
werden aber gleichwohl nach Krästen bestrebt
sein, auch für die Zukunft unsere Lefer über
den Gang der Kriegswirren voll#tandig auf
dem Laufenden zu halten. Von dieser Betriebe.
K. inschränkung wird auch unsere ilkustrierle Sonnagsbeilage
betroffen; wir sehen uns leider
8 die Notwendigleit geitellt, eine oder luel)
rere Nummern ausfallen lassen u mussen. Wir
itten unsere verehrlichen Abonnenten, Dieroon
gefl. Notiz zu nebmen.
Einen Aufruf erläßt Herr Präparandenauptlehrer
Faußner „an die noch nicht wehrhigen
Schüler der hiesigen Lehranstalten und
r borren lasse der Volksschule“. Diese Schüler
erden zu Erntearbeiten etc. aufgerusen, weslb
wir alle auf den Aufruf aufme risam machen.
wird eine „Ernte-Stammnolle“ geführt, für
iche die Einschreibtage näher festgesetzt sind.
wäre sehr asrealich, wenn dem Wesei zahlentsprochen
wür
Die Suche noq0 Spionen wurde
Wgestern noch fortgesetzt. Verschiedene Si-#ungen
wurden vorgenommen. Das Enderhehis
ist jedoch nicht bekannt. Gerüchte wolltesauch
von der Anhaltung eines Antpmobils
ithohen Geldsummen bei Aibling etwas wis-Jrgendwelche
Bestätigung liegt indessen
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An unsere Frauen.
Zum Schutze fürs deutsche Vaterland
Zog unser Lanzes Heer
All unsern Stolz. all anser Glück,
Wir gabens freudig.
Auf! Die ihr frei knd iedig fe seid
Alldcutschlands Fraun seid hbereit)
Zu blutger Arbeit ruft die Stunde.
Helft lindern Not und herben Schmerz
Hr- gilt es handeln, hier seid Frauen
eigt Freund und Feind ein deutsches Herz
Auf! Die ihr frei und ledig seid
Alldeutschlands Fraun seid hilfbereit!
Seid Schwestern unsern Allerärmsten
Neigt ihnen willig euer Ohr
Nicht Reichtum, Ang und Adel nützen
Jedwede Tat sie dringt vor Gottes Ohr
Alldeutschlands Fraun seid hilfbereit!
Aufs.! Auf! Es gilt zu kämpfen heut!
Ney-H.
Sorge für die Zurückbleibenden.
Der K. Staatsminister für Verkehrsangelegenheiten
hat den zum Ocere einrückenden Arbeitern
der Verkehrsverwaltung mitteilen lassen, daß
ihren Angehörigen beträchtliche Zuschüsse zur
reichsgesehlichen Unterstützung gewährt werden.
Dadurch ist ihnen die Sorge für die Existenz
ihrer Familien erleichtert.
An unsere Damen. Die K. Polizeidirgtion
München veröffentlicht unter dem
4. August einen Erlaß, der auch den Damen
Nosenbeims nicht vorenthalten sein soll. Er besagt:
Deutsche Frauen und Jungfrauen möchten
in diesen schweren Zeiten das Tragen auffälliger
Toiletten, insbesondere auffallender Hüte vermeiden.
Cin solches Tethalten ist nicht nur
durch den Ernst der Lage, in dem sich unser
teures Vaterland befindet. geboten. es ist auch
im Inleresse der persönlichen Sicherheit den
Damen dringend zu empfehlen. denn bei der
Aufregung, die leider einen Teil unserer Bevölkerung
ergrifien hat, sind auffällig gekleidete
Damen vor Insulten nicht sicher, trotzdem die
Polizeibehörde ihr möglichstes tut, um sie davor
zu schützen". Das ist ein Wunsch, dem gewiß
leicht zu entsprechen ist.
Die österreichischen Bahnen. Die
Tisenbahndirektion München teilt mit: Wegen
allgemeiner Mobilisierung in Oesterreich tritt
auf den österreichischen Bahnen in der Nacht
vom 5. auf 6. August die Friedensordnung außer
Kraft. Die Beförderung der Zivilpersonen. und
des Reisegepäcks erfolgt mit den in der sartege
sahrordnung veröffentlichten Personenzugen
weit es die militärische Beanspruchung derselben
erlaubt und nur dann, wenn die Reise im militärischen
oder öffentlichen Interesse unternommen
wird und die Reisenden eine von der politischen
Behörde ausgestellte, zur einmaligen Fahrt
bercchligende, mit Umtssiegel versehene Legitimation
vorweisen können.
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11
Erweiterung des Gabrohrne
In der Innstraße werden zur Zeit die 4
zu den Gasleitungen gelegt.
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licchiche Nachrichlen.
Bittgottesdienst. Dagz feierliche Bittamt
vor ausgesetztem Allerheiligsten aus Anlaß
des Kriegsausbruches fand beute früh "s Uhr
in der Stadtpfarrkirche statt. Es wurde von
tadtkaplan Bernrieder zelebriert, da
5. WGeistl. Rat Geßl noch an der Pilgerfahrt
ins hl. Land teilnimmt. Zu der heiligen Hondlung
hatee sich der größte Teil der katholischen
Bevölkerung Rosenheims eingefunden, so daß
die Kirche dicht gefüllt war. Mit Andacht und
Erbauung lauschte man dem ernsten Gesang
und folgle der priesterlichen Handlung. Möge
Gottes Segen in reichstem Maße auf alle, die
im Felde stehen, herabströmen und ihnen ein
Wiedersehen ihrer Heimat beschieden sein lassen.
Der Weltkrieg.
Letzte Talegramme bis 3 Uhr nachmittags.
Oesterreich erklärt Rußland den
Krieg.
Berlin, 6. August, mittags 2 Uhr. Die
österreichisch-ungarische Regierung teilte der
deutschen Regierung mit, Botschafter von Szarary
in Petersburg sei beauftragt, der rufsischen
Regierung zu notifizieren, daß Oelterreich-Ungarn
sich infolge der Haltung Nußlards
im Kouflikt Oesierreichs mit Serbien und
in Ginblick auf den Krieg [Rußlands mit
Deutschland sich als in Kriegszustand mit-Rußland
befindlich betrachtet.
Ein deutscher Erfolg an der französischen
Grenze.
Verlin, 6. August. 2 Uhr nachmittags.
Vriex, nordwestlich von Meg3, ist von den deutscher
Truppen besetzt worden.
Abgewiesener rullischer Vorstoz.
Berlin, 6. August. 2 Uhrn nachmittags.
Vei Schwiddern, östlich von Johannesburg, und
bei Grodlen versuchte eine russische Kavalleden
deutschen Grenzschutz zu durch-Der
Versuch wurde abgeschlagen. Die
lei Soldau zurükgeschlagene russische Kavalletiedivision
erlitt bei ihrem Rückzug nach
Rußland weitere Verluste, da sie von den
deutschen Truppen verfolgt wurde.
riedirision,
diechen.
Revolution in Petersburgq?
Salzburg, 6. August. Oesterreichische
Blätter veröffentlichen Privatbriefe aus Petersburg,
aus denen herrorgeht. doß in Rußlerd
die Revolution mit all ihren Schreien
te. Ein Brief aus dem Kuort Sejstroretzk
ram 23. Juli, veröffentlicht im „Saburger
Vollsblatt“ vom 5. August 1914, bringt
unimme Einzelheiten über die Vorgänge in
Vetersburg. Sie fallen indessen noch in die
Zeit der großen Arbeiteraus#ständ. n
denen nicht belannt ist, ob sie jeFt noch andorern.
Die Zustände spotten jeglicher Be-I
reibung. Alles wurde demoliert, Unschuldige
wurden niedergeknallt. JImmerhin jassen diese
Meldungen Schlüsse auf die derzeitioen Zustän
de zu. Russische Revolutionen verschwinden nicht
so leicht, wie die russischen öffiziösen. Berichte
clanben machen möchten. Selbswersländlich komrien
über die derzeitigen Zustände teine Mel.
dungen über die vussische Grenze.
wetterbericht
für Freitag, 7. Augufr.
Westwinde, Regen besonders Südoflen.
Urin-Untersuchungen
werden gewissenhaft ausgeführt von
E. I. Krammer.h.,
Rohrdorf vcl noscnpcim.
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