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lassen, „die irgend welche Aussicht habe, den Triumph der An—
schauungen des deutschen Volkes herbeizuführen.“ Die militä—
rische Organisation des Bundes sei ebenfalls „nicht genügend,
um die Sicherheit Deutschlands zu verbürgen.“ Oesterreich ver—
wies er bereits unter die fremden Mächte, indem er erklärte:
„Bei jedem Angriffe, sei es von Oesterreich, sei es von anderen
Mächten, wird durch die geographische Lage das Interesse Preu—
ßens und Deutschlands identisch.“ Er wolle diesem letzteren das
Schicksal Polens ersparen, inmitten der großen europäischen
Krisen, die in jedem Augenblicke zum Ausbruch kommen könnten.
„Das Schicksal Preußens aber wird das Schicksal Deutschlands
nach sich ziehen, und wir zweifeln nicht, daß, wenn Preußens
Kraft einmal gebrochen wäre, Deutschland an der Politik der
europäischen Nationen nur noch passiv betheiligt bleiben würde.
Alle Regierungen müßten es als eine heilige Pflicht betrachten,
dieser Eventnalität vorzubeugen und mit Preußen zusammen
zu gehen.“ Demgemäß verlangte er von einer jeden von
ihnen eine kategorische Antwort auf die Frage, „ob, und in
welchem Maaße wir auf ihre Unterstützung in dem Falle zu
rechnen haben, daß wir von Oesterreich angegriffen oder durch
unzweidentige Drohungen zum Kriege genöthigt werden.“
Oesterreich antwortete am 31. März durch einen Protest,
worin es seine Friedensliebe bethenerte. Gleichzeitig aber betrieb
es seine Rüstungen mit umso größerer Energie, da es voraus—
sah, daß der Krieg unvermeidlich sei. Es berief sich ebenso wie
auch Bayern, auf den Artikel 11 des Bundesreglements, worin
die Bundesstaaten sich verpflichten, sich unter keinem Vorwande
zu bekriegen, sondern sich dem schiedsrichterlichen Urtheil (Austrä—
gal-Instanz) des Bundestages zu unterwerfen.“ Herr von der
Pfordten, der bayrische Premier-Minister, fügte noch hinzu:
„Wahrlich, derjenige, welcher die Schuld an einem solchen Kriege
trüge, würde bald von seinem eigenen Gewissen gerichtet werden,
bevor noch die Geschichte ihr unbestechliches Urtheil spricht.“
Bayern ersuchte die beiden großen Kabinette, zu erklären, „daß