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Nachdem das Weibchen ein bis zwei Schock wasserheller Eierchen
darin abgelegt hat, wird es vom Männchen verjagt und darf sich
seinem Ueste nicht mehr nähern. Für die Männchen beginnt jetzt eine
aufregende Zeit großer Sorge. Neinen Hugenblick haben sie Ruhe.
Jedes Tier, das nur in die Mähe kommt, wird vertrieben, und es ist
lustig zu sehen, wie die winzigen Burschen mit gesträubten Stacheln
und noch viel röter als sonst auf einen hecht losschießen, der hundertmal
mehr wiegt als sie. Dann fahren sie einmal wieder hinein ins
Nest, um zu sehen, ob noch alles in Ordnung ist. Dann kommen sie
befriedigt heraus, und nachdem sie es einigemal stolz umschwommen
haben, stellen sie sich unmittelbar vor den Eingang und schlagen
schnell mit den Brustflossen. Kuf diese Weise wird immer neues
Wasser hineingepeitscht, damit die Eier sich gut entwickeln können.
Bald sehen sie denn auch ihre Bemühungen belohnt. Eines
Tages sind die ersten winzigen Weltbürger da, und nicht lange, so
wimmelt es im Nestchen von ihnen. Sber jetzt erst die Arbeit für den
armen Dater! Er möchte seinen Eifer verdoppeln und verdreifachen;
denn die Jugend ist leichtsinnig und naseweis; das erfährt er reichlich
an seinen zarten Kinderchen. Die Eier lagen wenigstens still und
hatten keinen eigenen Willen; aber bei den flinken Jungen ist die
Sache ganz anders. Denen wird es bald langweilig in dem engen
Nest, und sie schlüpfen neugierig heraus, um sich auch einmal die
Welt da draußen zu betrachten. Solchen Vorwitz unerfahrener Kinder
kann aber das herz des ängstlichen Vaters nicht dulden. Er pacht
sie mit dem Maul und schleppt sie zurüch in ihre Wiege. Aber, o
weh! Kaum hat er eins hineingesteckt, so sind schon wieder zwei
andere draußen, und so geht es den ganzen lieben Tag lang.
231. Bach und Fluß. Von Ernst Lausch.
Tief in der Erde war einmal ein Wassertropfen. Weil es aber
so dunkel in der Erde und der Wassertropfen so ganz allein
war, so gefiel es ihm gar nicht, und er ging in der Erde weiter.
Da traf er einen andern Wassertropfen und noch einen, und es
kamen immer mehr zusammen, die gingen alle mit ihm. Weil es
nun aber so viele Tropfen waren, so hatten sie große Kraft bekommen
und sagten: „Wir wollen oben ein Loch in den Erdboden
machen und hinausgucken, daß wir die Sonne sehen können.“ Und
sie machten richtig ein Loch und guckten hinaus und sahen die Sonne
und den Himmel. O wie schön war da alles! Sie waren aber