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war, wurde abends von der 20. Division im einheitlichen Vorstoß
wieder zurückgeworfen; am 20. aber konnte die 5. Division südwestlich
Soissons und andere Divisionen am Ourcq zur Stelle sein.
Auch wurde der linke Flügel der 9. Armee südlich der Aisne der
7. Armee unterstellt, da eine einheitliche Kührung zwischen Aisne und
Marne nötig war. So gelang es sowohl am 20. wie 21. Juli, starke
feindliche Massenangriffe im allgemeinen erfolgreich abzuwehren.
Auch der Abzug der Truppen, die sich bisher heldenhaft südlich
der Marne behauptet hatten, ging um so besser vonstatten, als die
FKranzosen hier am 20. nicht angriffen. Er wurde musterhaft durchgeführt,
und der Feind stieß am 21. auf geräumte Cinien. Am 22. trat
dann eine Kampfpause ein, die von den Deutschen dazu benutzt
wurde, die Stellungen zwischen der Marne einerseits und der Ardre
und dem Gurcgq andererseits zu verbessern. Die Kampfentscheidung
war zu ihren Gunsten ausgefallen. Die Derluste waren allerdings
groß, aber die der Feinde gewiß nicht geringer. Die Folgen
des Kampfes zwangen also keinesfalls an und für sich zu einem
Rückzuge. Die rückwärtigen Derbindungen aber waren durch den
Geländeverlust immer unhaltbarer geworden. Die vorhandenen
Eisenbahnen konnten die Dersorgung der Truppen mit allem Nötigen
— LCebensmitteln und Munition —, vor allem aber deren häufige
Ablösung, wie sie ein dauernder Sustand forderte, nicht leisten, und
Kraftwagen mit den nötigen Betriebsstoffen waren nicht vorhanden.
Auch waren die Folgen der UÜberraschung und des Mißerfolges vom
18. Juli 1018 in der Truppe noch nicht verwunden. Alles das trug
zu dem Entschlusse der Reeresleitung bei, allmählich hinter die Aisne
und Desle zurückzugehen. « .
Sunächst sollte in der Nacht vom 26. auf den 27. bis in die Cinie
AKere en Tardenois—Dille en Tardenois ausgewichen werden, dann
Anfang August hinter die Desle, die die gerade Derbindung zwischen
Reims und Soissons darstellte. Auch mußte jetzt die 18. Armee und
der rechte Flügel der 9. verstärkt werden, die beide bloß mit Rücksicht
auf den Angriff und die mit ihm bewirkte Bedrohung von Haris
zeitweilig geschwächt worden waren. Das konnte nur aus den
Reserven der Heeresgruppe in Flandern geschehen, weil anderweitig
keine Reserven vorhanden waren. Das aber hatte wieder eine weitere
Erwägung allgemeiner Natur zur Folge. Es fragte sich nämlich,
ob dann der Angriff in Klandern noch von durchschlagendem Erfolge
sein konnte. Nach den neuesten Ermittelungen war der Gegner dort
auf einen Angriff vorbereitet; der Angriff gegen die Marne hatte
es nicht vermocht, Truppen von dort nach den angegriffenen Fronten
abzuziehen. Die große Sahl der Amerikaner hatte das offenbar unnötig
gemacht. Es erschien zweifellos, daß man mit der durch Ab-Haben
geschwächten Armee rasche und entscheidende vorteile nicht
würde erzielen können; auch war es nicht gelungen, vor Ankunft
der Amerikaner eine Entscheidung zu erzwingen. 1145 000 Mann