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war nun seinerseits „ganz Ohr“ geworden und nickte mir
heftig zu, ich solle fortfahren.
Eshandelt sich um einen Krieg zwischen
zwei Weltanschauungenl! Nein, lächeln Sie
nicht. Ich weiß recht gut, der große Friedrich schreibt
seinem Freunde Voltaire: „Wenn unter tausend Mann
ein einziger wirklich denkt, so ist das ein selten günstiger
Fall“; heute steht die Sache so, daß vielleicht ein Deutscher
unter fünftausend denkt und von fünfzigtausend Engländern
kaum Einer; doch tut das nichts zur Sache. Daß
eine Weltanschauung von innen nach außen — als Schöpfung
— ausstrahlt, das ist überhaupt ein seltener Fall;
von außen nach innen dagegen findet es überall unbemerkt
statt. Von klein auf saugen wir alle, wie die Luft, so auch
Gewohnheiten, Meinungen, Dberzeugungen, Haß und
Liebe, Irrtümer und Wahrheiten auf, ein ganzes Weltbild
— enger oder weiter, je nach Begabung und Bildung
— aber bestimmt und bestimmend. Vielleicht ist die englische
Weltanschauung gerade darum so fest und unverrückbar,
so einheitlich und tyrannisch ausgeprägt, weil der Engländer
durchschnittlich weit weniger gebildet als der
Deutsche ist und auch — infolge gerade seiner Weltanschauung!
— weniger zum Nachdenken aufgelegt;z so nimmt er
sie denn als gegeben hin, ist von Allem, was sie lehrt, ebenso
überzeugt wie von Sonne und Mond, so daß keine
irdische, auch keine himmlische Gewalt sie aus seinem Kopf
heraus kriegt. And jetzt stoßen die englische und die deutsche
Weltanschauung auf einander wie zwei harte Schädel.
Hier hätte ich viel zu sagen, doch ich eile, nicht blos um
Ihre Geduld zu schonen, sondern auch damit Ihr Blick
sofort die rechte Richtung bekommt: der Kernpunkt der