Metadata : Fremdwörterbuch von Dr. Daniel Sanders; Band 2; Jahrgang 1891. (2)

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finden,  denen  keine  Vertiefungen  an  der  innern  entsprechen.
Zurdach  Anthr.  366  2c.;  ferner  (Astron.):  die  bei
ganz  od.  annähernd  totalen  Sonneufinsternissen  in
der  Corona  (s.  d.  3b)  der  Photosphäre  wahrgenommnen
  Hervorragungen,  s.  Kädler  137  ff.;  Eswürden
  bes.  die  Photosphäre  der  Sonne,  die  oft  wahrgenommene
  Kerona  u.  vor  Allem  die  flammenden  Hervorragungen
  (P-en)  die  aufmerksamste  Beobachtung  verdicnen.
  Ual  3.  21,  232;  Photographien  der  P-en.  419;
Salon  2,  484  2c.  feren,  intr.  (haben):  schwellend
bervorragen  2c.  —  Prötus  (gr.),  m.,  uv.;  0
[&  24,  21:  (Myth.)  s.  Bellerophons-Brief;  auch:
Wie  die  Töchter  des  P.  sod.:  die  Prötiden]  v.  der
Nompyhenwuth  befallen.  W.  27,  333;  Namler  Myth.  22.
—  TDrotüt-höl  (lat.),  f.;  —en;  -kla,  f.  [8  23,  11:
Vice-,  Nebenvormundschaft.  or,  m.,  —#;  -ören
I§I  21,  3,  öris]:  Vice-,  Nebenvormund.  —  Prot-Upisch
  (gr.),  a.:  vorbilrlich,  als  Vorbild  dienend.
„ꝑpogrãphisch,  a.:  aus  den  Zeiten  vor  Erfindung
der  Typographie  (s.  d.).  -pon,  n.,  —6;  zypa;
„ꝑnpus,  m.  I§  24,  21:  Muster,  Vorbild,  vgl.
Prototyp.

Prouesse  (frz.  pru-),  f.;  —n:  tapfre  That,
Bravour  2c.  Heine  Letzt.  Gd.  82.  —  Proülok:  f.
Perenlok.

Drovasällus  (mlat.),  m.  [8  24,  21:  ein  als
„Stellvertreter  des  Lehnsmannes“  dessen  Dienste
Leistender.  —  Drovatür-a  (it.),  f.;  zJe:  Kuh-,
Büffelkäse,  vgl.:  Pröveles,  Art  neapolitanischer
Büffelkäse.  —  Proveditöre:  s.  Provv  2c.  —
Droven-cäle  (-angß-,  m.,  —;;  —:  Bewohner
der  Provence,  nam.  auch  in  Bezug  auf  Sprache  u.
Dichtung  (s.  Oe;  Troubadour  2c.):  Epik  u.  Diraktik
der  Pu.  Kosenktanz  Psch.  471.  calisch,  a.:  den
Provengalen  eignend  2c.:  Die  p-e  Lyrik.  467  rc.
Se#e  □angß'),  f.;  0:  Das  südl.  Gallken  hieß  schon  bei
den  Römern  vorzugsweise  die  Provinz  u.  dieser  Name  ist
ihm  als  P.  bis  jetzt  geblieben.  ebd.;  P.=  od.  Per-  (Ohen
3.  1117  1c.)  Ol,  feines  Olivenöl  aus  der  P.  —
Provénd-a  (it.),  f.;  ze:  Proviant  (s.  d.);  ein
Getreidemaß  in  Ancona:  Der  Rubbio  v.  8  Coppe  à
4  Provende.  Encykl.  f.  Kaufl.  29a.  —  Proven-ienz
(ulat.),  f.;  S-en:  die  Herkunft  eines  Produkts  rc.
—  u.:  ein  aus  fremdem  Land  kommendes,  eingeführtes
  Erzeugnis:  Wie  ängstlich  man  im  Kunsthandel
die  Angabe  der  P-en  neuentdeckter  Kunst-Ggstde  vermeidet.
Grenzb.  25,  4,  227;  Riesenkoffer  amerikanischer  P.
Na  3  22,  167;  Die  Gemeinde  hat  einen  Sanitätskordon
gezogen  u.  weist  Pen  aus  Montenegro  zurück.  20,  233;
18,  421;  19,  601;  Sydel  Kl.  Hist.  Schr.  2,  137;
140  ie.  fèéren,  intr.  (sein):  hervor-kommen,
-gehn,  als  Ergebnis  2c.  —  Proventriculus  (lat.),
m.  I§  24,  2):  Vormagen,  s.  Echinus  3.  —  Drovenu
  (frz.  —ü),  n.,  —;  —:  Ergebnis,  Ertrag,
Betrag:  Netto-P.,  Reinertrag.  Eneyhkl.  f.  Koufl.  59  7a.
—  Provenzäl  2c.:  s.  Proveng  2c.  —  Proverb-e
(frz.  —irb),  n.,  —6;  —s:  Syrichwort,  nam.:  ein
dramatisiertes,  bes.  als  Räthselspiel:  Einige  kleine
P.3  gespielt.  Tiec  Tischl.  2,  6.  -iäl  (lat.),ialisch,
+4l,  a.:  sprichwörtlich,  —  als  Adv.:  proverbiälirer.
  iös,  a.:  sprichwortreich.  ium,  n.,  ;

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leu  [8  24,  2,  n.]):  Sprichwort  (s.  Aragium;  Parömie
  2c.);  auch:  Die  Provérbia  [Sprüche]  Salomönis
  2c.  —  Droviänt  (frz.),  m.  (vralt.  u.  Simplieiltmus
  1,  17327  2c.;  f.,  s.  S#.),  —+e);  0:  Mundvorrath,
  —  auch:  Mund-P.;  Krtegs-;  Reise-;
Schiffs-P.  2c.;  P.--Haus,-Kammer  (3.  B.  auf
Schiffen),,  Magazin  2c.;-Kommissär,  -Meister,
  Officier  2c.;=  Flotte  (§ch.  86  8b),=  Schiff
(Dobrink  591a);  „  System;  „Train;=  Wagen;z
Wesen  2c.  -keren,  tr.:  mit  Proviant  versehn
(vgl.  avitaillieren),  zumelst:  Ver-p.,  auch  verallgemeint,
  z.  B.:  Verproviantierte  seine  Nase  mit  Bahia.
Badenstedt  Erz.  1,  78;  Auerbach  Landh.  1,  29  2c.  Dazu:
Die  Verproviautierung  der  Schiffe.  Gtenzb.  24,
1,  138  2c.  —  Provid-entia  (lat.),  f.  (/§  24,  11:
Vorhersehung;  sorgende  Vorsicht,  z.  B.:  Ex  p.
majörum  (durch  Fürsorge  der  Ahnen]  mit  einem
tüchtigen  Damme  versehen.  W.  32,  175;  göttliche
Vorsehung.  entfell,  a.:  v.  der  götkl.  Vorsehung
herrührend,  verfügt,  ihr  gemäß,  davon  zeugend  2c.;
Das  pste  Ereignis  meines  Lebens.  Mauhisson  E.  1,  28;
Ich  habe  im  Weltgang  die  p-e  Fügung  erkannt.
JoMũller  7,  408;  Ruge  Buckle  7  2c.  Zenz,  k.;  0:
Providentia.  -ĩẽren,  tr.:  versorgen,  versehen,
nam  auch  bei  den  Katholiken  mit  der  Wegezehrung,
d.  h.  den  Sterbesakramenten.  —  Provicari-ät
(nlat.),  n.,  -(e)s;  Se:  Stellung  eines  Provikarius.
  -us,  m.,  uv.;  zen  [8  24,  21:  ein  an
Stelle  eines  Vikarius  (s.  d.)  Waltender.  —
Prov-incia  (lat.),  f.;  (len,  s.  Ss.)  [8  24,  11;:
Provinz:  P.  prætõria,  deren  Verwalter  ein  bloßer
Civilbeamter  (Proprätor)  war,  Ggstz  consuläris,
unter  einem  Prokonsul,  der  zugleich  ein  Heer  befehligte
  rc.,  vgl.  Provence.  -inciãlis  2c.:  s.  Previnzial
  2c.  -inz,  f.;  —en:  1)  ein  größrer,  selbständiger
  Landesbezirk,  eig.  u.  zunächst  im  Ggstz  zum
Reichsmittelvunkt,  so  bei  den  alten  Römern  zu
Italien;  ferner  zur  Hauptstadt:  So  kümmert  die
Stadt  (Versailles!  hin.  Sie  ist  nicht  Paris  u.  ist  doch
nicht  P.  Slahr  Par.  2,  141  2c.;  auch:  Der  Aufstand
der  P-en  [—  P.-Bewohner]  12c.;  Die  Donau-P-en
lder  Türkeil.  Scherr  Bl.  2,  300;  Grenz-Pen.  Volkaz.
16,  110;  Der  Adel  der  Kirchen-P.,  die  sich  ja  weiter
als  die  Grenzen  des  Landes  erstreckt.  Auerboch  Landh.  5,
39;  Ruslanrs  Ostsee-P-en;  Die  Rhein-Pen  2c.;
P.,  Bewohner;  Stadt  (G.  29,  349);  -Statthalter;
Verwalter;  „Verwaltung  rc.,  auch,  in  Bezug  auf  die
Provence  (s.  d.):  P.-Rose,  etwas  größer  als  die
Burgunder  Rose  (vgl.  Pompon)  2c.  —  2)  übrtr.,
in  der  kathol.  Kirche  ein  Erzbisthumsbezirk.
inziäl  (lat.  provinciälis):  1)  a.:  einer  Provinz
eignend,  angehörig  2c.:  Muß  demnach  ein  wirksamer
Volksschriftsteller  ein  landsmännischer  (veer)  sein?
Auerbach  SchV.  242;  252;  Pee  landschaftliche,
mundartliche]  Ausdrücke  2c.  U.  sehr  häufig  als  Bstw.,
z.  B.:  P.-Ausdruck;  =  Blatt,  Zeitung;  Centralisation
  (s.  d.);  „Institut;  Kapitel
(s.  d.  3  u.  P.  2);-Korrespondenz,  s.  Zeitung;
Landtag;  -Lasten,  Steuern  2c.;  „Recht  Gus
provinciäle);  Regiment  (z.  B.:  Der  makedonische
Heerbann  zerfiel  in  6  P.-Regimenter.  Rüston  9K.  235);

Provinzial