Aummer 148
Stegmeier will, daß man mit diesen Dingen
sparsamer sei. Die Teilnahme an den Tagungen
könnte leicht zu einer billigen Ferienreise
werden. G.= B. Breitenhuber glaubt, daß #ie
25 Morl sich reichlich rentieren. Der Direktor
lönne sich so leicht über alle Neuerungen auf
dem Lausenden hallen, zu deren Studium vielleicht
sonst eine Kommission abgeordnet werden
müßte. Auch G.-B. Gradl verspricht sich von
einem ernstlichen Besuch der Tagungen nur Vocteilhastes.
G.-B. Stegmeier hält dages en, daß
Neuerungen auch durch „Drucksachen, 1 rospekle
usw. studiert d
Beschiusz des Magistrates, der den Betrag bewilligte,
zugestimmt.
Ein Hilfskechniter für das S
auamt
Zum Vollsfest war auch die Veranstaltung
einer Ausstellung über die Entwicklung des stäot.
Bauwesens geplant. Das Stadtbauamt vermochte
jedoch nicht, allein mit den Arbeiten dazu
fertig zu werden und beantragte die Anstellung
eines Hlfstechnilers für mehrere Monate
um 150. 0 Mk. monatlich. Der Magistrat
hat diesem Lenron bereits zugestimmt. Der Vorsiczende
glaubte, daß nichts übrigbleibt, als die
Kraft zu genehmigen; er stellte den Antrag
dem Beschluß des Stadtmagistrats, der den
Techniler genehmigte, beizustimmen. Die G.-B.
Huber, Schrettenseger, Schmidt und Dachs sind
dagegen, weil sie eine solche Ausstellung nicht
für notwendig halten. G.-B. Schrettenseger
meinte, das Stadtbauamt habe im Hinblick auf
den Stillsland im Baugewerbe so nichts zu tun,
mogegen G.-B. Schmid und der Vorsitzende be.
tonten, daß das Sta?stbauamt sehr produktio
ist und in diesem Jahre mit Entwürfen zur
Sportplatzfrage, Schulhausneubau usw. zur Ge
nüge Arbeit habe. Fortgesetzt würden neue
Projelte an das Amt herantreten. G.-B. Huber
stellte den Antrag, den Hilfslechniker abzu.
lehnen. Das Hollegium lehnte dann auch mit
18 gegen 4 Stimmen die Hilfskraft ab.
Die Garantie für die GEenossenschaftshäuser.
Als vorletzter Gegenstand wurde das Gesuch
der Baugenossenschaft um Gewährung eines Kulturrentendarlehens
- Ueber die Einzelheiten
haben wir im Anschluß an die lehte
Magistratssitzung schon berichtet. Der Vorsitzende
schlug vor, den Magistrat. und Kommissionsbeschlüssen
zuzustimmen. G.-B. Breitenhuber
bat ebenfalls den Vertrag zu genehmigen,
damit die Baugenossenschaft umninr in die Lage
uersett wird, die Geschäftsleute zu bezahlen.
Der Vertrag wurde dann einstimmig debattelos
angenommen.
Erweiterung des städt. Wasserwerkes.
ladt-Als
letzter Punkt der Tagesordnung stand
die Erweiterung des stärt. Wasserwerkes in Hofmühlc
zur Beratung. Vor Bekanntgabe der
Allenlage stellte G.-B. Huber den Antrag, die
Sache solle noch einmal in einer gemeinsamen
Sitzung der Elektrizitälts= und Wasserwerkskommission
durchberaten werden, wobei geprüft werden
solle, ob es nicht zweckmäßiger und rationeller
wäre, wenn die Ersatzkraft aus dem stärt.
Elektrizitälswerk bezogen würde. Er begründet
seinen Antrag u. a. auch damit, daß die Sache
nich! so sehr dringlich sei, nachdem in diesem
Jahr zu der Erweiterung doch nicht mehr geschrillen
werde.
Der Vorsitzende ist damit nicht einverstanden,
denn die Frage sei in den beiden Kommissionen
genügend vorberaten worden. Vor allem sei
es einmal nötig, diaß die Attenlage in dieser
Sitzung belannt gegeben werde, damit in den
Reihen der G.-B. wie auch in der Bevölkerung
der Stadt Aufklärung in diesem Punkte geschaffen
wird. G.-B. Rais ist, auch dafür, daß
die Sache in der heutigen Sihzung erledigt werde,
da die Proselte in den beiden Kommissionen
eingebend beraten worden sind. Die G.-BV.
Wendie und Schrettenseger sind der gleichen Ansicht.
G.-B. Huber hat nichis dagegen, wenn
bas Kollegium von der Aktenlage heute Kenntnis
nimmt. In den Kommissionen sei jedoch die
Frage nicht eingehend genug beraten worden.
G..B. Schmidt meint, daß es sich doch hauptsächlich
um die Lieferung des Stromes hamlle.
Er ist der Ansicht, daß man heute einmal von
Per Attenlage Kenntnis nehmen solle.
Hierauf erstattete der Vorsitzende das Reserat.
Wir sind auf die Einzelheiten des Projeltes
schon in dem Berichte über die Mazistratssitzung
vom 15. Mai näher eingegangen: wir
rerweisen deshalb auf Nr. 114 des „Rosenheimer
Anzeiger“. Im Vordergrund der Beratung
s#and das Projekt des Elektrizitätswerkes, das
alo Trieblraft einen Elektromotor von 70
Pferdestärlen vorsieht. Da nun das städt. Werk
an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit angelangt
sein soll, müßte der Zusatz-Strom von
der Obz bezogen werden oder das Wasserwerk
direkt an das Leitungsnetz, das bei Landl vorbröieht.
angeschlossen werden. Der Anschlußz
an das städt. rt kostet 18 900 Mark, der
an à8 Oberoyer. Ueberlandzentrale 15 605 Mk.
Nach Aufstellungen des maschinisten wurde
im abnormalen trockenen Sommer des Jahres
1911 die Dampfreserve in 2600 Stunden zugezogen,
was Kosten in der Hohe eren 5600
Mi. verursachte. Die Direktion des
Werkes hat ausgerechnet, dah bei w e
N8n###
des neuen Projeltes die 2600 Stunden nur 2323
Mark gekostet hätten. Der Vorsitzende empfsiehl!
dem Projekt des Elektrizilätawerkes zuzustimmen,
weil die Projelte der Fa. Riedinger oder
der Maschinenfabril Augsburg-Nürnberg bei der
ungünstigen finanziellen Lage unseres Wasserwerkes
viel zu teuer kämen.
G.-B. Stegmeier empfiehlt, dem Antrag des
E.,B. Huber stattiugeben, weil die Lage zu
verworren isl. (I.-B. Rais gibt die Anregung,
es möge Direktor Dunkel zur Aufklärung bei
gezegen werden. Diesem Antrag wurde slalt:
gegeben. G. B. Schreltenseger: Wenn auch im
Jahre 1911 die Reservelrast in 2000 Stunden
not twendig wurde, so hat sich jetzt die Sache ge
ändert; heuer wurde die Lokomobil in sechs
Stunden nötig. Neines Erachtens ist die Be
schlußfassung, welches Projekt gewählt werden
soll, nicht so vordringlich. Bei dem Projekte,
das Werk direlt an die Obüz anzuschließen,
habe ich Bedenken, daß bei Blitzschlag die
Stromlieserung oft unterbrochen wird, wie man
es in letzter Zeit so ofi hört. Es ist daber die
Frage zu prüfen, ob es nicht zwemäwiger sei,
das Wasserwerk an das slärt. Glelizizithtswert
anzuschließen, selbst wenn dies 2— 0 Mark
Eirer käme, wie der direkie schh an die
G. 8. Huber möchte darauf hinweisen, daß
der Anschluß an das Elektrizitätswerk das einzig
Rationalle ist, selbst wenn dieses den Zusatzstrom
von der Obuz nimmt. Das städt.
Kabel ist eine unterirdische Leilung, die der
Biiteesahr nicht ausgesetzt isl. Wenn wir direkt
an bie Leitzachwerke anschließen, so ist vielleicht
gerade in dem Moment, in dem die Reserockraft
notwendig wird, die Stromlieferung
unterbrochen. Die Ersatzrraft müsse so ausgebaut
werden, daß sie auch im geeigneten Moment
herangezogen werden kann; das kann nur
der Fall sein, wenn der Anschluh an das Eleltrizitälswerl
bewerkstelligt wird. Wird das Wasserwerk
an die Ueberlandzentrale angeschlossen,
so lann es manchmal zutreffen, dabß bein Elektrizitätswerk
das Wasser den Leerlauf heruntersrürzt,
während ein anderes städt. Werk, das
Wasserwerk, den Strom von der Ueberlandzentra
bezieht.
G.-B. Wendl tritt dem entgegen und meint,
wenn man eine Hilfskraft braucht, so muß sie
billig sein, Der Vorsitzende ist ebenfalls der entgegengesetzten
Meinung wie Antragsteller Huber.
Das Elektrizitätswerk ist an der Grenze
seiner Leistungsfähigleit angelangt, der Anschluß
an dasselbe lostet um 3300 Mk. mehr. Es ist
unzweifelhaft unwirtschaftl., wenn das Eleklr.
werk den Zusatzstrom vom Ceitzachwerk nimmt
und ihn dann durch das lange Kabelnetz nach
dem Wasserwerk schickt. G.-B. Huber: Wenn
das Wasserwerk an das Elektrizitätswer! angeschlossen
wird, kostet der Strom in der Zeit, in
der lein Zusatzstrom bezogen wird, effektio keinen
Pfennig. Direktor Dunkel: Wenn der Zusasstrom
von der Obüz bezogen und dann durch
das Kabelnetz nach dem Wasserwerk geleitet
wird, muß ein Umformer aufgestellt werden,
was mit erheblichen Kosten verbunden ist. Wenn
wir den Strom von der Ueberlanzzentrale beziehen,
können wir eine Erweiterung des
Werkes hinausschieben, das ist also die beste
Möglichkeit, uns jetzt auszuhelfen.
G.-B Dachs stellt die Frage, ob das slädt.
Elektrizitätswert Koch Strom übrig hat. Direttor
Dunkel: Das Werk hätte zur Zeit zmar
elwas Strom übrig, weil die JInhustriefle.# und
Ecwerbetreibenden infolge der schlechten wirlschaftlichen
Konjunktur ihren Strombezug einschränken
oder ganz aufgeben. Das Werk ist
aber in nächster Zeit wieder derart belaslet, daß
der für das Wasserwerk notwendige Strom nur
zur Nachtzeit abgegeben werden kann. G.-B.
Huber: Den Strom für das Wasserwerk fann
das Eleltrizitätswerk zweifellos in sehr vielen
Fällen abgeben. Immer sei ja der volle Bemg
von 70 Perdestärken nicht notwendig. Wenn
dann das Elektrizitätswerk wirllich einmal völlig
belastet ist, kann man den Jusatzstrom' ron
der Ueberlandzentrale beziehen. Direktor Dunlel:
Mit der momentanen Lage darf nicht gerechnet
werden; jetzt stehen in der Tat noch 50
bis 60 Pferdestärken zur Verfügung. Für die
nächsten paar Jahre ginge es also schon. Beim
Bezug von Zusatzstrom gehen im Umformer
elliche Prozente verloren.
G.-B. Huber: Die Belastung des Elektrizitätswerkes
ist # ungleichmäßig, aber zufrieden
stellend. G.-B. Bernrieder meint, die Dampfreserve
soll als zweite Reserve beibehalten werden,
worauf der Vorsitzende entgegnete, daß
dann ein Umbau unumgänglich wird. Auch auf
die Zlivoesabr kam Direktor Dunkel noch zu
sprechen. Er bemerkte Tbei, daß bei einem
Strombezug bei der Ueberlandzentrale vertraglich
sestgelegt werden muß, daß bei Unterbrecuns
durch Blitzschläge die Verbindung mit
dem Wasserwerk zuerst hergestellt werden muh,
und dann erst mit den übrigen Abnehmern. Die
langen Störungen seien hauptsächlich darauf
rückzuführen, daß die Transformatoren bechädigt
sind und ausgetauscht werden müssen.
* man im Wasserwerl einen Reservetransformator
bereit halte, wäre die Leitung in Kürdc
wieder hergestellt. G.-B. Huber stellt an
Direktor Dunkel die ** ob belriebstechnische
und 120 e Vorteile entstehen, wenn das
Wasserwerk an das Elektrizitätswerk angeschlossen
wird. Direktor Dunkel: Aus betriebstechnischen
Gründen würde ich mich nie dazu ver-
stehen, das . Wasserwerk anzuschließen, aus finanziellen
Gründen nur, wenn der Nachtstrom
in Betracht kommt.
G. BD-–. Wendl ist gegen eine neuerliche Durchberatung
in den Kommissionen, weil dabei auch
teine anderen Momente zutage treten werden.
G.-B. Schrettenseger ist für eine Zurückstel-=lura,
danit sich di: Herren insormieren können.
Auch G.-B. Schmidt ist der Meinung, daß die
Eriedigung mieser Sache nicht so sehr Eile
hal. Die Verlagung der Beschlußfassung, welches
Prosekt zur Ausführung kommt, wurde
denn mit 12 gegen 10 Stimmen angenommen.
Cotalnachrichten.
Rosenheim, 25. Juni.
Innere Verwaltung: Vom 1. Juli
1914 an wird der Bezirlsamtssekretär Peter
Einwag in Ebersberg auf Ansuchen zum Rechnungsrevisor
der Regierung von Oberbayern
in ctatsmäßiger Weise ernannt und der Kanzleiassistent
im Staalsministerium des Innern
Joses Ziegler zum Ber zirksamtssekretär bei dem
Berirlsamte in Ebersberg in elalemäßiger Weise
besörderk.
Forstdienst: Berufen wird in ctatsmäiger
Weise in gleicher Dieniteigenschaft der Foͤrster
Jolann Strauß in Mutzenwinkl, Forstamt
Schönbe Dc#g, nach Hammer, Forstamt Siegsdorf;
zum Förslter befördert wird in etatsmäßiger
Weise der Forstassistent. Karl Neumüller
beim Forstamte Bergen in Lengau, Forstamt
Walomünchen; versetzt werden in ctatsmäßiger
Weise in gleicher 9. Diensteigenschaft die Forslassistenten
Franz Laver Schmidt in Rott a. J. an
das Forstamt Bergen und Theocor Bengert vom
Forstamte Siegsdorf an das Forstamt Burgbausen;
ernannt wird in etatemäßiger Weise
zum Forstassistenien der Forstschutzdienstaspirant
Max Hornberger von Hohenpeihenberg beim
Forstamte Siegsdorf.
Befsörderung. Der Mahgistratsoffiziant
Herr Josef Knödlmayr wurde zum Sekrelär
befördert
Erinnerungsfest. Nach einem Bericht
aus Freising haben vor 15 Jahren die Herren,
welche im Jahre 1874 das Gymnasium absfolvierten,
versprochen, das 40. Erinnerungsfest
ihres Gymnasialstudiums durch eine Zusammenkunft
in Freising im Jahre 1914 zu seiern.
Dieses Erinnerungefest soll jetzt am 15. und 16.
Juli in Freifing begangen werden. Von den
damaligen Studiengenossen weilen noch 25 am
Leben; darunter besinden sich folgende Herren:
Pfarrer Mathias Funk in Aschau bei Mübldorf,
Pfar##er Josef Huber in Griesstätt bei
Wasserburg, Mairer und Distriktsschulinspektor
Franz Ser. Lenz in Feldkirchen bei Aibling,
Pfarrer Seb. Liebl in Hochstätt bei Nofenheim,
Bezirksarzt Dr. August Oberweiler in Wasserburg
a. J., freires. Pfarrer Josef Spitzl
in Grafing. Gestorben sind 13 Studiengenossen,
darunter Pfarrer Kaspar Kreitlbuber in
Uebersee.
Seinen 80. Geburtslag feierte am Johannitag
Herr Oberlokomotivfü! rer u. D. J
hann Hangen in der Innstraße. Gleichsektig
beging er auch seinen Namenstag. Wir beglückwünschen
ihn nachträglich noch zu seinem
Doppelfeste.
Versam mlung. Am Freitag den 26. Ju-P
ni, abends 8 Uhr, findet im „Klosterstüber!“ der
Stockhammerbrauerei #2ê in Nofenheim eine öffentliche
Versammlung des ZJansabundes stalt, bei
welcher Oberbürgermeister a. D. Dr. Neff in
München, über das Thema: „Die Gewerbefeindlichleit
der neuesten bayecischen Gesetzgebung
uno ihre wirtschaftlichen Schäden für Hausbesitzer
und Mieter“ sprechen wird.
Luitpoldtag 1914. Am Dienstag, den
23. Juni, fanden die Wettlämpfe der hiesigen
Mittelschulen um die Medaillen auf dem Turnsviel
platz des Männerturnvereins von 1860 statt.
Sie waren von gulem Wetter begünstigt. (Einie
gediegene Aufnahmen TIaon, ect che Herr
Photograph Knarr machte, sind in unserem
Schaufenster ausgestellt. 4 Vom Gymnasium
hotten sich zu beteiligen die J. bis 8. Klasse,
von der Realschule die J. bis 5. Klasse, von
der Präparandenschule die 1. bis Z. Klasse.
Aus jeder Klasse war ein Akertel der Shdler
für die Teilnahme am Wettlampf auszuwählen
Alle ausgewählten Schüler hatien nach ministerieller
Bestimmung einen Schnellauf über
eine Streie von 70 Meter und einen Weitsprung
auszuführen, außerdem haiten die drei
Klassen der Realschule und der Präparandenschule,
sowie die Klossen 3 bis 5 des Gymnasiums
Weitwurf mit dem Schlagball zu zeigen,
während für die 6. Klasse des Gymnasiums.
Ballweitschogen, für die 7. und 8. noch Weitwurf
mit dem Schleuderball bestimmt worden
war. Die Aufgaben des. Kampfgerichts hatten
außer zwei Herren der hiesigen Mittelschulen
in bereitwilligster Weise die Herren Bauer,
Feichtmayr, Heliel, Kleinschmict, Kühbandner,
Spiegl und Stark Kaver vom hiesigen Turnverein
von 1860 übernommen. Den genannten
Herren, durch deren Mühewaltung bei der Vorbereitung
der Wettlämpfe sowie bei deren
Durchführung es in erster Linie ermöglicht wurde,
daß die ttlämpfe einen raschen und
glatten Verlauf nahmen, sei auch an dieser
Stelle der geziemende Dank ausgesprochen. Es
lei noch einmal darauf hingewiesen, daß es
9
□
—D e# W33NZi.
sich in diesem Jahr nicht um örtliche Wettlämpfe
handelt, sondern daß jede Anllall mit
den gleichartigen Anstalten des ganzen Lan#es
in Wettbewerb trill. Die Entscheidung des
Landeskampfgerichte über die Wetttampfergebnisse
uno die Preisverteilung wird im „Banerischen
Staatsanzeiger" veröffentlicht werden.
Der Lag des eigentlichen Feste:, das am Turnspielplan
des K. Hymnasium= abgehalten wird,
wird noch belannt gegevren werden. Das Programm
desselben umfaßt Freiücungen, volkotümliche
Spiele und gesangliche Darbietungen.
Es sei gleich hier bemerkt, daß der Vorbeimarsch,
der das Fest beschließen soll, in der
Kussteiner#raße in der Nähe der Bahnunierführung
ersolgen wird. Dr. S.
Schulausflug. Die Odberllasse der höheren
Töchterschule machte heute einen Ausflug
nach München. Er galt der Besichtigung.
des „Deutschen Museums“.
Die Wasserleitung wird abgediperrt.
Infolge Wegnahme der provisorischen
Verbindungsleitung, die zur Notbrüce führte,
wiro die Wasserleitung, welche bereils aus die
neue Innbrüe verlegt ist, morgen Freilag
in oer Frühe von 3 bis 4 Uhr gesperrt. Nach
Umfluß oieser Sperrstunde wird dann die neue
Leitung endgültig in Betrieb genommen werden.
Wir verweisen auf die amrliche Bekanntmachung
des Stadtmagistrates im Inseratenteil der heunigen.
Nummer.
Die Zentralisierung der städtischen
Kassen stand in den letzten Tagen auch
in Traunstein im Vordergrund der Beratungen
im Rathaus. Doch erachtete man im Manistrat
ofe Zentralisierung vorerst nicht als vordringiich.
Merkwürdigerweise nahm man laut
„Oberb. Landesztg.“ folgende Begründung daizu:
„Fur die zentralisierung der Kassen kann
das Kollegium nicht eintreten (gegen die Stimme
des Magistratsrates Müller), da erhebliche
Mehrkoften entstehen und damit ein Stüt
er Selbstverwaltung der Bürgerschaft verloren
Aaben würde.“ Wenn diese Motidierung zutressend
wäre, hätte also auch Rosenheim gein
Stück der Selbstverwaltung der Börgerschaft"
preisgegeben. Wir vermögen indessen nicht, diesem
Eedankengang zu folgen.
Interesselosigkeit. „Der schlechte Besuch
der Versammlung des Fremdenverkehrsvereine
gab wieder ein krasses Beispiel von
der Intereisselosigkeit, die die Bevölkerung den
Bestrebungen des Fremdenverkehrs enltgegenbringt.
Die Mehrzahl der Handels- une Gewerbetreibenden,
die den allergroßten Nugen
rom Fremdenverlehr haben, und von denen
riele überhaupt nur vom Fremdenrerlehr leben,
fanden es nicht der Mühe wert, die Veranstallung
zu besuchen. Eine traurige, beschämende
Tatsadz#, die nicht scharf genug verurleilt werden
kann. Der Vorsiyende des Vereins gab diesem
geradezu unerhörten Zustand auch in seiner
Begrüßungesrede unverblumt Auedruc, mit
der Betonung, daß die Stadt einer ernsthaften
wirtĩchaftlichen Krisis entgegengehe. wenn der
Förderung des Ftemtenverlehrs nicht mehr Inlerensé
entgegengebracht wird. Diese Mahnnng
lam ouch i in dem Nechenschaftebericht zum Ausdrud.'“
Diese Klage lesen wir im „Tiroler
(Srenzbote“ (Nr. 48) über die letzt: Versamm
lung ddes Fremdenverlehrsvereins Kufuein. Ist
es in Rosenheim anders?
Absturz von der Kampenwand. Der
Forstpraktikant Weißert aus München, der an
Sonntag an der Kampenwand in die ĩog. Kai—
sersfäle abstürzte, und dabei einen Schädelbruch
und innere Verletzungen erlitt, ist in der Chirurgischen
Klinil seinen Verletzungen erlegen.
Verhaitung der spanischen Schay,
schwindler. Den Bemübungen der deulschen
und der österreichischen Kriminalbehörden ist e#
nun gelungen, den Hauptiitz der spanischen
Schatzschwindler in Barcelona anszuforschen und
mehrere Mitalieder, darunter das Haupt der
Schwindlergesellschaft, einen Deutschen namens
Roelte, zu verhaften. In dem Bureauder Schatzschwindler
wurden über 700 000 Adressen von
wohlhabenden Personen aus Deutschland und
Oesterreich cefunden. — Aehnliche Meldungen
kamen auch früher schon, die Schwindeleien nahmen
aber ihren Fortgang.
Unwetterschäden. Infolge der audauernd
hohen Wasserführung von Inn und Mangsall
wurde an der Platanenallee, die von der
Innstraße zum Krankenhaus führt, auf einer
lurzen Teilstrecke zwischen dem Wanerraod des
Gärnters Streidl und der Abzweigung beim Uebergang
der Industriebahn, der Untergrund
derart gelockert, daß die Bäume umzufallen
drohen. Durch den letzten Sturm am Montag
abends wurde die Gesahr noch vergrößert, so
daß man jetzt dazu schritt, gie Bäume zu stützen.
Ein Baum, der schon längere Zeit sehr
schief stand, wurde ausgegraben. Hoffentiich
bleiben die anderen Bäume von dem gleichen
Schicksal verschont.
Jugendliche Einbrecher. Der Südsrüchtenhändler
Massario überraschte am Dienstag
abends halb 10 Uhr in seinem Laden zwei
Lehrlinge aus der Nachdarschaft, als sie sich gerade
an der Kasse zu schaffen machten. Der
eine der Eindringlinge hatte sich Nachschlüssel
zu dem Laden an der Heiliggeiststraß: ge.
macht und stattete an schon fast ein Johr
hindurch nächtliche Besuche ab. Vor Jahres
frist wurden dem Händier Stbftachte im Wertve
– · #Vee
— —.