Metadata : Königlich Württembergisches Staats- und Regierungs-Blatt vom Jahr 1815. (10)

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Heusoden  besiebend;  ungefhr  4  Morgen  Wiesen  von  der  besten  Qualität,  und  zu  beren  Besserung

11  Naht  den  Pförch  und  7  Brl.  Kuchengarten  mit  zum  Bestand,  muß  aber  neben  Stellung  eines

tüchtigen  Bürgen  eine  leqale  Caution  von  dem  13  fachen  Betrag  des  erzielenden  Bestands-Gelds  in  letzender

  Gürern  oder  Kassen=  Obligationen  einlegen.  Die  mit  Meister:  oder  Concessions  =  Bricsen  und

wit  oyrigkeitlichen  von  den  Hdermmte###  gesiegelten  Zeugmssen  über  Prädikat  und  Vermögen  versehene

Lebcber  mdgen  sich  einfinden,  und  die  weitere  Conditionen  vernehmen.  -  den  16.  *  1815.,
n.  Cameralanuit.

Neuenbürg.  Jn  der  hlesigen  Oberamts-Stadt  sollen  neue  Gefängnisse  aufgeführt  werden,
wovon  nach  dem  Ueberschlag  die  Arbeitea  des  Maurers,  Steinhauers  und  Jpsers  656  fl.,  Zimmermams
  766  fl.,  Schreiners  31  fl.,  Schlossers  316  fl.,  Glasers  30  fl.,  Anstreichers  50  fl.  belragen,
wesbalb  M#tiwoch  den  26.  Ap##l  Bormittags  8  Uhr  auf  dem  Rathhass  zu  Reuenbürg  ein  Akkord  im
##streich  vorgenommen  werden  wird,  und  diejenige  Handwerkslente,  welche  als  vollkommen  tächtig
und  Cauriousfähig  vurch  magistratische  und  oberamtlich  gesiegelte  Urkunden  sich  ausweisen  können,  bei
solcher  Berhandlung  erscheinen  mögen.  Herrenalb,  den  9.  April  1815.  K.  Camersglamt.

Welnsperg.  An  nachbemerkten  Tagen  werden  die  Commun=  Schäfereien  von  Bizfeld  n.  Scheppach
  wieder  auf  3  Jahre  verliehen  werden,  und  zwar  die  Commun-Schäferei  zu  Bizfeld  Dienstag
den  2.  Mai  Nachmuttags  2  Ubr,  dieselbe  erträgt  250  Stük  Schaafe,  wovon  die  Burgerschaft  150  Stüäl
einschlagen  darf.  Der  Beständer  hat  freie  Wohnung,  Schaasstall  und  Scheuer  nebst  11  Ruthb.  Krauta#nen

  und  2;  Vrt.  Wiesen,  auch  den  Pforch  über  die  Lammzeit  zu  genießen.  Die  Schaafoecide  zu

Eeppach  au  obigem  Tag  Nachmittags  3  Ube;  diefelbe  erträgt  500  Stük,  wovon  die  Bürgerschafe
150  Stük  einschlagen  darf;  der  Beständer  genießt  freie  Wohnung,  Stallung  und  Scheuer  und  2  Bee#
Araugarten.  Die  Liebhaber  haben  an  gedachtem  Tag  miur  Zeugnissen  über  Prädikat  und  Vermdgen
auf  dem  Rathhause  dahier  zu  erschrinen.  Den  30.  Merz  1815.  K.  Oberamr.

Stuttgart.  Der  bei  dem  Kbnigl.  Garde-Regiment  zu  Fuß  stehende  Unteroffizier,  Johann
Frech,  von  Degerloch,  Amts-Oberamts  Stuttgart,  welcher  sich  den  #ten  dieses  unerlaubter  Weise  aus
dicsiger  Garnison  entfermt  hat,  wird  hiemit  aufgeforderr,  sich  innerhalb  sechs  Wochen  a  dato,  wovon
ihm  14  Tage  als  rnt-  14  Tage  als  zweiter,  und  14  Tage  als  dritter  und  peremtorischer  Termin
gegeben  werden,  bel  seinem  Regiment  emjufinden,  und  über  seine  unerlaubte  Eurfernung  zu  verante
worten,  widrigenfalls  gegen  denselben  als  Desertenr,  in  comtumac#iam  wird  verfahren  werden.  Den
7.  April  1815.  Cominando  des  Kbnigl.  Garde-Regimcuts  zu  Fuß.

Stuttgart.  Karl  Deines,  obligater  Sperer  bei  der  Kinigl.  Armee  =  Equipfrungs=  Compag'ie
in  kudwigsburg,  ven  hier  gebürtig,  254  J.  alt,  ein  Schlosser  von  Profession,  5  Fuß  3  Zoll  im  Meß
haltend,  ist  im  Urlaub  delertut.  Es  werden  dechalb  sämtliche  Kkuigl.  Behbrden  ersucht,  auf  diesen
Flüchtling  zu  fahnden,  und  denselben  im  Betretungsfall  an  das  Commando  nach  kudwigsburg  einlicsern
  zu  lassen,  wobei  noch  angefügt  wird,  daß  darselbe  besonders  dureh  eine  Lücke  in  der  untern  Reibe
der  Zihne,  durch  eine  Narbe  im  linken  Backen,  und  durch  seine  dunkelrothe  Haare  kenutlich  ist.  Den
10.  April  1815.  Kougl.  Stadt,  Directien.

Ellwangen.  De-  Soldat  Johann  Joseph  Seckler,  von  Buch  hiesigen  Oberamts,  welcher  sich
im  Dec.  v  J.  auf  General-Pardon  gestellt  batte,  ist  aus  der  Garnison  Ellwangrn  von  dem  Linien=Fasanterie--Regiment
  Nro.  3.  den  36.  Merz  d.  J.  abermalen  desertut.  Hochlodl.  Polizel  Behörden
werden  geziemend  ersucht,  auf  geda  1  ten  Deserteur  fahnden,  und  deaselben  im  Berretungsfalk  an  hiesie
##ßes  Oberamt  einzuliesern.  Den  3.  April  1615.  Kin.  Oberamt.

Eßlingen  Der  Dragoner  Ambrosius  Krespach  von  Nordstetten,  Oberamts  Horb,  bat  sich  auf
die  an  sämtliche  Beuriaubte  #d  Reamems  ergangene  Einberufung  aus  seinem  Geburts,  Orte  entferor,
ohne  bei  dem  Regiment  eingrrukt  zu  seyn.  Alle  Milikn#ir  und  Cioll  =  Bebrden  werden  daher  ersucht,
De  Deserteur  im  Betretungsfalle  zu  arretiren,  und  woblverwahrt  an  die  unterzeichuete  Behhrde  ein?
zaliesern.  Den  3.  Apu#ul  15315.  Commando  des  Cavalleric,  Regiments  Rr.  5.  Oragener  Kronpring.