Augustenburg
große Mufikfreundin und selbst als Komponistin
aufgetreten.
Aussustenburg, Linie des holstein.
erzogsgeschlechts, ein Zweig der Linie
olstein-Sonderburg, von Ernst Günther
est. 1689) Fistet führte ihren Namen
von einem Ort auf der Insel Alsen, an
dem sich heute noch das Schloß A. befindet.
Herzog Christian (s. Christian 2)
erhob 1839 als Haupt der jüngern königlichen
Linie des oldenburgischen Fürsten-Bases
Ansprüche auf die Erbfolge in
chleswig-Holstein für den Fall des Aussterbens
des Mannsstamms der ältern reierenden
königlichen Linie des dänischen
Herrscherhauses. Nach dem unglücklichen
Ausgang des schleswig holsteinischen
Kriegs schloß er mit dem König von Dänemark
1852 einen Vertrag, in dem er an
diesen alle seine auf der Insel Alsen und
dem Festland gelegenen Besitzungen abtrat,
sich mit seiner Familie außerhalb des Königreichs
zu leben verpflichtete und eine
Entschädigung von 1½ Mill. Speziesthaler
(7¾ Mill. Mark) empfing. Der
Herzogverzichtetezu Gunsien seines Sohns
Friedrich . Friedrich 31) auf seine
Rechte als Chef seines fürstlichen Hauses.
Seit dem Tode des Herzogs Friedrich (14.
Jan. 1880) ist der Erbprinz Erust Günthe
i *2 11. Aug. 1863, Haupt der Linie.
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Brünn, 15 km ästlich von dieser Stadt,
an der Littawa, berühmt durch die sogen.
Dreikaiserschlacht 2. Dez. 1805, in
welcher die Franzosen unter Napoleon die
verbündeten Osterreicher und Russen,
welche ihre Monarchen Franz II. und
Alerander I. selbst ins Feld begleitet sat,
ten, schlupen. Die Österreicher und Russen
hatten, 85,000 Mannstark, zwischen A. und
Brünn auf einem Höbenzug dessen Mittelpunkt
das Dorf Pratze bildete, Stellung
genommen mit der Absicht, Napoleon, der
mit 70,000 Mann ihnen gegenüber zwischen
den Dörfern Tellnitz und Bellatitz
lagerte, anu reifen. Ihr Plan war die
rechte Flanke des Feindes zu umgehen, ihn
nach Norden zurückzuwerfen und ihm sodie
Verbindung mit Wien und Böhmen abwschneiden.
Während die Verbündeten
en rechten französischen Flügel unter Daerlitz,
Stadt im mähr. Bezirk
— Abentinus. 23
voust mit Üübermacht angriffen, ließ Napoleon
noch am Vormittag durch Soult die
Höhen von Pratze, wo der Oberfeldherr Kutusow
selbst stand, nehmen, zwang auch
den rechten Flügel der Verbündeten trotz
ihres glänzenden Kavallerieangriffs zum
Rückzug und fiel von Pratze aus ihrem
linken Flügel in den Rücken. Damit war
der Sieg entschieden, und der Rückzug besonders
der Russen artete in wilde Flucht
aus. Der Verlust der Verbündeten betrug
gegen 30,000 Mann, die Franzosen
gaben den ihrigen auf nur 6 ann
an und hatten 180 Kanonen und das ganze
Gepäck des Feindes erbeutet. Es folgte der
Waffenstillstamd von A. 6. Dez. 1805.
Anstrafien (Austrien, Ostreich-),
fränk. Teilreich unter den Merowingern,
bildete von Chlodwigs Tod (511) bis zu
Childerichs III. Abdankung (752) meist
ein selbständiges Königreich und umfaßte
den Osten des Frankenreichs, d. h. das
spätere Lothringen, Belgien, die den Franken
unterworfenen Länder auf dem rechten
Rheinufer und einige Gebiete im S. der
Loire. Es führte jenen Namen im Gegensatz
Neustrien (s. d.), dem Westreich.
1 . hatte die germanische Bevölkerung
ich reiner erhalten, es ist außerdem die
Wiege des karolingischen Geschlechts. Die
Houptstadtwar Mef. Unter den Nachkommen
Karls d. Gr. kam für A. der Name
„ostfränkisches Reich auf, und seit dem
Untergang des karolingischen Geschlechts
hat die Bezeichnung Deutschland-, das
allerdings im O. eine weit größere Ausdehnung
gewann, die frühere verdrängt.
Aventinus, r ann,eigentlich Turmair,
bayr. Geschichtschreiber des 16.
Jahrh., geb. 1477 zu Abensberg (Ayentinum,
daher sein Name) in Niederbayern,
studierte in Ingolstadt, Wien (wo er Schüler
von Konrad Celtes war) und Paris
und übernahm 1509 die Erziehung der
bayrischen Prinzen Ludwig und Ernst.
1517 ernannte in deren Bruder, Herzog
Wilhelm IV., zum bayrischen Historiographen.
Da er der Reformation geneigt
war, wurde er 1528 verhaftet und verdankte
dann seine Freiheit nur der Verwendung
seines Gönners, des Kanzlers
Joh. v. Eck. Seitdem lebte A. teils zu