Der Gebirgsfeldzug in den Karpathen.
Wien, 12. Dezember, mittags. Amilich wird verlautbart: Ungeachtet aller
Schwierigkeiten des winterlichen Gebirgsgeländes setzten unsere Truppen ihre Vorrückung
in den Karpathen unter forkwährenden siegreichen Gefechten, in denen
gestern über 2000 ZKussen gefangengenommen wurden, unaufhaltsam fort. Die
Dässe westlich des Lupkower Hasses sind wieder in unserem Besitz. Im Raume
südlich Gorlice, Grybow und Neu-Sander begannen größere Kämpfe. — Die Schlacht
in Westgalizien, deren Front sich aus der Gegend ösilich Tymbark bis in den Kaum
öfflich Krakau hinzieht, dauert fort. Gestern brachen wieder mehrere Angriffe der
ZKufsen in unserem Artilleriefeuer zusammen. — Die TLage in Dolen hat sich nicht
geändert. — Die Besahung von Puzemysft brachte von ihrem letzten Ausfall 700
gefangene Kussen und 18 erbeutete Maschinengewehre mit sehr viel Munition heim.
Der Sitellvertreter des Chefs des Generalstabes.
v. Hoefer, Generalmajor. (W. T. D.)
Das ruhmvolle Ende der „Nürnberg“.
London, 12. Dezember. Die „Daily Mail“ meldet aus New JLork: Das
britische Geschwader holte die „Nürnberg“ nach einer aufregenden Jagd ein und
forderte sie auf, sich zu ergeben; die „Nürnberg“ wies dies ab und kämpfte bis
sie unterging. Das britische Geschwader umfaßte die Danzerkreuzer „Shannon“,
„Achilles“", „Cochrane“ und „JNatal“. (W. T. S.)
11000 Hussen in Nordpolen gefangen.
Großeo Hauptauartier, 13. Dezember, vormittags. Nachdem am
11. Dezember die französische Offensive auf Apremont (südöstlich St.-Mihiel)
gescheitert war, griff der Feind gestern nachmittag in breiterer Front über Fliret)
(halbwegs St.-Mihiel—DHont-à-Mousson) an. Der Angriff endete für die Franzosen
mit dem Verlust von 600 Gefangenen und einer großen Anzahl von Toten
und Verwundeten. Unsere Verlusie betrugen dabei etwa 70 Verwundete.
Im übrigen verlief der Tag auf dem westlichen Kriegsschauplatz im wesentlichen
ruhig.
In Nordpolen nahmen wir eine Anzahl feindlicher Stellungen; dabei machten
wir 11000 Gefangene und erbeuteten 43 Maschinengewehre.
Aus Ostpreußen und Südpolen nichts Neues.
Oberste Heeresleitung. (W. T. B.)
Oesterreichisch-ungarischer Sieg in Westgalizien.
Wien, 13. Dezember. Amtlich wird verlautbart: In der Schlacht in Westgalizien
wurde der südliche Flügel der Russen gestern bei Limanowa geschlagen