konferenz vertreten. Ich haͤtte in dieser Taͤtigkeit die
Krönung meiner amtlichen Laufbahn gesehen. Es hat
nicht sollen sein! Und so scheide ich von Ihnen schweren
Herzens. Mit manchen von Ihnen habe ich vor vielen
Jahren in Afrika und in der Suͤdsee zusammen gearbeitet,
mehr als sieben Jahre habe ich die Geschaͤfte des Kolonial—
amts gefuͤhrt. Ich vermag am besten zu beurteilen, was
Sie, meine Herren, in all dieser Zeit fuͤr die deutsche Sache
in uͤberseeischen Gebieten geleistet haben, und ich moͤchte
diesen Augenblick nicht voruͤbergehen lassen, ohne Ihnen
fuͤr Ihre treue Mitarbeit zu danken. Wir haben als gute
Kameraden zusammen gearbeitet, unser Fuͤhrer war das
gemeinsame, war das gleiche Ziel. Mein Dank gilt auch
denen, die heute nicht unter uns weilen, denen, die auf
dem Felde der Ehre in den Schutzgebieten und auf dem
europaͤischen Kriegsschauplatz gefallen sind, und denen,
die bis jetzt draußen fuͤr die deutsche Sache kaͤmpften
oder in der Gefangenschaft litten. Wenn ich mir in diesen
Tagen härtester Prüfung unseres Vaterlands die Heldentaten
unserer Kolonialkrieger vergegenwärtige, dann sehe
ich trotz alledem getrost in die Zukunft und verfalle
nicht in schwarzseherische Stimmung. Es liegt in unserem
Volke zu viel gesunde Lebenskraft, um unterzugehen!
Wir müssen und werden uns wieder emporarbeiten. So
wenig es gelingen kann, ein 70-Millionen-Volk vom Erdboden
zu vertilgen, so aussichtslos wäre das Beginnen,
das deutsche Volk für immer und ewig fernzuhalten von
IV