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daß man von Deinen Überzeugungen genaue Kenntnis
hatte; weniger über den Vorschlag, die Probe zu machen,
ob Briefe mit welscher Aufschrift wirklich zurückkämen,
imd bat dringend imd erustlich, davon abzusehen, wie ich
überhaupt den Willen aussprach, daß nur deutsche
Anzeigen mit deutscher Aufschrift versandt würden, was
meine Anzeigen angienge. Beim Schreiben der Adressen
sind nun verschiedene Hände tätig gewesen, ich war ja nicht
anwesend und konnte nicht wissen, welche, — da muß man
sich den Spaß mit der französischen Sprache doch geleistet
haben. Ich weiß nicht, wen die Verautwortung trifft, kanm
es aber nur bedauer. Bedentung hat das ganze also nicht,
und ich möchte Dich bitten, daraus keine weitergehenden
Schlüsse zu ziehen.
Ich bin deutsch gewesen, seitdem ich deutsch kann,
bewußt deutsch, seitdem ich bewußt denke, und bleibe deutsch
und werde die Folgerungen dieser deutschen Überzeugung, die
mein Gewissen mir zu ziehen gebietet, überall ziehen, und
die Folgen, die daraus sich ergeben, zu tragen wissen. Und
ich stelle an meine Freunde, die mich kennen, wohl keine
zu schwere Zumutung, wenn ich verlange, daß sie an
meine Treue, auch in dieser Hinsicht, glauben.
Ich füge hinzu, daß ich bei meiner Verlobung meinen
Staudpunkt nicht nur gewahrt habe, sondern auch mit einem
Exolg gewahrt habe, der mich mit berechtigter Genugtuung
erfüllt. Sobald ich kann, werde ich Dich aufsuchen,
um mich des weiteren bei Dir auszusprechen. Für heute nur
dies: ich spreche deutsch, und meine künftigen Verwandten
sprechen (und schreiben) mit mir nur deutsch; meine Braut
ist deutsch gesiunt und wir sind darin einig (meine Braut
nicht erst um meinetwillen), ein deutsches Pfarrhaus zu
gründen und deutsche Art zu pflegen, ein Haus, in dem
Freund Spiser willkommen ist, und in dem er sich hoffentlich
wohl fühlt.
Hie gut deutsch allewege in Wort und Tat.
In diesem Sinne grüßt Dich und Deine Frau von
Herzen
Dein 9. Z.
Meine umgehende Autwort lantete:
Lieber Fremid!
Meine Frau und ich wünschen Dir zu Deiner uns
brieflich mitgeteilten Verlobung von ganzem Herzen Glück
und Segen. Dein Brief hat mich auch sonst recht gefreut,
wenn ich auch erstaunt war, daraus zu ersehen, daß die am